Besuch in der Bronzezeit…

Gestern und heute wollte der Himmel nicht so recht zum Planschen einladen. Im Norden der Insel waren sogar einige Straßen wegen Überflutung gesperrt, aber wir hier im Süden hatten einfach nur ein wenig Regen.

Lui und Basti haben einen Ausflug nach Valdemossa und Umgebung gemacht, Ria und mich hat es noch einmal nach Santanyi gezogen.

Bisher kannten wir die Stadt nur von 2 Besuchen an Markttagen. Auch wenn der Markt sehr schön ist, so ist er doch auch einfach voll.

Beim Bummel durch die kleinen Gassen der Altstadt (Neubau heißt in Spanien meist 70er Jahre Betonbunker in schlechtem Zustand, da bummelt man nicht), haben wir viele süße, kleine Läden entdeckt. Hauptsächlich Kleidung und Einrichtung, vieles Handgemacht und meist sehr liebevoll. Nur so n komischer „Concept Store“ hatte irgendwie kein Konzept und war einfach nur langweilig.

Was auffällt: die Läden und Restaurants in Santanyi sind mehr oder minder fest in deutscher Hand. In fast jedem Laden hieß es irgendwann: „wir können auch deutsch miteinander sprechen“.

Will ich im Urlaub eigentlich nicht unbedingt, aber dann sollte ich vielleicht auch nicht ins 17. Bundesland fliegen.

Den Rückweg nach Cala Pi haben wir dann über kleine Seiten- und Feldwege weiter nördlich genommen. Das mit dem Finca besetzen müssen wir uns nochmal genauer anschauen.

Ria hat übrigens abends bei Phase 10 gewonnen.

Heute sah das Wetter ähnlich aus und wir haben uns für einen langen Tag an Bucht und Pool entschieden. Die Sonne scheint immer mal durch und das Wetter ist allemal warm genug allen meine Käse Beine im Pool zu präsentieren.

Die Bucht sorgt für ruhiges Meerwasser und so konnten auch dort ein paar mächtige Burgen gebaut werden.

In der Mittagspause sind Basti und ich zu einer Bronzezeitlichen Siedlung in der Nähe gefahren.

Capocorb Vell ist eine so genannte Talaiot Stätte. So wird die Bronzezeitliche Kultur der Balearen genannt, die in monolithischen Steinbauten lebte.

Viele davon sind noch erhalten und eine der wichtigsten Stätten ist eben Capocorb Vell.

Zu sehen welche Bauwerke bereits vor 3000 Jahren errichtet wurden – und vor allem wie viel davon heute noch (trotz schlechter Pflege) steht – ist sehr beeindruckend.

Das man vor Ort im Prinzip über alles klettern kann wie man will, hilft dem Erhalt sicher nicht, machte es aber gleich doppelt spannend.

Den Tag ausklingen lassen haben wir im Restaurant ca’s Busso, ganz in der Nähe der Talaiot.

Bisher habe wir es immer nur im vorbei fahren gesehen – voll von Radfahrgruppen und anderen Ausflüglern.

Wenn man die Terrasse betritt, riecht man schon angenehmen Rauch, der von offenem Feuer kommt und auf das kommende einstimmt.

Die Bilder sollten für sich sprechen.

Abenteuer im Sperrgebiet…

Also eigentlich genau zwischen zwei Sperrgebieten, aber das klingt nicht so schön reißerisch.

Nicht weit von Cala Pi entfernt liegt Cap Blanc und dort einer der 14 aktiven Leuchttürme der Insel. Was auf Postkarten und den ersten Blick malerisch aussieht liegt an einer Straße die man nicht befahren kann und eigentlich auch nicht betreten soll. Der eigentliche Komplex ist dann auch von Zaun und Mauer umgeben. Links und rechts der Straße ist ebenfalls ein Zaun, dort ist militärisches Sperrgebiet, auf dem aber keine Aktivität mehr zu sehen ist.

Aus der Ferne sieht man noch alte Verteidigungsbunker, diese sollen mit am besten erhalten sein.

Am Leuchtturmkomplex habeb die Mauern an 2 Stellen jedoch Touristfreundliche Höhen und wir sind über einen Schleichweg an die Küste gekommen.

Hier hat man wirklich einen tollen Ausblick in alle Richtungen und die Kletterpartie hat sich mehr als gelohnt.

In der Umgebung soll es auch richtige Wanderwege bis in die Bucht von Cala Pi geben, diese sind allerdings 7 bis 8 Kilometer lang und bei 30 Grad und Sonnenschein sehen wir zwar immer genug Menschen die auf der anderen Seite der Bucht ankommen, wir gehören aber definitiv nicht dazu.

Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf ging es dann in die Saline von es Trenc. Es ist die letzte große Saline auf Mallorca die noch produziert und jetzt ist Erntezeit, da gibt es große Salzberge zu sehen. Mit etwas Glück finden sich auch Flamingos auf den Salzfeldern, gestern jedoch nicht.

Kleiner Tip: die Saline hat einen süßen kleinen Shop und ein tolles Kaffee.

Lui und Basti sind von dort aus weiter zum Strand es Trenc. Der wird seit Jahren in allem möglichen Reiseführern als Traumstrand beschrieben.

Maria und ich waren dort schon 2 mal und hatten wenig Interesse, sind also weiter nach Colonia Sant Jordi (ihr erinnert euch, Maria hat da mal n hotel eröffnet) und waren dort am Stadtstrand planschen.

Colonia Sant Jordi wird übrigens in vielen Reiseführern als hässlich beschrieben, kann gerne so bleiben, mehr für uns.

Basti und Lui hatten dann, als sie zum Abendessen am Stadtstrand zu uns gestoßen sind, auch ein eindeutiges Urteil: wären wir mal gleich mit gekommen.

Es Trenc ist naturbelassen. Das heißt voll mit Bergen von Algen. Und der „malerische Weg durch die Dünen“ ist n Trampelpfad durch Gestrüpp, nachdem man 7 Euro bezahlt hat um sein Auto zu parken.

Immerhin gibt es wieder kleine Strandbars und Toiletten. Das war eine Weile nicht so.

Versteht mich nicht falsch, es ist sicher das beste was dem Strand passieren kann wenn er in Ruhe gelassen wird. Das erreicht man aber nicht wenn tausende Touristen da lang latschen und sich wundern wo den nun der schöne Teil des Strandes ist.

Nach „ein wenig“ Rum und Kartenspielen (ich verliere irgendwie ständig und trotz meiner Rolle als Barkeeper bekomme ich keine Vorteile) gab es eine stürmische Nach mit Donner und Blitzen über dem Meer.

Dadurch war es heute Morgen etwas kalt und ich bin erst später zum. Schwimmen in die Bucht gegangen, diesmal aber mit Ria gemeinsam.

Heute sind wir mal getrennt unterwegs. Wir fahren gleich Nach Santanyi und dann wer weiß wohin, heute Abend vielleicht sogar ins Kino :).

Schwein gehabt…

Maria LIEBT Schweine! So sehr, das ihr beinahe mal eins zum Geburtstag geschenkt wurde.

In den letzten beiden Tagen haben wir anfangs nicht viel gemacht. Ich bin morgens jeweils komplett allein in der Bucht schwimmen gewesen, gemeinsam waren wir dann immer mal wieder an Pool und Bucht, und Maria hat herausgefunden das am Pool herum liegen (und Cocktails Trinken) Spaß macht.

Abgesehen davon waren Maria und Basti im Sportraum, den Rum los werden.

Heute mussten wir dann mal wieder etwas machen und sind nach Fresopolis gefahren.

Fresopolis ist erstmal eine Erdbeer farm bei der man frisch geerntete Erdbeeren kaufen kann, oder sie selbst ernten kann.

Nebenbei gibt es dann auch Gemüse, Obst und vor allem frische Kräuter, die nach dem selben Prinzip funktionieren.

Das wirkliche Highlight sind aber geführte Touren zu den Tieren des Hofes die in großen Gehegen gehalten werden und sich, unter Aufsicht, von den Besuchern anfassen und füttern lassen.

Neben Kaninchen, Hühnern, Ziegen, Eseln und Ponnys gibt es eben auch Schweine.

Und Ria LIEBT Schweine.

Eigentlich ist sie immer schon glücklich, wenn sie im Urlaub welche sehen kann. Das sie heute tatsächlich im Stall mit ihnen „Spielen“ durfte war natürlich ein Urlaubs Highlight.

Für uns andere war es wohl das 4 Tage alte Zicklein drei Gehege weiter :).

Eigentlich wollten wir jetzt im Restaurant des Hotels essen. Vor ein paar Jahren fand ich es recht schlecht, aber probieren kann man es ja.

Vor Ort erklärte uns der Kellner allerdings recht wirsch, dass jetzt nur saufen ist und es erst ab 19:30 essen gibt. Blöd mit Kind.

Es roch allerdings auch nicht wirklich appetitlich und wir genießen nun Pizza mit Meerblick auf dem Balkon.

Von Städten und Bergen…

In Palma sollte es noch bis Sonntag einen Mittelaltermarkt geben, außerdem war der Wetterbericht perfekt – also auf in die Stadt!

Wecker-früh ging es los nach Palma und in ein praktisches Parkhaus an der Kathedrale. Man fährt einfach von der Hauptstraße ab, direkt geradeaus, leicht nach unten, und schlendert keine Minute später ebenerdig auf den künstlichen See vor der Kathedrale zu. Einfacher geht es kaum.

Maria hatte uns eine schöne Tour durch die Altstadt zusammen gestellt und es ging ganz entspannt in der Sonne, vorbei an Läden mit mallorquinischen Leckereien und Tonarbeiten, aber auch Pimpkie und Hard Rock.

Durch den frühen Aufbruch hatten wir die Stadt eine Weile im Prinzip für uns und konnten diesen Zustand mit dem späteren Gewusel vergleichen. Fazit: lohnt sich!

Der Mittelaltermarkt sollte um 10:30 öffnen und wir waren um 11:00 dort.

Also im Prinzip gab’s da stinknormale Taschen und Schmuck und bis auf die Wimpel und Fähnchen hätte ich jetzt an jeden x beliebigen Markt gedacht. Dezente Enttäuschung.

Aber hey, der Essensstand sah spannend aus!

Wir sind dann in die Bar Coto gegangen um Mittag zu essen. Eine Entdeckung von unserer Hochzeitsreise vor 5 Jahren, die in Palma begann, und immer noch ein toller Ort!

Von Palma aus ging es über die Berge zum Kloster Miramar. Unterwegs passiert man die wunderschöne Stadt Valdemossa. Leider kann man auf der Zuwegung schlecht parken um gute Fotos zu machen, aber die Stadt ist absolut einen Besuch wert.

Im Kloster Miramar kann man im Prinzip so rein gar nichts von einem Klosterleben sehen, hat aber einen unglaublich tollen Ausblick auf die Westküste von Mallorca.

Von da aus ging es weiter nach Sóller. Ein recht langweiliges Städtchen mit kleinem, hübschen Kern und einer Straßenbahn die seit 1913 existiert.

Mit dieser sind wir nach Port der Sóller gefahren. An einer natürlichen Bucht gelegen, gibt es dort eine süße Hafenprommenade mit unzähligen Möglichkeiten auf ein gutes Essen, mit anschließendem Bad in der Bucht.

Wir hatten natürlich bereits zu viel Sonne getankt, schon gegessen und unsere Badesachen im Auto in Sóller.

Wenn der Weg von und nach Port de Sóller nicht immer so weit wäre, wäre auch das ein wirklich toller Urlaubsort!

Nun genießen wir den Sonnenuntergang vom Balkon und werden sicherlich die Flasche Rum leeren.

Morgen wird ein Pooltag. Unter Umständen lesen wir uns erst am Sonntag wieder.

LandStreicher…

Nach einem späten, ausgiebigen Frühstück bin ich heute runter an die Bucht gehüpft und hatte sie noch für mich allein, wahnsinnig schön. Mit einem Kleinkind hat der Begriff „spätes Frühstück“ ja auch ne ganz eigene Bedeutung.

Zurück die Klippe hoch, bis ins Zimmer, sind es übrigens 239 Stufen.

Während die anderen bis mittags an Bucht und Hotel blieben, sind Ria und ich ein wenig ins Fan Mallorca Shopping Center bummeln gefahren. Ich wollte neue Crocs, die alten waren im letzten Jahr in der Sonne geschrumpft und scheuerten ein wenig. Wie der Mann so ist: ja, ich habe wieder schön langweilige in dunkelblau bekommen, im Prinzip sehen sie aus wie die alten. Alles so wie es sein soll.

Im Fan kann man wirklich nett bummeln, einen riesigen Supermarkt gibt es auch und wenn die Damen mal wieder länger brauchen auch etwas Technik.

Wir haben uns entschieden dort zu essen. Rias essen kam nach einer kleinen Weile, meins als Ria fast fertig war. Also irgendwie…

Später haben wir uns mit den anderen in Porto Cristo bei den Cuevas Del Drach getroffen. Sehr schöne Tropfsteinhöhlen in die allerdings gefühlt 1000 Leute gleichzeitig geschubst werden. Neben dem üblichen Krimskrams einer Tropfsteinhöhle gibt es einen großen Platz an einem Unterirdischen See, an dem alle Besucher Platz nehmen und die Höhle dunkel wird. Das Personal achtet ab hier rigoros auf Dunkelheit und ist sehr direkt in seiner Ansage die Kameras und Handys aus zu lassen. Deren Licht stört nämlich den Eindruck dessen was kommt.

Ein Teil des Sees erhellt sich und drei Ruderboote, mit sanfter Beleuchtung, fahren mehrfach am Publikum vorbei und haben 3 Streicher und ein kleines Piano an Bord. Ein ganz wundervoller Moment.

Zum Abschluss des Tages ging es nach Cales de Mallorca, an den Strand der Cala Domingos. Umrahmt von hässlichen Bettenburgen und ein wenig übervölkert, findet sich hier ein sehr klarer, feinsandiger Strand der trotz allem ein wenig Träumen lässt.

Etwas höher gelegen gab es dann noch ein entspanntes Abendessen mit tollem Blick im Marinelli Beach Club. Er ist durchwachsen bewertet, ich denke aber wenn er halbwegs leer ist (wie heute), lohnt sich der Besuch. Das Essen ist solide, die Musik gut und der Kellner lacht mit den Kindern.

Wolken über Mallorca…

„Schlechtes Wetter“ im Urlaub kennen wir so eigentlich gar nicht. Aber es ist auch nicht wirklich schlecht. Nur ein bisschen bedeckt mit leichtem Regen. Mir persönlich gefallen die aktuellen 27 Grad ja besser als die 33 der letzten beiden Tage.

Das ein kleineres Unwetter aufzieht, haben wir gestern Abend schon beim Kartenspielen auf dem Balkon mitbekommen. Gegen 03:00 Uhr nachts rüttelte der Wind dann so sehr an den Fensterläden, das sie mich immer wieder geweckt haben.

Um die Uhrzeit dann nackt in den Wind raus lehnen und die Mechanik ergründen war auch spannend.

Danke für die grafischen Eindrücke? Aber gerne doch!

Unwetter auf Mallorca bringen von Zeit zu Zeit auch Sand aus der Sahara mit – deswegen auch das Einheitsbeige der meisten Bauwerke – und so auch heute.

Das Personal hat das Hotel geschrubbt, wir den Balkon und die Autos.

Nach einem ausgiebigen Frühstück bei launischem Himmel auf dem Balkon, ging es nach Santanyi zum Wochenmarkt. Der findet immer Mittwochs und Samstags statt und erstreckt sich über die ganze Altstadt.

Eigentlich ist auf Mallorca immer irgendwo Markt und man muss nur kurz online suchen um eine breite Auswahl zu haben. Santanyi kannten wir aber schon von einem vorherigen Besuch.

Pata Negra, etwas Salami und eine Tasche für Luise später war es Zeit für Mittag und unsere Wahl fiel auf das Sa Botiga.

Vorzügliches Essen (ich hab mir bei allen was geklaut), aber am Markttag nicht zu empfehlen.

Völlig überforderte Kellner brauchten 20 Minuten um unsere Bestellung aufzunehmen. Das Essen kam dann vergleichsweise zügig, die Getränke – trotz mehrerer Nachfragen – allerdings erst als wir mehr oder minder fertig waren. Muss man auch erstmal schaffen.

Basti und Luise sind von Santanyi ein wenig in Richtung Cala d’Or gekurvt damit der Kleine einen Mittagsschlaf hat, Ria und ich sind nach Colonia Sant Jordi gefahren und haben im Hotel Honucai einen Kaffee getrunken.

Warum dort? Naja, Ria hat das Hotel am 27.05.2018 eröffnet und wir wollten doch mal schauen was daraus geworden ist. Wir können sagen: es ist immer noch wunderschön.

Damals kamen wir an und auf einmal wurden alle ganz wuselig – eben weil wir die ersten Gäste waren. War ganz spannend, ein Foto davon findet ihr unten.

Colonia Sant Jordi ist ein Ort mit 2 Teilen. Der mit den beiden großen Bettenburgen am Meer und der kleine Stadtstrand mit Restaurants in denen auch einheimische Essen. Das Honucai liegt am Stadtstrand und bildet mit dem Rest einen eigenen, süßen Kosmos. Nur für unseren Trio zu 5. War es einfach nicht der richtige Ort.

Nun sind wir alle wieder zusammen da, wo man mindestens einmal im Urlaub gewesen sein muss: am Ballermann. Der Kleine baut Bettenburgen nach Vorbild der Schikenstraße, ich schreibe ein wenig und die Mädels planschen am Meer, während etwas weiter hinten um die Wette gesoffen wird. Urlaub in beschaulich.

Premiere im Blog!

First things first: so weit ich mich erinnere hat Basti tatsächlich großartige Laune beim – und nach – dem Spielen gehabt!

Ich habe ja gestern mehr oder minder bei der Anreise aufgehört und nichts mehr zur Unterkunft geschrieben.

Premiere: zum ersten Mal im Blog sind wir, besser gesagt ich, an einen Ort zurück gekehrt.

Im März 2019 war ich mit meiner Mutter im Ona Cala Pi und hier sind wir nun wieder.

Den anderen habe ich es als „mallorquinisch, in die Jahre gekommen, aber mit viel Charme“ beschrieben. Sie haben zugestimmt :).

Unseren Ausblick habt ihr gestern schon gesehen. Pool, Bucht, Meer. Alles dabei.

Nach einem großartigen Frühstück auf dem Balkon ging es für uns zu einem faulenzer Tag runter an die recht leere Bucht, ab und an in den Pool und irgendwann zu Ikea noch ein paar Kleinigkeiten kaufen die uns im Appartement fehlten (die Damen verlangten nach größeren Gläsern für die Longdrinks).

Viel mehr haben wir eigentlich nicht gemacht, testen uns gerade an der Bar durch und freuen uns auf die nächste Runde Karten.

Morgen melden wir uns, hoffentlich, von einem mallorquinischen Wochenmarkt, der Salzernte in Ses Salines und bestimmt auch noch mit einem Bild vom Strand.

Start mit Hindernissen…

Uff, das war mal n anstrengender Start. Brauch ich auch nicht wieder.

Gemeinsam mit Lui, Basti und ihrem Sohn ging es heute Morgen von Berlin nach Mallorca. Was ich vom „neuen“ Berliner Flughafen halte ist ja seit Venedig bekannt. Heute war es noch etwas chaotischer und enger als beim letzten Mal, dafür waren viele Mitarbeiter unglaublich freundlich. Hilft zwar auch nur bedingt, aber immerhin.

Unser Flugzeug hatte von Mallorca kommend eh 20 Minuten Verspätung, das Boarding war noch nirgendwo ausgerufen und wir kamen, ganz entspannt, 09:10 für unseren 09:30 Flug am Gate an.

„Palmah döh Maajorka?“ schalte es uns entgegen.

„Wir wolltn jrad die Koffer wieda raus holn“.

Äh, bitte was?

Aber sie schloss tatsächlich hinter uns die Tür ab (ja, mit nem Schlüssel… Ich hab noch nie erlebt das irgendwo auf nem Flughafen das Gate abgeschlossen wurde) und wir durften mit den restlichen Passagieren dann 20 Minuten aufs Boarding warten. Kuschelig. Die vorherigen Passagiere waren noch nicht mal raus aus der Maschine.

Das hat man wohl davon wenn man billig bucht – das Thema sollte uns heute nochmal begegnen.

Luis und Bastis Sohn (ihr kennt die 3 bereits. Ihr habt unsere gemeinsamen Abenteuer in Kroatien hier verfolgt, der kleine war damals grad auf dem Weg) hatte einen völlig entspannten ersten Flug und kaum in Mallorca angekommen, ging es mit dem Shuttle auch schon zum Mietwagenverleih.

Eigentlich hatte ich Angst das wir viel zu früh im Hotel angekommen und unser Zimmer noch nicht fertig ist, aber die Sorge war unbegründet. Das Shuttle spuckte uns nämlich mitten im Chaos aus.

Bei „OK Rent a Car“ auf Mallorca schafften es 10 Mitarbeiter an 5 Schaltern 60 Autos in 120 Minuten abzufertigen. Woher ich das weiß? Unsere waren die Wagen 61 und 62.

Als ich endlich dran war, war ich tatsächlich noch freundlich. Warum auch immer. Die Dame vor mir hackte immer wieder wie wild auf Ihren PC ein, nahm mal diesen und mal jenen Autoschlüssel in die Hand, kam aber irgendwie nicht weiter.

Nach 15 Minuten Schweigen Ihrerseits und dezenter Irritation meinerseits fragte ich was das Problem sei. „Der Computer“. Ah.. Ja.. Ist ja meist so…

Schlüssel Nummer 5 wollte dann doch und nach einem kurzen Shopping Stop im Mercadonna (6 Macarons für 1,70 € und etwas frisch gepresster O Saft fürs Frühstück) ging es dann endlich zum Hotel.

Dazu, und dem noch nicht wirklich vorhandenen Plan für die nächsten Tage, mehr morgen. Jetzt genießen wir etwas Rum und Basti ist berühmt berüchtigt für seine Laune beim Skib-Bo spielen. Die Aussicht dabei sehr ihr weiter unten.

Bye bye Venedig

Wir sitzen im Bus auf dem Weg zum Flughafen und sind ganz schön erledigt.

48 Stunden Venedig können auch ganz schön lang sein – aber weiterhin wunderschön!

Gestern Nacht fing der Regen an auf unser Dachfenster zu plätschern und so richtig hatten wir keinen Plan für heute.

Nach dem Frühstück sind wir dann erstmal etwas durch Murano spaziert und haben einen mittleren Regenguß mitgenommen.

Die Insel ist wirklich niedlich und ruhig und es macht auch hier einfach Spaß neue Ecken zu entdecken.

Burano, etwas weiter entfernt, soll noch schöner sein, aber dafür fehlte uns die Zeit.

Wir haben uns, nachdem der Regen vorbei war, dann nämlich doch für den Lido entschieden.

Also auf zum Vaporetto und rüber gedüst. Unterwegs sieht man immer mal im ersten Moment kurioses: das Ambulanz Boot (samt Notaufnahme als Hafen), die Polizei auf dem Jet Ski und heute Feuerwehr Boote auf dem Weg zum Einsatz. Laut und schnell.

Lido heißt mehr oder minder einfach Küste und ist hier die Begrenzung zur Adria. Eine etwas modernere Gegend mit weitläufigerem Gebiet, aber die venezianischen Einflüsse sind noch stark spürbar.

Es gibt 2 Arten von Strand – kostenfrei ohne alles, oder bezahlt mit verschiedenen Formen Luxus. Bis zu großen Zelten und Massagen ist alles dabei.

Wir haben uns für einen Schirm, 2 Liegen und eine Umkleide entschieden und die Zeit sehr genossen – zumal uns der doch stark bewölkte Himmel sehr entgegenkam.

Die Adria war lauwarm und einfach herrlich. Ria hatte allerdings einen heroischen Kampf auszutragen, da im Wasser von Zeit zu Zeit eine Qualle war – nicht ganz so hart wie die Fledermaus Höhle im Prager Zoo, aber doch eine Herausforderung.

Mit viel Pizza und Dolce im Magen ging es zurück nach Venedig und nach einem Bummel in den Geschäften nun heimwärts.

Schön das ihr dabei wart! Insofern „nichts dazwischen kommt“ lesen wir uns wieder ab dem 13. September.

Venedigs Straßen

Sind ja nicht nur auf dem Wasser zu finden.

Wenn man es genau nimmt, dann gibt es nur eine einzige die nicht auf dem Wasser ist, aber dazu mehr später.

Nach einem köstlichen Frühstück auf Murano ging es mit dem Vaporetto nach Venedig. Geplant war an der Piazza de San Marco vorbei zu sausen und an der nächsten Haltestelle auszusteigen. Blöderweise muss man den Linienplan etwas genauer studieren um zu verstehen welches Vaporetto wo genau hält und wir standen, nach Passage von San Marco, auf einmal auf der falschen Insel.

Naja, irren ist menschlich, meinte schon der Igel als er von der Bürste stieg.

Einen Spaziergang und eine Vaporetto Fahrt später waren wir an der Piazza und konnten sehen wofür Venedig so berühmt ist.

Es ist wie so oft: vorbei fahren hätte dann auch gereicht. Der Platz ist ganz nett, die byzantische Kapelle beeindruckend, aber den Hype rechtfertigt es nicht.

Wir sind dann durch viele kleine bis winzige Gassen weiter zu Rialto Brücke, haben das Treiben genossen und leckeres Eis geschleckt.

Venedig hat gerade etwa 15 bis 20 Prozent seiner normalen Touristen. Das allein reicht schon um die Stadt recht voll erscheinen zu lassen und so schön es hier ist, wirklich voll möchte ich es nicht erleben.

Wo wir bei schön sind: es ist wunderschön! Jeder Zentimeter lässt sich 3 mal neu entdecken, das Essen ist lecker, das Tempo gemächlich und die Italiener – wenn sie sich nicht gerade anschreien – wirklich freundlich.

Ein mittagsstopp am Canale Grande später und schon ging es zum Treffpunkt mit Francesco zur Hidden Venedig Tour. Francesco ist gefühlte 95 Jahre und war früher Kurator für Malerei in Venedig. Heute macht er Führungen für die Uni. Er nannte sich gerne Backstreet Boy – da er uns durch die Backstreets führt. Da, wie Maria anmerkt, ich Secret Spice bin passt das.

Es ging durch das alte Jüdische Viertel, vorbei an der von Napoleon gebauten einzigen Straße, per Gondel über den Canale Grande, ins alte Bordelviertel. Angeblich gab’s da auf einer Brücke mal ne Brüste Peep Show während des Karnevals zur Zeit der Drogen, aber heute will da irgendwie niemand mehr mitmachen. Schade eigentlich.

Nun sitzen wir im Vaporetto zum Hotel, dessen Restaurant wir gleich wieder genießen werden, und freuen uns aufs England Spiel.

Der Plan für morgen steht noch nicht fest. Ich hatte an Baden am Lido gedacht, aber der Wetterbericht ist durchwachsen.

Habe ich erwähnt das man in Venedig, auch Sonntags, ganz gut shoppen kann?