Als ich mit Puschel zu unserer morgendlichen Runde wollte, regnete es ein wenig. Im Regen sind wir mit dem Kleinen bisher noch nicht raus, aber ich wollte auch nicht drinnen bleiben. Er wurde gerade unruhig und würde Maria wecken. Zum Glück hat die Trage ja eine Wetterabdeckung, also nichts wie raus in die Tropfen. So viele waren es dann auch nicht.
Puschel hat das ganze Super mitgemacht und ist nach einer Weile, wie üblich, selig eingeschlafen. Der Regen wurde später noch etwas stärker, aber das hat nur der Papa abbekommen.
Zurück in der Unterkunft gab es dann zum gemütlichen Frühstück einen lodernden Kamin und wird haben einfach nur viel entspannt. Zum Mittag sind wir dann 1 Stunde in ein Einkaufszentrum gefahren, weil wir Kleinigkeiten brauchten. Das ist der kleine Nachteil an unserem etwas abgeschiedenen Refugium – wenn du was brauchst, hast du es besser dabei.
Heute kam die Sonne heraus. Puschel war so wach und lebendig, dass die Morgenrunde tatsächlich im Kinderwagen stattfand. Auch eine Premiere.
Die Sonne soll man nutzen, also sind wir zum Bahnhof gelaufen und mit dem Zug nach Steeg gefahren und von dort aus den Ostuferweg zurück nach Obertraun gelaufen. Diesmal den Ganzen.
Die insgesamt 10 km vergingen wie im Flug und ja, der Weg ist tatsächlich einfach malerisch. Puschel hat wieder super mitgemacht und wir konnten noch mal so richtig schön genießen.
Wir sind zwar noch bis Dienstag hier und danach bis Freitag in Wertheim, aber ab morgen arbeite ich wieder, nur eben nicht von zu Hause (Termine im Werk und so). Es ist, für dieses Mal, also Zeit, bis bald zu sagen.
Wir sind glücklich, uns für den Trip nach Österreich entschieden zu haben. Die Unterkunft war super, die Gegend umwerfend schön und die Österreicher sind einfach ein angenehmes Volk. Vor allem für den Kleinen und die Mama überschlagen sich hier alle. Vielleicht ein Konzept, das sich auch in Deutschland irgendwann mal durchsetzen könnte.
Der Mittwoch war für uns mal ein sehr ruhiger Tag. Er begann mit ein wenig Regen und viel rumliegen und mit Puschel spielen.
Am Nachmittag sind wir dann einfach noch ein bisschen von Obertraun den Ostuferweg spazieren gewesen bis zum Bahnhof Hallstatt. Ganz witzige Geschichte: Der Bahnhof Hallstatt liegt Hallstatt gegenüber, auf der anderen Seite des Sees. Von da aus nimmt man dann einfach noch ein Boot.
Der Ostuferweg gilt als einer der schönsten Wanderwege im Salzkammergut. Wir vermuten der Teil den die meinen fängt nach dem Bahnhof an…
Der Donnerstag sollte dann wieder einen Berg und auch etwas Familie bereit halten.
Wir sind am Vormittag nach Ramsau aufgebrochen, in Richtung Dachstein Südwand. Dort angekommen (der letzte Teil der Straße hat ne eigene Maut von 20 €, kriegt man aber erstattet, wenn man die Seilbahn nutzt), haben wir uns Tickets für die Bergbahn geholt. Als wir zur Gondel wollten, wurden wir freundlich – und euphorisch – vom Personal gefragt, ob wir zum Balkon wollen. Hmmm.. Balkon. Joah, kann man machen, Gondel fährt erst in 5 Minuten und wenn die so euphorisch sind, dann ist da bestimmt ne gute Aussicht auf den Berg.
Ja, die Aussicht ist phantastisch! Nur eben anders… „Balkon“ bezeichnet in diesem Fall das Dach der Gondel. Da oben drauf sind ein paar dicke Gitter und dann stehst du da, während das Ding den Berg hochfährt. Großartige Aussicht, aber auch ganz schön gewöhnungsbedürftig… Hut festhalten :-). Puschel hat das wunderbar mitgemacht :-).
Oben angekommen haben wir uns erstmal orientiert und hinüber zum Krippenstein geschaut, auf dem wir ja vor ein paar Tagen waren (habt ihr es gemerkt? Diesmal haben wir den Kinderwagen nicht mitgenommen). Dann sind wir durch den Schnee am Gletscher gestapft und zu einer Hängebrücke, samt „Brücke ins nichts“ gegangen. Mir hat die Hängebrücke gereicht, Ria ist da etwas abenteuerlustiger. Unterwegs mussten wir immer mal wieder warten, ne Gruppe von 13 jährigen hat sich benommen wie ne Gruppe von 5 Jährigen.
Danach ging es in den Eispalast – hier wurde eine Höhle ins Eis gegraben und dort kleine Kunstwerke aus Eis ausgestellt. Kann man machen und ist eh ein Kombiticket mit der Brücke, aber so spannend ist es dann auch nicht. Dann lieber die richtigen Eishöhlen der Gegend.
Aber hey, Puschel hatte seine erste Hängebrücke und seine erste Höhle. Er hat zwar die ganze Zeit geschlafen, aber er war dabei.
Wir sind dann wieder zu Bergstation gewatschelt, denn da kam unsere Verabredung an. Rias Bruder Micha war auch gerade wieder in Österreich. Ihr erinnert euch vielleicht, wir hatten uns im Mai hier getroffen und sind inzwischen recht sicher uns dieses Jahr öfter im Ausland zu treffen, als zu Hause.
Ein recht gutes (Schweine-) Schnitzel und viel Kuscheln mit Onkel Micha für Puschel später, ging es wieder hinunter ins Tal. Für Ria und Micha wieder auf „Balkonien“, für Puschel und mich unten in der Bahn. Noch mehr Aufregung brauchte ich nicht.
Lustigerweise bekommen die Leute immer sehr spät mit das ich „da was im Beutel“ habe und ab ungefähr der Hälfte der Fahrt gab es ein großes Hallo seitens der anderen Mitfahrer für den Kleinen. Nicht wenige waren überzeugt das 10 Wochen schon fast zu spät ist um das Kind an Bergtouren zu gewöhnen und schwören außerdem das das Kind dann mindestens 100 Jahre alt wird. Kurz gesagt: ein kinderliebes Völkchen das sich einfach freut den Kleinen zu bemerken. Der Druck hat ihm bei der Talfahrt kurz zu schaffen gemacht, aber das war ganz schnell wieder vorbei.
Zurück in der Unterkunft sind wir dann alle recht schnell ins Bett gefallen und sitzen nun nach einem sehr späten Frühstück an der Tagesplanung. Es sieht nach ein wenig Wäsche, ein wenig schwimmen, ein wenig Shoppen und vielleicht heute Abend nach dem Kamin aus.
Ist derzeit die häufigste Frage die uns erreicht. Entweder weil ich vorher Links gesandt habe die nicht nach Ferienwohnung aussahen, oder weil ich gestern vielleicht etwas überstürzt ins Thema gesprungen bin.
Nun, wir sind im Dormio Resort in Obertraun, am Hallstätter See. Uns war, mangelnde Restaurant Erfahrung und so, eine eigene Küche wichtig, aber auch ein abgetrenntes Schlafzimmer, damit jeder auch mal einen Rückzugsort hat. Das wir nebenbei Kamin und Sauna direkt integriert haben ist natürlich ein netter Bonus :).
Gestern wollte Maria ja ins Schwimmbad und danach vielleicht noch in die Sauna. Nun, der Schalter für die Sauna ist unglaublich versteckt und sie hatte mir gar nicht gesagt das sie das Ding nicht angeschaltet hat und das Schwimmbad war auch ein Reinfall. 4 Kinder waren irgendwo zwischen Toben und Prügelei und die Erwachsene Begleitperson war nicht wirklich zu mehr als einem „jetzt hört doch mal auf“ im Stande. Dadurch war an entspanntes Schwimmen nicht zu denken und Fuchsi ziemlich genervt. Haben wir aber mit nem schönen Abendbrot wieder hinbekommen und nachher gehe ich vor um zu schauen ob „die Luft rein“ ist.
Heute morgen sind Puschel und ich wieder zum Bäcker gelaufen. Da es nachts geregnet hatte, war der Nebel höher als gestern und man konnte bis Hallstatt über den See sehen, sehr schönes Bild und alles noch recht friedlich.
Nach einem wirklich sehr ausgiebigen Frühstück (auch wenns heute „nur“ nen Butterzopf und keine Lebkuchen dazu gab), sind wir wieder in unsere Wanderschuhe gesprungen und die 5 KM um den See nach Hallstatt gewandert.
Hallstatt ist aus nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen bei Touristenmassen gerade aus Asien unglaublich beliebt und diese überlasten den Ort in der Saison Tag für Tag. Die etwa 800 Einwohner haben pro Jahr beinahe 20.000 Reisebusse zu verkraften. Man sagt es liegt am pittoresken und historischen Bild, aber eigentlich hat Hallstatt nichts, was St. Wolfgang nicht auch in schöner hätte (gut, auch da kann es gelegentlich recht voll werden). Vor ein paar Jahren hat der Ort also entschieden das Busse mindestens 2 Stunden bleiben müssen – so vermeidet man das ganze Busladungen nur von einem Ende ans andere Latschen, 15 Minuten alles überlasten, wieder weg sind und kein Geld da lassen – gleichzeitig aber nicht mehr als 58 Busse pro Tag kommen können. Man muss sich also anmelden, 80 € pro Bus an die Gemeinde zahlen und zumindest für nen Kaffee reichen tut die Zeit allemal. Ganz schön clever.
Leider hat das jedoch nicht dazu geführt das es lauter hochwertige Restaurants geben würde, die auch im Oktober noch offen haben. Eher stolpert man von Touristenfalle zu Touristenfalle. Wir zum Beispiel saßen in einem Café das mal ein Gemischtwarenladen war, später bestimmt ein großartiges Café und jetzt fertig Krempel anbietet den man in Neukölln beim Späti besser (und mit mehr Freundlichkeit) kriegen würden. Aber gut, Essen im Urlaub war ja noch nie so unser Ding.
Maria hat dann am Imbiss gegenüber noch ein paar wirklich leckere Pommes bekommen – der Rest sah da auch ganz gut aus. Wenn ihr also mal in Hallstatt seid: Der Imbiss zwischen Christuskirche und Anlegestelle „Markt“ ist echt lecker.
Fun fact am Rande: an den Eingängen zum Ort gibt es Hinweisschilder zum gewünschten Verhalten der Touristen. Neben dem üblichen wie Müll und Lärm, wird auch darum gebeten nicht unaufgefordert Privathäuser zu betreten. Menschen…
Zurück nach Obertraun ging es dann mit dem Schiff. Neue Perspektiven, genug gelaufen für 2 Tage und außerdem begann es zu regnen.
Nach einem Mittagsnickerchen sind Puschel und Maria gerade spazieren. Ich suche mir gleich meine Badesachen und habe für heute Abend den Kamin vorbereitet. Das Leben könnte schlimmer sein.
Schon bevor Puschel da war stand die Frage im Raum: wo fahren wir als erstes mit ihm hin? Und wann?
Lui sagte dazu mal: Lasst euch einfach Zeit bis es sich richtig anfühlt und dann bucht was, findet sich schon alles. Ja, da hatte sie recht. Danke Lui!
Ich bin ja normalerweise mehr so der „in anderthalb Jahren ist Urlaub, wir sollten jetzt aber wirklich langsam was buchen“ Typ, aber derzeit ist alles ein wenig „anders“ und wir mussten erst sehen wen wir da bekommen und auch selbst erstmal mit ihm ankommen. Sind wir noch nicht so ganz, aber gleichzeitig mussten wir auch einfach mal raus.
Da ich nur eine Woche Urlaub habe und wir mit einem beinahe 10 Wochen alten Kind auch keine weiten Strecken fahren wollten, lag das deutsche Mittelgebirge sehr nahe (oder ähnliches), aber als wir uns vor etwa 14 Tagen entschlossen haben es tatsächlich zu wagen in den Urlaub zu fahren, da waren einfach keine Angebote zu finden die ihr Geld wert gewesen wären und unseren, gefühlten, derzeitigen Bedürfnissen gerecht werden würden. Man könnte auch sagen: die Angebote waren schlecht und teuer.
Die Lösung: dann fahren wir eben doch weiter. Auf nach Österreich.
Gleichzeitig bot das wieder die Möglichkeit bei guten Freunden in Mistelgau zu halten, Zeit mit Ihnen zu verbringen (wie immer zu wenig) und Ihnen den kleinen Zwerg vorzustellen. Das Wetter belohnte uns am Sonntag morgen dann noch mit wundervollem Sonnenschein bei einer kleinen Wanderung den Hausberg hoch, bevor es weiter an unser eigentliches Ziel Obertraun in Österreich ging.
Puschel hat die Fahrt wunderbar mitgemacht und die Stillpausen waren auch merklich kürzer als sie noch vor 3 Wochen gewesen wären. Nur im Auto wickeln ist manchmal echt eng :-).
Gestern Abend kamen wir also in unserer Ferienwohnung an, haben das nötigste Ausgepackt und sind sehr früh ins Bett gefallen.
Damit Maria noch etwas schlafen kann sind Puschel und ich heute morgen los gestiefelt um beim lokalen Bäcker Brötchen zu holen. Süßer kleiner Ort, alles lag noch in einem wunderschönen Nebel und um 7:00 Uhr waren auch erst etwa 20 Asiatische Touristen aus ihrem Bus gefallen (ich vermute die wollten zu einer der Höhlen der Gegend und waren einfach zu früh da). Kurz vorm Bäcker habe ich festgestellt das Puschel an einem Fuß nur noch seine Socke und nicht mehr sein wärmendes Schühchen trägt. Also ging es (Bepackt mit leckeren Brötchen und Lebkuchen) auf dem selben Weg zurück, vorbei am Bahnhof, hinunter zum See und immer dort entlang – und nicht wie geplant bei den Kühen auf dem Rundweg vorbei. Das Schühchen haben wir dabei leider nicht gefunden, dafür aber einen sehr schönen Blick auf den See erhascht. Zurück in der Unterkunft konnten wir dann fröhlich Mami wecken und auch das Schühchen finden. Was man gar nicht angezogen hat, kann man nämlich auch nicht wirklich verlieren.
Das Wetter zeigte sich heute von seiner besten Seite und der Wetterbericht ist recht unstet. Anstatt alle 5 gerade sein zu lassen haben wir uns also entschieden zur 40 Minuten entfernten Seilbahn zu wandern (merke: starte beim nächsten mal Komoot und lass dir nur asphaltierte Wege und unter 25 % Steigung anzeigen wenn du mit dem Kinderwagen unterwegs bist) und zum Krippenstein hoch zu fahren.
Die Seilbahn ist hier in 3 Abschnitte geteilt und wir wollten an das Ende des 2.. Während beim ersten noch alle mitreisenden in der Gondel ganz verzaubert von unserem kleinen Puschel waren, so herrschte im 2. Teil dann eher betretenes Schweigen, das Kind hatte entschieden sich vorzustellen. Laut, deutlich und ausdauernd.
Also eigentlich hatte er einfach nur Hunger. Hatten wir irgendwie auch und so haben wir bei der Bergstation erstmal alle 3 was zu essen bekommen. Das Restaurant da oben kann man tatsächlich empfehlen, ist bei Bergstationen ja nicht unbedingt immer so.
Netter Nebeneffekt auf den mich Maria später hinwies: wir waren tatsächlich das erste mal zu dritt im Restaurant.
Das eigentliche Highlight am Krippenstein (neben den unterschiedlichen Höhlen die wir erstmal nicht mit Kleinkind machen möchten), sind die 5 Finger. Eine Aussichtsplattform auf 5 Glieder aufgeteilt mit herrlichem Blick über Obertraun, Hallstatt und noch viel weiter. Auch den Schaffberg, auf dem wir ja im Mai erst waren, konnten wir von dort sehen. Einfach ein toller Ausblick und viel frische Luft. Nur die Sache mit dem Kinderwagen und den Wegen.. am lustigsten waren die Momente wo der Wagen wieder an irgend nem Stein hängen blieb und nen ordentlichen Ruck in 40 Grad Winkel brauchte um weiterzukommen. Nein Leute, da ist kein Kind drin.. das Trage ich in ner Trage am Bauch. Ja, das ist ein Kind. Nein, ich bin nicht komisch fett :-).
Zurück an der Talstation gab es Kaffee, Kuchen und wieder ne Stillpause (das 2. mal im Restaurant, wenn man es so nennen will) und ab zurück ins Tal, noch ein wenig Nahrungsmittel kaufen.
Nun sind wir zurück in unserer Unterkunft, das Kind pupst fröhlich vor sich hin und Maria wird gleich in die Schwimmhalle gehen. Die Sauna schalten wir auch gleich an, vom ständigen kinddurchdiegegendgeschleppe hat sie nen ordentlichen Muskelkater.
Dienstag, 12:30 Uhr (deutscher Zeit), nicht weit von Dublin
Die Nacht war interessant… morgens um 3:00 Uhr kam Hund Chewy und bellte mich ein wenig an. Erst habe ich das ganz gut ignorieren können, aber irgendwann wollte ich dann doch schlafen und bin aufgestanden und habe ihn in den Garten gelassen. Wird sicher nur kurz pinkeln und dann schnell wieder rein kommen, immerhin regnet es in Strömen.
Ja, äh, nein… sah er nicht so. Eher ist er tiefer in den Garten und damit außer Sicht gerannt. Uff.. also Klamotten anziehen, Lampe mitnehmen, Hund suchen. Hoffentlich wird er nicht gleich von nem Koyoten gefressen – oder ich.
Ein paar Minuten später waren wir dann wieder drin und ich konnte weiter schlafen. Bis 4:25 Uhr, da ging es wieder los. Diesmal habe ich einfach nur meine Tür zu gemacht. Irgendwann hat ihn wohl wer in der oberen Etage gehört und Megan hat ihn dann nochmal raus gelassen. Hat aber alles nicht geholfen, er hat später auf den Teppich gekackt. Hatte sich wohl den Magen verstimmt. Armer kleiner.
Der Rest des Tages bestand aus vielen Gesprächen und viel Lachen in der Küche und einem kleinen Abstecher zu nem Markt für Farm Bedarf, danach ging es allmählich zum Flughafen.
Im Flieger hatte ich den selben Platz gebucht, der neben mir blieb diesmal tatsächlich leer. Jackpot… dachte ich.
Auf der anderen Seite des Fliegers, ein paar Reihen weiter vorne, hustete eine Frau sich 30 Minuten lang halb zu Tode, irgendwann tauchte ihr Sitznachbar dann bei mir auf. Kann ich ganz gut verstehen und – im Gegensatz zu der Dame auf dem Hinflug – ist er total nett und achtet sehr darauf das wir uns in Ruhe lassen.
Irgendwann wurden die Fenster wieder Dunkel, die Lichter gedimmt und im Prinzip alle sind eingeschlafen.
Aber eben nicht alle. Ein kleines Mädchen mochte den ganzen Zirkus überhaupt nicht und war der Meinung es reiche jetzt langsam und sie möchte gehen. Die nächste halbe Stunde verbrachte sie damit ihrer Mutter dies in schillerndsten Tönen vor zu schreien. Irgendwann ging die Mutter mit ihr weiter nach vorne Richtung Business Class, aber von da kamen sie dann recht schnell wieder zurück und gingen nach hinten, in die Galley. Wo war mein Platz nochmal? Richtig, ganz hinten :-).
Naja, irgendwann war auch ihre Kraft erschöpft und wir haben alle noch ein Nickerchen gemacht.
Eben gab es Frühstück und in ein paar Minuten sollte der Landeanflug auf London beginnen.
Das war mal ein etwas anderer Wochenendtrip. Schön das ihr auch hier dabei wart.
So könnte man das nennen. Oder die kiffen hier einfach zu viel… Machen sie angeblich nicht mehr so oft, aber sicher bin ich mir da nicht.
Die Brauerei hatte tatsächlich leckeres Bier und wir saßen mit Pizza draußen, bis sie zu gemacht hat, um dann im Haus noch etwas weiter zu quasseln und um Mitternacht auf Elainas Geburtstag anzustoßen.
Nach einer recht entspannten Nacht bin ich gegen 06:30 mit einem Hund auf der Brust aufgewacht und habe mich etwas abschlecken lassen. Die Katze wäre mir natürlich lieber gewesen, aber Hund Chewy ist auch ganz süß.
Das wir Deutschen unsere Eigenheiten haben, habe ich schon als Austauschschüler im Jahr 2000 gelernt. Wenn wir 17:00 Uhr irgendwo sein mussten, dann ist vor 17:10 sowieso kein Mensch los gefahren.
Heute treiben wir das ein wenig auf die Spitze. Irgendwer geht seit 7:00 Uhr immer mal wieder für ein Nickerchen ins Bett und wir reden inzwischen seit 5 Stunden über Frühstücksoptionen. Jetzt sind fast alle am Tisch und ich glaube wir könnten irgendwann wirklich los fahren (ich habe mir zwischendrin 2 Toasts genommen). Es bleibt spannend, ist aber auch irgendwie entspannend.
Oh, während ich gerade schreibe wird diskutiert ob die Hunde so lange komplett alleine gelassen werden. Normalerweise ist immer irgend jemand hier.
Ich habe um 10:00 Uhr das erste mal überlegt darüber zu schreiben. Mal gucken wann wir was entscheiden (also tatsächlich und es wirklich auch machen). Wenn ich wirklich Hunger hätte könnte ich einfach an den Kühlschrank, aber so ist das irgendwie auch spannend…
Sonntag, 17:00 Uhr, Snoqualmie
Um 13:42 sind wir dann tatsächlich los gefahren und es ging zum Golf Club ins Restaurant.
Eingebettet in saftig Grüne Berge und sehr natürlich angelegt, ist das allerdings kein Edel Schuppen wie man ihn vielleicht aus dem Fernsehen kennt, sondern einfach ein Ort an dem ganz normale Leute Golf spielen – und eben auch was essen. War nett, aber auch nichts was man empfehlen müsste.
Was an dieser ganzen Entschleunigung wirklich schön ist, ist die Zeit die wir in aller Ruhe und mit viel Lachen zusammen verbringen – wir haben uns immerhin fast 4 Jahre nicht gesehen.
Megan musste danach noch etwas in ihr Klassenzimmer bringen (sie ist Lehrerin) und ich habe in der Zeit das Problem mit ihrer interaktiven Tafel gefunden.
Danach hat die Familie ein kollektives Nickerchen gemacht und ich habe mit der Katze gespielt. Der Plan ist in 5 Minuten los zu fahren und bei Megan’s Freund Joey Tischtennis zu spielen (ich glaube der putzt, seit er heute mittag hörte das wir kommen wollen), also werde ich in etwa 15 Minuten mal schauen ob irgendwer schon so richtig Hosen anhat oder so.
Sonntag, 22:45 Uhr Snoqualmie
Hatte natürlich keiner, aber lange hat es dann nicht mehr gedauert. Bewaffnet mit Bier und Kuchen (vielleicht auch einer Waffe, so genau weiß man das hier immer nicht), sind wir dann ein paar Orte weiter nach Issaquah gefahren und haben Joey besucht. Cooler Typ!
Er hatte Käseplatten für uns vorbereitet und nach viel Gelächter und Oldies im Radio sind wir nach draußen in den Nieselregen gegangen und haben Tischtennis und Boccia gespielt. Soooo ernst werden die Regeln zum Thema Alkohol in der Öffentlichkeit hier nicht mehr genommen, das kenne ich noch anders. So lange es nicht zu offensichtlich und mitten auf der Straße passiert, ist es hier oben wohl ok.
Jetzt ist es für mich Zeit ins Bett zu huschen und mich nochmal gut auszuschlafen, bevor morgen am Abend der Flug heim geht. Ich glaube wir werden auch morgen einfach nur ganz entspannt den Tag verbringen und viel quatschen.
Wie viele von euch wissen war ich als 16 jähriger für ein Jahr in Kalifornien und habe nicht nur ne tolle Zeit gehabt, sondern auch ganz wundervolle Menschen kennengelernt – weniger eine Gastfamilie, mehr einfach einen Teil meiner Familie den ich noch nicht kannte.
Diese besteht aus den Eltern Noel und Elaina, sowie meinen „Geschwistern“ Megan und Adam. Megan haben einige von euch bei unserer Hochzeit kennengelernt.
Hier jetzt ins Detail zu gehen wie Megan und ich uns das Leben zur Hölle gemacht haben und wie ich mit Adam die Nächte im immer selben Café, mit den immer selben Leuten, im Kunst Distrik von Fresno verbracht habe, würde jetzt hier etwas den Rahmen sprengen. Ist ja auch ein Reiseblog.
Vor ein paar Jahren ist die ganze Bande in die Nähe von Seattle gezogen und hat sich zusammen ein altes, ein wenig baufälliges, Altersheim gekauft. Im Prinzip am Rand des süßen kleinen Ortes Snoqualmie, fast schon mitten im Wald.
Und wie ihr euch inzwischen Denken könnt, bin ich gerade auf dem Weg dahin.
Umständehalber leider alleine, aber der nächste gemeinsame Besuch kommt ganz bestimmt.
Warum ich so kurz vor dem Stichtag nochmal weg fliege und wie lange ich eigentlich bleibe? Elaina hat am Sonntag Geburtstag – den 70. – und wir fanden es eine schöne Idee sie zu überraschen.
So weiß also nur Megan das ich komme – und holt mich hoffentlich später am Flughafen ab.
Sie weiß nur das Maria nicht mitkommt weil wir, wie immer, zu viel um die Ohren haben. Den wahren Grund gibts dann morgen in einer kleinen Videokonferenz :-). Und dann versteht sie sicher auch warum ich bereits am Montag wieder nach Berlin fliege.
Der Wecker klingelte heute morgen etwas zu früh und so bin ich, noch ein wenig müde, um 08:08 Uhr in den Schienenersatzverkehr in Borgsdorf gestiegen. Etwas über eine Stunde später am Flughafen angekommen habe ich festgestellt: Das Ding ist inzwischen voller, aber noch immer hässlich und Dysfunktional.
Der Online Check In wollte nicht so richtig, der Schalter war vollkommen überfüllt und so ging es etwas ans Warten. Aber ich hatte Glück und nach 30 Minuten Wartezeit (etwa 1/3 der Passagiere vor mir war inzwischen durch) ging dann der Online Check In doch. Ich musste nur, weil USA Flug, in London nochmal einen British Airways Mitarbeiter suchen um meinen Pass kontrollieren zu lassen. War ne etwas vage Formulierung und ich war gespannt, aber hey, wenigstens nicht eine weitere Stunde anstehen um einzuchecken – Gepäck habe ich eh nicht dabei.
Pünktlich ging es um 12:20 Uhr los nach London und bis auf den Punkt das ich inmitten einer Horde 14 jähriger Amerikaner auf Europatournee saß ,war der Flug auch sehr entspannt.
In London angekommen bin ich im Prinzip gleich nach dem Aussteigen über einen Service Schalter gestolpert und konnte meinen Pass prüfen lassen. Also auf zum nächsten Gate und ab über den Teich.
Ich hatte bei der Wahl der Flüge die Möglichkeit mit KLM über Amsterdam, oder eben über London mit BA zu fliegen. Die Entscheidung für BA viel aufgrund des eingesetzten Boeing 787-9 Dreamliner. Die Kabinenluft wird hier nicht von den Turbinen gezapft, die Luftfeuchte ist bedeutend besser und der Luftdruck ebenso. Alles Dinge die den Flug angenehmer machen sollen und es, meiner Erfahrung nach, auch wirklich tun.
Ich sitze jetzt „ganz hinten links“. Da wird das Flugzeug nämlich etwas enger und sie kriegen nur 2 statt 3 Sitze rein gequetscht. Dafür hat einer der Sitze aber super viel Platz neben sich. Sehr praktisch und angenehm.
So, ich muss mal meinen Film weiter schauen.
Sonntag, 0:30 Uhr, hoch über Alberta
Huch, ich hab tatsächlich etwas geschlafen… also so etwa 4 Stunden…
Eigentlich kann ich in Flugzeugen nicht schlafen, aber der Platz und der Flieger waren wohl die richtige Wahl. Nur die Sitznachbarin nicht, die ist immer mal wieder etwas Rücksichtslos, aber die habe ich mir ja auch nicht ausgewählt.
Der Dreamliner hat größere Fenster als andere Flugzeuge und außerdem keine von den üblichen manuellen Blenden. Die Fenster werden stufenweise elektronisch abgedunkelt und behalten dabei ein wenig Transparenz, sehr angenehm.
Irgendwann im Laufe des Fluges werden normalerweise zentral alle Fenster abgedunkelt (man kann das selbst überschreiben, macht aber selten jemand auf Dauer), und in der Kabine die Lichter stark gedimmt. So entsteht ein künstlicher Nachtflug (meiner hier hätte sonst die ganze Zeit Sonne gehabt) und die Passagiere können besser schlafen. Coole Idee.
Meine Zeitangaben beruhten bisher auf Berlin. Wir landen in etwa 1 Stunde und dann werde ich zu lokaler Zeit übergehen.
Und in etwa 45 Minuten müsste vor meinem Fenster Mt. Rainer auftauchen, der Grund warum ich die linke Seite gewählt habe. Hat sich aber auch so schon gelohnt, die Küste Grönlands war ein fantastischer Ausblick.
Samstag, 19:10 Uhr, im Wald bei Snoqualmie
Ihr seht, ich mache eine kleine Zeitreise.
Mt. Rainier hat sich leider in den Wolken versteckt, aber auch so war der Landeanflug auf Seattle wieder einmal wunderschön.
Die Einreise ging recht schnell und nach einigem Hin und Her habe ich dann auch zu Megan gefunden, die mich abgeholt hat. Eigentlich sollte Noel dabei sein, aber im Auto hat sich Elaina versteckt und mich erschreckt. Eigentlich sollte es ja eine Überraschung sein, aber nachdem Elaina sich vor 3 Tagen in den Kopf gesetzt hat zu ihrem Geburtstag weg zu fahren, hat Megan uns verraten müssen.
Ein großes Hallo und kurze Autofahrt später machen wir uns jetzt fertig um ins lokale Brauhaus zu gehen. Yeehaw!
Es ist tatsächlich erst Mittag und ich werde den Post hier etwas später beenden, aber der Moment passt.
Ich sitze auf einer unserer Terrassen und schaue in das Grün der umliegenden Berge. Irgendwo kräht ein Hahn, die Vögel zwitschern, es weht ein angenehmer Wind und vor mir flattert ein Zitronenfalter entlang. Ihr merkt, ich mag es hier und ein wenig bleiben wäre noch schön.
Andererseits bin ich seit heute morgen etwas unruhig und freue mich sehr auf Fuchsi und zu Hause.
Wir wandeln, nach einem tollen Frühstück (danke Ray) und dem morgendlichen Sprung in den Pool, etwas durchs Haus, packen, räumen auf und genießen noch etwas, bevor Marco um 13:00 Uhr kommt um die Übergabe zu erledigen und den Strom abzurechnen (der Whirpool…).
Ich bleibe dabei, das Haus ist ein kleines Paradies. Die Betten sind nicht die bequemsten und Kinder sollten schwimmen und Treppen sicher alleine laufen können (sehr sicher), auch die Küche ist alt und unpraktisch. Aber all das macht eben auch den Charme, hier oben auf dem Berg, aus und ich stelle mir vor wie eine Familie (oder 2) den Urlaub hier verbringen und zum Mittag die Glocke an der Terrasse geläutet wird.
Villa Rosi, ich glaube ich komme wieder.
Während ihr den oberen Teil gelesen habt, haben wir das Haus übergeben und sind etwas mehr als 2 Stunden zum Flughafen gefahren. Ganz ehrlich: Gott sei Dank. Die Rate an Verkehrstoten in Italien ist etwa anderthalb mal so hoch wie die deutsche und nach 3 Tagen weiß ich mal wieder warum.
Sizilien ist, vom Verkehr mal abgesehen, eine wunderschöne Insel. Alle Arten von Grün lachen einen an und selbst die Flughafen Pizza, die ich grad kaufe, ist ziemlich lecker. Da die Wege allerdings bedeutend weiter sind und die Infrastruktur marode, kann sie Mallorca nicht schlagen.
Um 18 Uhr kommt unser Flieger und wir verabschieden uns hier um privat die letzten Männer Witze zu reißen.
Okay, eigentlich war das nur der erste Wecker und wir sind um 6:00 Uhr aufgestanden.
Ray hat mir gestern tatsächlich nichts mehr zu essen gemacht und ich musste mich selbst versorgen.. könnt ihr euch das vorstellen? Hat funktioniert, geil wars aber nicht…
Heute morgen ging es natürlich zuerst kurz in den Pool und dann haben wir uns ein schnelles Frühstück gemacht – der Treffpunkt zu unserer Ätna Tour war 2 Stunden entfernt und wir wollten um 9 da sein.
Am Treffpunkt haben wir mit 4 anderen einen roten Landrover Defender bestiegen – für uns ging es hinten rein – ganz schön eng, aber Abenteuer sollen ja auch nicht immer unbedingt bequem sein :-). Auf ging es den Berg hoch – bis auf ungefähr 1500 Meter.
Der Ätna selbst ist etwa 3300 Meter hoch und wir haben also den Gipel nicht gesehen, dafür auf unserer Tour aber mehrere Calderen – der Vulkan ist eigentlich immer irgendwie aktiv und bildet bei jedem Ausbruch neue, was ihn im ganzen weniger gefährlich macht als einen stillen Vulkan der heftiger Ausbricht.
Der Vulkan ist seit 3 Tagen aktiver und es gibt kleinere Ausbrüche und Lavaströme an der Spitze. Wir wurden also von einer, sich stetig wechselnden, Rauchsäule begrüßt – was für uns den ganzen Tag ein immer neues Spektakel war.
Angefangen haben wir an der Lavagrenze eines alten Ausbruchs und dort wirklich toll erklärt bekommen wie Vulkane im allgemeinen und der Ätna im besonderen funktionieren. Auch allgemein war unser Guide (und Fahrer des Defender) Salvo ziemlich gut und wir fühlten uns wohl – bis auf das eingepfercht sein.
Von dort ging es weiter auf eine weite Ebene über alte Lavaströme und von Vulkanasche bedeckte Felder. Man stellt sich das immer wie Asche aus dem Ofen, oder von einem Brand vor, aber eigentlich ist das meiste ein feines Granulat – sehr spannend.
Die Wanderung führte über 3 alte Calderen und bot spektakuläre Aussichten – über unseren ständig neu aufgetragenen Sonnenschutz waren wir allerdings auch sehr froh. Sau gutes Wetter und absolut kein Schatten können eine sau blöde Mischung sein.
Weiter ging es in eine Lava Höhle. Diese entstehen wenn die obere Lavaschicht bereits erkaltet und „stehen geblieben“ ist, es aber darunter noch aktive Lavaströme gibt und wurden 400 Jahre lang zur Eisproduktion benutzt. Lava kann zu Basalt werden und isoliert unheimlich gut.
Zum Mittag ging es in ein Restaurant am Berg und es gab ein wenig was zu essen. Nicht großartig, aber ganz nett. Von dort ging es über kleine Dörfer und entlang unendlicher Weinreben an den Hügeln der umliegenden Dörfer vorbei. Der letzte Punkt auf der Tour sollte ein Besuch der Alcantara Schlucht sein, wo ein Fluss sich durch den Basalt geschmirgelt und eine tolle Oberfläche hinterlassen hat – fast ein wenig „anderweltlich“. Der Stop führte allerdings zu einem weit höher gelegenen Punkt, an dem man zwar einen Wasserfall bewundern konnte (oder ne Stromschnelle), aber nicht ins Wasser springen oder ähnliches – Schade eigentlich.
Von da aus ging es zurück zum Ausgangspunkt und wir sind zurück ins Haus gefahren.
Ein wundervoller Ausflug, aber die halbtagsvariante wäre die bessere Wahl gewesen.
Jetzt schauen wir das Pokal Finale, machen ein paar Burger auf dem Grill, und werden uns sicher im Pool noch den Staub des Tages abwaschen (der Whirpool ist auch schon warm).
Gestern um 12:50 Uhr ging von Berlin ein Flieger nach Sizilien, der diese Namen trug: Basti, Chris, Ray und Peter.
Blog Männer Edition also.
Was als Korfu im April stattfinden sollte, war ein Trip an den Stiefel im Mai geworden und wir waren gespannt was uns erwartet.
Zuerst, ihr kennt es, der Mietwagen. Mit nur etwas mehr als 15 Minuten Wartezeit war ich dran und niemand versuchte uns eine Versicherung aufzuschwatzen. Stattdessen gab es, vom gebuchten Peugeot 208, ein Upgrade auf einen Cupra Formentor. Dezent debiles Lächeln meinerseits.
Die nächsten 20 Minuten (plus minus…) war es etwas ruckelig und ich musste mich an die, doch giftige, Abstimmung gewöhnen. Aber danach genossen wir vor allem die gute Federung auf den löchrigen Straßen.
Die Fahrt zur Unterkunft sollte 2,5 Stunden dauern (so lange wie der Flug) und wurde durch einen kurzen Stop im Gassengewirr von Messina dezent verlängert.
Rechtzeitig zum Anpfiff der Relegation erreichten wir die Villa Rosi in den Bergen der nördlichen Küste und wurden von Gastgeber Marco sehr herzlich in unserem Ferienhaus empfangen.
Das Haus ist tatsächlich das Ferienhaus der Familie und man spürt diese Nutzung an jeder Ecke.
Die Einrichtung aus den 60ern ist zwar nicht jedermanns Geschmack, passt aber einfach und ist zu großen Teilen in Schuss. Das Haus ist auf maximal 16 Personen ausgelegt und uns stehen tatsächlich alle 5 Zimmer, 4 Bäder, Küche, riesiges Wohnzimmer und 3 verschiedene Terrassen zur Verfügung.
Wenn man sich irgendwann mal orientiert hat, findet man Kicker, Tischtennisplatte, Whirlpool und Pool – mit fantastischem Blick auf die Thyrrhenische See und Liparische Inseln. Bei gutem Wetter sehen wir 4 Vulkane, inklusive des Stromboli.
Koch Ray hat uns mit einer Bolognese versorgt und irgendwann in der Nacht hat jeder sich in sein Zimmer zurück gezogen.
Früh am Morgen bin ich dann erstmal in den Pool gehopst. So langsam gewöhnt man sich daran.
Die anderen folgten und nicht viel später saßen wir in der Sonne und genossen einfach nur. Nach etwa 10 Minuten merkte ich, dass mein Shirt über die Plautze gerutscht war und ich nen Sonnenbrand hatte. That’s a first. 08:56 Uhr.
Maria kennt ihren kleinen Tollpatsch und hatte mir alles nötige eingepackt, der zarten Wanne geht’s also ganz gut.
Koch Ray zauberte uns ein tolles Frühstück und ein Anruf bei einem Freund in Berlin brachte die Kaffeemaschine in Gang (so n Mocka Ding für den Herd, hatte ich noch nie benutzt und wollte nen Kaffee bevor die anderen unten waren).
Bis zum Mittag hieß es: rein in den Pool, raus aus dem Pool und so weiter :).
Wir sind dann runter an den menschenleeren Strand gefahren (ist noch keine Saison) und waren im glasklaren Mittelmeer planschen und haben uns treiben lassen.
Einen Einkauf später (keine Kontaktlinsen Flüssigkeit in 3 Supermärkten – die meinten sowas gäbe es in der Apotheke, die meinte beim Optiker, der hatte zu), waren wir wieder zurück im Haus und fochten um Kicker und Tischtennis Rangfolge. Ray Tischtennis, Basti Kicker. Das folgende 2 gegen 2 Wasserballmatch musste unterbrochen werden, der Ball ist den Berg runter gerollt, aber Ray duckt sich am liebsten wenn ich werfe und Chris verzieht immer das Gesicht wenn ich ihn treffe.
Ich spring jetzt mal rein, da drinnen läuft wieder Fußball und vielleicht macht Ray wieder was zu essen.
Morgen geht es auf den Ätna, mal gucken wer von uns zuerst bibbert.