Wie schon erwähnt ist Maria gestern mit einer guten Freundin nach Rom geflogen, um die Stadt ein wenig unheiliger zu machen.
Der Trip ist bis Dienstag geplant und danach wollen wir noch etwas Zeit zu zweit verbringen.
Von Varianten das ich komplett auf Mallorca bleibe und Ria wieder dorthin kommt, über eine kleine Kreuzfahrt in Italien, bis zu einem Ausflug nach Rügen im Anschluss an Rom, war alles an Ideen dabei.
Wir haben uns dann für ein Wellness Hotel in Tirol entschieden und auch das Maria am Dienstag von Rom nach Bozen reist, wo ich sie abhole.
Ursprünglich hatte ich nur die Nacht von Montag auf Dienstag in Italien geplant, aber ich habe doch gemerkt das ich etwas mehr Erholung will und mich entschieden, bereits heute nach Südtirol aufzubrechen.
Nach 8:45 Stunden Fahrt mit ein paar Staus, bin ich bei bestem Wetter im Hotel Bergblick in Ratschings bei Sterzing angekommen.
Ein kleiner Hinweis für den Weg: in Österreich kann die Maut inzwischen auch digital abgewickelt werden. Man muss dann nirgendwo anhalten um sich eine Vignette zu kaufen und muss die auch nirgendwo hinkleben. Es wird einfach das Kennzeichen gescannt und man kann auf expliziten Maut Strecken, wie dem Brenner, an der Maut Stelle die grüne Digital Kontrolle benutzen und am größten Stau vorbei.
Es gibt hier mehrere Anbieter, es lohnt sich aber sich auf der Seite des Autobahnbetreibers, Asfinag, durchzuklicken. Alle anderen Anbieter verlangen teils heftige Aufpreise und liefern nichts anderes als die Asfinag selbst.
Das Hotel habe ich nach folgenden Gesichtspunkten gewählt: nahe Meran, aber nicht in einer Stadt gelegen; Indoor Pool, Halbpension, billig.
Ursprünglich hatte ich einfach nur nach billig gesucht, aber ihr kennt mich, ohne n paar Extravagnzen geht’s dann doch nicht. Wobei es immernoch billig ist. Zumal lokale Wanderungen, Museen, Bergbahnen und der ÖPNV inklusive ist.
Dieses mal habe ich (online) über einen Reiseveranstalter gebucht, da es mit Abstand den günstigsten Preis gab. Tatsächlich ein sehr nerviger Prozess, den ich so schnell nicht wiederholen möchte.
Das Reisebüro vor Ort hätte das sicher einfacher abgebildet, meine Suche nach dem „richtigen“ Hotel hat sich allerdings über 3 Tage gezogen.
In Südtirol angekommen wurde ich von Sonnenschein und einem unscheinbaren Hotel begrüßt, das eine ganze Flut von Überraschungen bereithalten sollte.
Die Zimmer sind sauber, gut in Schuss und haben einen unverkennbaren 90er Charme :).
Nach langer Fahrt wollte ich dann in den Pool. Auf dem Weg dahin lief ich an einem indoor Spielplatz vorbei. Auf den ersten Blick irgendwie ne traurige Angelegenheit, aber hey, da wurde ein leerer Flur toll genutzt und bei schlechtem Wetter dürfte das der Renner sein. Eine kleine Kinderkino Ecke und der Spiele Raum mit Tischtennis und Kicker ist gleich daneben. Dahinter folgen Fitness und Sauna – die ist tatsächlich auch groß und Abwechslungsreich gehalten, aus verständlichen Gründen habe ich davon allerdings keine Fotos.
Es lohnt sich übrigens das Hotel auf den üblichen Portalen zu suchen. Der Saunabereich und anderes wird mit „schlagkräftigen Argumenten“ vorgestellt.
Ungefähr so aus der Zeit gefallen wie die Einrichtung der Zimmer.
Der Pool war dann eine wirkliche Überraschung. Bedeutend größer als Gedacht, Wasserfall, Gegenstrom, Massagedüsen mit Sitzen, ein Kinderbecken und außen nochmal ein Whirpool. Dazu eine Liegewiese und das Ganze, je nach Bereich, bei 30 bis 36 Grad Wassertemperatur.
In den Außenanlagen findet sich dann noch ein großer, natürlicher, Spielplatz mit Trampolin, Kinderbagger, eingezäuntem Teich und ein paar Hühnern.
Samstag gibt’s vor dem Abendessen noch einen Aperitif, war ganz angenehm.
Das Abendessen selbst, als 4 Gang Menü, ist reichlich und recht lecker, aber keine weitere Erwähnung wert.
Jetzt fall ich gleich ins Bett und schaue mal wie die Wetterwürfel morgen fallen.





