Sonntag, 12:00 Uhr, Snoqualmie
So könnte man das nennen. Oder die kiffen hier einfach zu viel… Machen sie angeblich nicht mehr so oft, aber sicher bin ich mir da nicht.
Die Brauerei hatte tatsächlich leckeres Bier und wir saßen mit Pizza draußen, bis sie zu gemacht hat, um dann im Haus noch etwas weiter zu quasseln und um Mitternacht auf Elainas Geburtstag anzustoßen.
Nach einer recht entspannten Nacht bin ich gegen 06:30 mit einem Hund auf der Brust aufgewacht und habe mich etwas abschlecken lassen. Die Katze wäre mir natürlich lieber gewesen, aber Hund Chewy ist auch ganz süß.
Das wir Deutschen unsere Eigenheiten haben, habe ich schon als Austauschschüler im Jahr 2000 gelernt. Wenn wir 17:00 Uhr irgendwo sein mussten, dann ist vor 17:10 sowieso kein Mensch los gefahren.
Heute treiben wir das ein wenig auf die Spitze. Irgendwer geht seit 7:00 Uhr immer mal wieder für ein Nickerchen ins Bett und wir reden inzwischen seit 5 Stunden über Frühstücksoptionen. Jetzt sind fast alle am Tisch und ich glaube wir könnten irgendwann wirklich los fahren (ich habe mir zwischendrin 2 Toasts genommen). Es bleibt spannend, ist aber auch irgendwie entspannend.
Oh, während ich gerade schreibe wird diskutiert ob die Hunde so lange komplett alleine gelassen werden. Normalerweise ist immer irgend jemand hier.
Ich habe um 10:00 Uhr das erste mal überlegt darüber zu schreiben. Mal gucken wann wir was entscheiden (also tatsächlich und es wirklich auch machen). Wenn ich wirklich Hunger hätte könnte ich einfach an den Kühlschrank, aber so ist das irgendwie auch spannend…
Sonntag, 17:00 Uhr, Snoqualmie
Um 13:42 sind wir dann tatsächlich los gefahren und es ging zum Golf Club ins Restaurant.
Eingebettet in saftig Grüne Berge und sehr natürlich angelegt, ist das allerdings kein Edel Schuppen wie man ihn vielleicht aus dem Fernsehen kennt, sondern einfach ein Ort an dem ganz normale Leute Golf spielen – und eben auch was essen. War nett, aber auch nichts was man empfehlen müsste.
Was an dieser ganzen Entschleunigung wirklich schön ist, ist die Zeit die wir in aller Ruhe und mit viel Lachen zusammen verbringen – wir haben uns immerhin fast 4 Jahre nicht gesehen.
Megan musste danach noch etwas in ihr Klassenzimmer bringen (sie ist Lehrerin) und ich habe in der Zeit das Problem mit ihrer interaktiven Tafel gefunden.
Danach hat die Familie ein kollektives Nickerchen gemacht und ich habe mit der Katze gespielt. Der Plan ist in 5 Minuten los zu fahren und bei Megan’s Freund Joey Tischtennis zu spielen (ich glaube der putzt, seit er heute mittag hörte das wir kommen wollen), also werde ich in etwa 15 Minuten mal schauen ob irgendwer schon so richtig Hosen anhat oder so.
Sonntag, 22:45 Uhr Snoqualmie
Hatte natürlich keiner, aber lange hat es dann nicht mehr gedauert. Bewaffnet mit Bier und Kuchen (vielleicht auch einer Waffe, so genau weiß man das hier immer nicht), sind wir dann ein paar Orte weiter nach Issaquah gefahren und haben Joey besucht. Cooler Typ!
Er hatte Käseplatten für uns vorbereitet und nach viel Gelächter und Oldies im Radio sind wir nach draußen in den Nieselregen gegangen und haben Tischtennis und Boccia gespielt. Soooo ernst werden die Regeln zum Thema Alkohol in der Öffentlichkeit hier nicht mehr genommen, das kenne ich noch anders. So lange es nicht zu offensichtlich und mitten auf der Straße passiert, ist es hier oben wohl ok.
Jetzt ist es für mich Zeit ins Bett zu huschen und mich nochmal gut auszuschlafen, bevor morgen am Abend der Flug heim geht. Ich glaube wir werden auch morgen einfach nur ganz entspannt den Tag verbringen und viel quatschen.






