Besuch in der Bronzezeit…

Gestern und heute wollte der Himmel nicht so recht zum Planschen einladen. Im Norden der Insel waren sogar einige Straßen wegen Überflutung gesperrt, aber wir hier im Süden hatten einfach nur ein wenig Regen.

Lui und Basti haben einen Ausflug nach Valdemossa und Umgebung gemacht, Ria und mich hat es noch einmal nach Santanyi gezogen.

Bisher kannten wir die Stadt nur von 2 Besuchen an Markttagen. Auch wenn der Markt sehr schön ist, so ist er doch auch einfach voll.

Beim Bummel durch die kleinen Gassen der Altstadt (Neubau heißt in Spanien meist 70er Jahre Betonbunker in schlechtem Zustand, da bummelt man nicht), haben wir viele süße, kleine Läden entdeckt. Hauptsächlich Kleidung und Einrichtung, vieles Handgemacht und meist sehr liebevoll. Nur so n komischer „Concept Store“ hatte irgendwie kein Konzept und war einfach nur langweilig.

Was auffällt: die Läden und Restaurants in Santanyi sind mehr oder minder fest in deutscher Hand. In fast jedem Laden hieß es irgendwann: „wir können auch deutsch miteinander sprechen“.

Will ich im Urlaub eigentlich nicht unbedingt, aber dann sollte ich vielleicht auch nicht ins 17. Bundesland fliegen.

Den Rückweg nach Cala Pi haben wir dann über kleine Seiten- und Feldwege weiter nördlich genommen. Das mit dem Finca besetzen müssen wir uns nochmal genauer anschauen.

Ria hat übrigens abends bei Phase 10 gewonnen.

Heute sah das Wetter ähnlich aus und wir haben uns für einen langen Tag an Bucht und Pool entschieden. Die Sonne scheint immer mal durch und das Wetter ist allemal warm genug allen meine Käse Beine im Pool zu präsentieren.

Die Bucht sorgt für ruhiges Meerwasser und so konnten auch dort ein paar mächtige Burgen gebaut werden.

In der Mittagspause sind Basti und ich zu einer Bronzezeitlichen Siedlung in der Nähe gefahren.

Capocorb Vell ist eine so genannte Talaiot Stätte. So wird die Bronzezeitliche Kultur der Balearen genannt, die in monolithischen Steinbauten lebte.

Viele davon sind noch erhalten und eine der wichtigsten Stätten ist eben Capocorb Vell.

Zu sehen welche Bauwerke bereits vor 3000 Jahren errichtet wurden – und vor allem wie viel davon heute noch (trotz schlechter Pflege) steht – ist sehr beeindruckend.

Das man vor Ort im Prinzip über alles klettern kann wie man will, hilft dem Erhalt sicher nicht, machte es aber gleich doppelt spannend.

Den Tag ausklingen lassen haben wir im Restaurant ca’s Busso, ganz in der Nähe der Talaiot.

Bisher habe wir es immer nur im vorbei fahren gesehen – voll von Radfahrgruppen und anderen Ausflüglern.

Wenn man die Terrasse betritt, riecht man schon angenehmen Rauch, der von offenem Feuer kommt und auf das kommende einstimmt.

Die Bilder sollten für sich sprechen.

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