Also das Hotel war wirklich ’ne Shitshow – anders kann man das nicht beschreiben.
Puschel mochte ja die Animation und den Trubel, und wir mochten die direkte Strandlage, aber da hört’s dann auch auf.
Das Essen, anfangs noch genießbar, wurde gradlinig schlimmer. Natürlich kann man immer auch woanders essen gehen, aber das war eigentlich nicht der Sinn.
Irgendwann war alles nur noch irgendwas zwischen zäh und matschig, einzelne Geschmäcker – absolute Fehlanzeige.
Die „Kaffeemaschinen“ wurden wässriger, die Saftautomaten hatten nicht viel mit Saft zu tun, und sauberes Geschirr gab es grundsätzlich nicht.
Ich hab kein Problem damit, wenn mal was nicht passt, aber die Bude war schlimmer als der Bahnhofskiosk von Wanne-Eickel.
Und – was am Anfang gar nicht so auffiel – alles war dreckig. Nicht sofort auf den ersten Blick, doch von Tag zu Tag mehr, vor allem nach dem Sturm. Viele Dinge, die da rausgepült wurden, blieben einfach tagelang liegen. Und an allen Ecken und Enden schimmelte es bei genauerem Hinsehen.
Ich könnte jetzt noch weiter machen, aber lassen wir es gut sein. Grupotel – nein danke. TUI Blue – nein danke.
Puschel war glücklicherweise nur am Mittwoch fiebrig und ab Donnerstag wieder recht fit. Wir haben es trotzdem ruhig angehen lassen und nur einen kleinen Ausflug mit der Bimmelbahn durch Alcúdia gemacht – fand er ganz großartig! Ich wiederum war froh, den bereits ausgearbeiteten Landweg für die Heimreise nicht zu brauchen (Expressfähre Alcúdia–Barcelona in 3,5 Stunden, TGV nach Paris in 7 Stunden, dort übernachten, ICE nach Berlin in 8 Stunden).
Am Abend waren wir im Tobagan essen – ’ne Mischung aus Eisdiele, Bar, Grill, Outdoor-Chill-Lounge, Spielplatz und Wasserrutsche. Ziemlich cool, ziemlich nett, ziemlich lecker.
Dann wurde es Zeit für die Heimreise, und da unser Flug erst recht spät gehen sollte, das Wetter traumhaft war und wir alle wieder mehr oder minder fit waren (ich hatte mir am Mittwoch noch übel den Magen verdorben und Maria hatte letzte Woche ’ne olle Zahn-OP), haben wir uns noch Tickets für eine Bootstour geholt.
Während wir auf dem Steg auf unser Boot warteten, kam ein Feuerlöschflugzeug im Tiefflug über die Bucht. Wooooaaah!
Die Bootsfahrt an der Küste entlang war dann einfach sehr entspannend, auch wenn wir beim Stopp nicht ins Wasser gesprungen sind.
Nach einem leckeren Mittag in einem Strandlokal in Alcúdia ging es dann zum Flughafen.
Mallorca, wir kommen wieder – Puschel will auch unbedingt. Nur an unserer Auswahl der Unterkunft müssen wir echt noch arbeiten.
In diesem Sinne – schön, dass ihr wieder dabei wart! Wir lesen uns wieder. Im Januar.




