Es ist nicht so das wir seit Bali gar nicht mehr weg waren. Aber es waren 3 kleinere Ausflüge nach Bayern, Eckernförde und Rügen und es war jeweils von der Zeit irgendwie unpassend hier darüber zu schreiben.
Nun also Venedig.
Vor ein paar Wochen flatterte ein tolles Angebot ins Haus und das Fernweh wollte raus – also los.
Nach der Arbeit ging es zum Flughafen BER. Wir sind zwar mit Öffentlichen gut angebunden, haben uns aber dennoch entschieden mit dem Auto hin zu fahren und dort einen Parkplatz gebucht. Hauptsächlich weil wir am Sonntag recht spät landen.
Vor Ort angekommen musste ich eine kleine Ehrenrunde drehen um den Eingang zum Parkhaus zu finden. Als wir dann dort waren ging der Feueralarm los und unser gebuchtes Ticket kam zwar raus, die Schranke öffnete sich nicht. Die Dame hinter dem Klingelknopf fragte ob wir wirklich in ein Parkhaus einfahren wollen das brennt.
Hm.. Also ich sah da weder Feuer, noch Rauch, aber eigentlich wollte ich auch nur Zugang zu einem der anderen Parkhäuser mit meinem gebuchten Ticket. Ging dann auch irgendwann, irgendwie. Wird spannend wenn wir zurück kommen.
In der Zwischenzeit hatten wir die Flughafen Feuerwehr ausrücken und zum anderen Parkhaus fahren sehen. Tolle Fahrzeuge für Nerds!
Der Flughafen selber ist.. Kein großer Wurf. Definitiv hinter der Sicherheitskontrolle zu klein (die sind sau langsam und schlecht beschildert) und auch einfach unglaublich langweilig.
Wir hatten noch etwas Zeit und als wir am bummeln waren lief Jens Spahn an uns vorbei. Keine Ahnung wo er hin wollte, aber Ria hat sich darüber ungefähr so gefreut wie ich über die Feuerwehr. Wenn ich gewusst hätte was heute noch zu sehen sein sollte!
Einen etwas ruppigen, aber recht kurzen, Flug später sind wir in Treviso gelandet.
Venedig kann man von 2 Flughäfen gut erreichen. Der eigentliche liegt direkt am Wasser, Treviso etwa 40 Minuten entfernt. Wir sind in Treviso gelandet weil es deutlich günstiger war und haben von dort aus den Bus genommen. Der Flughafen ist klein und eigentlich sitzt man spätestens 10 Minuten nach der Landung im Bus. Der wiederum ist auf die Flieger abgestimmt, also nicht zu sehr bummeln!
Während wir auf der Brücke nach Venedig fuhren, schaute der Nerd in mir nach den Zügen die dort fuhren. Und sah auf einmal den Orient Express nach London! Wahnsinn! Ich war ganz aus dem Häuschen!
Ja, ist auch nur n Zug, aber was für einer!
Der Bus hält am Tronchetto – ist im Prinzip der große, schmutzige Hafen in Venedigs Nordwesten. Dort gibt es tatsächlich auch einen Wohnmobil Campingplatz.
Vom Tronchetto fährt eine Stand Seilbahn (people mover) zur Piazzale de la Roma – Venedigs Verkehrsknotenpunkt mit dem Festland.
Hier sind wir aufs Vaporetto gehüpft und in 45 Minuten zur Insel Murano und unserem Hotel gefahren.
Ein Bus auf dem Wasser hat, auch für den eigenen Rhythmus, eine ganz eigene Geschwindigkeit. Ich glaub da könnte ich mich dran gewöhnen.
Im Hotel angekommen haben wir zuerst das Speiseangebot der Bar angenommen (großartig) und Maria stellte fest: also in Berlin direkt an der Bushaltestelle was essen wäre irgendwie anders.
Wir haben ein Maisonnette Zimmer mit Dachflächenfenstern und Blenden die sich jeweils elektronisch öffnen lassen.
Na, wer musste wieder Spielen und, bei Wärme, umgeben von Wasser, die Fenster zum Schlafen öffnen?
Ergebnis: Um 3 wach geworden, völlig zerstochen und auf die Jagd gegangen. 30 Minuten Später waren 15 Mücken erledigt und wir konnten wieder schlafen.
Nach einer kleinen Stärkung geht’s jetzt raus aufs Wasser und in die Stadt. Wir sind gespannt!





