Saigon Teil 2

Wir sind gerade in Port Klang, bei Kuala Lumpur angekommen und starten gleich in unser nächstes Abenteuer.

Unser Ausflug in Saigon war beeindruckend. Die Stadt selbst haben wir zwar leider nur vom Bus ausgesehen, aber irgendwie waren wir auch froh Dasein dort nicht über die Straße mussten.

Die Fahrt vom Schiff zu den Cu Chi Tunneln hat anstatt 3 leider 4 Stunden gedauert, bei der Rückfahrt war es ähnlich und daher fiel der Besuch im Kriegsopfer Museum aus. Speziell die Art wie Reiseleitung und TUI an Board damit umgegangen sind war der letzte Rest an Überzeugung den wir bräuchten: Ausflüge nur noch auf eigene Faust. Billiger, interessanter und angenehmer.

Die Anlage in Cu Chi ist ein Museum an den insgesamt 250 km langen in Tunneln von denen aus der Vietcong gegen die Amerikaner (und andere) gekämpft hat. Diese Tunnel waren im Normalfall 60×90 cm klein, hatten aber ebenso größere Räume in denen gelebt, geschlafen, gelernt, gekocht und auch gestorben wurde. Auch unterirdische Krankenhäuser waren angelegt und Ho Chi Minh sagte im Zweifel halten seine Soldaten nicht nur 20, sondern auch 100 Jahre unter der Erde aus.

Manche Kinder sind erst mit 5, oder 6 Jahren das erste mal an die Oberfläche gekommen.

Cu Chi stellt dies beeindruckend dar – noch beeindruckender sind die Methoden mit denen gekämpft, gebaut und gelebt wurde. Ein Beispiel: belüftet hat man die Tunnel mit Bambusrohren die in künstlichen Termitenhügeln versteckt waren. Die enden der Rohre sind Luft- aber nicht wasserdurchlässig. Man kann sie auch nicht einfach gerade in den Boden stecken, dann kommt keine Luft nach unten. Sie müssen schräg angelegt werden, in Richtung eines Flusses.

Ein Tunnel wurde um 25% erweitert, damit Touristen ihn durchqueren können. Man kann 20, 40, 60, oder 100 Meter in ihm zurück legen. 20 haben mir für den Rest meines Lebens mehr als gereicht. Mein recht panisches Video dazu gibt es zu Hause.

Das Touristen vor Ort mit historischen Gewehren ballern können – und davon reichlich Gebrauch machen – hat dem ganzen eine noch bedrückendere, aber gute, Kulisse gegeben.

Nach einem, sehr leckeren, essen ging es dann mit viel Sitzfleisch wieder zurück zum Schiff und dank 34 Grad erstmal in den Pool.

2 Kommentare zu „Saigon Teil 2

Hinterlasse einen Kommentar