Einer der Nachteile am Hotel ist, dass der Pool erst um 09:00 öffnet. Vor dem Frühstück schwimmen, wie auf Mallorca, war heute morgen also nicht.
Mein Plan war, bis zum unteren Teil der Gilfenklamm zu laufen und von dort zu starten.
Hätte ich mal so tun sollen…
Der obere Eingang zur Klamm liegt allerdings auf dem selben Weg und näher zum Hotel. Als ich nach 2,5 KM und 30 Minuten vor Öffnungszeit dort vorbei kam, sah ich, dass der Weg bereits offen ist und ging (zu Recht) davon aus von dieser Seite länger ungestört durch die Klamm zu wandern.
Insgesamt sind es etwa 1,4 KM Wanderweg. Teils über Brücken, teils über Felsen, teils durch den Wald. Die Klamm ist in den letzten 12.000 Jahren entstanden, als ein eigentlich kleinerer Bach sich durch den weißen, weichen Marmor geschnitten hat.
Gerade das obere Drittel ist beeindruckend und der Ausflug lohnt sich wirklich.
Unten angekommen, war ich an dem Punkt, an den ich eigentlich später von der anderen Seite wanden wollte. Der Fuß des Weges zur Ruine Reifenegg.
„So schlimm wird’s schon nicht..“ dachte ich – und hatte mal wieder sowas von falsch gelegen.
In den nächsten 45 Minuten habe ich 300 Höhenmeter auf einem sau steilen Weg überwunden, der manchmal irgendwie nur aus Wurzeln Bestand.
Ich hatte den Tag über noch genug Gelegenheit mir die Höhenverhältnisse von weiterer Ferne anzuschauen. Ein bisschen wollte ich weinen…
Die Ruine ist nur ein Überbleibsel einer größeren Anlage aus dem 13. Jahrhundert und nur ein kleiner Teil Mauer und der Wohnturm stehen noch. Es ist aber, gerade durch das in den Wald gewachsene, sehr schön.
Von der anderen Seite (mein ursprünglicher Plan) ist der Weg auch bedeutend einfacher und lohnt sich daher auch.
Am höchsten Punkt angekommen, ging der Weg nämlich einfach in eine asphaltierte Bergstraße zu 3 Häusern über und von da an gemütlich bergab, zurück zu meinem Ausgangspunkt, dem Jaufensteg, der auch Eingang zur Klamm war.
Von hier aus ging es über eben diesen Jaufensteg, mit schöner Aussicht aufs Tal, nach Mareit und zu Schloss Wolfsthurn. Süßer kleiner Ort, aber nicht wirklich irgendwas von Interesse für mich, daher ging es weiter nach Gasteig, immer am Rio Mareta lang.
Unterwegs findet sich der Steingarten. Hier werden die wichtigsten Gesteinsarten der Region ausgestellt und man kann sie Spielerisch erkunden.
Vor Ort war ne italienische Familie mit 3 kleinen Kindern, die sich alle nacheinander auf die Nase gepackt und tierisch geheult haben, weil sie im Steingarten unbedingt fangen spielen mussten. Spätestens nach Nummer 2 hätte ich ja Nummer 3, die inzwischen einfach allein hin und her rannte, gesagt sie soll es lassen. Aber vielleicht galt da einfach gleiches Recht für alle.
In Gasteig hatte ich dann wirklich keine Lust mehr, das Wetter wurde immer grauer und es kam „zufällig“ grad der Bus zurück zum Hotel.
Hier habe ich mir an der Bar einen Schinkenteller machen lassen und dann Pool und Whirpool genossen.
Jetzt schaue ich noch ein bisschen Foundation und bin gespannt was es heute Abend zum „Gala Dinner“ im Restaurant gibt, auf das sich im Personal schon alle freuen und es immer wieder erwähnen.
Ne hässliche rote Bordüre hängt um den Tisch vom Salatbuffet auf jeden Fall schon mal rum.
Achso: das Frühstück war OK, mehr aber auch nicht.










