Gestern Abend haben wir gegrillt. Aber dazu später (viel später).
Der Wecker hat um 03:15 Uhr geklingelt und wir waren natürlich nicht rechtzeitig ins Bett gegangen, um zu diesem Zeitpunkt auch nur annähernd genug Schlaf bekommen zu haben.
Um 03:40 Uhr waren wir mit allem fertig und ich wollte mir einen Kaffee im Zimmer machen. Durfte ich natürlich nicht, die Zeit drängte :).
Also auf, auf hinüber zum Check In und Gepäck aufgeben. War natürlich wieder typisch Flughafen Berlin – dauerte ewig, war ne lange Schlange und eine Dame stand da und hat versucht, irgendwie alle so zu leiten, das es Sinn macht, das aber keinem erklärt und auch nur die Hälfte beachtet.
Wir hatten bei der Buchung sehr viel Glück und durch einen Fehler bei Expedia Premium Economy ohne Aufpreis gebucht – und dadurch dieselbe Schlange wie die Business Class und alles ging bedeutend schneller.
Maria wollte wissen, was wir da eigentlich gebucht haben: „Private Krankenversicherung oder Kasse mit Zusatz?“.
Zusatz.
Diesmal hatte ich wirklich viel Elektronischen Klimbim fürs Flugzeug dabei (also noch mal mehr als sonst) und natürlich musste mein Handgepäck durch eine Extra Kontrolle. Ich hab denen erklärt, was da für was da ist, aber ich glaub die waren einfach froh als wir weg waren.
Im Terminal angekommen, haben wir noch mal gecheckt, ob alles passt. Japp, Flugzeug ist da (ist die Nacht vorher mit 2,5 Stunden Verspätung kurz vor Nachtflugverbot gelandet), wir haben noch mehr als ne Stunde bis zum Boarding und soooo groß ist dieses deprimierende etwas von Flughafen ja nun auch nicht.
Ich hatte noch einen Lounge Gutschein aus einer Verspätung von einem Trip im Mai (Teil unserer Reiseversicherung sind Lounge Gutscheine ab 1 Stunde Flugverspätung), aber keine der Lounges in Berlin steht da unter Vertrag. Dafür aber 2 Cafés. Das erste war noch nicht so wirklich offen und auf Nachfrage gab es nur ein muffliges „brauchen noch ne Weile“, also auf zum anderen und mit Kaffee und Brötchen eingedeckt und dann ab in den Flieger.
Während das Boarding schnell und entspannt verlief, saßen wir dann doch noch 40 Minuten rum, in Amsterdam war wohl etwas mehr los. Wir kamen dann mit 20 Minuten Verspätung in Amsterdam an und mussten dort durch eine weitere Pass- und Sicherheitskontrolle. Natürlich wurden wir als ganz besonderes Highlight für die erweitere Kontrolle ausgesucht. Ging zum Glück recht fix.
Am Gate für den Flug nach Seattle angekommen, hatte das Boarding auch schon begonnen und – Premium Economy seit dank – konnten wir wieder gleich an Bord huschen. Der Flug war sehr entspannt, kam 20 Minuten zu früh an und mit Essen und Co. Nerve ich euch besser nicht. Nur so viel: Beim Gang nach hinten auf Toilette bemerkte die Nase weitere Unterschiede zur normalen Economy. Oh Mann.. Bloß nicht dran gewöhnen.
Unser Gepäck war in Seattle sehr schnell da (Premium… ach ihr wisst schon) und auf ging es zur Einreise. Die war beim letzten Mal megaschnell, also war ich guter Dinge. Zu guter Dinge.
Für die Einreise in die USA muss vorab ein ESTA Online beantragt werden. Im Prinzip ein Fragebogen mit ja oder nein Fragen und dann bekommt man meist innerhalb von ein paar Minuten die Einreisegenehmigung. Seit Juli 2023 wird hier auch nach Reisen nach Kuba seit dem 01.03.2011 gefragt. Das war bei mir ein Ja (20.03.2011) und mein ESTA war verweigert worden. Ich hatte deswegen ein Visum im Konsulat beantragen müssen (samt Notfalltermin, weil das alles n bissel knapp war) und als bei der Einreise mein Pass genauer geprüft wurde, war eigentlich schon klar, was als nächstes passiert: „Bitte begleiten Sie meine Kollegin“. Ab in nen separaten Raum und dort auf ein weiteres Interview warten.
War aber eigentlich ganz nett und es ging mal wieder um Kuba und den Grund für die aktuelle Reise und dann waren wir auch durch. Alles in allem waren das vielleicht 20 Minuten mehr. Aber ich kann mich wohl in Zukunft grundsätzlich darauf einstellen.
Als nächstes ging es dann mit dem Shuttle Bus zum Mietwagen und von dort zum eigentlichen Ziel: Snoqualmie. Wer Twin Peaks geschaut hat: wurde hier gedreht.
Wir hatten vorher vom Hotel einen Early Check in um 13:00 Uhr bestätigt bekommen. Hatte nur vor Ort irgendwie keiner mehr auf dem Schirm und das Zimmer war natürlich nicht fertig. Teil des Expediafehlers war auch das größte Zimmer im Haus zum Preis des kleinsten, einfach ein anderes Nehmen war also auch nicht wirklich drin.
Also ab zurück ins Auto und ein wenig shoppen. Als wir unterwegs waren, kam von Megan noch eine Einladung zur „Night before before the night before“. Grillen mit Freunden und Verwandten und jeder sollte noch was mitbringen.
Im Supermarkt gab es sogar deutsches Bier. Schöfferhofer Grapefruit. WARUM???
Zurück im Hotel gab es dann endlich ein wenig Ruhe und im Anschluss einen erfrischenden Besuch im Pool, bevor wir rüber zur Familie gefahren sind.
Das Haus liegt im Prinzip am Ende einer einsamen Straße am Rand der Berge und des Waldes und hat einen ganz eigenen Zauber. Wird nur über die Jahre leider nicht besser. Für mehr dazu schaut einfach in die Beiträge vom letzten Besuch im Juni 2022.
Auch wenn es ein wirklich schöner Abend war, um 21:00 Uhr sind wir völlig fertig ins Bett gefallen und haben eine gute Nacht gehabt. Nach einem erneuten Besuch im Pool und einem tollen Waffelfrühstück geht es jetzt ein wenig shoppen und danach mit anderen Gästen der Hochzeit, eventuell zum Inder, bevor es heute Abend einen Probelauf der Hochzeit gibt.





Nackig durch die Wohnung laufen..
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