Wer mich lange genug kennt, hat diesen Satz mehr als einmal gehört.
Am Freitag haben wir ihn auf die Spitze getrieben.
Pünktlich um 07:00 Uhr war die Reisegruppe „Tunichtgut“ abfahrbereit in den Autos und ist wieder zum Flughafen gefahren.
Ganz ursprünglich war das so nicht geplant, sondern wir wollten bis Samstag in Johannesburg bleiben. Aber da wir im Laufe der Planung eine Unterkunft ändern mussten, kam ich auf den Gedanken, die Zeit in Johannesburg könnte etwas lang bemessen sein. Rückblickend betrachtet war sie das keinesfalls, aber einen Fehler haben wir mit der Änderung auch nicht gemacht.
Von Johannesburg ging es mit der südafrikanischen Airline Airlink (sehr zu empfehlen) auf den kurzen Flug nach Durban, wobei wir die Stadt aber links liegen ließen und ins 150 km entfernte Umtentweni fuhren, eine kleine Gemeinde am Indischen Ozean.
Angekommen in der Splash Rock Beach Front Villa waren wir etwas baff. Wir kannten die Bilder (naja … ich, der Rest hat eigentlich nicht so wirklich geschaut, wozu sie hier im Einzelnen zugestimmt haben), aber vor Ort befand sich ein Haus, das man einfach nicht wirklich mit Bildern erfassen kann. Ein Wohnzimmer groß wie eine Bahnhofshalle, eine Küche aus einer Kochshow, Möbel aus einem sehr teuren Katalog, eine komplett öffenbare Fensterfront zum tropischen Garten und zum Indischen Ozean, davor ein Infinity-Pool mit eingelassenem Whirlpool, ein Game Room und eine Sauna. Schöne Schlafzimmer und ein Masterbedroom mit riesiger Front zum Meer.
Alles in deutlich abgewohntem Zustand, aber dennoch unfassbar schön.
Es hat ungefähr fünf Minuten gedauert, bis alle ihre Badehosen anhatten und wir durch den Garten direkt zum Meer gerannt sind. Meilenweit niemand zu sehen, und die Häuser hinter den Gärten versteckt – es gab nur uns und das tosende Meer.
Es war der erste wolkige Tag der Reise, aber das war gar nicht so schlecht, 32 Grad reichten uns durchaus.
Gleichzeitig hieß das aber auch ordentlich Wellengang, und die im Haus befindlichen Surfbretter sind auch dort geblieben.
Am Abend ging es dann zum Pub die Straße runter. Die haben freitags Livemusik, und natürlich war der Laden voll und hat nicht unbedingt mit neun hungrigen Deutschen gerechnet. Aber in Südafrika ist man nicht nur unglaublich freundlich und neugierig (mehr als eine Person hat uns angesprochen, eine Dame saß auch plötzlich einfach mit am Tisch), sondern auch praktisch veranlagt. Neben dem Pub lag ein Spielplatz mit Picknickbänken. Also hat man uns einfach dorthin gesetzt und bedient.
Später konnten wir in den eigentlichen Außenbereich des Pubs umziehen und dort direkt die Livemusik genießen.
Der Samstagmorgen begann mit einem Bad im Meer zum Sonnenaufgang (einer hat von dort mit seinen Freudenschreien die anderen aus dem Bett geworfen) und erneut einer Abfahrt zum Flughafen um Punkt 07:00 Uhr, um zurück nach Johannesburg zu fliegen.
Der Pilot hatte angekündigt, dass es bei der Ankunft starke Winde geben würde; mit dem Durchstarten der Maschine zwei Meter über der Landebahn hatte aber keiner gerechnet. Der zweite Anlauf war dann erfolgreich.
Mit den Autos ging es, mit einem Abstecher an den Hartbeespoort-Damm, an den Rand des Pilanesberg-Nationalparks, etwas über zwei Stunden von Johannesburg entfernt, ins Sundown Country Estate. Hier haben wir drei Bungalows und einen tollen Abend an der Poolbar verbracht. Ob die Bedienung dort uns unterhalten hat oder wir sie, ist keinem so ganz klar.






