Man muss ja auch mal raus.
Während ich hier auch viel über das schreibe, was wir außerhalb des Resorts machen, so ist wohl doch klar, das wir die meiste Zeit hier sind. Von (Kinder-) Spa über große Trampoline, Mini Golf, Stockbrot am Saloon, Kinderbetreuung bis hin zur Spielscheune ist ja alles da und Urlaub mit Kind heißt nun mal in allererster Linie den kleinen Wirbelwind glücklich zu halten.
Am Dienstagnachmittag (Vormittags gab es „Kinderklub, au jaaaa!“) sind wir also losgestiefelt. Diesmal nicht die sprichwörtlichen 7 Meilen, sondern einfach nur über die Straße und an einer Schule vorbei, da ist auch schon das Sportcenter am Fichtelberg. Sieht ungefähr so aus, wie es klingt, riecht auch ein bisschen so.
Witzigerweise sieht die Konstruktion des Gebäudes bei genauerer Betrachtung von innen bedeutend moderner aus als von außen. Aber vielleicht will man sich auch einfach in den letzten Rest mief einreihen (Ich rede von dir, Ahorn Hotel am Fichtelberg. Wer auch immer jetzt deine Außenbilder googled, weiß, was ich meine).
Für uns ging es jedoch nicht zum Sport, sondern ab in den Keller. Da findet sich eine große Bowlingbahn mit aufmerksamem Personal und schönen Ideen, das Ganze ansprechend zu gestalten (wissen wir, weil es da Eis gab) und eben auch das Aquarium. Wie das jetzt zu Oberwiesenthal passt, sei mal dahin gestellt, aber das Kind hatte einen riesen Spaß. Da wurde von Fisch zu Fisch gerannt, die Piranhas etwas argwöhnisch beobachtet und beim Krokodil musste Papa ein wenig streicheln.
Was für den Kleinen wirklich toll ist, ist für die Großen etwas trostlos und das ein- oder andere Statement am Eingang zu Kartenzahlung (machen wir nicht, verpestet die Umwelt) und Ukraine Krieg (die üblichen AfD-Parolen dazu) lassen die Entscheidung, Geld dort zu lassen, doch etwas überdenken, aber das erklärt man nem 2-Jährigen nicht unbedingt wenn man schon halb drin steht.
Abgesehen davon ist die Auswahl an Fischen, Heuschrecken, Korallen und anderem Getier (hat da wer Vogelspinne gesagt?) schon ganz spannend und nach ner Weile vergisst man ein wenig das man grad auf schlecht gestrichene Pappwände starrt und so ne Mischung zwischen Keller und Schimmel in der Nase hat.
Zurück im Hotel konnte Junior es kaum erwarten, noch mal in die Spielscheune zu rennen und zu beweisen, das Knochen in dem Alter noch ne recht flexible Angelegenheit sind und seine Eltern inzwischen echt alt. Am liebsten rennt er zwischen 2 Stangen durch und lacht sich tot, wenn der dicke Papa sich dahinter durchquetscht.
Am Mittwoch haben wir es etwas ruhiger angehen lassen – das Haus ist inzwischen voll mit Klein- und Kleinstkindern und das merkt man an Gewusel und Lärmpegel und der Kleine brauchte mal ne Pause von der ständigen Reizüberflutung. Am Vormittag waren die Eltern also im Pool ein wenig planschen, der kleine noch in „seiner“ Kindergruppe und am Nachmittag ging es für alle hinaus ins Zentrum der Stadt. Hier hat das Hotel 2 Außenstellen.
Zum einen ein Café, in dem das gebuchte All inclusive für Kaffee und Kuchen (beides wirklich sehr gut im Café) ebenfalls gilt und dann noch einen Laden für wirklich süße kleine Geschenke und Co. Die total toll sind, aber kein Mensch braucht. Sehr schön zum Bummeln, auch bei schlechtem Wetter.
Nach einem kurzen Abstecher zum Bahnhof und 3 kurzen Abstechern zu den nächsten Feuerwehrwachen, ging’s dann zurück ins Hotel und wir haben mal im Zimmer gegessen, um dem ganzen Trubel weiter fern zu bleiben.
Das Wetter stabilisiert sich grad ein wenig zu leicht grau, leicht hell und ab und an ein kleiner Schauer, schauen wir mal, was wir heute so treiben.



