Wandertag…

Einer der Nachteile am Hotel ist, dass der Pool erst um 09:00 öffnet. Vor dem Frühstück schwimmen, wie auf Mallorca, war heute morgen also nicht.

Mein Plan war, bis zum unteren Teil der Gilfenklamm zu laufen und von dort zu starten.

Hätte ich mal so tun sollen…

Der obere Eingang zur Klamm liegt allerdings auf dem selben Weg und näher zum Hotel. Als ich nach 2,5 KM und 30 Minuten vor Öffnungszeit dort vorbei kam, sah ich, dass der Weg bereits offen ist und ging (zu Recht) davon aus von dieser Seite länger ungestört durch die Klamm zu wandern.

Insgesamt sind es etwa 1,4 KM Wanderweg. Teils über Brücken, teils über Felsen, teils durch den Wald. Die Klamm ist in den letzten 12.000 Jahren entstanden, als ein eigentlich kleinerer Bach sich durch den weißen, weichen Marmor geschnitten hat.

Gerade das obere Drittel ist beeindruckend und der Ausflug lohnt sich wirklich.

Unten angekommen, war ich an dem Punkt, an den ich eigentlich später von der anderen Seite wanden wollte. Der Fuß des Weges zur Ruine Reifenegg.

„So schlimm wird’s schon nicht..“ dachte ich – und hatte mal wieder sowas von falsch gelegen.

In den nächsten 45 Minuten habe ich 300 Höhenmeter auf einem sau steilen Weg überwunden, der manchmal irgendwie nur aus Wurzeln Bestand.

Ich hatte den Tag über noch genug Gelegenheit mir die Höhenverhältnisse von weiterer Ferne anzuschauen. Ein bisschen wollte ich weinen…

Die Ruine ist nur ein Überbleibsel einer größeren Anlage aus dem 13. Jahrhundert und nur ein kleiner Teil Mauer und der Wohnturm stehen noch. Es ist aber, gerade durch das in den Wald gewachsene, sehr schön.

Von der anderen Seite (mein ursprünglicher Plan) ist der Weg auch bedeutend einfacher und lohnt sich daher auch.

Am höchsten Punkt angekommen, ging der Weg nämlich einfach in eine asphaltierte Bergstraße zu 3 Häusern über und von da an gemütlich bergab, zurück zu meinem Ausgangspunkt, dem Jaufensteg, der auch Eingang zur Klamm war.

Von hier aus ging es über eben diesen Jaufensteg, mit schöner Aussicht aufs Tal, nach Mareit und zu Schloss Wolfsthurn. Süßer kleiner Ort, aber nicht wirklich irgendwas von Interesse für mich, daher ging es weiter nach Gasteig, immer am Rio Mareta lang.

Unterwegs findet sich der Steingarten. Hier werden die wichtigsten Gesteinsarten der Region ausgestellt und man kann sie Spielerisch erkunden.

Vor Ort war ne italienische Familie mit 3 kleinen Kindern, die sich alle nacheinander auf die Nase gepackt und tierisch geheult haben, weil sie im Steingarten unbedingt fangen spielen mussten. Spätestens nach Nummer 2 hätte ich ja Nummer 3, die inzwischen einfach allein hin und her rannte, gesagt sie soll es lassen. Aber vielleicht galt da einfach gleiches Recht für alle.

In Gasteig hatte ich dann wirklich keine Lust mehr, das Wetter wurde immer grauer und es kam „zufällig“ grad der Bus zurück zum Hotel.

Hier habe ich mir an der Bar einen Schinkenteller machen lassen und dann Pool und Whirpool genossen.

Jetzt schaue ich noch ein bisschen Foundation und bin gespannt was es heute Abend zum „Gala Dinner“ im Restaurant gibt, auf das sich im Personal schon alle freuen und es immer wieder erwähnen.

Ne hässliche rote Bordüre hängt um den Tisch vom Salatbuffet auf jeden Fall schon mal rum.

Achso: das Frühstück war OK, mehr aber auch nicht.

Zufallsfund…

Wie schon erwähnt ist Maria gestern mit einer guten Freundin nach Rom geflogen, um die Stadt ein wenig unheiliger zu machen.

Der Trip ist bis Dienstag geplant und danach wollen wir noch etwas Zeit zu zweit verbringen.

Von Varianten das ich komplett auf Mallorca bleibe und Ria wieder dorthin kommt, über eine kleine Kreuzfahrt in Italien, bis zu einem Ausflug nach Rügen im Anschluss an Rom, war alles an Ideen dabei.

Wir haben uns dann für ein Wellness Hotel in Tirol entschieden und auch das Maria am Dienstag von Rom nach Bozen reist, wo ich sie abhole.

Ursprünglich hatte ich nur die Nacht von Montag auf Dienstag in Italien geplant, aber ich habe doch gemerkt das ich etwas mehr Erholung will und mich entschieden, bereits heute nach Südtirol aufzubrechen.

Nach 8:45 Stunden Fahrt mit ein paar Staus, bin ich bei bestem Wetter im Hotel Bergblick in Ratschings bei Sterzing angekommen.

Ein kleiner Hinweis für den Weg: in Österreich kann die Maut inzwischen auch digital abgewickelt werden. Man muss dann nirgendwo anhalten um sich eine Vignette zu kaufen und muss die auch nirgendwo hinkleben. Es wird einfach das Kennzeichen gescannt und man kann auf expliziten Maut Strecken, wie dem Brenner, an der Maut Stelle die grüne Digital Kontrolle benutzen und am größten Stau vorbei.

Es gibt hier mehrere Anbieter, es lohnt sich aber sich auf der Seite des Autobahnbetreibers, Asfinag, durchzuklicken. Alle anderen Anbieter verlangen teils heftige Aufpreise und liefern nichts anderes als die Asfinag selbst.

Das Hotel habe ich nach folgenden Gesichtspunkten gewählt: nahe Meran, aber nicht in einer Stadt gelegen; Indoor Pool, Halbpension, billig.

Ursprünglich hatte ich einfach nur nach billig gesucht, aber ihr kennt mich, ohne n paar Extravagnzen geht’s dann doch nicht. Wobei es immernoch billig ist. Zumal lokale Wanderungen, Museen, Bergbahnen und der ÖPNV inklusive ist.

Dieses mal habe ich (online) über einen Reiseveranstalter gebucht, da es mit Abstand den günstigsten Preis gab. Tatsächlich ein sehr nerviger Prozess, den ich so schnell nicht wiederholen möchte.

Das Reisebüro vor Ort hätte das sicher einfacher abgebildet, meine Suche nach dem „richtigen“ Hotel hat sich allerdings über 3 Tage gezogen.

In Südtirol angekommen wurde ich von Sonnenschein und einem unscheinbaren Hotel begrüßt, das eine ganze Flut von Überraschungen bereithalten sollte.

Die Zimmer sind sauber, gut in Schuss und haben einen unverkennbaren 90er Charme :).

Nach langer Fahrt wollte ich dann in den Pool. Auf dem Weg dahin lief ich an einem indoor Spielplatz vorbei. Auf den ersten Blick irgendwie ne traurige Angelegenheit, aber hey, da wurde ein leerer Flur toll genutzt und bei schlechtem Wetter dürfte das der Renner sein. Eine kleine Kinderkino Ecke und der Spiele Raum mit Tischtennis und Kicker ist gleich daneben. Dahinter folgen Fitness und Sauna – die ist tatsächlich auch groß und Abwechslungsreich gehalten, aus verständlichen Gründen habe ich davon allerdings keine Fotos.

Es lohnt sich übrigens das Hotel auf den üblichen Portalen zu suchen. Der Saunabereich und anderes wird mit „schlagkräftigen Argumenten“ vorgestellt.

Ungefähr so aus der Zeit gefallen wie die Einrichtung der Zimmer.

Der Pool war dann eine wirkliche Überraschung. Bedeutend größer als Gedacht, Wasserfall, Gegenstrom, Massagedüsen mit Sitzen, ein Kinderbecken und außen nochmal ein Whirpool. Dazu eine Liegewiese und das Ganze, je nach Bereich, bei 30 bis 36 Grad Wassertemperatur.

In den Außenanlagen findet sich dann noch ein großer, natürlicher, Spielplatz mit Trampolin, Kinderbagger, eingezäuntem Teich und ein paar Hühnern.

Samstag gibt’s vor dem Abendessen noch einen Aperitif, war ganz angenehm.

Das Abendessen selbst, als 4 Gang Menü, ist reichlich und recht lecker, aber keine weitere Erwähnung wert.

Jetzt fall ich gleich ins Bett und schaue mal wie die Wetterwürfel morgen fallen.

Lieblingsorte und getrennte Wege…

Auf Mallorca habe ich, derzeit, 4 Lieblingsorte.

In der Bucht von Cala Pi waren wir ausgiebig, in Colonia St. Jordi bereits 2 mal.

Noch nicht geschafft hatten wir die Altstadt von Llucmajor und das Kloster Cura.

Auch heute sollte das Wetter nicht merklich besser werden, jedoch ohne Regen und mit etwas mehr Sichtweite. Ab morgen wird dann wieder Staub aus der Sahara erwartet, außerdem auch Schadstoffe vom Vulkan Ausbruch auf den Kanaren. Der perfekte Tag also für den Heimflug – auch wenn wir gerne noch länger geblieben wären.

Nach einem letzten Planschen in der Bucht und ausgiebigen Restefrühstück im Appartement, haben wir das Ona Cala Pi verlassen und uns auf den Weg nach Llucmajor gemacht.

Im Zentrum findet sich ein kleiner Platz mit Kirche, Verwaltung und vielen Bars und Restaurants. Alles ist etwas gesetzter und vor allem: spanisch.

Von den Betreibern bis zu den Gästen – die einheimischen sind in der Überzahl und die Stimmung einfach wunderbar entspannt und meist fröhlich. An unserem Nachbartisch beim Kaffee saß eine Gruppe anscheinend einheimischer älterer Herrschaften und alle paar Minuten hielt jemand für ein Schwätzchen bei Ihnen.

Der Kellner brachte nebenbei große Kaffeetassen in die gegenüberliegende Verwaltung.

Meine kleine Idylle.

Anschließend ging es zum Kloster Cura – um genau zu sein „Santuari de Nuestra Senora de Cura“.

Cura wurde uns vor einigen Jahren von Freunden empfohlen, die dort auch geschlafen hatten.

Es liegt ziemlich genau in der Mitte der Insel auf einem Berg und man hat einen fantastischen Ausblick über die Insel. Auf dem Weg nach oben überholt man einige Radfahrer und übt sich in steilen Serpentinen.

Neben dem Ausblick bietet das Kloster auch Cafeteria und Restaurant (unterschiedliche Karten und Zeiten, aber am selben Ort) mit großartiger Küche zu günstigen Preisen.

Kleines Bonbon heute: eine Katze mit ihren Jungen, die die Gäste unterhielten.

Nun sind wir gerade in Berlin gelandet und es ist Zeit getrennter Wege zu gehen.

Lui und Basti verschlägt es nach Hause und in ein noch viel größeres Abenteuer, Maria fliegt morgen Abend schon wieder weiter nach Rom mit einer guten Freundin, und ich starte am Samstag nach Südtirol.

Was, wieso und warum, lest ihr spätestens am Sonntag.

In diesem Sinne: schön das ihr wieder dabei wart, dabei seid und vielleicht auch dabei bleibt.

Besuch in der Bronzezeit…

Gestern und heute wollte der Himmel nicht so recht zum Planschen einladen. Im Norden der Insel waren sogar einige Straßen wegen Überflutung gesperrt, aber wir hier im Süden hatten einfach nur ein wenig Regen.

Lui und Basti haben einen Ausflug nach Valdemossa und Umgebung gemacht, Ria und mich hat es noch einmal nach Santanyi gezogen.

Bisher kannten wir die Stadt nur von 2 Besuchen an Markttagen. Auch wenn der Markt sehr schön ist, so ist er doch auch einfach voll.

Beim Bummel durch die kleinen Gassen der Altstadt (Neubau heißt in Spanien meist 70er Jahre Betonbunker in schlechtem Zustand, da bummelt man nicht), haben wir viele süße, kleine Läden entdeckt. Hauptsächlich Kleidung und Einrichtung, vieles Handgemacht und meist sehr liebevoll. Nur so n komischer „Concept Store“ hatte irgendwie kein Konzept und war einfach nur langweilig.

Was auffällt: die Läden und Restaurants in Santanyi sind mehr oder minder fest in deutscher Hand. In fast jedem Laden hieß es irgendwann: „wir können auch deutsch miteinander sprechen“.

Will ich im Urlaub eigentlich nicht unbedingt, aber dann sollte ich vielleicht auch nicht ins 17. Bundesland fliegen.

Den Rückweg nach Cala Pi haben wir dann über kleine Seiten- und Feldwege weiter nördlich genommen. Das mit dem Finca besetzen müssen wir uns nochmal genauer anschauen.

Ria hat übrigens abends bei Phase 10 gewonnen.

Heute sah das Wetter ähnlich aus und wir haben uns für einen langen Tag an Bucht und Pool entschieden. Die Sonne scheint immer mal durch und das Wetter ist allemal warm genug allen meine Käse Beine im Pool zu präsentieren.

Die Bucht sorgt für ruhiges Meerwasser und so konnten auch dort ein paar mächtige Burgen gebaut werden.

In der Mittagspause sind Basti und ich zu einer Bronzezeitlichen Siedlung in der Nähe gefahren.

Capocorb Vell ist eine so genannte Talaiot Stätte. So wird die Bronzezeitliche Kultur der Balearen genannt, die in monolithischen Steinbauten lebte.

Viele davon sind noch erhalten und eine der wichtigsten Stätten ist eben Capocorb Vell.

Zu sehen welche Bauwerke bereits vor 3000 Jahren errichtet wurden – und vor allem wie viel davon heute noch (trotz schlechter Pflege) steht – ist sehr beeindruckend.

Das man vor Ort im Prinzip über alles klettern kann wie man will, hilft dem Erhalt sicher nicht, machte es aber gleich doppelt spannend.

Den Tag ausklingen lassen haben wir im Restaurant ca’s Busso, ganz in der Nähe der Talaiot.

Bisher habe wir es immer nur im vorbei fahren gesehen – voll von Radfahrgruppen und anderen Ausflüglern.

Wenn man die Terrasse betritt, riecht man schon angenehmen Rauch, der von offenem Feuer kommt und auf das kommende einstimmt.

Die Bilder sollten für sich sprechen.

Abenteuer im Sperrgebiet…

Also eigentlich genau zwischen zwei Sperrgebieten, aber das klingt nicht so schön reißerisch.

Nicht weit von Cala Pi entfernt liegt Cap Blanc und dort einer der 14 aktiven Leuchttürme der Insel. Was auf Postkarten und den ersten Blick malerisch aussieht liegt an einer Straße die man nicht befahren kann und eigentlich auch nicht betreten soll. Der eigentliche Komplex ist dann auch von Zaun und Mauer umgeben. Links und rechts der Straße ist ebenfalls ein Zaun, dort ist militärisches Sperrgebiet, auf dem aber keine Aktivität mehr zu sehen ist.

Aus der Ferne sieht man noch alte Verteidigungsbunker, diese sollen mit am besten erhalten sein.

Am Leuchtturmkomplex habeb die Mauern an 2 Stellen jedoch Touristfreundliche Höhen und wir sind über einen Schleichweg an die Küste gekommen.

Hier hat man wirklich einen tollen Ausblick in alle Richtungen und die Kletterpartie hat sich mehr als gelohnt.

In der Umgebung soll es auch richtige Wanderwege bis in die Bucht von Cala Pi geben, diese sind allerdings 7 bis 8 Kilometer lang und bei 30 Grad und Sonnenschein sehen wir zwar immer genug Menschen die auf der anderen Seite der Bucht ankommen, wir gehören aber definitiv nicht dazu.

Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf ging es dann in die Saline von es Trenc. Es ist die letzte große Saline auf Mallorca die noch produziert und jetzt ist Erntezeit, da gibt es große Salzberge zu sehen. Mit etwas Glück finden sich auch Flamingos auf den Salzfeldern, gestern jedoch nicht.

Kleiner Tip: die Saline hat einen süßen kleinen Shop und ein tolles Kaffee.

Lui und Basti sind von dort aus weiter zum Strand es Trenc. Der wird seit Jahren in allem möglichen Reiseführern als Traumstrand beschrieben.

Maria und ich waren dort schon 2 mal und hatten wenig Interesse, sind also weiter nach Colonia Sant Jordi (ihr erinnert euch, Maria hat da mal n hotel eröffnet) und waren dort am Stadtstrand planschen.

Colonia Sant Jordi wird übrigens in vielen Reiseführern als hässlich beschrieben, kann gerne so bleiben, mehr für uns.

Basti und Lui hatten dann, als sie zum Abendessen am Stadtstrand zu uns gestoßen sind, auch ein eindeutiges Urteil: wären wir mal gleich mit gekommen.

Es Trenc ist naturbelassen. Das heißt voll mit Bergen von Algen. Und der „malerische Weg durch die Dünen“ ist n Trampelpfad durch Gestrüpp, nachdem man 7 Euro bezahlt hat um sein Auto zu parken.

Immerhin gibt es wieder kleine Strandbars und Toiletten. Das war eine Weile nicht so.

Versteht mich nicht falsch, es ist sicher das beste was dem Strand passieren kann wenn er in Ruhe gelassen wird. Das erreicht man aber nicht wenn tausende Touristen da lang latschen und sich wundern wo den nun der schöne Teil des Strandes ist.

Nach „ein wenig“ Rum und Kartenspielen (ich verliere irgendwie ständig und trotz meiner Rolle als Barkeeper bekomme ich keine Vorteile) gab es eine stürmische Nach mit Donner und Blitzen über dem Meer.

Dadurch war es heute Morgen etwas kalt und ich bin erst später zum. Schwimmen in die Bucht gegangen, diesmal aber mit Ria gemeinsam.

Heute sind wir mal getrennt unterwegs. Wir fahren gleich Nach Santanyi und dann wer weiß wohin, heute Abend vielleicht sogar ins Kino :).

Schwein gehabt…

Maria LIEBT Schweine! So sehr, das ihr beinahe mal eins zum Geburtstag geschenkt wurde.

In den letzten beiden Tagen haben wir anfangs nicht viel gemacht. Ich bin morgens jeweils komplett allein in der Bucht schwimmen gewesen, gemeinsam waren wir dann immer mal wieder an Pool und Bucht, und Maria hat herausgefunden das am Pool herum liegen (und Cocktails Trinken) Spaß macht.

Abgesehen davon waren Maria und Basti im Sportraum, den Rum los werden.

Heute mussten wir dann mal wieder etwas machen und sind nach Fresopolis gefahren.

Fresopolis ist erstmal eine Erdbeer farm bei der man frisch geerntete Erdbeeren kaufen kann, oder sie selbst ernten kann.

Nebenbei gibt es dann auch Gemüse, Obst und vor allem frische Kräuter, die nach dem selben Prinzip funktionieren.

Das wirkliche Highlight sind aber geführte Touren zu den Tieren des Hofes die in großen Gehegen gehalten werden und sich, unter Aufsicht, von den Besuchern anfassen und füttern lassen.

Neben Kaninchen, Hühnern, Ziegen, Eseln und Ponnys gibt es eben auch Schweine.

Und Ria LIEBT Schweine.

Eigentlich ist sie immer schon glücklich, wenn sie im Urlaub welche sehen kann. Das sie heute tatsächlich im Stall mit ihnen „Spielen“ durfte war natürlich ein Urlaubs Highlight.

Für uns andere war es wohl das 4 Tage alte Zicklein drei Gehege weiter :).

Eigentlich wollten wir jetzt im Restaurant des Hotels essen. Vor ein paar Jahren fand ich es recht schlecht, aber probieren kann man es ja.

Vor Ort erklärte uns der Kellner allerdings recht wirsch, dass jetzt nur saufen ist und es erst ab 19:30 essen gibt. Blöd mit Kind.

Es roch allerdings auch nicht wirklich appetitlich und wir genießen nun Pizza mit Meerblick auf dem Balkon.

Von Städten und Bergen…

In Palma sollte es noch bis Sonntag einen Mittelaltermarkt geben, außerdem war der Wetterbericht perfekt – also auf in die Stadt!

Wecker-früh ging es los nach Palma und in ein praktisches Parkhaus an der Kathedrale. Man fährt einfach von der Hauptstraße ab, direkt geradeaus, leicht nach unten, und schlendert keine Minute später ebenerdig auf den künstlichen See vor der Kathedrale zu. Einfacher geht es kaum.

Maria hatte uns eine schöne Tour durch die Altstadt zusammen gestellt und es ging ganz entspannt in der Sonne, vorbei an Läden mit mallorquinischen Leckereien und Tonarbeiten, aber auch Pimpkie und Hard Rock.

Durch den frühen Aufbruch hatten wir die Stadt eine Weile im Prinzip für uns und konnten diesen Zustand mit dem späteren Gewusel vergleichen. Fazit: lohnt sich!

Der Mittelaltermarkt sollte um 10:30 öffnen und wir waren um 11:00 dort.

Also im Prinzip gab’s da stinknormale Taschen und Schmuck und bis auf die Wimpel und Fähnchen hätte ich jetzt an jeden x beliebigen Markt gedacht. Dezente Enttäuschung.

Aber hey, der Essensstand sah spannend aus!

Wir sind dann in die Bar Coto gegangen um Mittag zu essen. Eine Entdeckung von unserer Hochzeitsreise vor 5 Jahren, die in Palma begann, und immer noch ein toller Ort!

Von Palma aus ging es über die Berge zum Kloster Miramar. Unterwegs passiert man die wunderschöne Stadt Valdemossa. Leider kann man auf der Zuwegung schlecht parken um gute Fotos zu machen, aber die Stadt ist absolut einen Besuch wert.

Im Kloster Miramar kann man im Prinzip so rein gar nichts von einem Klosterleben sehen, hat aber einen unglaublich tollen Ausblick auf die Westküste von Mallorca.

Von da aus ging es weiter nach Sóller. Ein recht langweiliges Städtchen mit kleinem, hübschen Kern und einer Straßenbahn die seit 1913 existiert.

Mit dieser sind wir nach Port der Sóller gefahren. An einer natürlichen Bucht gelegen, gibt es dort eine süße Hafenprommenade mit unzähligen Möglichkeiten auf ein gutes Essen, mit anschließendem Bad in der Bucht.

Wir hatten natürlich bereits zu viel Sonne getankt, schon gegessen und unsere Badesachen im Auto in Sóller.

Wenn der Weg von und nach Port de Sóller nicht immer so weit wäre, wäre auch das ein wirklich toller Urlaubsort!

Nun genießen wir den Sonnenuntergang vom Balkon und werden sicherlich die Flasche Rum leeren.

Morgen wird ein Pooltag. Unter Umständen lesen wir uns erst am Sonntag wieder.

LandStreicher…

Nach einem späten, ausgiebigen Frühstück bin ich heute runter an die Bucht gehüpft und hatte sie noch für mich allein, wahnsinnig schön. Mit einem Kleinkind hat der Begriff „spätes Frühstück“ ja auch ne ganz eigene Bedeutung.

Zurück die Klippe hoch, bis ins Zimmer, sind es übrigens 239 Stufen.

Während die anderen bis mittags an Bucht und Hotel blieben, sind Ria und ich ein wenig ins Fan Mallorca Shopping Center bummeln gefahren. Ich wollte neue Crocs, die alten waren im letzten Jahr in der Sonne geschrumpft und scheuerten ein wenig. Wie der Mann so ist: ja, ich habe wieder schön langweilige in dunkelblau bekommen, im Prinzip sehen sie aus wie die alten. Alles so wie es sein soll.

Im Fan kann man wirklich nett bummeln, einen riesigen Supermarkt gibt es auch und wenn die Damen mal wieder länger brauchen auch etwas Technik.

Wir haben uns entschieden dort zu essen. Rias essen kam nach einer kleinen Weile, meins als Ria fast fertig war. Also irgendwie…

Später haben wir uns mit den anderen in Porto Cristo bei den Cuevas Del Drach getroffen. Sehr schöne Tropfsteinhöhlen in die allerdings gefühlt 1000 Leute gleichzeitig geschubst werden. Neben dem üblichen Krimskrams einer Tropfsteinhöhle gibt es einen großen Platz an einem Unterirdischen See, an dem alle Besucher Platz nehmen und die Höhle dunkel wird. Das Personal achtet ab hier rigoros auf Dunkelheit und ist sehr direkt in seiner Ansage die Kameras und Handys aus zu lassen. Deren Licht stört nämlich den Eindruck dessen was kommt.

Ein Teil des Sees erhellt sich und drei Ruderboote, mit sanfter Beleuchtung, fahren mehrfach am Publikum vorbei und haben 3 Streicher und ein kleines Piano an Bord. Ein ganz wundervoller Moment.

Zum Abschluss des Tages ging es nach Cales de Mallorca, an den Strand der Cala Domingos. Umrahmt von hässlichen Bettenburgen und ein wenig übervölkert, findet sich hier ein sehr klarer, feinsandiger Strand der trotz allem ein wenig Träumen lässt.

Etwas höher gelegen gab es dann noch ein entspanntes Abendessen mit tollem Blick im Marinelli Beach Club. Er ist durchwachsen bewertet, ich denke aber wenn er halbwegs leer ist (wie heute), lohnt sich der Besuch. Das Essen ist solide, die Musik gut und der Kellner lacht mit den Kindern.

Wolken über Mallorca…

„Schlechtes Wetter“ im Urlaub kennen wir so eigentlich gar nicht. Aber es ist auch nicht wirklich schlecht. Nur ein bisschen bedeckt mit leichtem Regen. Mir persönlich gefallen die aktuellen 27 Grad ja besser als die 33 der letzten beiden Tage.

Das ein kleineres Unwetter aufzieht, haben wir gestern Abend schon beim Kartenspielen auf dem Balkon mitbekommen. Gegen 03:00 Uhr nachts rüttelte der Wind dann so sehr an den Fensterläden, das sie mich immer wieder geweckt haben.

Um die Uhrzeit dann nackt in den Wind raus lehnen und die Mechanik ergründen war auch spannend.

Danke für die grafischen Eindrücke? Aber gerne doch!

Unwetter auf Mallorca bringen von Zeit zu Zeit auch Sand aus der Sahara mit – deswegen auch das Einheitsbeige der meisten Bauwerke – und so auch heute.

Das Personal hat das Hotel geschrubbt, wir den Balkon und die Autos.

Nach einem ausgiebigen Frühstück bei launischem Himmel auf dem Balkon, ging es nach Santanyi zum Wochenmarkt. Der findet immer Mittwochs und Samstags statt und erstreckt sich über die ganze Altstadt.

Eigentlich ist auf Mallorca immer irgendwo Markt und man muss nur kurz online suchen um eine breite Auswahl zu haben. Santanyi kannten wir aber schon von einem vorherigen Besuch.

Pata Negra, etwas Salami und eine Tasche für Luise später war es Zeit für Mittag und unsere Wahl fiel auf das Sa Botiga.

Vorzügliches Essen (ich hab mir bei allen was geklaut), aber am Markttag nicht zu empfehlen.

Völlig überforderte Kellner brauchten 20 Minuten um unsere Bestellung aufzunehmen. Das Essen kam dann vergleichsweise zügig, die Getränke – trotz mehrerer Nachfragen – allerdings erst als wir mehr oder minder fertig waren. Muss man auch erstmal schaffen.

Basti und Luise sind von Santanyi ein wenig in Richtung Cala d’Or gekurvt damit der Kleine einen Mittagsschlaf hat, Ria und ich sind nach Colonia Sant Jordi gefahren und haben im Hotel Honucai einen Kaffee getrunken.

Warum dort? Naja, Ria hat das Hotel am 27.05.2018 eröffnet und wir wollten doch mal schauen was daraus geworden ist. Wir können sagen: es ist immer noch wunderschön.

Damals kamen wir an und auf einmal wurden alle ganz wuselig – eben weil wir die ersten Gäste waren. War ganz spannend, ein Foto davon findet ihr unten.

Colonia Sant Jordi ist ein Ort mit 2 Teilen. Der mit den beiden großen Bettenburgen am Meer und der kleine Stadtstrand mit Restaurants in denen auch einheimische Essen. Das Honucai liegt am Stadtstrand und bildet mit dem Rest einen eigenen, süßen Kosmos. Nur für unseren Trio zu 5. War es einfach nicht der richtige Ort.

Nun sind wir alle wieder zusammen da, wo man mindestens einmal im Urlaub gewesen sein muss: am Ballermann. Der Kleine baut Bettenburgen nach Vorbild der Schikenstraße, ich schreibe ein wenig und die Mädels planschen am Meer, während etwas weiter hinten um die Wette gesoffen wird. Urlaub in beschaulich.

Premiere im Blog!

First things first: so weit ich mich erinnere hat Basti tatsächlich großartige Laune beim – und nach – dem Spielen gehabt!

Ich habe ja gestern mehr oder minder bei der Anreise aufgehört und nichts mehr zur Unterkunft geschrieben.

Premiere: zum ersten Mal im Blog sind wir, besser gesagt ich, an einen Ort zurück gekehrt.

Im März 2019 war ich mit meiner Mutter im Ona Cala Pi und hier sind wir nun wieder.

Den anderen habe ich es als „mallorquinisch, in die Jahre gekommen, aber mit viel Charme“ beschrieben. Sie haben zugestimmt :).

Unseren Ausblick habt ihr gestern schon gesehen. Pool, Bucht, Meer. Alles dabei.

Nach einem großartigen Frühstück auf dem Balkon ging es für uns zu einem faulenzer Tag runter an die recht leere Bucht, ab und an in den Pool und irgendwann zu Ikea noch ein paar Kleinigkeiten kaufen die uns im Appartement fehlten (die Damen verlangten nach größeren Gläsern für die Longdrinks).

Viel mehr haben wir eigentlich nicht gemacht, testen uns gerade an der Bar durch und freuen uns auf die nächste Runde Karten.

Morgen melden wir uns, hoffentlich, von einem mallorquinischen Wochenmarkt, der Salzernte in Ses Salines und bestimmt auch noch mit einem Bild vom Strand.