Plötzlich im Plattenbau…

So hat Maria sich gestern jedenfalls gefühlt.

Aber der Reihe nach…

„Früher“ war es so, dass wir uns grob auf ein Ziel geeinigt haben und ich Maria nach einiger Recherche 3 Unterkünfte zur Auswahl präsentiert habe. Da hatte sie dann einen ziemlich guten Überblick, wo es hingeht und was sie erwartet.

Seitdem wir zu dritt sind, suchen wir noch „unsere“ Form des Urlaubs und außerdem fehlt manchmal einfach die Zeit, sich in Themen reinzudenken, die noch Monate weit weg sind.

Sie wusste also, dass es irgendwie ins deutsche Mittelgebirge geht und ich irgendwas für Familien gebucht habe, viel mehr war aber nicht hängen geblieben – zumal die ursprüngliche Buchung auch direkt nach dem letzten Center Parcs Reinfall im Januar erfolgt ist.

Zwischendurch mussten wir neu buchen, weil der Veranstalter pleite gegangen war und gleichzeitig kamen wir in den letzten Wochen und Monaten auch nicht wirklich dazu uns so richtig nen Kopf um den Urlaub zu machen.

Gestern Mittag ging es also los und nach etwas über 5 Stunden Reisezeit (IKEA ist übrigens ne perfekte Raststätte mit Kindern – die können laufen, es gibt nicht allzu teures Essen und man kann sich gleich Dinge anschauen, die man nicht braucht) standen wir vor einem Plattenbau und ich sagte, das wir da sind. Führte jetzt erst mal nicht zu Begeisterungsstürmen auf der Rückbank.

Das Elldus Resort Oberwiesenthal ist Teil einer DDR Plattenbausiedlung (überschaubar) aus den frühen 80er- Jahren und wurde kurz nach der Wende in Ferienwohnungen verwandelt. Nach und nach hat es sich in ein Familienhotel mit großem In- und Outdoor Spielplatz, Spa, Pool und Restaurants verwandelt. Auf einem Plateau am Rande von Oberwiesenthal gelegen ist es recht idyllisch und wenn man einmal den ersten Schrecken überwunden hat auch wirklich schön. Ein alter Kindergarten dient heute als Verwaltung und wurde dann um Spa und Co erweitert.

Wenn man mal wissen möchte, was man aus Plattenbauten so alles machen kann: hierher kommen. Wir haben ein geräumiges, toll eingerichtetes 3 Raum Appartement mit allem, was das (Eltern-) Herz begehrt und Puschel hat erstmal die Eisenbahn in Beschlag genommen.

Nach einer ordentlichen tobe Runde auf dem Spielplatz ging es auf zum wirklich leckeren Abendessen und nicht viel später dann auch schon ins Bett. Als der Kleine eingeschlafen war, hat Maria mich mit einem Baileys von der Bar auf dem Balkon erwartet. So kann Urlaub anfangen.

Was bisher zu sagen ist: Das essen ist gut, die Vielfalt gegeben, aber überschaubar und bisher ist das Personal unfassbar nett (wann wurdet ihr das letzte Mal durchs Restaurant begleitet und euch alle Details erklärt?).

Jaja, es ist Mittag und eigentlich gibt es schon wieder viel zu berichten. Das Wetter wird die nächsten Tage allerdings doof und ich brauch doch noch Futter für den Blog.

Wer also wissen möchte, was wir zu Hause vergessen haben, warum ein Bus eine Ehe rettet und was Puschel hier mit „mehr, mehr, mehr“ quittiert, der liest die nächsten Tage wieder mit.

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