Terima Kashi Indonesien

Genug Cocktails, genug schwimmen im Meer, genug Wärme, genug ausgeruht. Geht das eigentlich?

Es wird langsam Zeit sich vom Jeeva Klui und von Lombok zu verabschieden.

Morgen mittag fliegen wir zurück nach Bali und nach einem kurzen Aufenthalt in einem Resort in Flughafen Nähe geht es zurück nach Hause.

Zu Hause war die letzten Tage dieses wunderschöne Resort mit seinen tollen Mitarbeitern.

Wann auch immer wir von außerhalb zurück kamen, wurden wir mit „Welcome Home“ begrüßt. Und ganz ehrlich: so fühlte es sich auch an.

So wirklich was gemacht haben wir seit Gili Trawangan nicht mehr, sondern einfach nur entspannt.

Die letzte Massage ist genossen, das letzte Mal Yoga geschafft, der letzte Cocktail getrunken.

Und auch wenn wir hier am liebsten einziehen möchten und die Region definitiv sehr bald wieder Besuchen (Rina, sollten die den Virus bis Oktober nicht unter Kontrolle kriegen treffen wir uns einfach hier, hier sagt die Regierung er sei nicht vorhanden), so ist genug irgendwann auch einfach genug und wir freuen uns auf zu Hause, unsere Familie, unsere Freunde und unsere Tiere.

Im Gegensatz zum letzten Resort gibt es hier übrigens „Bitte nicht stören“ Schilder :).

Terima Kasih Jeeva Klui!

Gili Getaway

Seit gestern wird das Wetter wieder sonniger und mein kleiner Schorchelausflug am Hotelstrand hat mir nen üblen Sonnenbrand eingebracht.

Zum Glück bin ich verheiratet und mein Rücken wird fachgerecht gepflegt.

Wir haben den schönen Tag genutzt um ein wenig in den Norden zu fahren. Er ist zwar wahnsinnig schön, aber man sieht auch überall noch stark die Folgen des Erdbebens von 2018.

Es ist wie überall: die ärmsten trifft es am schlimmsten.

Es sind damals fast 500.000 Menschen obdachlos geworden und noch immer haben nicht alle wieder eine bleibe. Auch wenn man, gerade im Norden, die Neubauten von Regierung und Hilfsorganisationen sieht.

Am Nachmittag kam dann ein heftiges Gewitter, aber es gibt genug Läden und Cafés an jeder Ecke um auch das vorüber gehen zu lassen.

Heute morgen klingelte der Wecker kurz vor 6 und dieser Blick war unsere Belohnung:

Nach einem kurzen (aber leckeren) Frühstück wurden wir abgeholt und nach Teluk Kode gefahren um zu den Gili Inseln und einem Schnorchel Trip aufzubrechen.

Ich habe leider nur ein Foto von hinten, aber der großgewachsene Herr war unser Guide Herman. Wir nennen ihn Herman the German.

Er sagt er ist Indonesier, aber auch das seine Eltern bedeutend kleiner sind.

Dude, du bist groß gewachsen, hast ne sehr helle Haut, heißt Herman und siehst von vorne aus wie Rias Kollege… Na wir mischen uns mal nicht ein.

Nach kurzer Fahrt haben wir vor Gili Meno geankert und sind ins Wasser gesprungen.Fische, Korallen, klares Wasser und eine Skulptur am Meeresboden waren die Belohnung.

Weiter ging es schräg rüber nach Gili Trawangan.

Ein wenig mussten wir suchen, aber dann schwamm eine riesige Schildkröte vor uns. Eine Weile nah der Oberfläche, um sich ein wenig umzuschauen und dann in die dunkle Tiefe.

Beeindruckend!

Zeit sich beim Mittag auf Gili Trawangan zu erholen.

Hat was schönes mit einer relaxten Partyatmosphäre, aber ich möchte nicht wissen was da in der Saison los ist…

Wir sind noch ein wenig umhergeschlendert, haben diese Verbindung aus Mallorca und Karibik genossen und ab ging es wieder aufs Boot für die letzten Beiden Schorchelstops.

Den letzten hat Ria ausgelassen und lieber mich Fotografiert :).

Auf dem Rückweg gab’s noch einen Entspannungs stop mit Snack und jetzt liegen wir entspannt im Hotel.

Die nächsten beiden Tage verbringen wir wohl mit schlafen, genießen und, leider, auch Abreisevorbereitung.

Gemischte Gefühle

Eigentlich wollten wir ja gestern einen Ausflug in Lomboks Norden machen… Eigentlich.

Die Kommunikation mit dem uns empfohlenen Fahrer den wir ausgesucht haben gestaltete sich etwas schwieriger als gewohnt. Aber es muss ja nun auch nicht jeder immer sofort antworten wenn wir uns per WhatsApp melden. Da es Fahrer sind ist mir das sogar ganz lieb :).

Am Mittwoch Abend stellte sich heraus, dass der Donnerstag ein Missverständnis war und er keine Zeit hat. Wir haben kurz überlegt noch einen anderen anzuschreiben, haben uns dann aber für die ruhige Variante mit Massage im Hotel entschieden. Für das bisschen was wir wirklich sehen wollen bleibt noch genug Zeit.

Dienstags und Donnerstags gibt es morgens um 8 Yoga am Strand, zudem auch noch direkt vor unserem Zimmer.

Das haben wir Dienstag morgen schon gemacht, da waren wir 3 Gäste die daran teilgenommen haben.

In meiner Naivität dachte ich immer das sei zur Entspannung. Haha :).

Zumindest habe ich eine Ausrede den Fitness Raum nicht zu benutzen.

Gestern sind wir also wieder früh zum Yoga gedackelt und waren auch tatsächlich die einzigen. Ne Yoga Privat Stunde am Meer. Man kann den Tag schlimmer starten.

Gibt’s davon ein Video? Vielleicht… Werde ich das hier online stellen?

Ganz sicher nicht :).

Nach dem anschließenden Frühstück wollten wir eine Massage, es gab aber erst zum Abend Kapazitäten. Also haben wir den Tag mit Faulenzen, Karten spielen und Faulenzen verbracht und am Abend unsere Massage mehr als genossen und sind nach einem tollen Abendessen früh ins Bett gegangen um heute einen tollen Tag in Süd Lombok zu verbringen.

Der Fahrer war pünktlich da, es war nur nicht der den wir erwartet haben.

Er stellte sich als bester Freund vor und schon ging es los.

An sich kein Problem, aber es wäre nett gewesen uns das vorher zu sagen. Immerhin hatten wir einen Grund genau den Fahrer zu buchen und hätten so vorher die Gelegenheit gehabt zu überlegen ob wir das wollen.

In Verbindung mit einem etwas verstimmten Magen, schlechterem Englisch und den immernoch gewöhnungsbedürftigen „Verkehrsregeln“ war ich eine Weile stinkig und habe überlegt einfach abzubrechen. Das dezent irre Lachen des Fahrers hat nicht geholfen.

Dann aber kamen die ersten Stops und ich war versöhnt. Besonders beeindruckend war die archaische und traditionelle Lebensweise im Sasak Dorf Sasak Ende.

Es ist mit 31 Familien das kleinste dieser Dörfer das Touristen empfängt und hatte etwas sehr persönliches.

Die Unterkünfte sind jeweils Häuser aus Bambus und Stroh mit nur einem Raum. Frau und Kinder schlafen drinnen, die Männer davor. Das hat mit dem Prinzip des Hati Hati (übersetzt Achtung, als Warnung) zu tun. Die Kinder sollen manche Dinge nicht sehen. Für die Zweisamkeit von Mann und Frau gibt es festgelegte Zeiten zu denen die Kinder nicht da sind. Unter Männern wird das was dann passiert auch gern als Hati Hati beschrieben, nur mit anderer Betonung.

Das da oben sind die Matten auf denen geschlafen wird. Nicht ganz so wie bei uns im Hotel, wie der Guide treffend feststellte.

Viele Dörfer auf Lombok haben sich auf jeweils ein Handwerk spezialisiert und betreiben dieses als kooperative. So wie auch Sukara, das wir vorher besucht hatten.

Wir haben dort zwar etwas schönes kaufen können, aber Maria fehlte noch ein Sarong für den nächsten Indonesien Besuch. In Sasak Ende haben wir dann einen gefunden.

Regen zog auf und so haben wir Kuta Beach nur langsam passiert, sind aber nicht ausgestiegen. Verpasst haben wir glaub ich nichts. Netter Strand mit ein paar Ständen, leichter Hippie Vibe mit kreativen Restaurants und Unterkünften, sonst aber auch nichts.

Weiter ging es zum Wae Beach und leckerem essen am Waroeng (indonesische Garküche).

Das krönende Highlight des Tages war der Besuch im Dorf aus dem unser Guide kommt. Es besteht mehr oder minder aus den Familien seiner 55 Cousins und Cousinen und natürlich seinem Elternhaus.

Auch wenn sich das Gespräch über Sprachgrenzen hinweg schwierig gestaltete war es ein herzliches und warmes Erlebnis, das diesen Urlaub noch Eindrucksvoller werden lässt.

Der Kaffee wurde gestern roh von der Tante gebracht, seine Mutter hat ihn gestern geröstet und gestoßen.

Als sein Vater hörte das ich keinen Roller fahren kann, kam er aus dem Lachen nicht mehr raus.

Ein toller Einblick in eine nicht mehr ganz so fremde Welt.

Jeeva heißt Seele

Wir sind seit 4 Tagen im Jeeva Klui Resort auf Lombok.

Und eigentlich haben wir seitdem nichts gemacht.

Der Plan war immer: Bali Abenteuer, Lombok Entspannung. Das es so gut funktioniert hätte ich nicht gedacht.

Gestern haben wir das Resort für ein paar Stunden verlassen und waren in der Inselhauptstadt Mataram. Uns war aber weder danach einen lokalen Markt zu besuchen, noch durch die Strassen zu schlendern und so sind wir tatsächlich nur Einkaufen gefahren.

Matarm lud aber ehrlich gesagt auch nicht wirklich zum Anhalten ein. Wenn man sagt Lombok sei Bali vor 20 Jahren, so schließt dies die bereits erwähnte dritte Welt mit ein und die Stadt ist eine mehr oder minder lose Sammlung von Betonruinen und Hütten aus allem was gerade da war.

Leben hier, noch viel mehr als auf Bali, ist eben hauptsächlich harte Arbeit mit einfachsten Mitteln.

Auf dem Rückweg haben wir noch in Senggigi angehalten. Der Ort erstreckt sich, alles in allem, über 10 Kilometer an Lomboks Westküste und gilt, neben Kuta (es gibt auch auf Lombok einen Ort der so heisst) als das touristische Zentrum.

Die Regenzeit auf Lombok ist deutlich intensiver als auf Bali – es ist fast den ganzen Tag bewölkt und die Schauer kommen regelmäßiger – und so herrscht hier absolute Ruhe. Ausserhalb des Resorts sind fast keine Touristen zu sehen. So ist eben auch das auf Touristen ausgelegte Senggigi wie ausgestorben.

Wer da ist, sind natürlich die Einheimischen. Interessant ist auch hier wieder die Arbeit in der Gemeinschaft zu sehen. Sicher gibt es auch hier starke Anfeindungen untereinander, aber niemand versucht die Touristen von einem fremden Stand oder Restaurant zu seinem eigenen zu locken. Es wird viel mehr vermittelt falls der eine Stand nicht das gewünschte Souvenir hat und es ist nicht ungewöhnlich von ein und der selben Person begleitet zu werden und am Ende einfach irgendwo das zu bezahlen was man an den verschiedenen Ständen mitgenommen hat.

Ähnlich ist es mit den Touren – es gibt zwar verschiedene Anbieter, aber am Ende haben alle wieder irgendwie miteinander zu tun und das Geld bleibt in der viel beschworenen „local community“.

Wir deutschen bezeichnen so etwas gerne als Mafia und warnen in unzähligen Reiseforen davor. Sicher gibt es schwarze Schafe und man sollte genauer hinschauen. Am Ende sollte man es jedoch ins Verhältniss setzen und bedenken das man, im Vergleich, als Europäer unermesslich reich ist.

Aber wie das so ist: bei den Transfer Preisen schaue ich genauer hin und buche ein Taxi per App. Die Preisunterschiede zu den lokalen Anbietern sind mir dann doch zu heftig.

Uns wurden von verschiedenen Freunden die bereits hier waren Guides und morgen machen wir den ersten Ausflug mit einem von ihnen.

Ich habe in den letzten Tagen aus 2 Gründen nicht geschrieben. Erstens gab es einfach nicht wirklich was zu berichten, Zweitens ist das Resort die pure Entspannung und das „runterkommen“ hat mich auch ein wenig davon abgehalten.

Jetzt sitze ich mit einem Kaffee auf unserer Terrasse und schaue auf die Wellen die sich am Hausriff vor dem Resort brechen. Am Horizont ist der Mount Agung auf Bali zu sehen.

Einzig meine erhofften malerischen Sonnenuntergänge würde ich, Wolken sei dank, nur in der Hauptsaison bekommen.

Das Resort nimmt einen Teil eines fast buchtartigen Strandes ein, der auf beiden Seiten von Felsen begrenzt wird und nicht mehr als ein paar hundert Meter lang ist. Wir haben das letzte Haus an einer der felsigen Seiten und auch wenn es insgesamt fast 40 Zimmer gibt fühlen wir uns die meiste Zeit als wären wir alleine hier (dem ist nicht so, am Pool sind viele Familien mit Kindern).

Herein kommt man wieder durch eine Rezeption die nur für einzelne Gäste ausgelegt ist und geht dann durch die sehr grüne und toll gepflegte Anlage zu geräumigen Villen und Zimmern. Auch hier gäbe es Einheiten mit eigenem Pool, mit war aber der Meerblick wichtiger.

Unsere Tage verbringen wir abwechselnd auf der Terrasse, im Zimmer, im Meer und Maria auch im kleinen Fitness Raum und angeschlossenem Erwachsenen Pool. Eine Sauna gibt es auch, aber bei dem Wetter braucht man die glaub ich seltener.

Das Spa wollen wir täglich probieren, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen… schlafen, Afternoon Tea im wirklich tollen Restaurant, Frühstück, oder Schnorcheln.

Ich habe im Leben zweimal probiert zu schnorcheln – und bin kläglich gescheitert. Hier kann man sich eine Ausrüstung ausleihen und ins Meer springen.

Kaum waren wir am Strand war einer der Sicherheitsleute bei uns, um uns über das Meer und die Strömungen aufzuklären.

Als er mitbekam das ich ein wenig Angst vor dem Schnorcheln habe, hat er mir erklärt was ich tun soll und ist geblieben bis er sicher war das ich es, mit ein wenig Übung , genießen werde und er mich nicht retten muss.

Heute habe ich es zum ersten mal bis zum Anfang des Riffs geschafft.

Warum nun also Seele?

Nun, zum einen weil es nunmal der Name ist, zum anderen weil man diese hier fühlt . Und das nicht nur wegen der tollen Zimmer, oder der Dusche im freien.

Egal wo man gerade ist, wenn man möchte ist sofort ein Mitarbeiter da und erfüllt jeden Wunsch. Dies allerdings sehr dezent und nie aufdringlich. Man hat ein wenig das Gefühl in die Familie aufgenommen zu werden und das die Fragen zum Tag, oder einem selbst, ehrlich sind.

Spätestens wenn schon wieder ein Mitarbeiter, den man noch nie gesehen hat, auf einen zukommt, mit Namen anspricht und dabei gleich ein paar Brocken deutsch einwirft hört man irgendwann auf sich zu wundern und beginnt zu geniessen.

Pray before Boarding

Naja, also eigentlich vor dem Start.. Dazu später.

Die Party gestern war von 2 Firmen die Ihre Partnerschaft gefeiert haben.

Laut, mit schiefem Gesang und n bissel anstrengend, aber wir hatten Ablenkung. Eigentlich hatte ich überlegt in eine deutsche Sportsbar zu schauen, aber es war nicht sicher ob Leipzig oder Union übertragen wird (Hertha wurde in Indonesien nicht gezeigt, hihi) und eigentlich war sie mir auch zu weit weg.

Irgendwann kamen wir dann auf die Idee mal den Fernseher anzumachen. Bei uns Fernseheulen will es schon etwas heißen das wir jetzt erst daran gedacht haben…

Stellt sich raus: wir haben ein riesen Pay TV Angebot samt Sport.

Da das Restaurant geschlossen war und auch keinen Room Service anbot haben wir uns essen bestellt (die Auswahl ist in Kuta etwas komplizierter als in Borgsdorf) und das Spiel genossen.

Ja, ich sag das trotz der Niederlage, war nämlich spannend.

Heute Morgen (dummer Wecker um 7) war es dann an der Zeit für ein letztes Frühstück und den Transfer zum Flughafen um nach Lombok zu kommen.

Zum Sandi Phala Resort kann gesagt werden: Es ist wirklich schön und wir haben unsere Zeit dort sehr genossen.

Für die meisten Reisenden ist es aber eher was für die erste, oder die letzte, Nacht und sie sollten dringend was tun. Auch wenn der in die Jahre gekommene Charakter was hat, zu viel darf nicht mehr kaputt gehen.

Ich mag da vielleicht auch etwas kritisch sein, aber ich denke auch dass man am 8. Tag wissen sollte in welchem der 24 Zimmer wir sind und das ich nen Aschenbecher zum Kaffee will 🙂

Der Inlandsteil des Flughafens Denpasar war aufgeräumt, mega sauber und alls ging sehr schnell. Wirklich angenehm und für die Suchtis unter uns gibt es einen Raucherbereich im Freien.

Der übliche Weg nach Lombok für Touristen ist eigentlich mit dem Schnellboot. Das hätte aber, alles in allem, 6 Stunden Reisezeit (Transfer zum Hafen 2 Stunden, 3 Stunden Überfahrt, 1 Stunde Transfer zum Hotel), 4 Meter Wellengang und höhere Kosten bedeutet als zu fliegen.

Also für einen 24 Minuten Flug rein in den Garuda Indonesia Flieger und mal kurz ins Bordmagazin geschaut (es gibt zwar in flight entertainment, lohnt sich aber bei dem kurzen Flug nicht wirklich).

Die schlagen einem doch wirklich vor, vor dem Flug zu beten.

An sich ne schöne Sache, aber irgendwie auch ein wenig makaber :). Anleitung gab’s gleich dazu.Es gab dann sogar noch leckere Snacks

.Je nachdem in welche Richtung gestartet wird kann der Flug übrigens auch nur 18 Minuten dauern. Eine schöne Aussicht ist es allemal.

Vom Flughafen aus haben wir uns nach kurzer Preisverhandlung einen Transfer genommen und waren 80 Minuten später im Hotel.

Stellt euch vor, leere Straßen! Einzig ein gelegentlicher Eselskarren hält ein bisschen auf.

Man sagt Bali sei die Insel der 1000 Tempel und Lombok die der 1000 Moscheen. Während der Fahrt haben wir schon unzählige gesehen – jedes Dorf hat anscheinend mindestens eine – und ich bin sehr gespannt auf die Insel.

Zuerst sind wir in den Hotelpool gesprungen (diesmal haben wir keinen eigenen) und dann ein spätes Mittag gegessen.Dabei konnten wir die ersten Surfer beobachten und haben uns vom Meer verzaubern lassen.


Leider gab es auch wieder die andere Seite.. Ein trockenes Flussbett in der Umgebung sah so aus

Jetzt genießen wir ein wenig die Ruhe hier und schlafen morgen endlich mal aus. Dann gibt’s auch mehr zum Hotel.

Bitte nicht stören!

Das Hotel hat tatsächlich keine Bitte nicht stören Schilder.. Aber mehr dazu später…

In den letzten beiden Beiträgen habe ich die Müllthematik vergessen.

Zum einen weil Sie im ländlichen weniger präsent ist, zum anderen weil die anderen Eindrücke sie massiv überlagert haben.

In den meisten Supermärkten und anderen Geschäften bekommt man keine Plastiktüte mehr und Plastikstrohalme auch nur vereinzelt. Ich glaube es geht jedoch allen so, dass die Alternativen zum Plastikstrohalm gelinde gesagt Scheiße sind. Die Dinger aus Pappe lösen sich recht schnell auf und man hat ein komisches Gefühl im Mund, die Dinger aus Metall akzeptiere ich zu Hause, aber nicht unbedingt im Restaurant, weil sie einfach schwer hygienisch zu halten sind. Mit meinen Gedanken zu denen aus Reis und ähnlichem fang ich gar nicht erst an.

Die Woche hatten wir jedoch eine große Überraschung:

Sieht aus wie Plastik, fühlt sich an wie Plastik, ist aber keins. Es ist, grob gesagt, eine Mischung aus Papier und Wachs. Ich war tatsächlich schon beim 2. Mojito als wir es mitbekommen haben. Großartig!

Auch wenn Gusti sicher noch Ausflüge für 3 Monate für uns gehabt hätte – wir brauchten einen Tag Ruhe.

Wer jetzt denkt wir hätten endlich mal bis in die Puppen geschlafen und entspannt, der irrt.

Auf Bali gibt es, meist von der zugewanderten Gemeinde organisiert, Beach Clean Ups. Jeder schnappt sich einen Sack und los geht’s.

Auf manchen Ecken der Gili Inseln passiert das jeden Tag um 17 Uhr und wer nen vollen Sack Müll bringt. Der bekommt ein Bier. Fairer Deal!

Im Allgemeinen sagt man: wenn jeder Tourist 5 Stück Müll sammeln würde, dann gäbe es kein Problem.

Ganz so einfach ist es nicht und das wird auch nicht passieren, trotzdem wäre es etwas scheinheilig hier die ganze Zeit über Müll zu meckern, gleichzeitig außer Müllvermeidung (und Entsorgung im Mülleimer und nicht am Straßenrand) nichts zu tun.

Heute war der größte Clean Up day des Jahres und wegen der Hitze geht so etwas meist recht früh los.

Also hat unser Wecker um 6 geklingelt, wir haben uns aus den Federn gequält, haben uns die gekauften Handschuhe und Müllbeutel geschnappt und sind zum Strand.

Ein Großteil der Beteiligten kommen von Unternehmen und waren ganz sicher nicht freiwillig da, aber man sah neben Hilton, Toyota und Air Asia Mitarbeitern durchaus auch Menschen die einfach nur so kamen um mitzumachen.

2 ordentliche Müllsäcke, 50 Minuten, viel Schweiß (es waren zu Beginn bereits 29 Grad und die Sonne ging höher) später sind wir recht zufrieden zum Frühstück gegangen.

Beweisfotos haben wir nicht gemacht. Wir waren zu beschäftigt und am Ende einfach ziemlich kaputt.

Das Event fand auf ganz Bali statt – und auch wenn sicher noch genug Müll in den Straßen zu sehen ist, hat man doch einen großen Unterschied gemerkt.

Solltet ihr nach Bali kommen und ein Event statt finden, nehmt Teil. Es ist nur eine kurze Zeit eures Urlaubs und die Insel gibt einem genug, um auch etwas zurück zu geben.

Ja, ein Großteil des Problems ist das fehlende Bewusstsein in der Bevölkerung und das fehlende System zur Entsorgung. Gleichzeitig sind wir hier in der Dritten Welt und der Massentourismus bringt seine hässliche Kehrseite mit.

In den 90ern bin ich in Berlin im Prinzip jeden Tag in Hundehaufen getreten und den Müll getrennt hat auch kein Mensch. Die Teebeutel Szene aus Otto der Außerfriesische würde heute einen Shitstorm ohne gleichen auslösen.

Wenn man dann noch bedenkt dass ein Großteil des deutschen Recycling Mülls nach Asien verschifft wird, und dort auch gerne mal „verschwindet“, gibt es keinen Grund hochnäsig zu sein.

So, genug Moralapostel gespielt :).

Nach einem ausgiebigen Frühstück und einem herrlichen Besuch im Pool haben wir uns wieder lang gemacht und wollten noch etwas schlafen.

Plötzlich klopfte es an der Tür.

Ja, hm, kein Bitte nicht stören Schild… Nach einem Nervigen Erlebnis in Antwerpen vor ein paar Jahren habe ich mir angewöhnt, wenn möglich, abzuschließen. Also eigentlich kein Grund aufzuschließen….

Sah der plichtbewusste Mitarbeiter des Hotels nicht so… Er hat geklopft und gerufen bis ich die Nase voll hatte, so richtig schön wach war und ziemlich stinkig die Tür geöffnet habe.

Er hatte einen Zettel in der Hand den er ins Zimmer legen wollte. Das Restaurant ist heute Abend wegen einer Veranstaltung geschlossen (schade eigentlich). Das Ding einfach unter der Tür durchzuschieben war wohl nicht im Arbeitsauftrag inkludiert…

Also nochmal ab in den Pool, ein wenig gegrummelt und auf in die Mittagshitze zum Lieblingskaffeeladen und zum shoppen.

Köstlicher, kalt gebrühter (sagt man das so?) Espresso mit Milch und dem hier üblichen Sirup zum süßen.

Weiß wer wie dieser Sirup heißt? Ich muss mir unbedingt noch welchen mitnehmen… Das Zeug ist lecker! Meine bisherigen Fragen dazu konnte auch Gusti nicht beantworten. Er sagt es sei einfach Zucker…

Der Rest des Tages bestand im Prinzip aus einem langen Bummel, ein wenig Fastfood mit mega leckerem Milchshake, und ganz viel Sonne und Blick aufs Meer.

Da Regenzeit ist sah dieser Blick irgendwann auf einmal so aus und es wurde Zeit zum Hotel zurück zu wackeln:

Dauert meist zwischen 30 und 60 Minuten und ist, bis auf die hohe Luftfeuchtigkeit, sogar ganz angenehm.

Am Hotel ist inzwischen für den Abend aufgebaut, sieht nett aus. Ich vermute einen 30. Hochzeitstag, vielleicht stehen „30 years of friendship“ aber auch einfach für eine zünftige Bromance (Tim!)….

Also wieder ab in den Pool, das kühle nass genießen.. Ratet mal wer beim umziehen geklopft hat!?

Neben unserem Schokiteller muss ein 2. Schreiben überreicht werden: die Veranstaltung heute Abend hat auch Livemusik. Man entschuldigt sich. Keine Ahnung warum es dafür nun 2 Briefe braucht, aber Schoknehm ich immer und auf die Musik sind wir gespannt. Auf meiner To Do Liste sind eigene Bitte nicht stören Schilder.

Jetzt spielen wir Skip-Bo und morgen gehts ans eigentliche Ziel der Reise: Lombok.

Lost in translation…

Als wir gestern mit Gusti den Plan für heute besprochen haben, haben wir den Lempuyang Tempel, oder auch Heavens Gate, erwähnt. Eher weil wir uns das Treiben dort ansehen wollten, nicht weil wir wie tausend andere bekloppte 2 bis 3 Stunden auf ein Foto warten wollten.

Gusti meinte es wäre dort zum Sonnenaufgang am besten.

Sonnenaufgang? Kannten wir bisher bloß als 2 Stunden Wandertour den Vulkan von gestern hoch, morgens um 3. Nicht wirklich was für uns.

Also mussten wir gar nicht lange überlegen um auch der nicht wirklich Urlaubs kompatiblen Abholzeit von 4 Uhr morgens zuzustimmen.

Nach 3 Stunden Schlaf haben wir uns fertig gemacht und durften etwas ganz besonderes bewundern: relativ leere Straßen auf Bali! Muss man sich vorstellen wie die B96 am Wochenende, nur bedeutend schmaler und das man links und rechts gerne mal von 3 Motorroller gleichzeitig überholt wird.

Kurz nach 6 erreichten wir den Tempel und sind einen Steilen Weg nach oben gesprintet um den Sonnenaufgang um 6:22 noch zu schaffen.

Denkste! Den sieht man von da gar nicht.

Was Gusti meinte war, dass man um die Uhrzeit nicht so lang auf das Foto warten muss. Die fangen da oben nämlich bei Sonnenaufgang an zu fotografieren!

Äh… Naja, wenn wir schon mal da sind…

Vor Ort werden Nummern verteilt (Maria ist ja geübt in sowas) und gegen eine Spende nehmen sich 2 Leute deine Handys und machen damit Fotos von dir vor dem Tor.

Die Spende ist gering und Gusti hat uns in den beiden Tagen immer mal wieder erklärt wie sich lokale Gemeinschaften und die Tempel damit finanzieren. Es ist etwas was wir sehr gern gemacht haben.

Da die beiden das mehr oder minder hauptberuflich machen sind sowohl der Ablauf, als auch die Fotos, selbst für mich organisationsversessenen deutschen, sehr gut.

Als wir ankamen war grad die Nummer 4 dran, wir hatten Nummer 31 und etwa 50 Minuten Wartezeit. Genug um sich die Tempelanlagen näher anzuschauen.

Als wir gegangen sind (also als Nummer 32 dran war), war der Einlass so etwa bei Nummer 130.

Wer sich jetzt fragt warum die Balinesen vor hundert Jahren einen Foto Hotspot mit Blick auf den Vulkan Mount Agung (Freude vieler Reisender vor 2 Jahren) gebaut haben: das ist der Eingang zu einem Tempel… Von der ANDEREN Seite.

Sieht dann so aus.

Irgendwann haben Touristen entdeckt das es andersrum viel schöner ist, Fotos gemacht, geteilt und so kam eins zum anderen.

Während der Wartezeit konnten wir von Gusti mehr über das normale Leben der Balinesen, vor allem abseits der touristischen Routen, erfahren.

Außerdem konnte man auch solche Fotos machen:

Im Anschluss ging es weiter nach Tirta Gangga, den Wassergärten eines Königs.

Fragt mich nicht welcher, es gab über die Jahre einige unterschiedliche Königreiche.

Nach einem warmen Frühstück und kurzer Fahrt sind wir von dort zum Taman Ujung – dem Wasser Palast des Königs gefahren. Er hatte übrigens 24 Kinder…

Jetzt waren wir im Eimer. Gusti wollte uns noch mehr zeigen, aber das wäre vergebene Liebesmüh gewesen.

Auf der Heimfahrt haben wir viel über den Glauben an die Balance aller Dinge und das Konzept von geben und nehmen geredet – auf spiritueller, aber auch ganz praktischer Ebene.

Irgendwer fällt jetzt sicher lachend vom Stuhl, aber ich möchte unbedingt wieder kommen und in diesen Teil Balis eintauchen. Ein kleines Besinnen auf sich selbst am Morgen nehme ich jetzt schon mit nach Hause, beim nächsten Besuch dann gerne mit Meditation und Yoga.

Wer hätte gedacht was Gusti und Bali in so kurzer Zeit in mir auslösen…

Einen kleinen Halt haben wir auf dem Weg noch gemacht. Maria wollte die Füßchen ins Wasser stecken und hat dabei auf mich geachtet und nicht auf das Wasser. Nein, ich bin nicht zu Ihrer Rettung geteilt, einer muss doch für euch fotografieren!

Ja ja, ich weiß.. Karma und so…

Zurück in Kuta gab es Zeit für den Pool und ein wenig Ruhe, bis es den Afternoon Tea gab.

Gestärkt ging es nach Seminyak – aktuell die beliebteste Gegend für Aufenthalte und uns von vielen wärmstens ans Herz gelegt.

Das Chaos bleibt, aber Restaurants und Geschäfte sind bedeutend schicker. Ein kleines Shopping Paradies.

Auch wenn es wirklich schöne Läden / Boutiquen gibt und alles irgendwie moderner und aufgeräumter wirkt – ich bevorzuge das wuselige Kuta.

Seminyak hat in den letzten 10 Jahren etliche Reisfelder ersetzt und dient ausschließlich der touristischen Bespaßung. Und das merkt man.

Was fehlt ist nämlich das einheimische Leben. Abgesehen vom allgegenwärtigen Chaos wirkt alles recht künstlich, die Herzlichkeit kommt ein wenig abhanden und spätestens das Fehlen der Hunde auf den Straßen sollte einem zeigen das hier niemand wirklich lebt.

Versteht mich nicht falsch – es ist schön, macht Spaß und wir fahren wieder hin. Aber ich bin froh, dass unser Hotel in Kuta ist.

Inzwischen zieht die Karawane weiter und die Gegend bis Canggu wird mit Villen und Hotels gepflastert.

Ein Wort zu den Hunden: überall auf Bali rennen, auf den ersten Blick herrenlose, Hunde herum. Dafür sehen sie nur irgendwie zu gut aus. Der allergrößte Teil der Hunde hat durchaus Besitzer. Laut Gusti sehen diese sich nur nicht unbedingt so. Der große Teil der Hunde ist schon in der Nähe seiner Familie, kommt und geht aber wann er will. So wie ein Freund – als solcher wird er nämlich gesehen.

Zurück im Hotel waren wir eben noch kurz im Pool, essen jetzt unsere tägliche Schokoladen und Keks Ration und fallen ins Bett (sobald der Gekko das Zimmer verlassen hat).

Für morgen haben wir uns Handschuhe gekauft…

Insight Bali

Eigentlich wollten wir grad fix in einen Supermarkt und danach irgendwo Abendessen, aber wie das zur Regenzeit so ist: es fing plötzlich tierisch an zu regnen. Geht auch wieder vorbei..

Dafür hab ich Zeit von unserem Tag mit Gusti zu erzählen.

Für heute haben wir uns vorgenommen Natur und Kultur zu entdecken und haben uns dafür wieder einen Fahrer gebucht.

Gusti ist 26 und macht den Job seit 8 Jahren. Er kommt ursprünglich aus dem Norden Balis und hat noch keine Kinder da er mit seiner Freundin nicht verheiratet ist. Das hätte in Bali noch immer, mehr oder minder, dasselbe zur Folge wie bei uns vor gar nicht sooooo langer Zeit: von der Familie verstoßen und Kind auch gleich gebrandmarkt. Komplizierter wird das Ganze nochmal durch den Glauben an die Wiedergeburt: man muss wissen, wer sein Vater ist um zu wissen, wer man sein könnte.

Selbiges gilt übrigens auch, wenn man die falsche Kaste heiratet.

Wir hatten uns eine Tour zurecht gelegt und Gusti hat sie, sehr charmant und dezent, in eine gute zeitliche Reihenfolge gebracht und örtlich teils abgeändert.

Der Vorteil: wir haben jeden Ort genau dann verlassen wenn die größeren Touristenströme kamen und an manchen Orten die nicht ganz so komerzialisierte Variante genießen dürfen. Das hat man sehr gespürt und der Tag war ein wahnsinnig toller Einblick in balinseische Kultur und natürlich auch Natur.

Wenn ihr irgendwann auf Bali seid und Gusti buchen wollt, gebt gerne Bescheid.

Ja, ich trag mal wieder nen Rock..

Zuerst ging es zum Wasserfall Tegenungan. Gegen ein geringes Entgelt kommt man in ein schön angelegtes Areal und hinunter zum Wasserfall, davor darf man auch baden. Umkleiden sind inklusive und es gibt auch noch einen schön angelegten Pool.

Nach einem kleinen Eiscafe (unser Bali Suchtmittel) ging es weiter zu den Tegalangan Reisterrassen. Wer möchte kann dort Zipline und Schaukel nutzen, wir sind einfach nur durch die Terrassen gewandert und haben uns den Reisanbau und seine Bedeutung für Bali erklären lassen.

Auf zum eigentlichen Ziel des Tages: Mount und Lake Batur am Kintamani Vulkan.

Wenn man nur auf den, aktiven, Mount Batur schaut denkt man den Vulkan zu sehen. Dieser ist aber nur der 700 Meter hohe Kegel des eigentlich viel größeren Kintamani Vulkans und sitzt in mitten von dessen Caldera. Auch hier zählt man ein moderates Eintrittsgeld um am Rand der Caldera mit wunderschönem Blick eines der vielen Restaurants wählen zu können. Gusti hat uns recht eindeutig gesagt, dass unsere Restaurantwahl die falsche war und wir wurden nicht enttäuscht.

Auf den Berg gibt es geführte Wanderungen zum Sonnenaufgang. Nichts für uns :).

Danach ging es wieder zu einer Kaffeeverkostung – Gusti hatte inzwischen unser vollstes Vertrauen und musste uns nicht dazu überreden. Auch das sollte sich lohnen – das Erlebnis war na sich dasselbe wie bei der vorherigen, aber eben doch um Welten besser. Das betraf nicht nur den Kaffee, sondern das gesamte Bild.

OK, Tee gab’s da auch. Ja, wir haben welchen gekauft :).

Nun auf zum Tempel Pura Tirta Empul.

Long Story short: ein lokaler, böser König kämpfte gegen den Gott Indra und vergifteten dessen Soldaten. Indra schuf daher eine Heilquelle und seitdem (Indra hat natürlich gewonnen) werden die Quellen genutzt um darin zu baden und alles schlechte aus dem Körper zu entfernen.

So lang sie einige Regeln beachten sind Touristen herzlich willkommen teilzunehmen.

Das war überhaupt sehr auffällig – bis auf Frauen die Ihre Menstruation haben ist alles hier sehr inklusiv und wenn man sich als Fremdkörper fühlt dann liegt das an einem selbst und definitiv nicht an den Balinesen.

Der letzte Stopp war dann Goa Gajah – oder auch Elefantentempel – dies war der Meditationsort eines anderen Königs. Kleiner und doch sehr beeindruckend. Vor allem weil er wohl in einer doch sehr stickigen Höhle meditiert hat.

Inzwischen sind wir an einem kleinen Foodmarket angekommen, essen ganz klassisch Pizza und Burger und rennen dann ins Bett. Um 4 Uhr morgens kommt nämlich Gusti wieder um uns abzuholen. Wohin? Erfahrt ihr morgen 🙂

Monkey Business – in Ubud ist das Chaos auch nur farbenfroher..

Nachdem wir gestern entspannt und ohne Wecker aufgewacht sind ging es für uns erstmal in ein kleines Spa.

Während Maria immer mal wieder über die angewandte Stärke verhandelt hat und meint ich sei ja nur gestreichelt worden, habe ich grad noch so das ein oder andere „aua“ unterdrückt.

Ich hab mal mit meinem Schwiegervater einen Steg gebaut und bin dabei sehr unglücklich auf dem Steiß gelandet, der macht seitdem gerne Probleme beim sitzen.

Hat die Dame schnell erkannt, dort den größten Schmerz verursacht und heut sitz ich wie ein junger Gott! Da gehen wir nochmal hin! Vor allem vor dem Heimflug…

Danach gings wieder ein wenig durch Kuta bummeln und essen am Strand.

Schuster bleib bei deinen Leisten – ich hab einfach wieder die selbe Pasta mit Rindfleisch genommen. Foto bringt also nichts.

Ach, doch! Das Dessert!

Ja, Maria hat auch etwas gegessen, aber die fotografiert ihr Essen nicht.

Wobei mir aber grad einfällt das es noch ne Vorspeise gab:

Danach sind wir ins Zimmer gerollt und noch kurz in den Pool gehüpft.

Heute morgen ging es nach Ubud in den Monkey Forest. Muss man nicht wirklich hin um Affen zu sehen, die gibt’s auch so:

Aber es ist eine sehr schöne Anlage und hat sich wirklich gelohnt.

Danach wollten wir durch Ubud schlendern – es gilt immerhin als Kunst- und spirituelles Zentrum Balis.

Ja, äh.. An den Rändern ganz bestimmt, da hat man viel schönes gesehen, aber Im Zentrum fehlt mir ein wenig die Differenzierung zu Kuta.. Dank Verkehr und lauter „Taxi, Taxi“ rufen konnte man die, durchaus vorhandenen, schöneren Orte nicht genießen. Es wurde dann irgendwie eher ne Flucht. Spätestens der „Art Market“ (es gibt den selben Krempel wie in Kuta, nur teurer) hat mir dann den Rest gegeben.

Ubud hat sicher seine schönen Seiten, auch wir haben mit tollem Blick lecker essen können, und das wahre Leben spielt sich eben nicht auf der Hauptstraße im Zentrum ab, aber ein wenig enttäuscht war ich doch.

Nach etwa 5 Stunden vor Ort war ich froh im Taxi zurück nach Kuta zu sitzen.

Ich denke aber ein Hotel in der Region ist perfekt für Ausflüge gelegen und man erlebt dann die Stadt auch ganz anders.

Was man allerdings auf den ersten Blick merkt sind Versuche des Wandels:

Mülleimer an jeder Ecke – und die auch noch getrennt!

Auf den ersten Blick ist die Stadt bedeutend sauberer. Auf den 2. Zwar nicht, aber irgendwo muss man anfangen.

Jetzt hopsen wir wieder in unseren Pool und planen für morgen.

The Sandi Phala – 72qm Glück

Vorweg: meine Fotokünste am Handy sind limitiert und werden dem Hotel nicht wirklich gerecht.

Wir haben das Sandi Phala ausgesucht weil es nah am Flughafen ist und wir mitten in der Nacht ankamen, außerdem wollen wir am Sonntag auch nicht 4 Stunden früher los müssen um rechtzeitig für unseren Flug nach Lombok da zu sein.

Gleichzeitig ist Kuta die eher einfache und turbulente Variante von Bali. Weiter nördlich in Canggu und Seminyak ist es bedeutend schöner. Außerdem haben wir vielleicht kurze Wege zum Flughafen, alle anderen Ausflüge dauern dafür bedeutend länger, weil der Straßenverkehr im Prinzip vor Jahren kollabiert ist.

Ein erstes Projekt für einen Zug vom Flughafen soll dieses Jahr Baubeginn haben und Ende 2022 zumindest bis ins nördliche Kuta reichen. Da dieses aber unterirdisch geführt werden soll, ist der Zeitrahmen ziemlich ambitioniert.

Neben der Lage waren folgende Punkte für uns wichtig: direkte Strandlage, das „gewisse Etwas“, gute Bewertungen und natürlich der Preis.

Wir sind mit dem Ergebnis mehr als zufrieden :). Das Hotel ist etwas in die Jahre gekommen (wussten wir vorher), aber das hat einen ganz eigenen Charme und ist, zumindest für uns, in keiner Weise negativ.

In einer Sackgasse gelegen betritt man das Resort und seine 24 Zimmer durch eine süße Rezeption die 24 Stunden besetzt ist.

Danach geht es durch den Garten zu den Zimmern. Unseres besteht aus einen Vorraum und daneben einem Raum mit 2 großen Waschbecken (auch wenn hier nur eins zu sehen ist).

Daran schließt sich das Badezimmer an. Mit Badewanne und Dusche. Ja, die Badewanne habe ich schon genutzt… Endlich mal was in meiner Größe :).

Das Zimmer selbst ist riesig, hat ein unglaublich hohes, traditionelles Dach ein sehr bequemes Bett.

Vom Balkon geht es dann zum eigenen Minipool, der ausgiebig genutzt wird.

Auch wenn das Hotel selbst kein Spa hat (man findet in direkter Umgebung mehr als genug für jeden Geschmack und Geldbeutel), ist auch der Rest sehr schön!

Auf dem kurzen Weg zum Strand sind der Pool und das Restaurant.

Der Strand selbst wird jeden Tag durch das Hotel gesäubert. Leider gibt es, am Rand, aber auch wieder solche Ecken des Strandes.

Indonesische (wie auch thailändische) Strände sind grundsätzlich immer öffentlich. Trotzdem ein unschöner Punkt am Rande.

Das Essen im Resort toll! Das Restaurant gibt sich Französisch (was essen angeht bin ich ein Bauer, keine Ahnung ob das französisch ist, aber es schmeckt!).

Das Frühstück gibt es a la Carte, das Abendessen ebenso.

Nur die Mittagskarte enthält auch asiatische Speisen.

Zum Ausklang noch Bilder vom Essen. Wir sind grad etwas weiter nördlich shoppen und wackeln jetzt zurück, um rechtzeitig zur Happy Hour da zu sein. Als hätt ich nicht so schon einen sitzen…