Welcome to JoBurg…

Jaahaaa … ich bin schon wieder im Urlaub. Und ja, ich habe mir hiermit etwas Zeit gelassen. Wahrscheinlich zu viel, um die letzten 48 Stunden auch nur ansatzweise gut abzubilden, aber schauen wir mal.

Die gesellige Herrenrunde ist diesmal in stark anderer Besetzung und etwas weiter weg. Die Planung ging dafür bedeutend einfacher als sonst. Einer ist leider vorher ausgefallen, und deswegen sind wir nun zu neunt. In Südafrika.

Wenn ich meine, dass die Planung einfach war, dann meine ich, dass die Jungs recht handzahm waren. Im Prinzip ist alles, was ihr in den nächsten Tagen lest, auf meinem Mist gewachsen, und die Jungs sagten eigentlich immer nur: geil, machen wir!

Es ging also am frühen Sonntagmittag zu den Flughäfen Frankfurt und Berlin, und wir trafen uns in Paris. Von dort ging es auf die Langstrecke nach Johannesburg. Air France umfliegt den afrikanischen Kontinent aufgrund fehlender Überflugrechte weitgehend, und der Flug dauerte 11,5 Stunden – so kamen wir zur besten Mittagszeit in Johannesburg an.

Dass in Frankfurt und Paris jeweils alle in den Flieger kamen, war nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit, aber wir haben es alle geschafft.

Am Flughafen haben wir uns unsere beiden Mietwagen geholt – zwei Suzuki Swift für neun Kerle. Aber größere Autos wären bedeutend teurer gewesen, und im Normalfall fahren wir nur kurze Strecken. Also: alle Taschen und Köfferchen einmal quer über alle verteilt, und ab geht’s in die nächste Mall für ein kleines Mittagessen und zum Einkaufen für unsere Villa.

Villa? Oh ja! Gleich mehr.

Zum Shoppen ging es zu Woolworths Food. Sicher nicht die günstigste Variante, aber eine wahnsinnig tolle Auswahl und Qualität (auch wenn wir uns dann eher für Wagyu statt Straußenburger entschieden haben).

Vom Parkdeck der Mall konnten wir die Villa schon sehen, und die Fahrer haben die Hügel von Johannesburg mit viel Schwung und Mühe mit den dezent untermotorisierten Fahrzeugen bewältigt.

Unsere Unterkunft liegt in einer Gated Community. Es gibt also weitläufig um das Viertel einen großen Zaun (wie fast überall hier, gerne auch mit Stacheldraht und Elektrozaun) und zu der Anlage zwei Zugänge mit Schlagbaum und Wachpersonal. Das ist aber sehr freundlich, hier ganz normal und eben Alltag.

Unsere eigene Anlage hat dann auf der Zufahrt auch noch einmal zwei Tore.

Die Villa „Views for Africa“ ist alt, leider an vielen Stellen ein wenig runtergekommen, und vieles funktioniert nicht. ABER sie liegt auf einem Hügel, der einen Teil dieser wahnsinnig grünen Stadt überblickt, hat morgens und mittags unglaublich viel Sonne und ist riesig. Und ich meine riesig! Allein Entrée, Esszimmer und Wohnzimmer umfassen sicher fast 100 qm. Dazu kommen fünf Gästezimmer, vier Bäder, ein Ankleidezimmer, ein Arbeitszimmer, ein eigener „Braai Room“ (wir würden sowas „Schloss fürs Grillen“ nennen) und ein Pool mit Aussicht. Wenn jetzt noch Gartenmöbel da wären … aber wir sind ja kreativ.

Der Montagnachmittag und -abend bestanden aus dem Genießen unserer Unterkunft, der Aussicht und der Getränkebestände. Die waren irgendwie doof kalkuliert, und wir mussten „etwas später“ noch Uber Eats bestellen. Aber auch das hat nach einigen Anlaufschwierigkeiten geklappt.

Um 05:38 Uhr morgens hörte ich es laut platschen. Der Erste im Bett war dann wohl auch der Erste im Pool.

Nach ein paar Schwimmübungen, vielen Witzen, die eher nach Nivea denn nach Niveau klangen, und einem kurzen Frühstück ging es zur Rosebank Mall und zu einer Stadtrundfahrt im Doppeldecker.

Während die meisten Ecken von Johannesburg aus Einfamilienhäusern und kleineren Ansammlungen bestehen, sind die einzelnen Zentren dann wieder riesig. Im Allgemeinen kann gesagt werden: im Süden Wellblech, im Norden Millionenvillen. Das ist nun sehr stark vereinfacht, kann aber als Faustregel herhalten. Allein die Mall ist wahnsinnig schön, locker und kreativ aufgebaut und bietet von hochwertig bis knapp darunter alles, was man braucht – und natürlich auch das, was man nicht braucht.

Im Doppeldecker drei Stunden durch die unterschiedlichsten Gebiete und unter praller Sonne bekommt man einen ersten Eindruck dieser pulsierenden Millionenstadt, die diverser und reicher an dramatischer Geschichte kaum sein könnte. Dazu mehr in den nächsten Tagen. Gerade ist Franco gekommen, unser Privatkoch fürs Grillbuffet heute Abend.

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