Es ist tatsächlich erst Mittag und ich werde den Post hier etwas später beenden, aber der Moment passt.
Ich sitze auf einer unserer Terrassen und schaue in das Grün der umliegenden Berge. Irgendwo kräht ein Hahn, die Vögel zwitschern, es weht ein angenehmer Wind und vor mir flattert ein Zitronenfalter entlang. Ihr merkt, ich mag es hier und ein wenig bleiben wäre noch schön.
Andererseits bin ich seit heute morgen etwas unruhig und freue mich sehr auf Fuchsi und zu Hause.
Wir wandeln, nach einem tollen Frühstück (danke Ray) und dem morgendlichen Sprung in den Pool, etwas durchs Haus, packen, räumen auf und genießen noch etwas, bevor Marco um 13:00 Uhr kommt um die Übergabe zu erledigen und den Strom abzurechnen (der Whirpool…).
Ich bleibe dabei, das Haus ist ein kleines Paradies. Die Betten sind nicht die bequemsten und Kinder sollten schwimmen und Treppen sicher alleine laufen können (sehr sicher), auch die Küche ist alt und unpraktisch. Aber all das macht eben auch den Charme, hier oben auf dem Berg, aus und ich stelle mir vor wie eine Familie (oder 2) den Urlaub hier verbringen und zum Mittag die Glocke an der Terrasse geläutet wird.
Villa Rosi, ich glaube ich komme wieder.
Während ihr den oberen Teil gelesen habt, haben wir das Haus übergeben und sind etwas mehr als 2 Stunden zum Flughafen gefahren. Ganz ehrlich: Gott sei Dank. Die Rate an Verkehrstoten in Italien ist etwa anderthalb mal so hoch wie die deutsche und nach 3 Tagen weiß ich mal wieder warum.
Sizilien ist, vom Verkehr mal abgesehen, eine wunderschöne Insel. Alle Arten von Grün lachen einen an und selbst die Flughafen Pizza, die ich grad kaufe, ist ziemlich lecker. Da die Wege allerdings bedeutend weiter sind und die Infrastruktur marode, kann sie Mallorca nicht schlagen.
Um 18 Uhr kommt unser Flieger und wir verabschieden uns hier um privat die letzten Männer Witze zu reißen.
Okay, eigentlich war das nur der erste Wecker und wir sind um 6:00 Uhr aufgestanden.
Ray hat mir gestern tatsächlich nichts mehr zu essen gemacht und ich musste mich selbst versorgen.. könnt ihr euch das vorstellen? Hat funktioniert, geil wars aber nicht…
Heute morgen ging es natürlich zuerst kurz in den Pool und dann haben wir uns ein schnelles Frühstück gemacht – der Treffpunkt zu unserer Ätna Tour war 2 Stunden entfernt und wir wollten um 9 da sein.
Am Treffpunkt haben wir mit 4 anderen einen roten Landrover Defender bestiegen – für uns ging es hinten rein – ganz schön eng, aber Abenteuer sollen ja auch nicht immer unbedingt bequem sein :-). Auf ging es den Berg hoch – bis auf ungefähr 1500 Meter.
Der Ätna selbst ist etwa 3300 Meter hoch und wir haben also den Gipel nicht gesehen, dafür auf unserer Tour aber mehrere Calderen – der Vulkan ist eigentlich immer irgendwie aktiv und bildet bei jedem Ausbruch neue, was ihn im ganzen weniger gefährlich macht als einen stillen Vulkan der heftiger Ausbricht.
Der Vulkan ist seit 3 Tagen aktiver und es gibt kleinere Ausbrüche und Lavaströme an der Spitze. Wir wurden also von einer, sich stetig wechselnden, Rauchsäule begrüßt – was für uns den ganzen Tag ein immer neues Spektakel war.
Angefangen haben wir an der Lavagrenze eines alten Ausbruchs und dort wirklich toll erklärt bekommen wie Vulkane im allgemeinen und der Ätna im besonderen funktionieren. Auch allgemein war unser Guide (und Fahrer des Defender) Salvo ziemlich gut und wir fühlten uns wohl – bis auf das eingepfercht sein.
Von dort ging es weiter auf eine weite Ebene über alte Lavaströme und von Vulkanasche bedeckte Felder. Man stellt sich das immer wie Asche aus dem Ofen, oder von einem Brand vor, aber eigentlich ist das meiste ein feines Granulat – sehr spannend.
Die Wanderung führte über 3 alte Calderen und bot spektakuläre Aussichten – über unseren ständig neu aufgetragenen Sonnenschutz waren wir allerdings auch sehr froh. Sau gutes Wetter und absolut kein Schatten können eine sau blöde Mischung sein.
Weiter ging es in eine Lava Höhle. Diese entstehen wenn die obere Lavaschicht bereits erkaltet und „stehen geblieben“ ist, es aber darunter noch aktive Lavaströme gibt und wurden 400 Jahre lang zur Eisproduktion benutzt. Lava kann zu Basalt werden und isoliert unheimlich gut.
Zum Mittag ging es in ein Restaurant am Berg und es gab ein wenig was zu essen. Nicht großartig, aber ganz nett. Von dort ging es über kleine Dörfer und entlang unendlicher Weinreben an den Hügeln der umliegenden Dörfer vorbei. Der letzte Punkt auf der Tour sollte ein Besuch der Alcantara Schlucht sein, wo ein Fluss sich durch den Basalt geschmirgelt und eine tolle Oberfläche hinterlassen hat – fast ein wenig „anderweltlich“. Der Stop führte allerdings zu einem weit höher gelegenen Punkt, an dem man zwar einen Wasserfall bewundern konnte (oder ne Stromschnelle), aber nicht ins Wasser springen oder ähnliches – Schade eigentlich.
Von da aus ging es zurück zum Ausgangspunkt und wir sind zurück ins Haus gefahren.
Ein wundervoller Ausflug, aber die halbtagsvariante wäre die bessere Wahl gewesen.
Jetzt schauen wir das Pokal Finale, machen ein paar Burger auf dem Grill, und werden uns sicher im Pool noch den Staub des Tages abwaschen (der Whirpool ist auch schon warm).
Gestern um 12:50 Uhr ging von Berlin ein Flieger nach Sizilien, der diese Namen trug: Basti, Chris, Ray und Peter.
Blog Männer Edition also.
Was als Korfu im April stattfinden sollte, war ein Trip an den Stiefel im Mai geworden und wir waren gespannt was uns erwartet.
Zuerst, ihr kennt es, der Mietwagen. Mit nur etwas mehr als 15 Minuten Wartezeit war ich dran und niemand versuchte uns eine Versicherung aufzuschwatzen. Stattdessen gab es, vom gebuchten Peugeot 208, ein Upgrade auf einen Cupra Formentor. Dezent debiles Lächeln meinerseits.
Die nächsten 20 Minuten (plus minus…) war es etwas ruckelig und ich musste mich an die, doch giftige, Abstimmung gewöhnen. Aber danach genossen wir vor allem die gute Federung auf den löchrigen Straßen.
Die Fahrt zur Unterkunft sollte 2,5 Stunden dauern (so lange wie der Flug) und wurde durch einen kurzen Stop im Gassengewirr von Messina dezent verlängert.
Rechtzeitig zum Anpfiff der Relegation erreichten wir die Villa Rosi in den Bergen der nördlichen Küste und wurden von Gastgeber Marco sehr herzlich in unserem Ferienhaus empfangen.
Das Haus ist tatsächlich das Ferienhaus der Familie und man spürt diese Nutzung an jeder Ecke.
Die Einrichtung aus den 60ern ist zwar nicht jedermanns Geschmack, passt aber einfach und ist zu großen Teilen in Schuss. Das Haus ist auf maximal 16 Personen ausgelegt und uns stehen tatsächlich alle 5 Zimmer, 4 Bäder, Küche, riesiges Wohnzimmer und 3 verschiedene Terrassen zur Verfügung.
Wenn man sich irgendwann mal orientiert hat, findet man Kicker, Tischtennisplatte, Whirlpool und Pool – mit fantastischem Blick auf die Thyrrhenische See und Liparische Inseln. Bei gutem Wetter sehen wir 4 Vulkane, inklusive des Stromboli.
Koch Ray hat uns mit einer Bolognese versorgt und irgendwann in der Nacht hat jeder sich in sein Zimmer zurück gezogen.
Früh am Morgen bin ich dann erstmal in den Pool gehopst. So langsam gewöhnt man sich daran.
Die anderen folgten und nicht viel später saßen wir in der Sonne und genossen einfach nur. Nach etwa 10 Minuten merkte ich, dass mein Shirt über die Plautze gerutscht war und ich nen Sonnenbrand hatte. That’s a first. 08:56 Uhr.
Maria kennt ihren kleinen Tollpatsch und hatte mir alles nötige eingepackt, der zarten Wanne geht’s also ganz gut.
Koch Ray zauberte uns ein tolles Frühstück und ein Anruf bei einem Freund in Berlin brachte die Kaffeemaschine in Gang (so n Mocka Ding für den Herd, hatte ich noch nie benutzt und wollte nen Kaffee bevor die anderen unten waren).
Bis zum Mittag hieß es: rein in den Pool, raus aus dem Pool und so weiter :).
Wir sind dann runter an den menschenleeren Strand gefahren (ist noch keine Saison) und waren im glasklaren Mittelmeer planschen und haben uns treiben lassen.
Einen Einkauf später (keine Kontaktlinsen Flüssigkeit in 3 Supermärkten – die meinten sowas gäbe es in der Apotheke, die meinte beim Optiker, der hatte zu), waren wir wieder zurück im Haus und fochten um Kicker und Tischtennis Rangfolge. Ray Tischtennis, Basti Kicker. Das folgende 2 gegen 2 Wasserballmatch musste unterbrochen werden, der Ball ist den Berg runter gerollt, aber Ray duckt sich am liebsten wenn ich werfe und Chris verzieht immer das Gesicht wenn ich ihn treffe.
Ich spring jetzt mal rein, da drinnen läuft wieder Fußball und vielleicht macht Ray wieder was zu essen.
Morgen geht es auf den Ätna, mal gucken wer von uns zuerst bibbert.
Wie erwartet und berichtet hatte es in der Nacht zu regnen begonnen und das zog sich dann auch bis in den frühen Abend hinein – also nichts mit Spaziergängen am See, oder auf dem Berg, sondern ab in die Therme.
Wir sind, weil spannender für die Minis, ins Pongau zur Therme Amadé gefahren. Etwas über 1 Stunde, aber im Salzkammergut gibt es einfach nichts adäquates für Kinder. Das zieht sich hier so ein wenig durch, lange war es einfach nur eine Rentnerdestination und die Kinder die kommen, werden halt auf den Wiesen und Höfen beschäftigt. Inzwischen sieht man aber einen Wandel. Mit Angeboten wie in Südtirol, oder teils auch Tirol, kann die Gegend aber noch nicht mithalten.
Die Therme Amadé hat ein Wellenbecken, ein Babybecken, ein Außenbecken (Solehaltig) und 2 Ruhebecken mit Sole. Im Prinzip ist für jeden etwas dabei und wer ein wenig um die Ecke schaut, der findet auch ein Sportbecken, hier sogar mir Kletterwand – ziemlich cool.
Maria und ich waren etwas früher da und sind erstmal in die Saunalandschaft gewatschelt und haben es uns da gut gehen lassen. Die Monchis hatten unterwegs zu viel genascht und so sind wir hinterher auch allein ins Restaurant der Therme. Das Angebot kann zwar nicht ganz mit Meran mithalten, ist aber dennoch riesig und von Carnivor bis Veganer werden im Prinzip alle glücklich. Die Ergebnisse dürft ihr unten bestaunen.
Zusätzlich zu den verschiedenen Becken gibt es auch noch 3 Rutschen. Alle recht schnell, alle recht spaßig, jedoch unterteil in „normal“, Reifenrutsche und Looping Rutsche.
Die Looping Rutsche startet mit einer Falltür. Wenn man, warum auch immer, den Looping nicht schafft, dann rutscht man automatisch wieder runter und es öffnet sich eine kleine Tür der Schande. Habe ich nur von außen gesehen als wir ankamen, ich selber hab Angst da stecken zu bleiben, das Ding sieht aus wir für nen 12 jährigen konzipiert, der nicht meine Vorliebe für ungesundes hat.
Auf dem Rückweg wurden wir mit ordentlich Platzregen belohnt, beim Abendessen (Maria hat uns, gemeinsam mit den Minis, ein großartiges Mango Huhn gezaubert) hat sich der Himmel jedoch wieder gelichtet und uns einen sonnigen letzten Abend am Mondsee beschert.
Nun ist es an der Zeit das letzte mal morgens in den Pool zu hüpfen und uns an die Heimreise zu machen. Schön das ihr wieder dabei wart, wir lesen uns in einer Woche.
Von unserer Unterkunft aus sehen wir, ziemlich dominant, den Schafberg. Allein durch seine Größe und Lage, direkt vor unserer Nase, ist er unser Fixpunkt. Gleich hinter dem Mondsee.
Wenn wir den Blick aber schweifen lassen, dann kommt in einiger Entfernung ein weiterer Berg. Die Drachenwand.
Auch „Größtes Schwiegermutterdenkmal der Welt“ genannt, ragt er direkt hinter einer saftigen Wiese über den Mondsee auf und ist ein sehr beliebter Kletterfelsen.
Die Monchis hatten beschlossen heute die Sommerrodelbahn nachzuholen (sie fanden sie gar nicht so schnell) und Ria hat für uns verschiedene Wanderwege heraus gesucht.
Umständehalber sind wir auf flachen Wegen geblieben und konnten bei St. Lorenz einen knapp 4 Km langen Rundweg mit Blick auf Felsen und See genießen. An Feldern vorbei (hier wird grad die Gülle ausgebracht, Yummy!), durch den kleinen Ort St. Lorenz und später am Felsen entlang, begleiteten uns Sonne, gute Laune und viel Erholung.
Der Einstieg in den Weg findet sich beim Gasthaus Drachenwand, in dem wir vor einigen Jahren großartig gegessen haben, bei dem auch ein Parkplatz mit „Bio-Parkautomat“ zu finden ist. Schaut euch einfach das Bild weiter unten an, es spricht für sich selbst.
Unterwegs liefen wir an einer alten Wassermühle, die seit 400 Jahren besteht, und einem alten Felsenkeller vorbei. Die Gegend bietet alle paar Momente neues zu entdecken!
Später ging es noch nach Oberwang, wo beim Gasthaus zum fidelen Bauern ein weiterer Rundweg startet. Hier mit leichten Höhenunterschieden, aber für Kinderwagen bestens ausgebaut, führt der Weg einmal um eine Bergseite und schildert auf 2 Kilometern anschaulich und verspielt das Leben am Mondsee über die letzten 300 Jahre. Gerade für Kinder gibt es tolle Erklärungen und Geschichte zum Anfassen. Alle paar hundert Meter finden sich wirklich schöne Naturspielplätze und im letzten Abschnitt geht der Weg dazu über, die Natur und Landwirtschaft der Umgebung näher zu bringen. Auch hier vieles zum Hören, Tasten und lesen.
Der Weg endet an einem kleinen Wasserspielplatz und wir werden definitiv wieder kommen.
Der Abend klang gemeinsam mit den anderen am Ufer des Mondsees bei Bier und Pizza aus, die Kinder sind derweil in den Eiskalten See gehopst und wir haben die letzten Sonnenstrahlen genossen.
Heute wird das Wetter regnerisch werden und es steht eine Therme auf dem Programm. Hoffentlich kommen nicht alle auf die Idee.
Jaja, ich weiß, war gestern schon. Aber heute auch!
Nach meinem kleinen Planschabenteuer sind wir wieder zum Wolfgangsee gefahren, diesmal allerdings nur bis St. Gilgen. Auch ein schöner Ort am See, von dem wir aber nur einen kleinen Teil gesehen haben. Unser eigentliches Ziel war die Seilbahn zum Zwöflerhorn.
Teile der Monchis sind ein wenig Höhenängstlich und waren zum ersten mal in einer Gondel. Die Zwölferhornbahn fährt aber extrem ruhig und auch nicht zu hoch, insofern ein gutes erstes Erlebnis.
Oben angekommen ging es gleich weiter zum Gipfelkreuz, unterbrochen nur von der Aufmerksamkeit einer kleinen Katze an einer Hütte. Am Kreuz selbst bot sich wieder eine unglaublich schöne Aussicht auf das umliegende Gebiet.
Eigentlich wollten wir uns, trotz Seilbahn, in das Gipfelbuch schummeln, das ist jedoch seit 1978 verplombt. Die Idee hatte wohl schon wer vor uns.
Weiter ging es auf einen Kinderrundweg mit 12 Stationen, schönen Wegen und spannenden Blicken. Nach Station 4 haben wir uns aber entschieden umzudrehen und den Weg für einen nächsten Besuch aufzuheben. Kaum wer hatte vernünftige Schuhe an und die Minis bekamen langsam Hunger.
Während die Restaurants direkt an der Bergstation ja meist mit Hütten nicht mithalten können, war das am Zwölferhorn anders. Eine sehr angenehme Überraschung.
Die umliegenden Hütten waren noch in der Saisonvorbereitung, oder zu weit entfernt und wir wollten nicht erst ins Tal fahren und dort auch die Suche gehen. Das Restaurant an der Bergstation war also eher ein Kompromiss. Tatsächlich erwarteten uns dort jedoch toller Service und leckeres Essen. Kinderecke inklusive.
Beim essen konnten wir dann noch 3 Paraglider direkt über uns starten sehen. Was will man mehr?
Zurück in der Unterkunft habe ich dann erstmal ein schönes Schläfchen gehalten – muss auch mal sein und die ganze frische Luft macht einen ja fast fertig :-).
Am Nachmittag wollten wir zusammen zur Sommerrodelbahn, die Minis wollten aber lieber noch etwas mit Wasser spielen und so sind Maria und ich alleine dorthin.
Vor Ort wurde bei der Kasse gefragt ob man zum ersten mal da ist.
Natürlich nicht! Ich komme dahin seit ich ein kleines Kind bin und bin da vor ein paar Jahren auch mal aus der Bahn geknallt! Habe ich natürlich sofort kundgetan und das ich alles weiß.
Die Konsequenz war, das ich vergessen hatte das ich mir vorher einen Schlitten selbst holen muss und, als ich den dann hatte, ihn auch noch falsch herum in die Bahn gesetzt habe. Ganz großes Kino!
Zuerst geht es ein paar hundert Meter den Berg hoch und man kann das großartige Panorama ganz in Ruhe genießen, dann muss man sich für eine von 2 Bahnen entscheiden und ab geht die Post.
Wie oben schon erwähnt, ich bin da mal rausgefallen (OK… zweimal…), die Bahn kann also recht schnell werden.
Ria ist diesmal nicht gefahren, sehr zu meinem Leidwesen. Im Gegensatz zu mir genießt sie auf der Bahn immer die Entschleunigung und der Stau hinter ihr, wenn sie unten ankommt, ist immer ein tolles Fotomotiv.
Im Anschluss sind wir nach Schörfling am Attersee gefahren. Im Prinzip nur „ein See weiter“ und doch schon wieder eine ganz andere Welt. Am Seeschloss Kammer gab es einen Kaffee und einen extrem leckeren Eisbecher, bis es Zeit war zum Restaurant Zenz‘n Stubn zu Fahren.
Es liegt etwas oberhalb des Ortes, recht versteckt und wir eigentlich nur von Einheimischen frequentiert. Und das ist auch gut so, denn es ist so schon im Prinzip unmöglich ohne Reservierung einen Platz zu bekommen.
Die Empfehlung kam von Rias Bruder Micha, der ist nämlich auch gerade in der Nähe und wir haben uns zum Abendessen getroffen. Die Welt ist manchmal herrlich klein.
Einen hervorragenden Rehrücken und viel Gelächter später ging es zurück in die Unterkunft und fix ins Bett.
Heute hatte ich meine Runde planschen schon, jetzt gibt es gleich Frühstück und Ria bereitet den neuen Tag vor.
Als Kind war ich jedes Jahr mit meinen Großeltern im Salzkammergut, teils auch mehrfach mit meiner Mutter, und so ist die Gegend voll schöner Erinnerungen für mich.
Eines der Rituale in dieser Zeit war die regelmäßige Fahrt an den Wolfgang See und nach St. Wolfgang – obwohl Orte wie Strobl und St. Gilgen ähnlich schön und teils viel weniger überlaufen sind.
Ihr ahnt es: für einen gelungenen Urlaub im Salzkammergut gehört für mich also eine Fahrt nach St. Wolfgang.
Basti war davon auch ganz begeistert und er sang den halben Tag vom Weißen Rössl vor sich hin, die Mädels freuten sich einfach so und die Kinder mögen es eh wenn es einfach nur irgendwo spannendes hingeht.
Wir sind zuerst durch den Umfahrungstunnel der Altstadt gefahren und haben bei der Bahnstation gehalten. Die Parkplätze da hinten sind meist leerer, liegen besser und sind günstiger. Außerdem sollte die räumliche Nähe später wichtig sein.
Vom Parkplatz sind wir in die Altstadt geschlendert, Basti hat „sein“ Lied an der Fassade des Weißen Rössl gefunden und ich, ich konnte in meinem Lieblingsrestaurant am Wasser sitzen und ein Schnitzel plus Kaiserschmarrn futtern. Wie viel schöner kann ein Tag sein?
Noch viel schöner tatsächlich! Mit vollen Bäuchen und etwas Sightseeing ging es zurück in Richtung Parkplatz und zur Talstation der Schafbergbahn. Für die Nerds unter uns: die steilste Bahn Österreichs. Im Normalfall mit Dieselloks an Zahnrad betrieben, einmal die Woche mit historischen Dampfloks von 18 hundert irgendwas.
Die Fahrt windet sich um den Berg und geht steil nach oben. Nach jeder Kurve sind neue Wunder zu entdecken. Seien es Naturhighlights am Berg, Paraglider neben einem, oder auch einfach nur die anderen Berge in der Entfernung und das Glitzern des Wolfgangsee.
Oben angekommen hatten wir 20 Minuten bis zur gebuchten Rückfahrt. Maria hat mit den Kindern eine kleine Eiswand bearbeitet, während die (halbwegs) Erwachsenen Monchis und ich noch etwas höher zur Hütte gespurtet sind, um auch über die andere Bergkante zu schauen und von dort aus Mondsee und unseren Alm Bauernhof zu bewundern.
Auf dem Weg zurück zur Bahn lag der Blick auf dem gewaltigen Massiv des Dachstein in der Ferne und insgesamt konnte man sich einfach nicht satt sehen.
Die kurze Aufenthaltszeit war unsere Entscheidung. Man kann da auch durchaus länger bleiben. Aber gerade im Vergleich mit den Südtiroler Bergstationen aus dem letzten Jahr, gibt es hier leider sehr wenig Angebote für Kinder auf den Bergen.
Glücklich und Zufrieden kamen wir zurück in unsere Unterkunft und haben Abends nur noch Kraft für ein kleines Gesellschaftsspiel und viel Gelächter gehabt. Heute habe ich so lange geschlafen, das ich viel zu spät mit dem Pool dran bin und eines der Mini Monchis schon meckert, ich solle endlich kommen.
Dass Maria Schweine liebt ist ja hier nichts neues. Das sie gerne vergnügt quiekt wenn sie welche liebt und ihr zum 30. Geburtstag fast eins geschenkt wurde, ist wohl weniger bekannt.
Umso größer die Freude, als wir gestern zu Gut Aiderbichl, einem kommerzialisierten Gnadenhof, gefahren sind.
Er ist einer von über 20 Einrichtungen der Gruppe, wovon 3 besuchbar sind. Es gibt einen in der Nähe von München auf dem wir im vorletzten Jahr waren, aber der hier ist um Längen schöner.
Kommerzialisiert insofern, als das alles auf Generation von Geldern für die Gruppe ausgelegt ist. Damit werben sie aber auch offensiv und das passt schon so.
Das riesige Gelände wird über einen längeren Weg betreten, auf dem meist schon Esel oder Ponys unterwegs sind und ihre Wege gehen. Man fragt sich ein wenig mit wem sie eigentlich unterwegs sind – bis man feststellt: mit sich selbst. Da ist niemand der sie herum führt, sie streunen einfach frei übers Gelände. Genauso wie gefühlt 100 Ziegen, ein paar Schafe, Pfauen – und eben auch Schweine.
Aiderbichl ist ein Paradies für Kinder (kleine und große). Überall gibt es Tiere zu entdecken und die meisten sind unglaublich nahbar und – auf Wunsch – ist immer jemand da um alles zu erklären.
Natürlich laufen nicht alle Tiere frei – die großen Rappen immer nur in Begleitung, die Kaninchen bleiben in ihrem luxuriösen Stall und die Katzen haben ihr eigenes Paradies und können nur aus der Ferne betrachtet werden. Man sollte im Kopf behalten das alle Tiere dort eine Geschichte haben – meist keine schöne. Manchen sieht man die Spuren an, die meisten wirken aber einfach nur glücklich und man freut sich über alle.
Die Kantine wurde vor einiger Zeit – sehr passend – auf vegetarisch und vegan umgestellt. Mir persönlich ist sie nicht sonderlich bekommen, am im Prinzip ist das Angebot sehr gut und die Kids merken nicht das es ein No Chicken Burger ist.
Am Ende des Rundgangs durch Aiderbichl kamen wir zum Schweinepalast. Die meisten von Ihnen liegen einfach in einem riesigen Heuberg und bleiben genau da wo sie den ganzen Tag sind. Ob sie auf eine Wiese gehen, eine Süle, oder den Stall ist dabei ganz ihnen überlassen.
Ria war jedenfalls im 7. Schweinehimmel und ist eigentlich fast bereit nach Hause zu fahren. Mission accomplished.
Den Nachmittag haben wir für einen Plansch im Pool und einen Ausflug ans Ufer des Mondsees genutzt. Das Wetter ist inzwischen sonnig und man kann sich an Wasser und Bergen nicht satt sehen.
Ich war eben wieder Schwimmen. Eins der Minis wollte, wie gestern mit, aber der Pool ist ihr dann morgens doch noch zu kalt. Ich jedenfalls genieße es, wieder jeden morgen schwimmen zu können.
Heute steht ein Berg auf dem Plan – mal gucken :-).
Da unser Wetter weiter ein wenig zu wünschen übrig lässt, brauchten wir überdachte Alternativen.
Der Vormittag war noch relativ stabile und wir sind, neben Abenteuern im Pool, ein wenig auf dem Berg unterwegs gewesen. (Monchi Maria am Nachmittag nochmal und hat dabei viele kleine Tiere entdeckt).
Etwas den Hügel hoch ist ein großes Reh Gehege und zuerst haben wir die beobachtet, dann sind wir den Weg weiter gegangen und haben uns über ein Haus gewundert, das aussieht wie ein größeres Hotel, die Außenanlagen allerdings eher so als wären sie stärker gesichert – Beschilderung war nicht zu sehen. Später haben wir heraus gefunden das es dem Saudischen Königshaus gehört.
Nach einem ausgiebigen Mittag sind Maria Basti und der größere Mini mit mir zu den Salzwelten Salzburg gefahren – ein Salzbergwerk für Besucher. Der kleinere Mini ist dafür noch zu klein, daher ist Monchi Maria mit ihm in der Unterkunft geblieben und hat einen laaangen Mittagsschlaf gemacht.
Im Bergwerk gibt es einmal die Woche eine Kinderführung mit der Grubenente Sally und die haben wir erwischt. Das war wirklich toll! Alles war auf die kleinen ausgelegt und bunt – wer auf die genaue Geschichte des Bergbaus nicht so viel Wert legt, sondern einfach eine einig schlendern will, der kann da sicher auch als Erwachsener hin. Wir jedenfalls hatten unseren Spaß!
Es geht mit der Grubenbahn in den Berg hinein und nach ein wenig laufen durch die Stollen mit Rutschen weiter tief hinab. Irgendwann kommt ein See, der mit dem Boot überquert wird, bevor es auf die nächste Rutsche geht.
Wer sich an den Bitchelor erinnert – ja, das erwähnten auch manch andere Kinder zwischendrin.
Zurück in unserer Unterkunft lichtete sich der Himmel und gab das erste mal den Blick auf die Berge so richtig frei.
Heute soll es ein wenig besser werden und wir fahren zu Gut Aiderbichl.
Haben wir eigentlich im Urlaub fast nie, jetzt schon das 2. mal in 7 Tagen… Sowas aber auch! Naja, wir werden es überleben und besser werden soll es ja auch.
Aber der Reihe nach: Am Freitag sind wir nach der Arbeit zu Freunden in Richtung Bayreuth gefahren und haben einen schönen Abend (und morgen) mit tollen Gesprächen und ollen Kamellen verbracht.
Während früher immer irgendwie alle „um die Ecke“ gewohnt haben , fährt man inzwischen eben etwas mehr für Klatsch und Tratsch.
Nach einer sehr erholsamen Nacht und leckerem Frühstück ging es weiter in Richtung Österreich.
Wir hatten mal wieder wirklich Glück mit dem Verkehr und so war die einzige Verzögerung die Fahrt zu Tankstelle 8,2 KM neben der Autobahn die Maria mir heraus gesucht hatte. Ich muss echt genauer werden in meiner Kommunikation.
Letzter Stop vor der Grenze war ein kleines Outlet. Maria hatte irgendwann gefragt ob ich eigentlich meine Badehose eingepackt hatte. Hatte ich natürlich nicht, daher bin ich nun stolzer Besitzer einer Signalblauen Badeshorts. Großer Vorteil: Irgendwie hält die die Kronjuwelen warm bis das Bäuchlein im Wasser ist. Sehr angenehm!
Nebenan sind wir zu Trigema gegangen. Sehr spannend. Gefühlt irgendwie eine Mischung aus Rudis Resterampe, grellem Augenkrampf und an der Kasse Wein und Wild Angebote dazu, aber das System macht dann irgendwie doch wieder total viel Sinn und die Qualität wirkt wirklich gut. Ich bin gespannt wie sich die neuen Shirts im Alltag machen.
Nächster Stop: Supermarkt! Mit einer Einkaufsliste für eine Football Mannschaft bewaffnet ging es los und das Auto war nun wirklich so richtig voll. Und nun, auf zum eigentlichen Ziel: dem Mondsee.
Je näher wir der Grenze gekommen waren, desto düsterer war das Wetter geworden und inzwischen regnete es teils in Strömen, während von zu Hause Bilder voll Sonnenschein kamen. Na toll. Aber ab Montag / Dienstag wird es wohl besser.
Unser Ziel am Mondsee ist ein Bauernhof am Berg, auf dem wir vor 5 Jahren schon einmal mit Freunden waren und ein wenig nach uns kamen auch die Verantwortlichen für die Riesen Einkaufsliste an: die Monchis. Gehören zu den Lieblinsgfreunden, haben zwei Kinder zum anknabbern und heißen Monchis, weil sie wie die Monchichis die Finger nicht voneinander lassen können (naja konnten, auch die jugendliche Liebe wird irgendwann erwachsen und heute beschweren sie sich eher wenn sie sich gegenseitig ins Wort fallen).
Ein Knäuel Freude und viel Lachen später sind wir ins Bett gefallen und genießen gleich das erste gemeinsame Frühstück, während ich schon im Pool war. Später wollen die anderen auch und heute Abend vielleicht in die Panoramasauna.