Ja, echt. Heute Morgen war die Schlagsahne für die Waffeln alle. Der Karamellsirup auch und außerdem war es kalt und ein wenig neblig. Zeit heimzufliegen und Puschel zu knuddeln!
Aber: first things first! Die Waltour.
Es gab 3 Möglichkeiten für Sonntag (bestimmt mehr, aber ich hab Maria nicht so wirklich zu Wort kommen lassen): Ein Rundflug über Seattle mit dem Wasserflugzeug, eine Walbeobachtungstour von Anacortes im Norden von Seattle (etwa 90 Minuten Fahrt) oder eine direkt von Seattle aus.
Anacortes wäre zwar günstiger gewesen, aber auch nicht so wesentlich, das sich die bedeutend längere Fahrt gelohnt hätte.
Also sind wir gegen 08:00 Uhr nach Seattle aufgebrochen und sind ein wenig am Hafen schlendern gewesen, bevor wir dann auf unser Boot gehopst sind.
Kurz nach dem Ablegen haben wir uns superleckere Cinnamon Rolls geholt und freuten uns auf etwa eine Stunde Fahrt an den Inseln entlang bis zum Wal Gebiet, als plötzlich das Boot in ein starkes Bremsmanöver ging. So waren noch nicht mal 10 Minuten vergangen und wir hatten die erste Gruppe Orcas entdeckt.
Die Gruppe bestand aus 6 Tieren und wir haben sie in größerer Entfernung für etwa 40 Minuten begleitet. Zusammen mit der wunderschönen Küste und dem alten Vulkan Mount Rainier im Hintergrund eine unglaublich tolle Tour. Gerade als wir abdrehten, um noch ein paar andere Inseln zu besuchen, tauchten 2 Delfine auf. Wie magisch! Aber nun schnell weg ihr Kleinen, die Orcas haben Hunger!
Etwa 30 Minuten später haben wir die nächste Gruppe Orcas getroffen. Diesmal 8 Tiere und noch ein wenig aktiver als die erste. Einfach toll!
Nach einiger Zeit hat sich das Boot auf den Rückweg gemacht. Bevor es nach eta dreieinhalb Stunden wieder in Seattle anlegte, war gefühlt die Hälfte der Passagiere eingeschlafen. Sonne, Wale und Seegang machen eben auch schön schläfrig.
Am Abend gab es dann in Snoqualmie noch einmal Grillen mit der Familie und viele schöne Gespräche mit den Verwandten aus aller Welt (es waren Cousins und Cousinen aus England und Dubai angereist), einen großen Hirsch im Garten und dann auch einen langen, aber schönen Abschied von den meisten.
Heute (Montag) haben wir uns noch einmal mit Nathalie und Cameron in Seattle zum Mittag getroffen und uns sehr gefreut, das Megan und Joey auch dazu kamen. Cameron hatte bereits am Mittwoch erwähnt, dass er bereits in der alten Försterei war. Das er aber heute ein entsprechendes Basecap dabei hatte, war dann doch ne Überraschung.
Während Seattle bei unserem letzten gemeinsamen Besuch in 2018 von Obdachlosen quasi überlaufen war, so hatten wir gestern fast gar keine gesehen. Die anderen meinten darauf angesprochen, das vermutlich einfach die Ecken sich geändert haben, man scheucht sie heute hierhin und morgen dorthin, das Drogenproblem aber immer schlimmer werde und inzwischen auch der Heroin Konsum auf offener Straße völlig normal sei. Unvorstellbar für ein Land, das bis vor ein paar Jahren noch Menschen fürs Kiffen hinter Gitter geschickt hat – und dies in manchen Bundesstaaten auch noch tut.
Heute haben wir bedeutend mehr Obdachlose gesehen, wenn auch die Menge und das öffentliche Elend in keiner Weise an 2018 heranreichte. Die Krönung war jedoch tatsächlich das Spritzen von Heroin direkt neben uns und ich frage mich, ob man diesen Problemen je Herr werden wird.
Der Plan ist zur WM 2026 gemeinsam mit Puschel wieder zu kommen und außerhalb der großen Städte fühle ich mich wohl und sicher. In Seattle übernachten oder mehr als die absoluten Touristenhighlights besuchen werden wir mit ihm aber sicher nicht.
Versteht mich nicht falsch, der kurze Urlaub hier war toll und ich freue mich wirklich sehr wieder zu kommen. Zur Wahrheit gehört aber eben auch das es ein sehr kaputtes Land ist, das Fragezeichen hinterlässt.
Wir sitzen jetzt am Gate und in einer Stunde ist Boarding. Wir freuen uns, bald wieder daheim zu sein und auch das ihr hier wieder zahlreich mitgefiebert habt. Danke dafür!
Im September geht es mit Puschel nach Oberwiesenthal. Ob wir uns dann wieder lesen weiß ich noch nicht, es kann aber gut sein :-).
Ach, Micha: DL80








Es war wieder herrlich die Reise zu verfolgen, Peter du schreibst einfach so als wäre man selbst dabei. Danke
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