Venedigs Straßen

Sind ja nicht nur auf dem Wasser zu finden.

Wenn man es genau nimmt, dann gibt es nur eine einzige die nicht auf dem Wasser ist, aber dazu mehr später.

Nach einem köstlichen Frühstück auf Murano ging es mit dem Vaporetto nach Venedig. Geplant war an der Piazza de San Marco vorbei zu sausen und an der nächsten Haltestelle auszusteigen. Blöderweise muss man den Linienplan etwas genauer studieren um zu verstehen welches Vaporetto wo genau hält und wir standen, nach Passage von San Marco, auf einmal auf der falschen Insel.

Naja, irren ist menschlich, meinte schon der Igel als er von der Bürste stieg.

Einen Spaziergang und eine Vaporetto Fahrt später waren wir an der Piazza und konnten sehen wofür Venedig so berühmt ist.

Es ist wie so oft: vorbei fahren hätte dann auch gereicht. Der Platz ist ganz nett, die byzantische Kapelle beeindruckend, aber den Hype rechtfertigt es nicht.

Wir sind dann durch viele kleine bis winzige Gassen weiter zu Rialto Brücke, haben das Treiben genossen und leckeres Eis geschleckt.

Venedig hat gerade etwa 15 bis 20 Prozent seiner normalen Touristen. Das allein reicht schon um die Stadt recht voll erscheinen zu lassen und so schön es hier ist, wirklich voll möchte ich es nicht erleben.

Wo wir bei schön sind: es ist wunderschön! Jeder Zentimeter lässt sich 3 mal neu entdecken, das Essen ist lecker, das Tempo gemächlich und die Italiener – wenn sie sich nicht gerade anschreien – wirklich freundlich.

Ein mittagsstopp am Canale Grande später und schon ging es zum Treffpunkt mit Francesco zur Hidden Venedig Tour. Francesco ist gefühlte 95 Jahre und war früher Kurator für Malerei in Venedig. Heute macht er Führungen für die Uni. Er nannte sich gerne Backstreet Boy – da er uns durch die Backstreets führt. Da, wie Maria anmerkt, ich Secret Spice bin passt das.

Es ging durch das alte Jüdische Viertel, vorbei an der von Napoleon gebauten einzigen Straße, per Gondel über den Canale Grande, ins alte Bordelviertel. Angeblich gab’s da auf einer Brücke mal ne Brüste Peep Show während des Karnevals zur Zeit der Drogen, aber heute will da irgendwie niemand mehr mitmachen. Schade eigentlich.

Nun sitzen wir im Vaporetto zum Hotel, dessen Restaurant wir gleich wieder genießen werden, und freuen uns aufs England Spiel.

Der Plan für morgen steht noch nicht fest. Ich hatte an Baden am Lido gedacht, aber der Wetterbericht ist durchwachsen.

Habe ich erwähnt das man in Venedig, auch Sonntags, ganz gut shoppen kann?

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