Über Tage…

Als Kind war ich jedes Jahr mit meinen Großeltern im Salzkammergut, teils auch mehrfach mit meiner Mutter, und so ist die Gegend voll schöner Erinnerungen für mich.

Eines der Rituale in dieser Zeit war die regelmäßige Fahrt an den Wolfgang See und nach St. Wolfgang – obwohl Orte wie Strobl und St. Gilgen ähnlich schön und teils viel weniger überlaufen sind.

Ihr ahnt es: für einen gelungenen Urlaub im Salzkammergut gehört für mich also eine Fahrt nach St. Wolfgang.

Basti war davon auch ganz begeistert und er sang den halben Tag vom Weißen Rössl vor sich hin, die Mädels freuten sich einfach so und die Kinder mögen es eh wenn es einfach nur irgendwo spannendes hingeht.

Wir sind zuerst durch den Umfahrungstunnel der Altstadt gefahren und haben bei der Bahnstation gehalten. Die Parkplätze da hinten sind meist leerer, liegen besser und sind günstiger. Außerdem sollte die räumliche Nähe später wichtig sein.

Vom Parkplatz sind wir in die Altstadt geschlendert, Basti hat „sein“ Lied an der Fassade des Weißen Rössl gefunden und ich, ich konnte in meinem Lieblingsrestaurant am Wasser sitzen und ein Schnitzel plus Kaiserschmarrn futtern. Wie viel schöner kann ein Tag sein?

Noch viel schöner tatsächlich! Mit vollen Bäuchen und etwas Sightseeing ging es zurück in Richtung Parkplatz und zur Talstation der Schafbergbahn. Für die Nerds unter uns: die steilste Bahn Österreichs. Im Normalfall mit Dieselloks an Zahnrad betrieben, einmal die Woche mit historischen Dampfloks von 18 hundert irgendwas.

Die Fahrt windet sich um den Berg und geht steil nach oben. Nach jeder Kurve sind neue Wunder zu entdecken. Seien es Naturhighlights am Berg, Paraglider neben einem, oder auch einfach nur die anderen Berge in der Entfernung und das Glitzern des Wolfgangsee.

Oben angekommen hatten wir 20 Minuten bis zur gebuchten Rückfahrt. Maria hat mit den Kindern eine kleine Eiswand bearbeitet, während die (halbwegs) Erwachsenen Monchis und ich noch etwas höher zur Hütte gespurtet sind, um auch über die andere Bergkante zu schauen und von dort aus Mondsee und unseren Alm Bauernhof zu bewundern.

Auf dem Weg zurück zur Bahn lag der Blick auf dem gewaltigen Massiv des Dachstein in der Ferne und insgesamt konnte man sich einfach nicht satt sehen.

Die kurze Aufenthaltszeit war unsere Entscheidung. Man kann da auch durchaus länger bleiben. Aber gerade im Vergleich mit den Südtiroler Bergstationen aus dem letzten Jahr, gibt es hier leider sehr wenig Angebote für Kinder auf den Bergen.

Glücklich und Zufrieden kamen wir zurück in unsere Unterkunft und haben Abends nur noch Kraft für ein kleines Gesellschaftsspiel und viel Gelächter gehabt. Heute habe ich so lange geschlafen, das ich viel zu spät mit dem Pool dran bin und eines der Mini Monchis schon meckert, ich solle endlich kommen.

Bis morgen!

Ein Kommentar zu „Über Tage…

Hinterlasse eine Antwort zu Margit Pabst Antwort abbrechen