Der Berg ruft! – um 05:45…

Okay, eigentlich war das nur der erste Wecker und wir sind um 6:00 Uhr aufgestanden.

Ray hat mir gestern tatsächlich nichts mehr zu essen gemacht und ich musste mich selbst versorgen.. könnt ihr euch das vorstellen? Hat funktioniert, geil wars aber nicht…

Heute morgen ging es natürlich zuerst kurz in den Pool und dann haben wir uns ein schnelles Frühstück gemacht – der Treffpunkt zu unserer Ätna Tour war 2 Stunden entfernt und wir wollten um 9 da sein.

Am Treffpunkt haben wir mit 4 anderen einen roten Landrover Defender bestiegen – für uns ging es hinten rein – ganz schön eng, aber Abenteuer sollen ja auch nicht immer unbedingt bequem sein :-). Auf ging es den Berg hoch – bis auf ungefähr 1500 Meter.

Der Ätna selbst ist etwa 3300 Meter hoch und wir haben also den Gipel nicht gesehen, dafür auf unserer Tour aber mehrere Calderen – der Vulkan ist eigentlich immer irgendwie aktiv und bildet bei jedem Ausbruch neue, was ihn im ganzen weniger gefährlich macht als einen stillen Vulkan der heftiger Ausbricht.

Der Vulkan ist seit 3 Tagen aktiver und es gibt kleinere Ausbrüche und Lavaströme an der Spitze. Wir wurden also von einer, sich stetig wechselnden, Rauchsäule begrüßt – was für uns den ganzen Tag ein immer neues Spektakel war.

Angefangen haben wir an der Lavagrenze eines alten Ausbruchs und dort wirklich toll erklärt bekommen wie Vulkane im allgemeinen und der Ätna im besonderen funktionieren. Auch allgemein war unser Guide (und Fahrer des Defender) Salvo ziemlich gut und wir fühlten uns wohl – bis auf das eingepfercht sein.

Von dort ging es weiter auf eine weite Ebene über alte Lavaströme und von Vulkanasche bedeckte Felder. Man stellt sich das immer wie Asche aus dem Ofen, oder von einem Brand vor, aber eigentlich ist das meiste ein feines Granulat – sehr spannend.

Die Wanderung führte über 3 alte Calderen und bot spektakuläre Aussichten – über unseren ständig neu aufgetragenen Sonnenschutz waren wir allerdings auch sehr froh. Sau gutes Wetter und absolut kein Schatten können eine sau blöde Mischung sein.

Weiter ging es in eine Lava Höhle. Diese entstehen wenn die obere Lavaschicht bereits erkaltet und „stehen geblieben“ ist, es aber darunter noch aktive Lavaströme gibt und wurden 400 Jahre lang zur Eisproduktion benutzt. Lava kann zu Basalt werden und isoliert unheimlich gut.

Zum Mittag ging es in ein Restaurant am Berg und es gab ein wenig was zu essen. Nicht großartig, aber ganz nett. Von dort ging es über kleine Dörfer und entlang unendlicher Weinreben an den Hügeln der umliegenden Dörfer vorbei. Der letzte Punkt auf der Tour sollte ein Besuch der Alcantara Schlucht sein, wo ein Fluss sich durch den Basalt geschmirgelt und eine tolle Oberfläche hinterlassen hat – fast ein wenig „anderweltlich“. Der Stop führte allerdings zu einem weit höher gelegenen Punkt, an dem man zwar einen Wasserfall bewundern konnte (oder ne Stromschnelle), aber nicht ins Wasser springen oder ähnliches – Schade eigentlich.

Von da aus ging es zurück zum Ausgangspunkt und wir sind zurück ins Haus gefahren.

Ein wundervoller Ausflug, aber die halbtagsvariante wäre die bessere Wahl gewesen.

Jetzt schauen wir das Pokal Finale, machen ein paar Burger auf dem Grill, und werden uns sicher im Pool noch den Staub des Tages abwaschen (der Whirpool ist auch schon warm).

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