Das ist doch Touristennepp. Oder?
Das Planschen im Roten Meer hat echt Spaß gemacht und war aufgrund des Zeitplans etwas kurz.
Das Resort hat zwei künstliche Landzungen und dadurch recht viel Platz mit unterschiedlichen Ecken am Meer. Dazu noch überall Bars, so kann man es aushalten.
Um 12 kam unser Transfer zum Quad fahren. Auf ging es in einer 30 Minuten Fahrt zum Quad Stützpunkt in der Wüste.
Markus hatte uns bei einem lokalen Anbieter etwas gebucht und vor Ort gabs etwas Verwirrung, wer jetzt für uns zuständig ist, aber da sortierte sich dann auch.
Der Stützpunkt ist nur über einen Checkpoint und einen Weg durch die Wüste dahinter zu erreichen. Man kann also nicht mal eben ein Taxi dahin nehmen, sondern ist eher auf den gebuchten Transfer angewiesen. Auch wenn man da wegwill.
Es haben verschiedene Firmen ihren Sitz dort und alle bieten mehr oder minder das Gleiche an.
Nach einiger Wartezeit (davon sollte es noch viel geben) und einer kurzen Einweisung ging es los zur Quadtour. Wir waren etwa 20 und sind immer schön im Entenmarsch durch die Wüste.
Das war ganz nett und hat auch Spaß gemacht, aber ein wenig Langeweile kam dann auch auf.
Bis zum Fotostopp, den der andere Teil der Gruppe gebucht hatte. Ein kurzes Gespräch und ein wenig Trinkgeld später hat unser Guide uns von der Gruppe losgelöst und wir konnten die Quads so richtig genießen. Irgendwann wurde es so staubig, das wir die Huckel und Senken nur noch an den Bewegungen des Vorausfahrenden erkennen konnten. Geil.
Zurück am Stützpunkt wurde wieder ein wenig gewatet und dann ging es zur zweiten Tour. Diesmal mit Buggys. Die war allerdings echt nicht der Rede wert und die Möhren ziemlich durch.
Also zurück, wieder warten und dann 40 Minuten mit einem Jeep durch die Wüste zum Beduinendorf.
Jaja, von wegen Beduinendorf. Irgendwas Künstliches für die Touris. Denkt man und so sieht es auch aus, wenn man ankommt. Eigentlich noch schlimmer.
Da sind einfach ein paar Stallungen hingemauert Frauen backen n bissel Fladen, Männer reichen Tee und das wars dann auch. Ey Leute, gebt euch doch wenigstens Mühe.
Achso. Das obligatorische Kamel in der Runde reiten gabs natürlich auch.
Dann aber geht es mit dem Guide den vermüllten Berg hoch und nun wird es spannend.
Neben einem tollen Blick auf die umliegende Wüste und die Berge entdeckt man immer mehr kleine Hütten in den verschiedensten Tälern. Im Normalfall sehr klein und gemauert. Meist einzeln, teils auch in Ansammlungen. Je weiter man schaute, umso vereinzelter wurden sie und dadurch, dass sie zwischen den Bergen versteckt waren, war es schwer, ihre Zahl zu schätzen.
Der Guide nutze die Zeit, um ein wenig über das Leben zu erzählen. Im Prinzip einfach eigene Gemeinschaften mit ihren eigenen Regeln und meist sehr unter sich. Hier halt mit den Touristen als Einkommensquelle.
Zurück ging es wieder mit dem Jeep zum Stützpunkt und zum nächsten Warten. Man hätte auch eine Quadtour zum Beduinendorf buchen können und ich denke, das ist die bedeutend spaßigere Variante. Aber auf den Dingern pro Richtung eine Stunde durch die Wüste zu brettern kann sicher auch anstrengend werden.
Irgendwie hing da auch die ganze Zeit ne Gruppe von mindestens 50 völlig abgedrehten Chinesen rum, bunt und n bissel wild gekleidet. Von der Prinzessin bis zum Cow Girl war alles dabei und überall hin wurde Beleuchtung für abgefahrene Fotos und Live Streams zum Präsentieren von Kosmetik und sonstigem Krempel geschleppt.
Im Stützpunkt wurde es irgendwann Zeit für ein ziemlich leckeres Abendessen vom Grill. Als nächstes kam der an sich recht langweilige Bauchtanz, aber die chinesischen Touristen enttäuschten nicht – die haben einfach nach 3 Minuten in Schaaren die Bühne gekapert und mitgetanzt. Mit Beleuchtung natürlich.
Das Ganze gipfelte dann in Anstalten der Brüste der Bauchtänzerin durch einige Frauen – ob die echt sind??
Wirklich skurril, aber die Tänzerin hat es gut gemanaget. Passiert das hier öfter???
Als Nächstes kam noch eine kleine, aber wirklich gute Feuershow und auf einmal musste nicht mehr gewartet werden, sondern Licht an und alle bitte so schnell wie möglich zu ihren Transfers.
Für uns ging es nach einer kleinen Pause weiter in eine Bar, die Markus aus seinem letzten Urlaub kannte. Es wurde gute Atmosphäre und besserer Alkohol versprochen.
Sagen wir mal: Mein Mojito war noch schlechter als im Hotel, aber gekesselt hat er definitiv. Ich war fast so weit, die Tanzfläche bei 90er Songs der schlechtesten Sorte mit lauter Deutschen zu kapern.
Zurück im Hotel haben wir den letzten Rest der White Night mitgenommen. Nachdem wir uns umgezogen hatten, ohne weißes Shirt wollten die uns da echt nicht rein lassen. War aber gut.
Jetzt verbringen wir den Sonntagvormittag am Strand, schnorcheln, trinken Bier und freuen uns auf unseren Transfer zum Hamam am Nachmittag.
Außer Ray, der liegt mit ner Grippe flach und genießt das Zimmer.
Maria hat mich noch gebeten, euch auf den Instagram-Account einer Freundin hinzuweisen, die ein halbes Jahr auf Reisen gegangen ist. Die hängt grad in Mexiko rum:
https://www.instagram.com/sind.dann.malweg/profilecard/?igsh=MXdjMDUwOWpraXdzMw==






