Am Sonntag sind wir, nach ausgiebigem Frühstück, nach Fiss gefahren und haben dort unsere „SummerCard“ zum Glühen gebracht.
Muss man sich vorstellen, wie die Kurkarte in Deutschland. Nur in cool.
Je nach Region gibt es verschiedene Inklusivleistungen. Im Prinzip zumindest den öffentlichen Nahverkehr und Wander- oder Skibus, manchmal auch Bergbahnen.
Hier in der Region ist für die Bergbahnen ein kostenpflichtiger Zusatz nötig – die SummerCard Gold. Da sind dann für einen bestimmten Zeitraum eine Menge Bahnen und anderes mit drin und sie lohnt sich nach der 2. Fahrt (auf die wir allein am ersten Tag schon gekommen sind).
Angekommen in Fiss an der Talstation der Bergbahnen (es gibt 4, wovon 3 an selber Stelle sind), gab es erstmal eine große Überraschung: eine zentrale Kinderbetreuung für Urlauber. Wenn man also seine Brut mal loswerden will, aber keine Kinderbetreuung im Hotel (oder Oma und Opa) hat, dann kann man dorthin gehen. Hab ich so auch noch nicht gesehen, passt aber zum Rest in der Region.
Es gibt sie in 2 Orten und sie sehen wunderschön aus. Ist in der SummerCard sogar noch enthalten.
Nein, wir haben unseren kleinen Kobold nicht abgegeben :-).
Wir sind mit der Schönjochbahn hoch auf den Berg und haben das Panorama genossen. Außerdem gab es oben „Kunst am Berg“, einen Wanderweg über den Kam mit verschiedenen Kunstwerken und auch Bildhauern und anderen Künstlern, die gerade dabei waren, neue Kunstwerke zu erschaffen und sich dabei über die Schulter schauen zu lassen.
Außerdem das „Kinder-Bergwerk“. Wer jetzt denkt „Ja, macht Sinn, kleine Kinderhände kommen besser an die Edelsteine“ – nein, war einfach ein Spielplatz in Form eines Bergwerks. Mit Lohren, Schienen, Tunneln und Rutschen. ZIEMLICH cool!
Weiter ging es für uns zur Mittelstation der Seilbahn und dort zur Möseralm spazieren. Im Prinzip ein riesiger Spielplatz.
Von Murmelbahnen, über Wasserspiele, Hüpfburgen, Spielplätzen und mehr war einfach alles dabei und die Eltern hatten schattige Plätze bei Almdudler und leckerem Mittagessen.
Zurück im Tal gibt es eine Seilbahn rüber nach Ladis – also eher parallel zum Berg anstatt nach oben. Die haben Puschel und Maria genommen und wir haben uns dann in Ladis an der Talstation getroffen und den dortigen Spielplatz in Augenschein genommen.
Ja, es gibt wirklich überall Spielplätze. Großartige, gepflegt und sauber und – was mir daheim oft fehlt – meist mit Sinn und Geschichte dahinter.
Ein beheiztes, sauberes Klo ist meist auch nicht weit.
Aber man muss ja noch ein bisschen das Hotel genießen. Also waren Maria und Puschel erst noch im eiskalten Badesee am Hotel, dann alle zusammen auf dem dortigen Spielplatz und Puschel am Ende, vor dem Abendessen im Kidsclub. So langsam wird’s Urlaub.
Am Montag war es dann Zeit für den Kaunertalgletscher – auch wieder in unserer SummerCard enthalten und eine ziemliche Naturgewalt.
Man fährt zuerst durch ein langgezogenes Tal, bis es etliche Serpentinen erst zu einem Stausee nach oben und dann bis an den Gletscher auf 2.500 m nach oben geht. Unterwegs kann man sich vor spektakulären Ausblicken gar nicht retten, sieht aber auch die Überreste von schweren Geröllawinen und bekommt einen kleinen Eindruck der unglaublichen Naturgewalten.
Oben am Gletscher gibt es, natürlich, eine Seilbahn bis fast nach ganz oben. Dort angekommen kann man, ähnlich der Zugspitze, die Landesgrenze übertreten. Nur eben nicht nach Deutschland, sondern nach Italien. Und bis in die Schweiz blicken kann man auch.
Beim Mittagessen an der Talstation (ja, da war ein Spielplatz) konnten wir dann noch die Gruppe Sportwagen (Ferrari, Porsche usw.) mit britischem Kennzeichen bewundern. Es waren bestimmt 20 Stück und der Kobold wurde eingeladen, in einen McLaren zu klettern, aber das war ihm dann doch nichts.
Was für ein spannender Tag!
Ein kurzer Abstecher in den Kids Club und ein langer ins Schwimmbad später und schon wurde es Zeit für ein erholsames Nickerchen – also fürs Kind. Da wir irgendwie nicht durchgesetzt haben, dass er in seinem eigenen Zimmer schläft, haben wir öfter mal nen Zeh in der Nase.
Was wir gestern gemacht haben und welche Abenteuer uns heute erwarten, erfahrt ihr morgen – oder so :-).









