Therme Ahoi!

Wie erwartet und berichtet hatte es in der Nacht zu regnen begonnen und das zog sich dann auch bis in den frühen Abend hinein – also nichts mit Spaziergängen am See, oder auf dem Berg, sondern ab in die Therme.

Wir sind, weil spannender für die Minis, ins Pongau zur Therme Amadé gefahren. Etwas über 1 Stunde, aber im Salzkammergut gibt es einfach nichts adäquates für Kinder. Das zieht sich hier so ein wenig durch, lange war es einfach nur eine Rentnerdestination und die Kinder die kommen, werden halt auf den Wiesen und Höfen beschäftigt. Inzwischen sieht man aber einen Wandel. Mit Angeboten wie in Südtirol, oder teils auch Tirol, kann die Gegend aber noch nicht mithalten.

Die Therme Amadé hat ein Wellenbecken, ein Babybecken, ein Außenbecken (Solehaltig) und 2 Ruhebecken mit Sole. Im Prinzip ist für jeden etwas dabei und wer ein wenig um die Ecke schaut, der findet auch ein Sportbecken, hier sogar mir Kletterwand – ziemlich cool.

Maria und ich waren etwas früher da und sind erstmal in die Saunalandschaft gewatschelt und haben es uns da gut gehen lassen. Die Monchis hatten unterwegs zu viel genascht und so sind wir hinterher auch allein ins Restaurant der Therme. Das Angebot kann zwar nicht ganz mit Meran mithalten, ist aber dennoch riesig und von Carnivor bis Veganer werden im Prinzip alle glücklich. Die Ergebnisse dürft ihr unten bestaunen.

Zusätzlich zu den verschiedenen Becken gibt es auch noch 3 Rutschen. Alle recht schnell, alle recht spaßig, jedoch unterteil in „normal“, Reifenrutsche und Looping Rutsche.

Die Looping Rutsche startet mit einer Falltür. Wenn man, warum auch immer, den Looping nicht schafft, dann rutscht man automatisch wieder runter und es öffnet sich eine kleine Tür der Schande. Habe ich nur von außen gesehen als wir ankamen, ich selber hab Angst da stecken zu bleiben, das Ding sieht aus wir für nen 12 jährigen konzipiert, der nicht meine Vorliebe für ungesundes hat.

Auf dem Rückweg wurden wir mit ordentlich Platzregen belohnt, beim Abendessen (Maria hat uns, gemeinsam mit den Minis, ein großartiges Mango Huhn gezaubert) hat sich der Himmel jedoch wieder gelichtet und uns einen sonnigen letzten Abend am Mondsee beschert.

Nun ist es an der Zeit das letzte mal morgens in den Pool zu hüpfen und uns an die Heimreise zu machen. Schön das ihr wieder dabei wart, wir lesen uns in einer Woche.

Schwiegermutterfelsen…

Von unserer Unterkunft aus sehen wir, ziemlich dominant, den Schafberg. Allein durch seine Größe und Lage, direkt vor unserer Nase, ist er unser Fixpunkt. Gleich hinter dem Mondsee.

Wenn wir den Blick aber schweifen lassen, dann kommt in einiger Entfernung ein weiterer Berg. Die Drachenwand.

Auch „Größtes Schwiegermutterdenkmal der Welt“ genannt, ragt er direkt hinter einer saftigen Wiese über den Mondsee auf und ist ein sehr beliebter Kletterfelsen.

Die Monchis hatten beschlossen heute die Sommerrodelbahn nachzuholen (sie fanden sie gar nicht so schnell) und Ria hat für uns verschiedene Wanderwege heraus gesucht.

Umständehalber sind wir auf flachen Wegen geblieben und konnten bei St. Lorenz einen knapp 4 Km langen Rundweg mit Blick auf Felsen und See genießen. An Feldern vorbei (hier wird grad die Gülle ausgebracht, Yummy!), durch den kleinen Ort St. Lorenz und später am Felsen entlang, begleiteten uns Sonne, gute Laune und viel Erholung.

Der Einstieg in den Weg findet sich beim Gasthaus Drachenwand, in dem wir vor einigen Jahren großartig gegessen haben, bei dem auch ein Parkplatz mit „Bio-Parkautomat“ zu finden ist. Schaut euch einfach das Bild weiter unten an, es spricht für sich selbst.

Unterwegs liefen wir an einer alten Wassermühle, die seit 400 Jahren besteht, und einem alten Felsenkeller vorbei. Die Gegend bietet alle paar Momente neues zu entdecken!

Später ging es noch nach Oberwang, wo beim Gasthaus zum fidelen Bauern ein weiterer Rundweg startet. Hier mit leichten Höhenunterschieden, aber für Kinderwagen bestens ausgebaut, führt der Weg einmal um eine Bergseite und schildert auf 2 Kilometern anschaulich und verspielt das Leben am Mondsee über die letzten 300 Jahre. Gerade für Kinder gibt es tolle Erklärungen und Geschichte zum Anfassen. Alle paar hundert Meter finden sich wirklich schöne Naturspielplätze und im letzten Abschnitt geht der Weg dazu über, die Natur und Landwirtschaft der Umgebung näher zu bringen. Auch hier vieles zum Hören, Tasten und lesen.

Der Weg endet an einem kleinen Wasserspielplatz und wir werden definitiv wieder kommen.

Der Abend klang gemeinsam mit den anderen am Ufer des Mondsees bei Bier und Pizza aus, die Kinder sind derweil in den Eiskalten See gehopst und wir haben die letzten Sonnenstrahlen genossen.

Heute wird das Wetter regnerisch werden und es steht eine Therme auf dem Programm. Hoffentlich kommen nicht alle auf die Idee.

Gipfelstürmer…

Jaja, ich weiß, war gestern schon. Aber heute auch!

Nach meinem kleinen Planschabenteuer sind wir wieder zum Wolfgangsee gefahren, diesmal allerdings nur bis St. Gilgen. Auch ein schöner Ort am See, von dem wir aber nur einen kleinen Teil gesehen haben. Unser eigentliches Ziel war die Seilbahn zum Zwöflerhorn.

Teile der Monchis sind ein wenig Höhenängstlich und waren zum ersten mal in einer Gondel. Die Zwölferhornbahn fährt aber extrem ruhig und auch nicht zu hoch, insofern ein gutes erstes Erlebnis.

Oben angekommen ging es gleich weiter zum Gipfelkreuz, unterbrochen nur von der Aufmerksamkeit einer kleinen Katze an einer Hütte. Am Kreuz selbst bot sich wieder eine unglaublich schöne Aussicht auf das umliegende Gebiet.

Eigentlich wollten wir uns, trotz Seilbahn, in das Gipfelbuch schummeln, das ist jedoch seit 1978 verplombt. Die Idee hatte wohl schon wer vor uns.

Weiter ging es auf einen Kinderrundweg mit 12 Stationen, schönen Wegen und spannenden Blicken. Nach Station 4 haben wir uns aber entschieden umzudrehen und den Weg für einen nächsten Besuch aufzuheben. Kaum wer hatte vernünftige Schuhe an und die Minis bekamen langsam Hunger.

Während die Restaurants direkt an der Bergstation ja meist mit Hütten nicht mithalten können, war das am Zwölferhorn anders. Eine sehr angenehme Überraschung.

Die umliegenden Hütten waren noch in der Saisonvorbereitung, oder zu weit entfernt und wir wollten nicht erst ins Tal fahren und dort auch die Suche gehen. Das Restaurant an der Bergstation war also eher ein Kompromiss. Tatsächlich erwarteten uns dort jedoch toller Service und leckeres Essen. Kinderecke inklusive.

Beim essen konnten wir dann noch 3 Paraglider direkt über uns starten sehen. Was will man mehr?

Zurück in der Unterkunft habe ich dann erstmal ein schönes Schläfchen gehalten – muss auch mal sein und die ganze frische Luft macht einen ja fast fertig :-).

Am Nachmittag wollten wir zusammen zur Sommerrodelbahn, die Minis wollten aber lieber noch etwas mit Wasser spielen und so sind Maria und ich alleine dorthin.

Vor Ort wurde bei der Kasse gefragt ob man zum ersten mal da ist.

Natürlich nicht! Ich komme dahin seit ich ein kleines Kind bin und bin da vor ein paar Jahren auch mal aus der Bahn geknallt! Habe ich natürlich sofort kundgetan und das ich alles weiß.

Die Konsequenz war, das ich vergessen hatte das ich mir vorher einen Schlitten selbst holen muss und, als ich den dann hatte, ihn auch noch falsch herum in die Bahn gesetzt habe. Ganz großes Kino!

Zuerst geht es ein paar hundert Meter den Berg hoch und man kann das großartige Panorama ganz in Ruhe genießen, dann muss man sich für eine von 2 Bahnen entscheiden und ab geht die Post.

Wie oben schon erwähnt, ich bin da mal rausgefallen (OK… zweimal…), die Bahn kann also recht schnell werden.

Ria ist diesmal nicht gefahren, sehr zu meinem Leidwesen. Im Gegensatz zu mir genießt sie auf der Bahn immer die Entschleunigung und der Stau hinter ihr, wenn sie unten ankommt, ist immer ein tolles Fotomotiv.

Im Anschluss sind wir nach Schörfling am Attersee gefahren. Im Prinzip nur „ein See weiter“ und doch schon wieder eine ganz andere Welt. Am Seeschloss Kammer gab es einen Kaffee und einen extrem leckeren Eisbecher, bis es Zeit war zum Restaurant Zenz‘n Stubn zu Fahren.

Es liegt etwas oberhalb des Ortes, recht versteckt und wir eigentlich nur von Einheimischen frequentiert. Und das ist auch gut so, denn es ist so schon im Prinzip unmöglich ohne Reservierung einen Platz zu bekommen.

Die Empfehlung kam von Rias Bruder Micha, der ist nämlich auch gerade in der Nähe und wir haben uns zum Abendessen getroffen. Die Welt ist manchmal herrlich klein.

Einen hervorragenden Rehrücken und viel Gelächter später ging es zurück in die Unterkunft und fix ins Bett.

Heute hatte ich meine Runde planschen schon, jetzt gibt es gleich Frühstück und Ria bereitet den neuen Tag vor.

Über Tage…

Als Kind war ich jedes Jahr mit meinen Großeltern im Salzkammergut, teils auch mehrfach mit meiner Mutter, und so ist die Gegend voll schöner Erinnerungen für mich.

Eines der Rituale in dieser Zeit war die regelmäßige Fahrt an den Wolfgang See und nach St. Wolfgang – obwohl Orte wie Strobl und St. Gilgen ähnlich schön und teils viel weniger überlaufen sind.

Ihr ahnt es: für einen gelungenen Urlaub im Salzkammergut gehört für mich also eine Fahrt nach St. Wolfgang.

Basti war davon auch ganz begeistert und er sang den halben Tag vom Weißen Rössl vor sich hin, die Mädels freuten sich einfach so und die Kinder mögen es eh wenn es einfach nur irgendwo spannendes hingeht.

Wir sind zuerst durch den Umfahrungstunnel der Altstadt gefahren und haben bei der Bahnstation gehalten. Die Parkplätze da hinten sind meist leerer, liegen besser und sind günstiger. Außerdem sollte die räumliche Nähe später wichtig sein.

Vom Parkplatz sind wir in die Altstadt geschlendert, Basti hat „sein“ Lied an der Fassade des Weißen Rössl gefunden und ich, ich konnte in meinem Lieblingsrestaurant am Wasser sitzen und ein Schnitzel plus Kaiserschmarrn futtern. Wie viel schöner kann ein Tag sein?

Noch viel schöner tatsächlich! Mit vollen Bäuchen und etwas Sightseeing ging es zurück in Richtung Parkplatz und zur Talstation der Schafbergbahn. Für die Nerds unter uns: die steilste Bahn Österreichs. Im Normalfall mit Dieselloks an Zahnrad betrieben, einmal die Woche mit historischen Dampfloks von 18 hundert irgendwas.

Die Fahrt windet sich um den Berg und geht steil nach oben. Nach jeder Kurve sind neue Wunder zu entdecken. Seien es Naturhighlights am Berg, Paraglider neben einem, oder auch einfach nur die anderen Berge in der Entfernung und das Glitzern des Wolfgangsee.

Oben angekommen hatten wir 20 Minuten bis zur gebuchten Rückfahrt. Maria hat mit den Kindern eine kleine Eiswand bearbeitet, während die (halbwegs) Erwachsenen Monchis und ich noch etwas höher zur Hütte gespurtet sind, um auch über die andere Bergkante zu schauen und von dort aus Mondsee und unseren Alm Bauernhof zu bewundern.

Auf dem Weg zurück zur Bahn lag der Blick auf dem gewaltigen Massiv des Dachstein in der Ferne und insgesamt konnte man sich einfach nicht satt sehen.

Die kurze Aufenthaltszeit war unsere Entscheidung. Man kann da auch durchaus länger bleiben. Aber gerade im Vergleich mit den Südtiroler Bergstationen aus dem letzten Jahr, gibt es hier leider sehr wenig Angebote für Kinder auf den Bergen.

Glücklich und Zufrieden kamen wir zurück in unsere Unterkunft und haben Abends nur noch Kraft für ein kleines Gesellschaftsspiel und viel Gelächter gehabt. Heute habe ich so lange geschlafen, das ich viel zu spät mit dem Pool dran bin und eines der Mini Monchis schon meckert, ich solle endlich kommen.

Bis morgen!

Schwein gehabt…

Dass Maria Schweine liebt ist ja hier nichts neues. Das sie gerne vergnügt quiekt wenn sie welche liebt und ihr zum 30. Geburtstag fast eins geschenkt wurde, ist wohl weniger bekannt.

Umso größer die Freude, als wir gestern zu Gut Aiderbichl, einem kommerzialisierten Gnadenhof, gefahren sind.

Er ist einer von über 20 Einrichtungen der Gruppe, wovon 3 besuchbar sind. Es gibt einen in der Nähe von München auf dem wir im vorletzten Jahr waren, aber der hier ist um Längen schöner.

Kommerzialisiert insofern, als das alles auf Generation von Geldern für die Gruppe ausgelegt ist. Damit werben sie aber auch offensiv und das passt schon so.

Das riesige Gelände wird über einen längeren Weg betreten, auf dem meist schon Esel oder Ponys unterwegs sind und ihre Wege gehen. Man fragt sich ein wenig mit wem sie eigentlich unterwegs sind – bis man feststellt: mit sich selbst. Da ist niemand der sie herum führt, sie streunen einfach frei übers Gelände. Genauso wie gefühlt 100 Ziegen, ein paar Schafe, Pfauen – und eben auch Schweine.

Aiderbichl ist ein Paradies für Kinder (kleine und große). Überall gibt es Tiere zu entdecken und die meisten sind unglaublich nahbar und – auf Wunsch – ist immer jemand da um alles zu erklären.

Natürlich laufen nicht alle Tiere frei – die großen Rappen immer nur in Begleitung, die Kaninchen bleiben in ihrem luxuriösen Stall und die Katzen haben ihr eigenes Paradies und können nur aus der Ferne betrachtet werden. Man sollte im Kopf behalten das alle Tiere dort eine Geschichte haben – meist keine schöne. Manchen sieht man die Spuren an, die meisten wirken aber einfach nur glücklich und man freut sich über alle.

Die Kantine wurde vor einiger Zeit – sehr passend – auf vegetarisch und vegan umgestellt. Mir persönlich ist sie nicht sonderlich bekommen, am im Prinzip ist das Angebot sehr gut und die Kids merken nicht das es ein No Chicken Burger ist.

Am Ende des Rundgangs durch Aiderbichl kamen wir zum Schweinepalast. Die meisten von Ihnen liegen einfach in einem riesigen Heuberg und bleiben genau da wo sie den ganzen Tag sind. Ob sie auf eine Wiese gehen, eine Süle, oder den Stall ist dabei ganz ihnen überlassen.

Ria war jedenfalls im 7. Schweinehimmel und ist eigentlich fast bereit nach Hause zu fahren. Mission accomplished.

Den Nachmittag haben wir für einen Plansch im Pool und einen Ausflug ans Ufer des Mondsees genutzt. Das Wetter ist inzwischen sonnig und man kann sich an Wasser und Bergen nicht satt sehen.

Ich war eben wieder Schwimmen. Eins der Minis wollte, wie gestern mit, aber der Pool ist ihr dann morgens doch noch zu kalt. Ich jedenfalls genieße es, wieder jeden morgen schwimmen zu können.

Heute steht ein Berg auf dem Plan – mal gucken :-).

Unter Tage!

Da unser Wetter weiter ein wenig zu wünschen übrig lässt, brauchten wir überdachte Alternativen.

Der Vormittag war noch relativ stabile und wir sind, neben Abenteuern im Pool, ein wenig auf dem Berg unterwegs gewesen. (Monchi Maria am Nachmittag nochmal und hat dabei viele kleine Tiere entdeckt).

Etwas den Hügel hoch ist ein großes Reh Gehege und zuerst haben wir die beobachtet, dann sind wir den Weg weiter gegangen und haben uns über ein Haus gewundert, das aussieht wie ein größeres Hotel, die Außenanlagen allerdings eher so als wären sie stärker gesichert – Beschilderung war nicht zu sehen. Später haben wir heraus gefunden das es dem Saudischen Königshaus gehört.

Nach einem ausgiebigen Mittag sind Maria Basti und der größere Mini mit mir zu den Salzwelten Salzburg gefahren – ein Salzbergwerk für Besucher. Der kleinere Mini ist dafür noch zu klein, daher ist Monchi Maria mit ihm in der Unterkunft geblieben und hat einen laaangen Mittagsschlaf gemacht.

Im Bergwerk gibt es einmal die Woche eine Kinderführung mit der Grubenente Sally und die haben wir erwischt. Das war wirklich toll! Alles war auf die kleinen ausgelegt und bunt – wer auf die genaue Geschichte des Bergbaus nicht so viel Wert legt, sondern einfach eine einig schlendern will, der kann da sicher auch als Erwachsener hin. Wir jedenfalls hatten unseren Spaß!

Es geht mit der Grubenbahn in den Berg hinein und nach ein wenig laufen durch die Stollen mit Rutschen weiter tief hinab. Irgendwann kommt ein See, der mit dem Boot überquert wird, bevor es auf die nächste Rutsche geht.

Wer sich an den Bitchelor erinnert – ja, das erwähnten auch manch andere Kinder zwischendrin.

Zurück in unserer Unterkunft lichtete sich der Himmel und gab das erste mal den Blick auf die Berge so richtig frei.

Heute soll es ein wenig besser werden und wir fahren zu Gut Aiderbichl.

Was das ist, erfahrt ihr morgen.

Schietwetter…

Haben wir eigentlich im Urlaub fast nie, jetzt schon das 2. mal in 7 Tagen… Sowas aber auch! Naja, wir werden es überleben und besser werden soll es ja auch.

Aber der Reihe nach: Am Freitag sind wir nach der Arbeit zu Freunden in Richtung Bayreuth gefahren und haben einen schönen Abend (und morgen) mit tollen Gesprächen und ollen Kamellen verbracht.

Während früher immer irgendwie alle „um die Ecke“ gewohnt haben , fährt man inzwischen eben etwas mehr für Klatsch und Tratsch.

Nach einer sehr erholsamen Nacht und leckerem Frühstück ging es weiter in Richtung Österreich.

Wir hatten mal wieder wirklich Glück mit dem Verkehr und so war die einzige Verzögerung die Fahrt zu Tankstelle 8,2 KM neben der Autobahn die Maria mir heraus gesucht hatte. Ich muss echt genauer werden in meiner Kommunikation.

Letzter Stop vor der Grenze war ein kleines Outlet. Maria hatte irgendwann gefragt ob ich eigentlich meine Badehose eingepackt hatte. Hatte ich natürlich nicht, daher bin ich nun stolzer Besitzer einer Signalblauen Badeshorts. Großer Vorteil: Irgendwie hält die die Kronjuwelen warm bis das Bäuchlein im Wasser ist. Sehr angenehm!

Nebenan sind wir zu Trigema gegangen. Sehr spannend. Gefühlt irgendwie eine Mischung aus Rudis Resterampe, grellem Augenkrampf und an der Kasse Wein und Wild Angebote dazu, aber das System macht dann irgendwie doch wieder total viel Sinn und die Qualität wirkt wirklich gut. Ich bin gespannt wie sich die neuen Shirts im Alltag machen.

Nächster Stop: Supermarkt! Mit einer Einkaufsliste für eine Football Mannschaft bewaffnet ging es los und das Auto war nun wirklich so richtig voll. Und nun, auf zum eigentlichen Ziel: dem Mondsee.

Je näher wir der Grenze gekommen waren, desto düsterer war das Wetter geworden und inzwischen regnete es teils in Strömen, während von zu Hause Bilder voll Sonnenschein kamen. Na toll. Aber ab Montag / Dienstag wird es wohl besser.

Unser Ziel am Mondsee ist ein Bauernhof am Berg, auf dem wir vor 5 Jahren schon einmal mit Freunden waren und ein wenig nach uns kamen auch die Verantwortlichen für die Riesen Einkaufsliste an: die Monchis. Gehören zu den Lieblinsgfreunden, haben zwei Kinder zum anknabbern und heißen Monchis, weil sie wie die Monchichis die Finger nicht voneinander lassen können (naja konnten, auch die jugendliche Liebe wird irgendwann erwachsen und heute beschweren sie sich eher wenn sie sich gegenseitig ins Wort fallen).

Ein Knäuel Freude und viel Lachen später sind wir ins Bett gefallen und genießen gleich das erste gemeinsame Frühstück, während ich schon im Pool war. Später wollen die anderen auch und heute Abend vielleicht in die Panoramasauna.

Aber das Wetter…

Ja, ist halt britisch.

Wir hatten gestern also den ganzen Tag Regen. War auch irgendwie schön und hat unsere Pläne nur ein bisschen durchkreuzt.

Nach einem weiteren, sehr leckeren, Waffelfrühstück ging es mit dem Auto weiter in den Süden bis St. Erth. Hier ist ein großer Park & Ride Parkplatz und man kann in den Zug nach St. Ives umsteigen. Eine Tageskarte kostet 4 Pfund und die nur 11 Minuten lange Fahrt gilt als eine der schönsten Großbritanniens.

Auch wolkenverhangen war es eine malerische Fahrt. Auf der einen Seite die tolle Cornische Flora, auf der anderen Seite Strände und Klippen. Das lohnt sich in jedem Fall (und man muss nicht ewig durch St Ives irren für nen Parkplatz).

St. Ives selbst ist das zutreffende Beispiel eines Wortes das man hier sehr oft im Kopf hat: Pitoresk.

Um eine Bucht und über Hügel geschlungen, drängen sich viele kleine Häuschen und schauen auf den malerischen Strand. Abgerundet wird dies durch süße Restaurants und viele zugängliche Galerien der großen Kunstszene der Stadt. Und irgendwie war es dann gar nicht so schlimm das alles im Regen zu erkunden.

Eine Stärkung gab es, wie sie britischer nicht hätte sein können: Fish & Chips. Lecker!

Mit dem Zug zurück in St. Erth ging es weiter zur anderen Seite Cornwalls zu St Michael’s Mount. Ein Felsen vor der Küste mit einem Schloss oben drauf, verbunden über eine Landbrücke, die nur bei Ebbe gangbar ist. Wem das irgendwie bekannt vorkommt, ja, der Mont St Michel in Frankreich, liegt im Prinzip gegenüber.

Wir waren während der Flut da und die Boote fahren nur mit vorheriger Reservierung. Also haben wir uns einen Kaffee geholt und den Berg in grauer Ferne betrachtet, bevor wir weiter gefahren sind um nach Land’s End zu kommen.

Während der Tag bisher von Blumen, Hecken und Palmen geprägt war, erlebten wir plötzlich die Karge Küste am westlichen Zipfel Britanniens, den Ort an dem Ärmelkanal und keltische See zusammen laufen. Rau, windig, salzig, herrlich :).

Das große Finale sollte eine Vorstellung im Minack Theatre sein. Gar nicht weit weg von Land’s End, ist das Theater unter freiem Himmel an der Küste in den Fels gehauen und man schaut während der Vorstellung aufs Meer, ist aber auch den Elementen ausgesetzt.

Wir haben uns dazu entschieden das Theater nur zu besichtigen, aber nicht zur Vorstellung zu bleiben. Es regnete noch immer, wir waren patschnass und ein wenig fröstelig. Es sah zwar nach Besserung aus, aber nicht nach 23,6 Grad und Sonnenschein.

Auch wenn wir also die Vorstellung nicht genossen haben, so ist Minack doch ein beeindruckender Ort und für sich allein in jedem Fall eine Reise wert.

Eine längere Autofahrt und ein paar Bier im Pub später haben wir uns im B&B aufgewärmt, essen gerade Frühstück und gleich geht es zurück nach Bristol und damit auch nach Hause.

Danke für die Begleitung, wir lesen uns in einer Woche.

Very British…

Ist hier irgendwie alles. Ja, ich weiß, sollte jetzt keine große Überraschung sein. Aber es ist doch ein größerer Unterschied im Vergleich zu Italien Beispielsweise.

Höflichkeit an allen Ecken und Enden und eine touristische Infrastruktur die sich immer irgendwie zwischen praktisch und niedlich bewegt.s

Sehr süß :).

Hatte ich gestern noch die engen Straßen erwähnt, so habe ich im Tagesverlauf gelernt was wirklich enge Straßen sind.. Mehr als unser Auto hat da nicht so wirklich lang gepasst.

Nach einem köstlichen Frühstück mit Waffeln griechischem Joghurt, Toast und Obst, sind wir zum eigentlichen Ziel der Reise aufgebrochen: Port Isaac.

Abseits davon, dass es ein wirklich süßes, altes Küstenstädtchnen ist, war Mami im 7. Himmel und hat Fachkundig die Gebäude aus der Serie identifiziert (die Apotheke im Fernsehen ist tatsächlich ein Süßigkeiten Laden – Artverwandt sozusagen).

Nach ausgiebigem Schlendern, hunderten Fotos und ganz viel Staunen haben wir uns auf den Weg gemacht die Umgebung zu entdecken. Auf ging es nach Port Quinn, bei dem ich mich noch immer Frage wie 3,5 Häuser einen eigenen Ortsnamen bekommen können, und über „bessere Feldwege“ immer der Küste und tollen Landschaften entlang bis nach Polzeath. Nein, ich weiß nicht wie man das ausspricht. Wenn ich mich hier so umhöre, dann auf jeden Fall mit einem Nuscheln.

Hier findet sich ein lang gezogener Strand und Mami ist bis zum Wasser gewatet um die Füsschen herein zu stecken. War wohl zum Baden noch zu kalt.

Wir haben uns dann an einem Strandlokal bei Pizza und Bier angesehen, wie langsam die Flut kam und die vielen Surfer weiter Inland kamen. Sehr spannend.

Zum Abschluss eines wirklich tollen und sonnigen Tages (auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht, mein Kopf ist knallrot), ging es dann noch in das Screech Owl Sanctuary, wo man nicht nur viel über Eulen lernt, sondern auch enorm viele verschiedene sehen kann. Teils verletzt aus der Wildnis geborgen, teils aus eigenem Nachwuchs. Sehr spannend und, zum richtigen Zeitpunkt, auch Eule zum anfassen.

In einem anderen Gehege leben noch ein paar Kängurus und Störche zusammen (interessante Kombination) und das eine Känguru hatte definitiv was im Beutel.

Nach diesem laaaangen Tag waren wir, kaputt und glücklich, sehr früh im Bett. Heute geht es weiter in den Süden und während es heute Nacht noch geregnet hat, hoffe ich sehr das heute das Wetter hält.

England – Mami Edition!

Ria hat vor ein paar Jahren festgestellt, daß meine Mutter eindeutig zu wenig Zeit mit mir bekommt seitdem wir zusammen sind. Also hat sie Mama-Söhnchen Ausflüge eingeführt.

Mama ist happy, Peter ist happy und Ria hat mal ein paar Tage Ruhe (und genießt grad mit einer tollen Freundin Warnemünde).

Mama ist großer Doc Martin Fan. Wer das nicht kennt: einfach mal googeln. Eine Serie über einen ziemlich verschrobenen britischen Landarzt, der im kleinen Küstenstädtchnen Port Wenn lebt und kein Blut sehen kann.

Die Kulisse für Port Wenn ist Port Isaac im nördlichen Cornwall. Also sind wir gestern Nachmittag nach Bristol geflogen und haben uns, bei der 2. komischsten Autovermietung von der ich je gehört habe (da war mal was in Israel), unser Auto abgeholt. Eigentlich sollte man vom Flughafen aus anrufen um den Shuttle zu bestellen. Am Telefon wurde aber gleich erklärt der würde miiiindestens 30 Minuten brauchen und die meisten Kunden liefen die 7 Minuten fix selbst, man sei sowieso die nächste Autovermietung.

Etwa 12 Minuten später (bei schönem Wetter und mit Handgepäck stört das nicht weiter) kamen wir an einer total seriösen Brache mit baufälligem Container an, um unser Auto zu holen. Ich glaub nicht das die überhaupt nen Shuttle haben….

Im „Büro“ hat man dann etwa 15 Minuten gebraucht um meine Adresse, Ausweisnummer etc aufzunehmen, mir immer wieder freundlich erklärt das man freundlich und kundenorientiert ist, aber auch das es alles vieeeel schneller gehen würde, wenn ich – endlich – die Zusatzversicherungen kaufen würde. Irgendwo zwischen freundlich und deutsch habe ich erklärt das ich die wirklich nicht brauche, mich aber sehr über ihre Freundlichkeit freue und jetzt gerne mein Auto hätte.

Gar kein Problem. Draußen stand ein mehrere Jahre alter Citroen Cactus bereit (rot) und der Mitarbeiter war so freundlich sich auch direkt vor die riesige Schrammen zu stellen und hat sie im Protokoll auch nur vergessen. Hat er dann aber doch fotografiert.

Jaja, ich weiß, ich soll die Dinger nicht immer zu billig buchen. Aber was Europcar und Co verlangen ist teurer als wenn ich deren Versicherungen dazubuchen… + Trinkgeld…

Wir hatten 2,5 Stunden Fahrt vor uns und Hunger. Glücklicherweise gibt es in England mehr Pubs als Schulen und nach einiger Zeit war Mami glückselig mit nem ziemlich guten Burger und schön brackigem Bier. Ach England…

Viele Kilometer engste Straßen zwischen Hecken und alten Mauern, Linksverkehr, manueller linksschaltung und einer defekte Navigation waren ein Abenteuer für sich, kamen wir in unseren B&B 8 Minuten von Port Isaac entfernt an. Klarer Sternenhimmel, eine umgebaute Feldsteinscheune und eine wirklich süße Einrichtung machten den Tag perfekt.

Nach einer bequemen Nacht machen wir uns grad fertig um Doc Martin zu besuchen und warten auf unser Frühstück. Mal gucken, vielleicht klauen wir noch irgendwo ein Schaf…