Aber das Wetter…

Ja, ist halt britisch.

Wir hatten gestern also den ganzen Tag Regen. War auch irgendwie schön und hat unsere Pläne nur ein bisschen durchkreuzt.

Nach einem weiteren, sehr leckeren, Waffelfrühstück ging es mit dem Auto weiter in den Süden bis St. Erth. Hier ist ein großer Park & Ride Parkplatz und man kann in den Zug nach St. Ives umsteigen. Eine Tageskarte kostet 4 Pfund und die nur 11 Minuten lange Fahrt gilt als eine der schönsten Großbritanniens.

Auch wolkenverhangen war es eine malerische Fahrt. Auf der einen Seite die tolle Cornische Flora, auf der anderen Seite Strände und Klippen. Das lohnt sich in jedem Fall (und man muss nicht ewig durch St Ives irren für nen Parkplatz).

St. Ives selbst ist das zutreffende Beispiel eines Wortes das man hier sehr oft im Kopf hat: Pitoresk.

Um eine Bucht und über Hügel geschlungen, drängen sich viele kleine Häuschen und schauen auf den malerischen Strand. Abgerundet wird dies durch süße Restaurants und viele zugängliche Galerien der großen Kunstszene der Stadt. Und irgendwie war es dann gar nicht so schlimm das alles im Regen zu erkunden.

Eine Stärkung gab es, wie sie britischer nicht hätte sein können: Fish & Chips. Lecker!

Mit dem Zug zurück in St. Erth ging es weiter zur anderen Seite Cornwalls zu St Michael’s Mount. Ein Felsen vor der Küste mit einem Schloss oben drauf, verbunden über eine Landbrücke, die nur bei Ebbe gangbar ist. Wem das irgendwie bekannt vorkommt, ja, der Mont St Michel in Frankreich, liegt im Prinzip gegenüber.

Wir waren während der Flut da und die Boote fahren nur mit vorheriger Reservierung. Also haben wir uns einen Kaffee geholt und den Berg in grauer Ferne betrachtet, bevor wir weiter gefahren sind um nach Land’s End zu kommen.

Während der Tag bisher von Blumen, Hecken und Palmen geprägt war, erlebten wir plötzlich die Karge Küste am westlichen Zipfel Britanniens, den Ort an dem Ärmelkanal und keltische See zusammen laufen. Rau, windig, salzig, herrlich :).

Das große Finale sollte eine Vorstellung im Minack Theatre sein. Gar nicht weit weg von Land’s End, ist das Theater unter freiem Himmel an der Küste in den Fels gehauen und man schaut während der Vorstellung aufs Meer, ist aber auch den Elementen ausgesetzt.

Wir haben uns dazu entschieden das Theater nur zu besichtigen, aber nicht zur Vorstellung zu bleiben. Es regnete noch immer, wir waren patschnass und ein wenig fröstelig. Es sah zwar nach Besserung aus, aber nicht nach 23,6 Grad und Sonnenschein.

Auch wenn wir also die Vorstellung nicht genossen haben, so ist Minack doch ein beeindruckender Ort und für sich allein in jedem Fall eine Reise wert.

Eine längere Autofahrt und ein paar Bier im Pub später haben wir uns im B&B aufgewärmt, essen gerade Frühstück und gleich geht es zurück nach Bristol und damit auch nach Hause.

Danke für die Begleitung, wir lesen uns in einer Woche.

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