Der Glöckner von Zadar

Offensichtlich war das Wetter heute nicht Nationalpark geeignet – zumindest nicht für Krka.

Nach einem sehr entspannten Frühstück haben wir entschieden das die Gefahr von Regen und starkem Wind uns noch vom Nationalpark entfernt hält und wir sind nach Zadar gefahren.

Auch hier gibt es bis zu 2000 Jahre alte Spuren, aber Split war doch irgendwie heimeliger und spannender.

Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen den Glockenturm zu erklimmen.

Ob und wie wir diese zum läuten gebracht haben überlasse ich eurer Fantasie.

Allerdings gibt es in Zadar die Meeresorgel – eines der spannendsten Kunstwerke das ich erlebt habe. Die Wellen erzeugen hier einen eigenen Klang. Ein technisches, aber auch mystisches Werk zugleich.

Neben hübschen Wind blieb uns der Sonnenschein erhalten und wir entschieden in den Nationalpark Paklenica zu fahren.

Dort angekommen stellten wir fest das wir etwa Windstärke 26,5 hatten – Grund genug nicht hinein zu fahren, sondern nur auf einer Route durch die Berge.

Gleich am ersten Aussichtspunkt war allerdings ein Weg dem Maria nicht widerstehen konnte und die nächsten 90 Minuten sind wir über einen „wanderweg“ gestolpert und haben uns uralte Gräber angeschaut.

Ziemlich stolz das niemand verletzt wurde haben wir abends noch im Garten gegrillt – Vermieter Toni und Carla kamen dazu um brachten Sherry mit – was will man mehr?.

Wird es morgen was mit Krka? Es bleibt spannend!

Wetterberichte?

Das Wetter unstetig sein kann wissen wir, aber hier ändert es sich quasi hinter jedem Berg.

Eigentlich sollten es 13 Grad und Regen werden, aber als wir aufgewacht sind schien die Sonne und wir hatten bereits 11 Grad.

Der Plan sah vor in den Nationalpark Krka zu fahren, aber gerade als wir los wollten zogen SEHR dunkle Wolken aus seiner Richtung auf und wir haben uns stattdessen für Split entschieden.

Nach einigem gewusel hatte uns Basti sicher in die Altstadt gefahren und im Hafen konnten wir das „race of legends“ sehen – Rudern zwischen den Unis von Split, Oxford und Camebridge.

Danach sind wir durch die verwinkelte, wunderschöne, Altstadt geschlendert, haben einen Blick auf einen Drehort von Game of Thrones erhascht und etwas gegessen.

Essen ist ja bei Maria und mir im Urlaub auch immer so ne Sache… Irgendwas geht immer schief. Heute kam die Kellnerin tatsächlich 2 mal – nach einiger Zeit – wieder um Maria zu sagen das ihr gewünschtes Gericht leider aus ist. Muss man auch erstmal schaffen. Zum Glück war Nummer 3 dann da und ganz lecker.

Später ging es weiter nach Omis wo liebe Freunde letztes Jahr ihren Urlaub verbracht haben. Auch eine spannende Stadt und in der Saison bestimmt sehr lebhaft. Nach einer schönen Zeit am Strand ging es auf eine alte Burg mit tollem Blick und nun wieder heim nach Zaboric.

Das Wetter hielt sich meist sonnig bei 18 Grad mit einigen Tropfen Regen, alles in allem aber sehr schön. Vermieterin Carla ist sicher das wir nächste Woche schwimmen können.

Beide Städte hatten eine spannende Kombination aus Mittelalter und Ostblock was die Architektur anging. Ob wir morgen mehr davon sehen, oder doch eher Krka? Ihr lest es sicher morgen Abend.

Kono was?

Konoba! Aber dazu später.

Unser Wecker hat heute morgen irgendwann zwischen 3 und 4 Uhr geklingelt, aber der von Lui und Basti wohl noch etwas früher. Kurz vor 5 haben sie uns eingesammelt und wir haben einen entspannten Flug nach Split genossen. Hier gibt es jetzt eine Woche Kroatien.

Kleiner Tip an das italienische Paar das sich bei der Sicherheitskontrolle nervig vorgedrängelt hat und er auf Nachfrage mehrerer Personen sagte das ihr Flug in 10 Minuten startet: einfach mal kurz laut um Hilfe bitten, hätte die Sache sicher beschleunigt. Auch wenn ihr an dieser Stelle eh schon keine Chance mehr hattet.

Nach der freundlichsten Mietwagen Übernahme die ich je erlebt habe ging es vom Flughafen Split ganze 5 Kilometer weiter nach Trogir.

Einen ausgiebigen Bummel durch die wunderschöne Altstadt und auf eine alte Festungsanlage später ging es – endlich – frühstücken.

Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit gab es Steak. Die Reiseführer sagen man soll in Trogirs Gassen essen und nicht am Wasser, das sei erheblich günstiger. Ich glaube die meinen nen anderen Teil von Trogir.

Auf dem Wochenmarkt haben wir uns mit Obst und Feigenmarmelade eingedeckt und sind nach Zaboric in unsere Ferienwohnung gefahren.

Das Wetter ist derzeit bedeckt bis regnerisch, aber bis zu 19 Grad wärmer als zu Hause. Unsere Vermieterin Carla ist aber sicher das es spätestens Montag sehr schön wird und wir planschen gehen können.

Die Vila Doni (wird wirklich genau so geschrieben) ist ein Kleinod direkt am Wasser, hat Schildkröten im Garten und ist, gerade für hiesige Verhältnisse, sehr stilvoll. Der Eigentümer heißt übrigens Toni :).

Als ein Regenschauer kam und ging sind wir weiter nach Sibenik gefahren, waren einkaufen (Lui hat Schuhe bekommen, ich überlege noch) und dann etwas durch Sibenik und die wunderschöne Altstadt geschlendert.

Wer Ria und mich kennt, weiß das wir im Urlaub immer mindestens eine Braut sehen. Das am ersten Tag zu schaffen war heute aber wohl Rekord.

In der Altstadt liegt auch die Konoba Nostalgija. Eine Konoba ist klassischerweise ein sehr kleines Lokal (gerne auch im Keller) mit bodenständiger Küche.

Diese Konoba im speziellen gehört zu den bekanntesten des Landes. Ich will jetzt nicht zu viel schwärmen (und Ria wurde ein recht einfacher Wunsch dämlicherweise nicht erfüllt), aber die Worte Stew, Kalb, Schwein und Gnocchi sind für mich jetzt ne ziemlich geile Kombination.

Nun gibt’s nur noch Couch und Bett und morgen lassen wir uns einfach treiben.

Wer mag uns noch Tips für die Woche geben?

Vielleicht doch 2 mal?

Nach einem laaaaaangen, erholsamen Schlaf in bequemen Bett gab es wieder Frühstück im Sonnenschein.

Es stellte sich heraus das wir den late Check Out gar nicht brauchten – kurz nach 10 ging es los nach Llucmajor auf einen kleinen Markt und etwas bummeln.

Wenn alte Einheimischen in Gruppen zusammen sitzen, Kaffee trinken und herzhaft lachen, dann weiß man das man am richtigen Flecken Erde ist.

Mit dem Auto ging es dann über Landstraßen (eher Landgassen) hoch bis Can Picafort. So haben wir auch die Region gesehen. Ehrlicherweise war der Weg jedoch schöner als das Ziel.

Nach einem schnellen Kaffee ging es wieder zurück ins Landesinnere, hinauf zum Kloster Cura.

Kloster Cura wurde uns im letzten Jahr von sehr lieben Freunden wärmstens ans Herz gelegt und ist für mich eins der Highlights auf Mallorca schlechthin.

Mitten auf der Insel sitzt man auf einem Berg in 534 Metern Höhe und schaut einmal Rundum, während man auf super leckeres Essen wartet. Da dies super frisch ist wartet man dann schon mal länger, vor allem wenn es so voll ist wie heute. Viele Sportler waren auf Ihren Rädern den Berg hinauf ge… Ja was eigentlich? Gequält? Glücklich sahen die jedenfalls nicht aus… Naja, zumindest habe ich heute keinen angefahren (die Serpentinen sind sehr eng).

Als besonderen Service hat das Restaurant nicht nur leckeres zicklein auf der Karte – es gibt auch ein Gehege gleich nebenan. War bei unserem Besuch nach dem Essen jedoch recht leer.

Nun sind wir am Flughafen und warten auf unsere blaugekbe Blechkiste.

Es war ein wunderschöner Ausflug und ich bin vom Hotel noch immer hin und weg. Sogar so sehr, das es nun heißt „Malle geht auch zweimal im Jahr“.

Vorerst lesen wir uns aber in Kroatien wieder – und zwar ab dem 04.05..

Schön das ihr wieder mit dabei wart!

Cala was?!

Cala Pi! Oder vielmehr einfach Cala. Per Definition ist das eine Sandbucht die in eine Steilküste im westlichen Mittelmeer schneidet. Also eigentlich einfach eine Bucht in einer Steilküste.

Und im ganz praktischen auch.

Wenn ihr also so schön klingende Namen wie Cala Major, Cala Minor oder Cala d’or hört, dann sind das einfach Orte die an einer dieser Buchten liegen. Diese ganz besonderen klingen allerdings einfach nur schön, sie sind es aber nicht. Es sind meist brutale Bettenburgen voller meckernder deutscher mit Socken in Sandalen die noch immer denken sie sind im 17. Bundesland und nicht Spanien.

Cala Pi ist glücklicherweise etwas anders. Es ist ein sehr kleiner Ort mit süßen Häusern, 2 Hotels und ein paar Restaurants in dem man sich eigentlich den ganzen Tag wie Siesta fühlt.

Und unser hotel liegt direkt oberhalb der dazugehörigen Bucht.

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir ein wenig durch den Ort spaziert und dann nach es Trenc gefahren. Es Trenc wird als einer der schönsten Strände der Welt gehandelt. Ich habe mich letztes Jahr gefragt warum und ich frage mich auch heute, aber wenn man azurblaues Wasser als Kriterium nimmt stimmt das wohl.

Danach waren wir in Colonia Sant Jordi und beim Hotel Honucai, das Maria letztes Jahr eröffnet hat, und haben Bier, Sonnenbrand und Leute genossen

Mallorca wäre aber nicht komplett ohne El Arenal und Schinken Straße. Sehr zu unserer Enttäuschung waren leider keine Schnaps Leichen zu sehen, aber es war wohl eine Kombination aus falscher tages- und Jahreszeit.

Einen Besuch an Hotelpool und Bett später war es dann auch schon Zeit fürs Abendessen. Bisher, für mich, der einzige Minuspunkt am Hotel, aber es gibt ja um die Ecke einige Alternativen.

Jetzt hab ich einen sitzen und freue mich auf den kulanten Late Check Out um 12 Uhr.

Wir lesen uns morgen Abend am Flughafen.

Malle ist nur einmal im Jahr…

Guten Morgen und herzlichen willkommen auf dem nächsten Ausflug :).

Maria musste diesmal leider zurück bleiben und ich hab mir Mami geschnappt um etwas Zeit zu zweit zu verbringen – macht man irgendwie zu selten. War Marias – großartige – Idee.

Als wir in Schönefeld ankamen dachte ich mir ich sei schlau und wollte zur Sicherheitskontrolle in terminal A. Das ist im Gegensatz zu allen anderen immer leer und dahinter ist eh alles verbunden. Nur noch fix eine rauchen. Die Idee hatten dann blöderweise auch 2 spanische Schulklassen…. Nein, nicht die mit dem Rauchen.

Naja, 20 Minuten und einige grummler später waren wir dann im sicherheitsbereich und haben noch was gefuttert.

Das Boarding für unseren 20:20 Uhr Flug begann dann um 20:00 mit 10 Minuten draußen rumstehen bis sich so richtig jemand verantwortlich fühlte (nutzen die in Schönefeld neuerdings Personal aus Tegel?) und es kam wie es kommen musste : wir haben unseren Slot verpasst und durften dadurch im Flugzeug über eine Stunde warten. Ärgerlich, aber nicht zu ändern.

Ich frage mich allerdings was die 3 Passagiere die unabhängig voneinander mit den Stewardessen über das Konzept von slots diskutiert haben dachten das sie erreichen. Das die Damen die Cockpit Tür aufbrechen und den Piloten überreden ohne Freigabe zu starten?

Nach etwas unter 2 Stunden ruhigem Flug und einem wunderschönen panorama von Palma bei Nacht sind wir gelandet und ich wollte natürlich fix eine rauchen. Zum zweiten Mal an diesem Tag mussten wir dadurch 20 Minuten länger stehen, der Mietwagen Schalter war natürlich inzwischen voll. Cleveres Bürschlein…

40 Minuten später kamen wir in unserem Hotelzimmer in Cala Pi an.

Das Ona Cala Pi ist ein süßes Mini resort aus den 50er oder 60er Jahren und hat einen ganz heimeligen Charme. Es ist alt aber recht gut in Schuss und lehnt sich stark an typisch Mallorquinischer Bauweise an. Wir haben Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer, eine Galerie, 2 Balkone und eine Dachterrasse mit Außenküche die fast rundum Meerblick hat. Fotos zum neidisch werden gibt’s unten.

Nach einem ausgiebigen Frühstück erkunden wir jetzt Cala Pi und Umgebung. Heute Abend erfährt ihr vielleicht was es mit Mallorca und den ganzen Ortsnamen mit Cala auf sich hat.

Germendorf auf italienisch

Gestern Abend war uns irgendwie nach rumliegen. Ist ja am Ende doch bloß ein ganz normales Wochenende.

Der Fernseher im Schlafzimmer hat zwar hunderte Kanäle, aber alle auf italienisch. Und im Wohnzimmer wollten wir nicht schauen. Sofa war zwar bequem, aber eben kein Bett.

Also haben wir ein bisschen umgeräumt und hatten kurze Zeit später 2 Fernseher im Schlafzimmer und auf dem 2. Auch Netflix. Der Film IO hat schöne Ideen, kommt sich selbst aber irgendwie nicht hinterher. Also gab es noch die erste Folge von Dogs of Berlin. Auch n komischer Mix von Klischee, Übertreibung und Schauspielern bei denen man hofft sie dachten in einer Parodie zu spielen.

Nach einem kleinen Frühstück und einer sehr herzlichen Verabschiedung von Stefano und seiner Frau Barbara ging es in den Safari Park eine halbe Stunde entfernt. Im Prinzip ein Zoo mit nur 3 riesigen Gehegen durch die man mit dem Auto durch fährt. Wenn man mit Kindern unterwegs ist bestimmt ganz lustig, so aber etwas ernüchternd.

Angeschlossen ist ein kleiner, in die Jahre gekommene Freizeitpark. Auch hier: mit Kindern bestimmt cool, aber so alles n bissel… Naja.

Wir haben uns sehr an den Tierpark Germendorf erinnert. Nur ist der schöner, vielfältiger, besser in Schuss und außerdem billiger. Da kann man vielleicht nicht mit dem Auto durch, dafür aber baden.

Danach war es irgendwie zu früh um zum Flughafen zu fahren, aber zu spät für einen Abstecher nach Mailand. Gut das Werbung bei uns funktioniert! Am Straßenrand wurde auf ein outlet in 50 km Entfernung hingewiesen, also ab da hin.

Die Style Outlets haben ungefähr die doppelte Grundfläche wie die bei Berlin, 4 mal so viel Geschäfte – und 10 mal so viele Besucher.

Aber dafür heute auch teils 70 % Rabatt auf den outlet Preis.

Habe ich schon erwähnt dass ich meinen neuen Mantel SEHR mag?

Zurück am Flughafen gab es das lang ersehnte (leckere) Stück Pizza.

Nun warten wir auf unseren Flieger und freuen uns auf unseren eigenen Zoo zu Hause, voll mit unseren lieben Fellnasen.

Schön das ihr wieder mit uns unterwegs wart!

Ob der nächste Bericht am 08.03. Von Maria aus England kommt (ich hab sturmfrei, wer kommt?) , oder von mir am 23.03. Von einer Überraschungs Destination (Mutti liest hier mit und darf noch nicht wissen wo es hin geht) werden wir sehen.

Hoch hinaus

Nach einer echt erholsamen Nacht hingen früh am Morgen schon Süßigkeiten die Stefano uns vom Bäcker mitgebracht hatte an der Tür.

Etwas lokalen Honig und 2 Espresso später ging es nach Stresa, einem „größeren Ort“ in dem Hemmingway eine Kriegsverletzung kuriert haben soll (wo eigentlich nicht?).

Stresa ist tatsächlich genau die Art von Örtchen die man sich in Italien an nem großen See vorstellt. Schön, klein, alt und sehr entspannt.

Etwas unterscheidet Stresa dann aber doch von der Vorstellung: eine Seilbahn!

20 Minuten später waren wir auf 1400 m Höhe und hatten Blick auf den See, Skiloipen mit Schneekanonen, die Alpen und die schnellste Sommerrodelbahn auf der ich je gefahren bin. Und im Gegensatz zu Österreich vor ein paar Jahren konnte ich hier auch nicht raus fliegen.

Dazu noch Sonne satt und blauer Himmel. Was will man mehr?

Danach sind wir noch etwas durch den Ort geschlendert und später nach Arona gefahren um etwas zu essen.

Das einzige Lokal das offen hatte war eine üble Touristenfalle.. Also schnell wieder raus, etwas Gelato und zurück in unseren Ort Lesa.

Maria hatte eine Pizzeria gesehen und danach Stand uns der Sinn.

Tja, so viel Glück wie wir immer mit dem Wetter haben, so viel „Pech“ haben wir mit dem Essen.

Das Restaurant entpuppte sich als gehobenes Lokal das mal eine Pizzeria war und die alte Beschilderung behalten hatte, weil auf Kacheln an der Wand und schön. Marias Ravioli in Bratenjus und meine wild Tagliatelle mit karramelisierten Zwiebeln samt Parmesansauce waren zwar köstlich, aber eben nicht das was wir eigentlich wollten.

Hoffentlich können wir das morgen bei der Safari nachholen.

Safari? Ja, Safari.

BELLA italia!

Die Pettsi’s sind wieder auf Tour, und zwar in Italien.

Genauer in Lesa, etwas nördlich von Mailand am Lago Maggiore gelegen.

Warum, um Himmels willen, fährt man mitten im Februar an den Lago Maggiore? Da ist doch erst im Juni Saison…

Nun, immer wenn wir hotels buchen schauen wir ob die platform von Ryanair den selben Preis hat. Und wenn ja, dann buchen wir dort. Man bekommt dann 10 % der Buchungssumme als Flugguthaben. Das blöde ist nur, man muss es innerhalb von 6 Monaten verbrauchen.

Wir hatten also Flugguthaben, es musste weg und die günstigsten Flüge für einen Wochenendtrip gab es nach Mailand.

Da wir keine Lust auf Stadt Urlaub hatten und der Lago gleich ums Eck ist sind wir nun also hier.

Nach einem ruhigen Flug (samt Marias deutscher sitznachbarin die etwas aufgeregt war weil das Personal kein Deutsch sprach) und 30 Minuten Fahrt mit dem Mietwagen sind wir nun in Lesa in unserer Ferienwohnung.

Also eigentlich sind wir schon seit anderthalb Stunden da, kommen aber erst jetzt zum Schreiben.

Als klar war es geht an den Lago habe ich uns anhand von Bildern und Bewertungen eine Unterkunft gesucht und gebucht. 20 Minuten später hatte ich auch schon eine überschwängliche Mail von Stefano, unserem Gastgeber. So freundlich wurde noch nie auf meine Buchung reagiert.

Auf meine Frage ob ein Check In um 21:30 möglich ist sagte er: klar, kein Problem, ich bin ja da. Und wenn es unterwegs ein Problem gibt sagt bescheid, ich hole euch auch ab.

Zu Weihnachten gab es Grüße, zu Silvester auch und dann nochmal vor 2 Wochen.

Wir wohnen in seinem wunderschönen, toll sanierten, 100 Jahre alten Haus, 10 Meter vom Ufer.

Die Einrichtung und die Technik sind ein toller Mix aus Alt und ultramodern. Seine Tochter ist Architektin. Wenn wir mal bauen rufen wir an!

Stefano war früher Müller, hat die Mühle allerdings vor einigen Jahren verkauft und hat jetzt dieses Haus in dem es 3 Wohnungen für Gäste gibt (die dritte wird grad ausgebaut).

Mit Mehl arbeitet er immer noch gern, sieht man an den selbstgemachten Nudeln die in der Küche für die Gäste bereit stehen. Tomatensauce und einiges anderes gibt’s gleich dazu.

Läßt but not least hat Stefanos Cousin eine Schokoladen Fabrik. Die ist auch ziemlich genial. Warum wir das wissen? Na ratet mal 🙂

Und warum wir das alles wissen?

Nun, Stefano hat uns in seinen eigenen Räumen erstmal Piadinas gemacht und dazu Bier gereicht.

Tschüss Deutschland, wir bleiben.

Ob es hier wohl ne offene Eisdiele gibt? Ihr erfahrt es morgen!

There’s no place like home!

Wir sind wieder da!

Nach 2 langen Flügen („bumpy“ wie der Kapitän sagte) und einer sehr netten Abholung vom Hamburger Flughafen sind wir wieder da.

Uff! Was ne Weltreise. Emirates ist ja ganz nett, aber der Flughafen in Dubai kann mit dem in Singapur in keiner Weise mithalten und das Umsteigen, plus 2 lange Flüge, wird beim nächsten mal wohl durch nur einen sehr langen ersetzt.

Zeit für ein – sehr kurzes – Fazit:

Asien ist toll! Wir kommen wieder! Wer kommt mit?

Herzliche Menschen, ein respektvoller Umgang und ein beisammen sein verschiedener Kulturen und Religionen ist auf den ersten Blick eben doch möglich. Sicher nicht befreit von Problemen, aber eben möglich.

Asien ist wunderschön! Seien es Flora, Fauna, oder auch die Herzen der Menschen.

Asien ist aber auch dreckig. Unglaublich dreckig!

Umweltschutz, Mülltrennung, etc. Sind für uns zum Teil eine Selbstverständlichkeit, zum Teil aber auch sehr abstrakt – einfach weil unsere Umwelt vergleichsweise intakt ist und wir so aufgewachsen sind.

Brennende Müllberge am Straßenrand, verdreckte Gewässer und ständiger Abfall im Meer waren auf unserer Reise jedoch ständiger Begleiter. Irgendwo mal einen Mülleimer zu finden hat gedauert.

Insofern hat die Reise mehr als nur ein Auge geöffnet.

Schön das ihr „mit uns“ unterwegs wart!

Ursprünglich ist dieser Blog entstanden weil einfach zu viele Freunde sagten „schickt Bilder“ und wir einen einfachen Weg brauchten dies zu tun, ohne ständig nur am Handy zu hängen (entschuldigt meine teils knappen Antworten auf den anderen wegen).

Irgendwie hat das, und die Nachrichten zum Blog, dann aber viel mehr Spaß gemacht als angenommen.

Insofern: wer wissen will ob sich ein Wochenende am Lago Maggiore im Februar lohnt, oder ob das nicht ne richtig blöde Idee ist, erfährt meine Meinung hier ab dem 15.02. 🙂