Tim und Familie haben entschieden, das es Zeit für ein wenig Sonne wäre und ziehen nach Mallorca. Das passiert heute und was wäre ich für ein Freund, wenn ich da nicht meine Hilfe beim Überführen des Autos aufdrängen würde?
Bisher haben Sie nahe Braunschweig gewohnt. Um das Ganze etwas praktikabel zu machen, habe ich heute Morgen um viel zu früh das Auto geschnappt und bin zum Flughafen gefahren. Da ist es jetzt geparkt und ich bin mit dem Zug (OhOh!) auf dem Weg nach Kassel. Dort soll der Doc mich abholen und dann geht es heute bis in die Nähe von Lyon.
Bis ganz nach Mallorca werde ich nicht mitkommen, aber dazu mehr später. Jetzt schauen wir erst mal, dass der Zug hier losfährt.
Eigentlich sollte ich später starten (Preis / Leistung und so), aber vor 2 Wochen wurde die Verbindung geändert und meine Zugbindung aufgehoben. Zum Kopfschütteln, aber ganz praktisch. Geplant bin ich 11:12 Uhr in Kassel, es könnte inzwischen aber auch 10:12 Uhr werden. Je nachdem, was unterwegs so passiert :).
Nach Mallorca ziehen ist schon ne tolle Idee. Aber auch wenn ich die Insel liebe, für uns ist es nichts. Wir lieben unser Kleinstadt Leben mit Puschel und Freunden im Brandenburger Norden und die Großeltern sind auch alle gar nicht so weit weg.
Ich bin gespannt, wie es läuft und kann euch dazu im September vielleicht mehr erzählen (da haben wir nen kleinen Familienausflug geplant).
Jetzt setzt sich erst mal der Zug hier pünktlich in Bewegung.
Ehrlich gesagt war ich die letzten Tage einfach zu gefrustet, um zu schreiben …
Nachdem der kleine ja am Montag schon heimwollte, war es bei mir am Dienstag so weit. Aber wir haben entschieden zu bleiben und das Beste draus zu machen.
Natürlich hat am Dienstag die Kinderbetreuung jemand anders übernommen und es kam, wie es kommen musste: Nach 20 Minuten der Anruf: Die Hose ist voll, bitte kommen Sie die Windeln wechseln. Danach wollte der kleine Klabautermann natürlich bei Papi bleiben und nicht wieder ganz allein im Kinderklub sein. An sich echt nicht wild – nur eben das dies vorher nicht kommuniziert war und außerdem: die Hose war keineswegs voll. Er hatte vermutlich nur gepupst.
Seis drum, wir haben uns mit Schlitten und kleinem Ausflug einen schönen Tag gemacht. Hatten wir jedoch gehofft, das Essen der Vortage seien Fehltritte gewesen: weit gefehlt. Fertigzeugs nett angerichtet, traf es ganz gut.
Am Mittwochmorgen ist dann die andere Familie heimgefahren und wir hatten die Bude ganz für uns allein. Hat den Spaß nicht besser gemacht.
Am Nachmittag ging es nach Bad Lobenstein in die Therme, wo der Kleine ganz gut spielen konnte und Maria endlich ihre Massage bekommen hat. 30 Minuten waren gebucht, nach 50 durfte sie gehen – waren wohl ein paar mehr Baustellen und wir müssen uns daheim einfach mehr gönnen (und die Zeit einfach freischaufeln).
Am Abend wollten wir unsere Begrüßungsdrinkgutscheine einlösen. Auf O Saft mit Sekt hatten wir aber so gar keine Lust, also haben wir uns ganz regulär einen Baileys für mich und einen Mojito für Maria bestellt. Wir mussten tauschen, das Ding war echt noch schlechter als in Ägypten.
Am Donnerstag ging es dann auf nach Hof in den Zoo. Der ist klein, wirklich toll in Schuss und echt spannend. Maria war aber glücklich, das die Affen im Tropenhaus sich nicht haben blicken lassen.
Wir hatten überlegt, direkt über den Mittagsschlaf nach Sonneberg zu fahren und uns dort das Nautiland anzuschauen, aber dann entschieden, das es im Hotel für alle entspannter wäre.
Nach dem Mittagessen dort und den nächsten 2 Stunden versuchen auf diesen Betten zu lümmeln, haben wir entschieden: Es reicht. Wir haben wirklich keine Lust auf noch eine Nacht in den Betten und erst recht nicht auf Abendessen und Frühstück hier. Also haben wir uns kurz nach 16:00 Uhr ins Auto gesetzt und sind heim gedüst und haben einen entspannten Freitag in Fürstenberg verbracht.
Wir haben am Sonntag Puschel ins Auto gepackt und sind nach Wurzbach gefahren. Ins „Hotel am Rennsteig“.
Die Wahl fiel auf dieses, weil: günstig potenziell Schnee und Kinderbetreuung. Außerdem sind Pool, Tobezimmer und Restaurant im selben Haus – anders als letztes Jahr im Elldus Resort.
Die Hütte ist echt in die Jahre gekommen. Da wir uns im Zimmer irgendwie nie so zurechtfinden, das es mal aufgeräumt ist, schaut euch die Bilder auf der Website an. Die treffen es ganz gut. Aber die Bilder, die unten sind, treffen den Rest besser. Bis auf Kleinigkeiten ist wirklich alles alt und vieles noch original aus dem Baujahr irgendwann in Zeiten der DDR.
Aber OK, das war durch die Bewertungen absehbar.
Was enttäuscht, sind die beiden Spielräume für Kinder. Liebloser und uninspirierter geht kaum (Foto unten). Das ist mehr als schade.
Aber immerhin gibt es eine Kinderbetreuung (anderer Raum, da ist alles, was das Herz begehrt) und die ist wirklich engagiert. Dummerweise habe ich Puschel bloß mal wieder mit einer „anderen Kita“ geködert und er hat sich auf andere Kinder und viel Trubel gefreut.
Andere Kinder gibt es genau eins. Wird demnächst ein Jahr alt und ist ganz knuffig.
Ansonsten sind noch drei weitere Zimmer an Einzelreisende vermietet und die anderen 110 stehen leer. Bietet ein vollkommen neues Erlebnis in der Betreuung durchs Personal – die sind wirklich ganz große Klasse!
Das wars dann aber auch.
Der Fitnessraum ist eher n Dungeon ohne Fenster im Keller und sieht ziemlich wild aus (Ria wollt dahin, ich nicht). Die Sauna läuft nachmittags und sieht auch nicht viel besser aus (Plot Twist: die Kinderbetreuung für unter 3-Jährige ist vormittags) und die Massagen werden wegen Fastenwoche nicht angeboten.
Läuft.
Und bevor jetzt jemand auf die Feengrotten und Ähnliches in der Nähe verweist: die sind zu.
Nicht falsch verstehen: Wir haben von der Einrichtung her genau das, was wir gebucht und auch erwartet haben. Und das Personal ist, wie erwähnt, echt toll. Aber gerade die mangelnden Spielmöglichkeiten für den Kleinen außerhalb der Betreuung und die fehlende „Action“ plus der verpuffte Wellness Faktor ließen mich dem Kleinen irgendwie zustimmen, als er beim Abendbrot sagte: „Wann fahren wir nach Hause, hier ist es bäbä“.
Für gestern hatten wir uns ein schickes kleines Boot gebucht.
Mit dem bisher angenehmsten Transfer (ich fahr hier nicht mehr vorne mit Matze versteht mein Problem nicht) kamen wir nach 20 Minuten an der Sports Marina an und gingen an Bord der Yasser. 14 m lang, für hiesige Verhältnisse recht gut in Schuss und ein nettes Sundeck.
Die Crew wollte es langsam angehen lassen und wir legten uns erst mal hin. Der Skipper kam und sagte: „Euer Boot, euer Tag, was wollt ihr machen?“.
Auf ging es in die „Ägyptischen Malediven“. Ein langer Streifen mit purem weißen Sand Boden, etwa 1 Meter tief und der perfekte Start, um nur Unsinn zu machen.
Nach einer Weile ging es weiter zum Schnorcheln an ein größeres Korallenriff. Die Crew war die ganze Zeit über toll. Witzig, hilfreich, aber auch distanziert genug, um nicht zu nerven.
Die Korallen waren erwartungsgemäß zum großen Teil verblichen, aber es gab auch genügend Leben, um zu begeistern.
Von Zebra zu Grellgrün, zu Regenbogen war alles dabei.
Zurück an Bord gab es ein verdammt leckeres Mittagessen und dann viel Zeit, die Sonne zu genießen, bevor wir zum letzten Schnorchelstop gefahren sind. Hier wurden wir vom Boot abgesetzt und sollten mit der Strömung zu einer definierten Stelle schwimmen, um dort wieder aufgelesen zu werden. Die Strömung ging zwar genau in die andere Richtung, aber Boot und Crew blieben die ganze Zeit aufmerksam in der Nähe und kamen auch sofort, als sie dachten, wir stünden auf Korallen oder bräuchten Hilfe.
Zurück im Boot hat Basti sich am Fuß verletzt, allein die Versorgung durch die Crew verdiente 5 Sterne.
Ein wahnsinnig toller Ausflug und gelungener Abschluss.
Zurück im Resort haben wir das Asiatische Restaurant ausprobiert. Ganz OK.
Zum Abend sollte es noch die „Glow in the Dark“ Party geben. Keine Ahnung, was da geleuchtet hat. Aber zumindest die Band war so schlecht, dass man viele Songs raten musste. Die Artistik Show hinterher war ganz nett, aber uns fehlte der Sinn. Und als dann die eigentliche Party begann und eine Technoversion von Last Christmas gespielt wurde, war es Zeit, ins Bett zu gehen.
Nun sitzen wir also am Abreisetag am Pool, während ich diese Zeilen schreibe, genießen noch mal kurz die Sonne und in 45 Minuten kommt unser Transfer. Posten werde ich das hier vom Flughafen.
Maria fragte mich die Tage, ob ich wieder nach Ägypten will. Die Antwort ist ein klares Jein. Wir sind hier hauptsächlich aufgrund einer Kombination aus Preis und Temperatur. Dafür war es OK und ich würde wieder ähnlich buchen, wenn genau das gebraucht wird, ansonsten nicht.
Die Menschen sind sehr herzlich und ich fühle mich wohl und sicher mit Ihnen. Organisation, allgemeiner Zustand von allem und das Essen sind aber einfach nicht meins.
Davon abgesehen war es ein wahnsinnig schöner Trip!
Danke das ihr wieder dabei wart – wir lesen uns nächste Woche.
Wer jetzt an Aladin denkt, liegt etwas falsch, aber dazu später.
Den Tag haben wir bei dezent stürmischem Wetter, aber viel Sonne irgendwo zwischen Strand, Schwimmen, Boule, Volleyball (also kurz, die anderen Spieler waren einfach zu voll) und dem Pool verbracht. Einen von Markus Wasserball angriffen habe ich mir selbst auf die Nase gelenkt, das pocht noch ein wenig.
Für den Abend hatten wir uns das griechische Restaurant im Resort reserviert. Noch immer nicht das gelbe vom Ei, aber immerhin.
Anschließend ging es ins Zentrum von Hurghada. Markus war vor ein paar Monaten schon einmal hier und spielte den Reiseleiter.
Die Straßen sind in etwa so belebt wie man es sich vorstellt, aber irgendwie total entspannt. Was absolut nicht so ist, wie man es sich vorstellt, sind die Händler. Ja, sie sind da und ab und an wird man auch mal angesprochen, aber sobald man die (asphaltierten) Hauptstraßen verlässt und diese eher aus Geröll bestehen, hört das auch schlagartig auf. Wie überall hier wird man mit einer sehr offenen Freundlichkeit begegnet, manchmal auch Kuriosität, aber ich habe mich auch unglaublich sicher gefühlt. Sicherer als am Kotti in jedem Fall.
Das Ende unseres kleinen „Off Road Bummels“ wurde mit der Neueröffnung eines Imbiss belohnt. Der hatte ne ordentliche Soundanlage aufgebaut, Lichter, die jeder Disco Konkurrenz machen und nahm grad auf der Straße ein Tier aus. Spannende Werbung – wir hatten aber schon gegessen.
Weiter ging es zur neuen Marina – das Touri Wonderland. Plötzlich war alles sauber und man hätte von Architektur und Angebot auch in Florida sein können. Natürlich mit hohem Zaun drum herum. Ich war dankbar, dass wir uns die eigentliche Innenstadt schon vorher angeschaut hatten.
Zurück im Resort sollte es Game Night und Beer Pong geben – aber irgendwie wollte keiner Bier Pong spielen und so stand die Tischtennisplatte etwas allein da, während die Meute etwas weiter vorne zu recht „gemischten Beats“ am Feiern war.
Wir sind dann Flux ins Bett. Heute kommt nämlich um 09:30 unser Boot.
Gestern war der wärmste Tag unseres Aufenthaltes und bis auf Ray haben wir den Vormittag am Strand rumgelungert.
Ein bisschen Schnorcheln kam auch dazu. Und auch wenn das Hausriff am Resort ziemlich tot ist, so hat es doch ein paar sehr schöne Fische und wirklich klares Wasser bereit gehalten.
Markus hatte uns für den Nachmittag ein Hamam gebucht und um 15:00 Uhr kam unser Transfer. Der ging gefühlt einmal um Hurghada rum und endete in einer Seitenstraße, die totaaaaal vertrauenerweckend aussah. Also das übliche… eingefallene Häuser, ein paar Schuttberge und die nächste größere Straße etwa 300m weiter.
Mein erster Gedanke: Ich hoffe das Bargeld, was wir dabei haben, reicht den Leuten, die hier vermutlich gleich kommen.. Ach, diese Vorurteile.
Hinter einer Hecke direkt neben uns ging es zu einem weiteren Haus, das nicht mehr so verfallen war und das Hamam befand sich im Keller. Da wurde kurzer Prozess gemacht. Ab in den Keller umziehen und rein mit euch in die Sauna. Duschen könnt ihr später.
Von der Sauna ging es rüber ins Dampfbad und von da aus in den allgemeinen Behandlungsraum. Rauf auf den warmen Steintisch und ab zum Peeling. Das hört sich jetzt immer noch ein wenig gejagt an, war aber ganz entspannt.
Das Peeling zog ein wenig ein und wir bekamen die anscheinend gebuchte Schoko Maske ins Gesicht. Roch wirklich lecker – geschmacklich jetzt nicht so der Hit ;).
Nun gab es endlich die gewünschte Dusche (um das Kokos Peeling runter zu bekommen, gar nicht so einfach) und es ging wieder zurück auf den Stein, um in ordentlich Schaum abgeseift und danach noch einmal fachkundig gewaschen zu werden.
Der krönende Abschluss war eine große und wirklich gute Massage. Joah, das mach ich gerne wieder!
Zurück im Resort wollten wir in einem der à la carte Restaurants reservieren. Das geht nur online und natürlich waren keine Plätze mehr frei. Da ließ auch niemand mit sich reden, auch wenn das Restaurant halb leer war. Die anderen waren natürlich auch entweder geschlossen oder totaaaaal ausgebucht. Na ja. Haben wir halt für die nächsten Tage reserviert und uns wieder ins Buffet Restaurant verzogen.
Beim anschließenden Tischtennis gab es etwas Völkerverständigung und ab 22:00 Uhr startete die Kuba Party im Club mit Show Einlage einer Tanzgruppe. Die hatte aber nur ihr eigenes Repertoire und so sagte Matze irgendwann: ABBA auf ner Cuba Party ist auch ne Form von Mut.
Fast noch witziger: Ich kam etwas später als die anderen und wurde gleich am Eingang vom Kellner des Vorabends abgefangen.
„Deine Freunde sind da vorne und haben schon 4 Bier“.
So ähnlich hatte er sie auch empfangen.
Wir Deutschen sind ja gerne der Meinung bei All Inclusive ist alles abgegolten, aber ein paar Euro Trinkgeld tun keinem weh, der Kellner ernährt damit seine Familie und alle haben was davon.
Es wurde dann doch noch etwas lateinamerikanischer, aber für meinen Geschmack in Musik und Licht zu wuselig, also bin ich zu unserem Patienten ins Zimmer gehopst und schlafen gegangen.
Heute soll unser Planschtag ohne Pläne sein. Es ist natürlich 4 Grad kälter als gestern und etwas stürmisch. Na, schauen wir mal…
Das Planschen im Roten Meer hat echt Spaß gemacht und war aufgrund des Zeitplans etwas kurz.
Das Resort hat zwei künstliche Landzungen und dadurch recht viel Platz mit unterschiedlichen Ecken am Meer. Dazu noch überall Bars, so kann man es aushalten.
Um 12 kam unser Transfer zum Quad fahren. Auf ging es in einer 30 Minuten Fahrt zum Quad Stützpunkt in der Wüste.
Markus hatte uns bei einem lokalen Anbieter etwas gebucht und vor Ort gabs etwas Verwirrung, wer jetzt für uns zuständig ist, aber da sortierte sich dann auch.
Der Stützpunkt ist nur über einen Checkpoint und einen Weg durch die Wüste dahinter zu erreichen. Man kann also nicht mal eben ein Taxi dahin nehmen, sondern ist eher auf den gebuchten Transfer angewiesen. Auch wenn man da wegwill.
Es haben verschiedene Firmen ihren Sitz dort und alle bieten mehr oder minder das Gleiche an.
Nach einiger Wartezeit (davon sollte es noch viel geben) und einer kurzen Einweisung ging es los zur Quadtour. Wir waren etwa 20 und sind immer schön im Entenmarsch durch die Wüste.
Das war ganz nett und hat auch Spaß gemacht, aber ein wenig Langeweile kam dann auch auf.
Bis zum Fotostopp, den der andere Teil der Gruppe gebucht hatte. Ein kurzes Gespräch und ein wenig Trinkgeld später hat unser Guide uns von der Gruppe losgelöst und wir konnten die Quads so richtig genießen. Irgendwann wurde es so staubig, das wir die Huckel und Senken nur noch an den Bewegungen des Vorausfahrenden erkennen konnten. Geil.
Zurück am Stützpunkt wurde wieder ein wenig gewatet und dann ging es zur zweiten Tour. Diesmal mit Buggys. Die war allerdings echt nicht der Rede wert und die Möhren ziemlich durch.
Also zurück, wieder warten und dann 40 Minuten mit einem Jeep durch die Wüste zum Beduinendorf.
Jaja, von wegen Beduinendorf. Irgendwas Künstliches für die Touris. Denkt man und so sieht es auch aus, wenn man ankommt. Eigentlich noch schlimmer.
Da sind einfach ein paar Stallungen hingemauert Frauen backen n bissel Fladen, Männer reichen Tee und das wars dann auch. Ey Leute, gebt euch doch wenigstens Mühe.
Achso. Das obligatorische Kamel in der Runde reiten gabs natürlich auch.
Dann aber geht es mit dem Guide den vermüllten Berg hoch und nun wird es spannend.
Neben einem tollen Blick auf die umliegende Wüste und die Berge entdeckt man immer mehr kleine Hütten in den verschiedensten Tälern. Im Normalfall sehr klein und gemauert. Meist einzeln, teils auch in Ansammlungen. Je weiter man schaute, umso vereinzelter wurden sie und dadurch, dass sie zwischen den Bergen versteckt waren, war es schwer, ihre Zahl zu schätzen.
Der Guide nutze die Zeit, um ein wenig über das Leben zu erzählen. Im Prinzip einfach eigene Gemeinschaften mit ihren eigenen Regeln und meist sehr unter sich. Hier halt mit den Touristen als Einkommensquelle.
Zurück ging es wieder mit dem Jeep zum Stützpunkt und zum nächsten Warten. Man hätte auch eine Quadtour zum Beduinendorf buchen können und ich denke, das ist die bedeutend spaßigere Variante. Aber auf den Dingern pro Richtung eine Stunde durch die Wüste zu brettern kann sicher auch anstrengend werden.
Irgendwie hing da auch die ganze Zeit ne Gruppe von mindestens 50 völlig abgedrehten Chinesen rum, bunt und n bissel wild gekleidet. Von der Prinzessin bis zum Cow Girl war alles dabei und überall hin wurde Beleuchtung für abgefahrene Fotos und Live Streams zum Präsentieren von Kosmetik und sonstigem Krempel geschleppt.
Im Stützpunkt wurde es irgendwann Zeit für ein ziemlich leckeres Abendessen vom Grill. Als nächstes kam der an sich recht langweilige Bauchtanz, aber die chinesischen Touristen enttäuschten nicht – die haben einfach nach 3 Minuten in Schaaren die Bühne gekapert und mitgetanzt. Mit Beleuchtung natürlich.
Das Ganze gipfelte dann in Anstalten der Brüste der Bauchtänzerin durch einige Frauen – ob die echt sind??
Wirklich skurril, aber die Tänzerin hat es gut gemanaget. Passiert das hier öfter???
Als Nächstes kam noch eine kleine, aber wirklich gute Feuershow und auf einmal musste nicht mehr gewartet werden, sondern Licht an und alle bitte so schnell wie möglich zu ihren Transfers.
Für uns ging es nach einer kleinen Pause weiter in eine Bar, die Markus aus seinem letzten Urlaub kannte. Es wurde gute Atmosphäre und besserer Alkohol versprochen.
Sagen wir mal: Mein Mojito war noch schlechter als im Hotel, aber gekesselt hat er definitiv. Ich war fast so weit, die Tanzfläche bei 90er Songs der schlechtesten Sorte mit lauter Deutschen zu kapern.
Zurück im Hotel haben wir den letzten Rest der White Night mitgenommen. Nachdem wir uns umgezogen hatten, ohne weißes Shirt wollten die uns da echt nicht rein lassen. War aber gut.
Jetzt verbringen wir den Sonntagvormittag am Strand, schnorcheln, trinken Bier und freuen uns auf unseren Transfer zum Hamam am Nachmittag.
Außer Ray, der liegt mit ner Grippe flach und genießt das Zimmer.
Maria hat mich noch gebeten, euch auf den Instagram-Account einer Freundin hinzuweisen, die ein halbes Jahr auf Reisen gegangen ist. Die hängt grad in Mexiko rum:
Naja, so schlimm isses nu auch nicht. Aber ich bin zum ersten Mal in Ägypten und dann eben doch Deutscher mit ner „Hotel Vergangenheit“.
Aber first things first. Unser Gate am Lieblingsflughafen war C14. Erst mal eine Etage hoch zur Pass Kontrolle, weil Non-Schengen Flug dann immer schön den Gang runter und suchen, bis du merkst C14 ist irgendwo an nem Treppenhaus ausgeschildert und dann dieses 2 Etagen runter, um zum Bus zu kommen. Wer hat diesen Flughafen geplant?
Superpünktlich und mit gefühlt weniger Beinfreiheit als bei Ryanair ging es mit Condor auf in den Süden.
Die Reihe hinter uns war leer und so konnte jeder so sitzen wie er wollte, das war ganz praktisch.
Der Flug war ruhig, leider bis Ägypten aber auch ziemlich bewölkt, ab Kairo gabs dann aber vom Nil bis über die Berge ordentlich was zu gucken. Hauptsächlich einfach leeres Land, aber dafür war das auch sehr spannend zu sehen.
Über Hurghada gabs n paar Kurven und so konnte jeder sehen aus was die Stadt besteht: ein Resort nach dem anderen und wahnsinnig blaues Meer. An sich zu erwarten, aber die geballte Künstlichkeit ist dann doch überraschend.
Das obligatorische Visum für die Einreise hatten wir vorab online erledigt und mussten uns hier nicht in die Schlangen einreihen. Der offizielle Schalter ist mit anstehen und kostet 25 €, die Händler direkt daneben machen das auch für dich. Geht schneller und kostet 35 €. Außerdem darf natürlich die im Flugzeug ausgehändigte und auszufüllende Einreiskarte nicht fehlen. Steht genau dasselbe drin, aber wen störts.
An der eigentlichen Einreise wurde davon natürlich nichts geprüft, sondern einfach nur gestempelt. Direkt dahinter steht dann, wer der unbedingt diesen Stempel sehen will.
Der gebuchte Transfer (war günstig) war natürlich nicht da. Aber über WhatsApp konnte das schnell geregelt werden und ab ging es ins Resort.
Fazit von 15 Minuten Fahrt durch Hurghada: Ich fahre hier definitiv nicht Auto und es reizt auch absolut nicht, das Resort zu verlassen (Luxor und Co sind einfach zu weit weg). An sich auch keine Überraschung, aber ein wenig schade dann doch.
Matthias hatte sich in Berlin im Duty Free noch mit vernünftigem Alkohol eindecken wollen (gute Idee, wie ich vor Ort feststellen musste, es gibt fast nichts importiertes und wenn, dann zu wirklich absurden Preisen. Campari White für 456 Dollar ist schon sportlich). Dabei ist ihm ne Flasche Rum aus der Verpackung gerutscht und zerbrochen. Ärgerlich aber war noch vor dem Kauf und der Laden war gewohnt kulant.
Die zweite Flasche ist ihm dann direkt vor dem Flughafen Hurghada aus der Verpackung gerutscht. Naja, wir hatte was zu lachen, Matze keinen Alk.
Im Resort angekommen wurde es dann spannend. Ich geh jetzt nicht auf die Kette der Ereignisse ein, aber von: wir brauchen eure Daten per Web Formular, oh, die sind nicht angekommen, wir brauchen den Voucher per Mail, der ist nicht angekommen, hier sind eure Pässe, das sind nicht unsere, das Zimmer ist nicht fertig, geht mal essen, ah, Gerade angereist geht mal essen, das Zimmer ist nicht fertig und einem Doppelbett mit 120 cm Breite war echt alles dabei.
Ein paar Stunden später passte alles und wir haben das Resort erkundet.
Also der lokale Alkohol ist widerlich, ich bleib beim Bier, das geht.
Die Anlage ist ganz schön, liegt direkt am Meer und es ist immer irgendwo Party in verschiedener Qualität. Ein kleiner Rave am Strand samt Holi Farben war ne witzige Idee. Warum Kamel Max da jetzt mit rumlungert musste, hinterfragen wir jetzt mal nicht.
Das Essen ist so lala. Qualität ist mehr als ganz OK, Auswahl toll, Ausführung für meinen westeuropäischen Gaumen allerdings noch gewöhnungsbedürftig.
Am Abend haben wir uns dann auf die Terrasse verzogen und Matze hat noch ein wenig Whiskey (er war mit nem Uber zu nem Duty Free Shop gefahren, da kann man bis 48 Stunden nach Einreise einkaufen, braucht aber sein Flugticket) genossen.
Jetzt ist es hier kurz nach 11 Uhr, wir waren das erste Mal im Wasser. Gleich kommt unser Transfer und es geht zur Quad und Jeep Tour.
Seine Frau Maria weiß, dass er wahnsinnig gern wegfliegen würde, das ging aber auf den ersten Blick nicht, weil die Schule schon wieder angefangen hat und eins ihrer Kinder schulpflichtig ist.
Auf den zweiten Blick fiel ihr ein: Peter ist doch für jeden Mist zu haben, so lang es ein Flugzeug beinhaltet!
Da man so nen Geburtstag nu nicht unbedingt mit 2 Männern feiern muss, haben wir weiter rum gefragt. Lust hatten wirklich viele – Zeit nur wenige. Aber nun sind wir zu 5. und hocken am Flughafen.
Die Zielfindung war spannend und gewohnt von mir diktiert.
Während Ray inzwischen nicht mal mehr fragt, wo es eigentlich hingeht (na ja, ein paar Tage vorher, manchmal doch) und Basti eh kein Mitspracherecht hatte, weil er bis gestern noch von gar nichts wusste, hat Matthias Einwände erhoben. Na so was!
Aber: Er hatte tolle andere Ideen und wirklich großartig mitgestaltet.
Für jemanden, der sagte „Ägypten kommt bei mir gleich nach Nordkorea und Villingen-Schwenningen“ wirklich klasse.
Ich weiß gar nicht mehr, was Markus von all dem hielt, aber er sitzt hier und meckert nicht, scheint OK zu sein.
Basti hat also gestern erfahren, dass er ein paar Tage weg ist und ich habe ihn heute Morgen um 04:00 Uhr eingesammelt. Jetzt hocken wir alle am BER und warten, dass es losgeht. Unser Flieger nach Hurghada soll um 07:00 Uhr starten und um 12:30 Ortszeit ankommen, schauen wir mal.
Vom Mallorca Trip neulich haben Ray, Basti und ich noch Gutscheine aufgrund einer Verspätung von etwas über einer Stunde (ihr erinnert euch, hatte ich beim Seattle-Urlaub im Sommer erwähnt, gabs über die Reiseversicherung) und wir haben uns grad noch bei Mövenpick mit etwas Frühstück eingedeckt. 69 € Gutscheine waren dann doch für ein paar Brötchen gut ;).
Jetzt lehnen wir uns erst mal zurück, verdauen das erste Bier und freuen uns auf unseren Kurzurlaub in Hurghada.
Wir sitzen am Flughafen und warten auf unseren, leicht verspäteten, Flieger und haben ein Problem.
Ray will Bier, aber nicht aus der Dose und außerdem ein anderes als das hier allgemein vorrätige.
Naja, wenn’s sonst nirgendwo drückt.
Wir sind gestern Abend von der Terrasse ins Wohn- äh Schlafzimmer umgezogen, es hatte angefangen zu regnen. Nach der 10. Ankündigung jetzt ins Bett zu gehen haben wir Sumit in Berlin noch eine Sprachnachricht geschickt und dann wirklich ab die Falle.
Heute Morgen hat es weiter geregnet und so fällt der Abschied von Mallorca leichter.
Es war ein wirklich schönes und entspanntes Wochenende und wir sind schon gespannt wo der nächste gemeinsame Ausflug hingeht.
Schön das ihr wieder dabei wart. Wir lesen uns im Januar.