Von Städten und Bergen…

In Palma sollte es noch bis Sonntag einen Mittelaltermarkt geben, außerdem war der Wetterbericht perfekt – also auf in die Stadt!

Wecker-früh ging es los nach Palma und in ein praktisches Parkhaus an der Kathedrale. Man fährt einfach von der Hauptstraße ab, direkt geradeaus, leicht nach unten, und schlendert keine Minute später ebenerdig auf den künstlichen See vor der Kathedrale zu. Einfacher geht es kaum.

Maria hatte uns eine schöne Tour durch die Altstadt zusammen gestellt und es ging ganz entspannt in der Sonne, vorbei an Läden mit mallorquinischen Leckereien und Tonarbeiten, aber auch Pimpkie und Hard Rock.

Durch den frühen Aufbruch hatten wir die Stadt eine Weile im Prinzip für uns und konnten diesen Zustand mit dem späteren Gewusel vergleichen. Fazit: lohnt sich!

Der Mittelaltermarkt sollte um 10:30 öffnen und wir waren um 11:00 dort.

Also im Prinzip gab’s da stinknormale Taschen und Schmuck und bis auf die Wimpel und Fähnchen hätte ich jetzt an jeden x beliebigen Markt gedacht. Dezente Enttäuschung.

Aber hey, der Essensstand sah spannend aus!

Wir sind dann in die Bar Coto gegangen um Mittag zu essen. Eine Entdeckung von unserer Hochzeitsreise vor 5 Jahren, die in Palma begann, und immer noch ein toller Ort!

Von Palma aus ging es über die Berge zum Kloster Miramar. Unterwegs passiert man die wunderschöne Stadt Valdemossa. Leider kann man auf der Zuwegung schlecht parken um gute Fotos zu machen, aber die Stadt ist absolut einen Besuch wert.

Im Kloster Miramar kann man im Prinzip so rein gar nichts von einem Klosterleben sehen, hat aber einen unglaublich tollen Ausblick auf die Westküste von Mallorca.

Von da aus ging es weiter nach Sóller. Ein recht langweiliges Städtchen mit kleinem, hübschen Kern und einer Straßenbahn die seit 1913 existiert.

Mit dieser sind wir nach Port der Sóller gefahren. An einer natürlichen Bucht gelegen, gibt es dort eine süße Hafenprommenade mit unzähligen Möglichkeiten auf ein gutes Essen, mit anschließendem Bad in der Bucht.

Wir hatten natürlich bereits zu viel Sonne getankt, schon gegessen und unsere Badesachen im Auto in Sóller.

Wenn der Weg von und nach Port de Sóller nicht immer so weit wäre, wäre auch das ein wirklich toller Urlaubsort!

Nun genießen wir den Sonnenuntergang vom Balkon und werden sicherlich die Flasche Rum leeren.

Morgen wird ein Pooltag. Unter Umständen lesen wir uns erst am Sonntag wieder.

LandStreicher…

Nach einem späten, ausgiebigen Frühstück bin ich heute runter an die Bucht gehüpft und hatte sie noch für mich allein, wahnsinnig schön. Mit einem Kleinkind hat der Begriff „spätes Frühstück“ ja auch ne ganz eigene Bedeutung.

Zurück die Klippe hoch, bis ins Zimmer, sind es übrigens 239 Stufen.

Während die anderen bis mittags an Bucht und Hotel blieben, sind Ria und ich ein wenig ins Fan Mallorca Shopping Center bummeln gefahren. Ich wollte neue Crocs, die alten waren im letzten Jahr in der Sonne geschrumpft und scheuerten ein wenig. Wie der Mann so ist: ja, ich habe wieder schön langweilige in dunkelblau bekommen, im Prinzip sehen sie aus wie die alten. Alles so wie es sein soll.

Im Fan kann man wirklich nett bummeln, einen riesigen Supermarkt gibt es auch und wenn die Damen mal wieder länger brauchen auch etwas Technik.

Wir haben uns entschieden dort zu essen. Rias essen kam nach einer kleinen Weile, meins als Ria fast fertig war. Also irgendwie…

Später haben wir uns mit den anderen in Porto Cristo bei den Cuevas Del Drach getroffen. Sehr schöne Tropfsteinhöhlen in die allerdings gefühlt 1000 Leute gleichzeitig geschubst werden. Neben dem üblichen Krimskrams einer Tropfsteinhöhle gibt es einen großen Platz an einem Unterirdischen See, an dem alle Besucher Platz nehmen und die Höhle dunkel wird. Das Personal achtet ab hier rigoros auf Dunkelheit und ist sehr direkt in seiner Ansage die Kameras und Handys aus zu lassen. Deren Licht stört nämlich den Eindruck dessen was kommt.

Ein Teil des Sees erhellt sich und drei Ruderboote, mit sanfter Beleuchtung, fahren mehrfach am Publikum vorbei und haben 3 Streicher und ein kleines Piano an Bord. Ein ganz wundervoller Moment.

Zum Abschluss des Tages ging es nach Cales de Mallorca, an den Strand der Cala Domingos. Umrahmt von hässlichen Bettenburgen und ein wenig übervölkert, findet sich hier ein sehr klarer, feinsandiger Strand der trotz allem ein wenig Träumen lässt.

Etwas höher gelegen gab es dann noch ein entspanntes Abendessen mit tollem Blick im Marinelli Beach Club. Er ist durchwachsen bewertet, ich denke aber wenn er halbwegs leer ist (wie heute), lohnt sich der Besuch. Das Essen ist solide, die Musik gut und der Kellner lacht mit den Kindern.

Wolken über Mallorca…

„Schlechtes Wetter“ im Urlaub kennen wir so eigentlich gar nicht. Aber es ist auch nicht wirklich schlecht. Nur ein bisschen bedeckt mit leichtem Regen. Mir persönlich gefallen die aktuellen 27 Grad ja besser als die 33 der letzten beiden Tage.

Das ein kleineres Unwetter aufzieht, haben wir gestern Abend schon beim Kartenspielen auf dem Balkon mitbekommen. Gegen 03:00 Uhr nachts rüttelte der Wind dann so sehr an den Fensterläden, das sie mich immer wieder geweckt haben.

Um die Uhrzeit dann nackt in den Wind raus lehnen und die Mechanik ergründen war auch spannend.

Danke für die grafischen Eindrücke? Aber gerne doch!

Unwetter auf Mallorca bringen von Zeit zu Zeit auch Sand aus der Sahara mit – deswegen auch das Einheitsbeige der meisten Bauwerke – und so auch heute.

Das Personal hat das Hotel geschrubbt, wir den Balkon und die Autos.

Nach einem ausgiebigen Frühstück bei launischem Himmel auf dem Balkon, ging es nach Santanyi zum Wochenmarkt. Der findet immer Mittwochs und Samstags statt und erstreckt sich über die ganze Altstadt.

Eigentlich ist auf Mallorca immer irgendwo Markt und man muss nur kurz online suchen um eine breite Auswahl zu haben. Santanyi kannten wir aber schon von einem vorherigen Besuch.

Pata Negra, etwas Salami und eine Tasche für Luise später war es Zeit für Mittag und unsere Wahl fiel auf das Sa Botiga.

Vorzügliches Essen (ich hab mir bei allen was geklaut), aber am Markttag nicht zu empfehlen.

Völlig überforderte Kellner brauchten 20 Minuten um unsere Bestellung aufzunehmen. Das Essen kam dann vergleichsweise zügig, die Getränke – trotz mehrerer Nachfragen – allerdings erst als wir mehr oder minder fertig waren. Muss man auch erstmal schaffen.

Basti und Luise sind von Santanyi ein wenig in Richtung Cala d’Or gekurvt damit der Kleine einen Mittagsschlaf hat, Ria und ich sind nach Colonia Sant Jordi gefahren und haben im Hotel Honucai einen Kaffee getrunken.

Warum dort? Naja, Ria hat das Hotel am 27.05.2018 eröffnet und wir wollten doch mal schauen was daraus geworden ist. Wir können sagen: es ist immer noch wunderschön.

Damals kamen wir an und auf einmal wurden alle ganz wuselig – eben weil wir die ersten Gäste waren. War ganz spannend, ein Foto davon findet ihr unten.

Colonia Sant Jordi ist ein Ort mit 2 Teilen. Der mit den beiden großen Bettenburgen am Meer und der kleine Stadtstrand mit Restaurants in denen auch einheimische Essen. Das Honucai liegt am Stadtstrand und bildet mit dem Rest einen eigenen, süßen Kosmos. Nur für unseren Trio zu 5. War es einfach nicht der richtige Ort.

Nun sind wir alle wieder zusammen da, wo man mindestens einmal im Urlaub gewesen sein muss: am Ballermann. Der Kleine baut Bettenburgen nach Vorbild der Schikenstraße, ich schreibe ein wenig und die Mädels planschen am Meer, während etwas weiter hinten um die Wette gesoffen wird. Urlaub in beschaulich.

Premiere im Blog!

First things first: so weit ich mich erinnere hat Basti tatsächlich großartige Laune beim – und nach – dem Spielen gehabt!

Ich habe ja gestern mehr oder minder bei der Anreise aufgehört und nichts mehr zur Unterkunft geschrieben.

Premiere: zum ersten Mal im Blog sind wir, besser gesagt ich, an einen Ort zurück gekehrt.

Im März 2019 war ich mit meiner Mutter im Ona Cala Pi und hier sind wir nun wieder.

Den anderen habe ich es als „mallorquinisch, in die Jahre gekommen, aber mit viel Charme“ beschrieben. Sie haben zugestimmt :).

Unseren Ausblick habt ihr gestern schon gesehen. Pool, Bucht, Meer. Alles dabei.

Nach einem großartigen Frühstück auf dem Balkon ging es für uns zu einem faulenzer Tag runter an die recht leere Bucht, ab und an in den Pool und irgendwann zu Ikea noch ein paar Kleinigkeiten kaufen die uns im Appartement fehlten (die Damen verlangten nach größeren Gläsern für die Longdrinks).

Viel mehr haben wir eigentlich nicht gemacht, testen uns gerade an der Bar durch und freuen uns auf die nächste Runde Karten.

Morgen melden wir uns, hoffentlich, von einem mallorquinischen Wochenmarkt, der Salzernte in Ses Salines und bestimmt auch noch mit einem Bild vom Strand.

Start mit Hindernissen…

Uff, das war mal n anstrengender Start. Brauch ich auch nicht wieder.

Gemeinsam mit Lui, Basti und ihrem Sohn ging es heute Morgen von Berlin nach Mallorca. Was ich vom „neuen“ Berliner Flughafen halte ist ja seit Venedig bekannt. Heute war es noch etwas chaotischer und enger als beim letzten Mal, dafür waren viele Mitarbeiter unglaublich freundlich. Hilft zwar auch nur bedingt, aber immerhin.

Unser Flugzeug hatte von Mallorca kommend eh 20 Minuten Verspätung, das Boarding war noch nirgendwo ausgerufen und wir kamen, ganz entspannt, 09:10 für unseren 09:30 Flug am Gate an.

„Palmah döh Maajorka?“ schalte es uns entgegen.

„Wir wolltn jrad die Koffer wieda raus holn“.

Äh, bitte was?

Aber sie schloss tatsächlich hinter uns die Tür ab (ja, mit nem Schlüssel… Ich hab noch nie erlebt das irgendwo auf nem Flughafen das Gate abgeschlossen wurde) und wir durften mit den restlichen Passagieren dann 20 Minuten aufs Boarding warten. Kuschelig. Die vorherigen Passagiere waren noch nicht mal raus aus der Maschine.

Das hat man wohl davon wenn man billig bucht – das Thema sollte uns heute nochmal begegnen.

Luis und Bastis Sohn (ihr kennt die 3 bereits. Ihr habt unsere gemeinsamen Abenteuer in Kroatien hier verfolgt, der kleine war damals grad auf dem Weg) hatte einen völlig entspannten ersten Flug und kaum in Mallorca angekommen, ging es mit dem Shuttle auch schon zum Mietwagenverleih.

Eigentlich hatte ich Angst das wir viel zu früh im Hotel angekommen und unser Zimmer noch nicht fertig ist, aber die Sorge war unbegründet. Das Shuttle spuckte uns nämlich mitten im Chaos aus.

Bei „OK Rent a Car“ auf Mallorca schafften es 10 Mitarbeiter an 5 Schaltern 60 Autos in 120 Minuten abzufertigen. Woher ich das weiß? Unsere waren die Wagen 61 und 62.

Als ich endlich dran war, war ich tatsächlich noch freundlich. Warum auch immer. Die Dame vor mir hackte immer wieder wie wild auf Ihren PC ein, nahm mal diesen und mal jenen Autoschlüssel in die Hand, kam aber irgendwie nicht weiter.

Nach 15 Minuten Schweigen Ihrerseits und dezenter Irritation meinerseits fragte ich was das Problem sei. „Der Computer“. Ah.. Ja.. Ist ja meist so…

Schlüssel Nummer 5 wollte dann doch und nach einem kurzen Shopping Stop im Mercadonna (6 Macarons für 1,70 € und etwas frisch gepresster O Saft fürs Frühstück) ging es dann endlich zum Hotel.

Dazu, und dem noch nicht wirklich vorhandenen Plan für die nächsten Tage, mehr morgen. Jetzt genießen wir etwas Rum und Basti ist berühmt berüchtigt für seine Laune beim Skib-Bo spielen. Die Aussicht dabei sehr ihr weiter unten.

Bye bye Venedig

Wir sitzen im Bus auf dem Weg zum Flughafen und sind ganz schön erledigt.

48 Stunden Venedig können auch ganz schön lang sein – aber weiterhin wunderschön!

Gestern Nacht fing der Regen an auf unser Dachfenster zu plätschern und so richtig hatten wir keinen Plan für heute.

Nach dem Frühstück sind wir dann erstmal etwas durch Murano spaziert und haben einen mittleren Regenguß mitgenommen.

Die Insel ist wirklich niedlich und ruhig und es macht auch hier einfach Spaß neue Ecken zu entdecken.

Burano, etwas weiter entfernt, soll noch schöner sein, aber dafür fehlte uns die Zeit.

Wir haben uns, nachdem der Regen vorbei war, dann nämlich doch für den Lido entschieden.

Also auf zum Vaporetto und rüber gedüst. Unterwegs sieht man immer mal im ersten Moment kurioses: das Ambulanz Boot (samt Notaufnahme als Hafen), die Polizei auf dem Jet Ski und heute Feuerwehr Boote auf dem Weg zum Einsatz. Laut und schnell.

Lido heißt mehr oder minder einfach Küste und ist hier die Begrenzung zur Adria. Eine etwas modernere Gegend mit weitläufigerem Gebiet, aber die venezianischen Einflüsse sind noch stark spürbar.

Es gibt 2 Arten von Strand – kostenfrei ohne alles, oder bezahlt mit verschiedenen Formen Luxus. Bis zu großen Zelten und Massagen ist alles dabei.

Wir haben uns für einen Schirm, 2 Liegen und eine Umkleide entschieden und die Zeit sehr genossen – zumal uns der doch stark bewölkte Himmel sehr entgegenkam.

Die Adria war lauwarm und einfach herrlich. Ria hatte allerdings einen heroischen Kampf auszutragen, da im Wasser von Zeit zu Zeit eine Qualle war – nicht ganz so hart wie die Fledermaus Höhle im Prager Zoo, aber doch eine Herausforderung.

Mit viel Pizza und Dolce im Magen ging es zurück nach Venedig und nach einem Bummel in den Geschäften nun heimwärts.

Schön das ihr dabei wart! Insofern „nichts dazwischen kommt“ lesen wir uns wieder ab dem 13. September.

Venedigs Straßen

Sind ja nicht nur auf dem Wasser zu finden.

Wenn man es genau nimmt, dann gibt es nur eine einzige die nicht auf dem Wasser ist, aber dazu mehr später.

Nach einem köstlichen Frühstück auf Murano ging es mit dem Vaporetto nach Venedig. Geplant war an der Piazza de San Marco vorbei zu sausen und an der nächsten Haltestelle auszusteigen. Blöderweise muss man den Linienplan etwas genauer studieren um zu verstehen welches Vaporetto wo genau hält und wir standen, nach Passage von San Marco, auf einmal auf der falschen Insel.

Naja, irren ist menschlich, meinte schon der Igel als er von der Bürste stieg.

Einen Spaziergang und eine Vaporetto Fahrt später waren wir an der Piazza und konnten sehen wofür Venedig so berühmt ist.

Es ist wie so oft: vorbei fahren hätte dann auch gereicht. Der Platz ist ganz nett, die byzantische Kapelle beeindruckend, aber den Hype rechtfertigt es nicht.

Wir sind dann durch viele kleine bis winzige Gassen weiter zu Rialto Brücke, haben das Treiben genossen und leckeres Eis geschleckt.

Venedig hat gerade etwa 15 bis 20 Prozent seiner normalen Touristen. Das allein reicht schon um die Stadt recht voll erscheinen zu lassen und so schön es hier ist, wirklich voll möchte ich es nicht erleben.

Wo wir bei schön sind: es ist wunderschön! Jeder Zentimeter lässt sich 3 mal neu entdecken, das Essen ist lecker, das Tempo gemächlich und die Italiener – wenn sie sich nicht gerade anschreien – wirklich freundlich.

Ein mittagsstopp am Canale Grande später und schon ging es zum Treffpunkt mit Francesco zur Hidden Venedig Tour. Francesco ist gefühlte 95 Jahre und war früher Kurator für Malerei in Venedig. Heute macht er Führungen für die Uni. Er nannte sich gerne Backstreet Boy – da er uns durch die Backstreets führt. Da, wie Maria anmerkt, ich Secret Spice bin passt das.

Es ging durch das alte Jüdische Viertel, vorbei an der von Napoleon gebauten einzigen Straße, per Gondel über den Canale Grande, ins alte Bordelviertel. Angeblich gab’s da auf einer Brücke mal ne Brüste Peep Show während des Karnevals zur Zeit der Drogen, aber heute will da irgendwie niemand mehr mitmachen. Schade eigentlich.

Nun sitzen wir im Vaporetto zum Hotel, dessen Restaurant wir gleich wieder genießen werden, und freuen uns aufs England Spiel.

Der Plan für morgen steht noch nicht fest. Ich hatte an Baden am Lido gedacht, aber der Wetterbericht ist durchwachsen.

Habe ich erwähnt das man in Venedig, auch Sonntags, ganz gut shoppen kann?

Schlaflos in Venedig.

Es ist nicht so das wir seit Bali gar nicht mehr weg waren. Aber es waren 3 kleinere Ausflüge nach Bayern, Eckernförde und Rügen und es war jeweils von der Zeit irgendwie unpassend hier darüber zu schreiben.

Nun also Venedig.

Vor ein paar Wochen flatterte ein tolles Angebot ins Haus und das Fernweh wollte raus – also los.

Nach der Arbeit ging es zum Flughafen BER. Wir sind zwar mit Öffentlichen gut angebunden, haben uns aber dennoch entschieden mit dem Auto hin zu fahren und dort einen Parkplatz gebucht. Hauptsächlich weil wir am Sonntag recht spät landen.

Vor Ort angekommen musste ich eine kleine Ehrenrunde drehen um den Eingang zum Parkhaus zu finden. Als wir dann dort waren ging der Feueralarm los und unser gebuchtes Ticket kam zwar raus, die Schranke öffnete sich nicht. Die Dame hinter dem Klingelknopf fragte ob wir wirklich in ein Parkhaus einfahren wollen das brennt.

Hm.. Also ich sah da weder Feuer, noch Rauch, aber eigentlich wollte ich auch nur Zugang zu einem der anderen Parkhäuser mit meinem gebuchten Ticket. Ging dann auch irgendwann, irgendwie. Wird spannend wenn wir zurück kommen.

In der Zwischenzeit hatten wir die Flughafen Feuerwehr ausrücken und zum anderen Parkhaus fahren sehen. Tolle Fahrzeuge für Nerds!

Der Flughafen selber ist.. Kein großer Wurf. Definitiv hinter der Sicherheitskontrolle zu klein (die sind sau langsam und schlecht beschildert) und auch einfach unglaublich langweilig.

Wir hatten noch etwas Zeit und als wir am bummeln waren lief Jens Spahn an uns vorbei. Keine Ahnung wo er hin wollte, aber Ria hat sich darüber ungefähr so gefreut wie ich über die Feuerwehr. Wenn ich gewusst hätte was heute noch zu sehen sein sollte!

Einen etwas ruppigen, aber recht kurzen, Flug später sind wir in Treviso gelandet.

Venedig kann man von 2 Flughäfen gut erreichen. Der eigentliche liegt direkt am Wasser, Treviso etwa 40 Minuten entfernt. Wir sind in Treviso gelandet weil es deutlich günstiger war und haben von dort aus den Bus genommen. Der Flughafen ist klein und eigentlich sitzt man spätestens 10 Minuten nach der Landung im Bus. Der wiederum ist auf die Flieger abgestimmt, also nicht zu sehr bummeln!

Während wir auf der Brücke nach Venedig fuhren, schaute der Nerd in mir nach den Zügen die dort fuhren. Und sah auf einmal den Orient Express nach London! Wahnsinn! Ich war ganz aus dem Häuschen!

Ja, ist auch nur n Zug, aber was für einer!

Der Bus hält am Tronchetto – ist im Prinzip der große, schmutzige Hafen in Venedigs Nordwesten. Dort gibt es tatsächlich auch einen Wohnmobil Campingplatz.

Vom Tronchetto fährt eine Stand Seilbahn (people mover) zur Piazzale de la Roma – Venedigs Verkehrsknotenpunkt mit dem Festland.

Hier sind wir aufs Vaporetto gehüpft und in 45 Minuten zur Insel Murano und unserem Hotel gefahren.

Ein Bus auf dem Wasser hat, auch für den eigenen Rhythmus, eine ganz eigene Geschwindigkeit. Ich glaub da könnte ich mich dran gewöhnen.

Im Hotel angekommen haben wir zuerst das Speiseangebot der Bar angenommen (großartig) und Maria stellte fest: also in Berlin direkt an der Bushaltestelle was essen wäre irgendwie anders.

Wir haben ein Maisonnette Zimmer mit Dachflächenfenstern und Blenden die sich jeweils elektronisch öffnen lassen.

Na, wer musste wieder Spielen und, bei Wärme, umgeben von Wasser, die Fenster zum Schlafen öffnen?

Ergebnis: Um 3 wach geworden, völlig zerstochen und auf die Jagd gegangen. 30 Minuten Später waren 15 Mücken erledigt und wir konnten wieder schlafen.

Nach einer kleinen Stärkung geht’s jetzt raus aufs Wasser und in die Stadt. Wir sind gespannt!

Hello! Good to be back!

Ist tatsächlich von Scooter geklaut. Wer was auf die Ohren braucht Googled mal.

Aber ehrlich, es ist gut „zurück zu sein“ und mal wieder einen Eintrag hier zu schreiben.

Wir stehen grad am Gate und warten auf unseren Flieger.

Von Feuerwehr bis Gesundheitsminister war heut schon alles dabei.

Mehr dazu morgen, im richtigen Beitrag.

Bis dahin darf gerätselt werden wo es hin geht. Wer es weiß, hält sich vornehm zurück :).

Warum wir reisen

Jetzt sind wir wirklich auf dem Heimweg. Um genau zu sein ziemlich hoch in der Luft und irgendwo kurz vor dem Äquator.

Der Tag lief etwas anders als erhofft, aber man kann nicht immer nur Glück haben.

Nach einem entspannten letzten Frühstück und großer Verabschiedung vom Personal war es Zeit ins Taxi zum Flughafen zu hüpfen. Schon began der Regen – es war wohl wirklich Zeit zu gehen.

Am Flughafen angekommen mussten wir feststellen, dass unser Gepäck nicht nach Berlin durchgecheckt wird, sondern wir es auf Bali abholen müssen und dann am Abend wieder beim Check In abgeben.

Nun, zumindest hatten wir dadurch alle Sachen bei uns.

Für den 10 Stunden Aufenthalt auf Bali bis zu unserem 00:30 Flug hatten wir uns ein größeres Resort neben dem Flughafen ausgesucht. Es gab unzählige Hotels die in Frage gekommen wären… Sagen wir einfach wir haben das falsche ausgesucht (grummel).

Aber wie immer: first world problems.

Jetzt also viele Stunden Zeit im Flieger und die Frage: Warum reisen wir?

Nun, zum einen natürlich für die Erholung.

Zum anderen aber auch um dem alltäglichen zu entfliehen, eine Pause zu machen und eben auch – oder eher ganz besonders – um „anderes“ und „andere“ kennen zu lernen. Einen anderen Blickwinkel zu gewinnen und manchmal auch um das was wir haben mehr zu schätzen.

Wir sind mit Sicherheit das Gegen Konzept zum „ethno traveler“ der möglichst viele Menschen kennenlernen will. Wir wollen meist einfach unsere Ruhe. Und doch lernt man eben Menschen kennen und selbst der kleinste Einblick kann eine spannende Welt sein.

Wir sind auch nicht großartig Naturverbunden und wandern mit Sicherheit nicht durch einen Urwald, oder auf einen Vulkan.

Aber wir genießen diese Dinge auch aus der näheren Umgebung und finden genug anderes, das uns zeigt „wo“ wir eigentlich sind.

Verpassen wir dabei etwas? Na klar, unheimlich viel.

Aber es geht eben auch um Entspannung und „unsere“ Art und Weise diese Dinge anzugehen.

Wir sind dankbar für diese Möglichkeiten. Und wir freuen uns auf die nächsten Abenteuer.

Vielen Dank das ihr wieder mit unterwegs wart.

Im Mai kehren die Superhelden zurück. Robin ist auf separater Mission, aber der Rest wird Mallorca Schurkenfrei machen.