Ne was? Ja, ne U-Bahn!
Nach dem tollen Abenteuer auf dem Gletscher ging es am Mittwoch für uns in den Untergrund.
Der Ort Serfaus ist an vielen Stellen autofrei und hat, um die Bewegung der Touristen von den am einen Rand gelegenen Parkplätzen zu den am anderen Rand gelegenen Seilbahnen zu steuern, seit 1985 die Dorfbahn Serfaus, die in den letzten Jahren in U-Bahn Serfaus umbenannt wurde. Samt entsprechend blauen Schildern.
Das Ganze ist an sich eine Standseilbahn, die jedoch unterirdisch verläuft, mehrere Stationen hat und auf Luftkissen fährt. Kostenlos. Ziemlich spannend für kleine und große Nerds und sicher ein kleines Highlight des Urlaubs.
An der Talstation haben wir dann wieder unsere Summer Cards gezückt und sind ab auf den Berg.
Maria wollte die Komperdell / Lazidbahn am liebsten gleich mehrfach fahren, so modern und angenehm gepolstert waren die Gondeln.
Oben auf 2.350 m angekommen, gab es nicht nur einen schönen Ausblick, sondern für die Kinder auch einen Riesen Buddelkasten, in dem sie – mit bereitgestellten Werkzeugen – Fossilien ausgraben konnten. Die haben hier aber auch Ideen…
Wir sind dann wieder zur Zwischenstation Komperdell gefahren und von da aus den kurzen Weg zum Murmliwasser gelaufen. Das Murmliwasser ist ein riesiger Abenteuerspielplatz, bei dem sich alles um Murmeltiere dreht. Ein Gehege für eben diese entsteht gerade und passenderweise hatten wir am Vortag auch eins vom Auto aus gesehen, als wir zu Gletscher gefahren sind.
Alle Angebote am Murmliwasser aufzuzählen würde die Seite sprengen, aber von geheimen Tunneln mit Blick unter Wasser in den kleinen See, Gold schürfen, Edelsteinminen, Murmelbahnen, Flößen und den „normalen“ Spielgeräten war echt alles dabei.
Nur das gastronomische Angebot war enttäuschend. Fast schon so schlecht, man hätte meinen können, man sei in Deutschland.
Macht nichts – geht’s halt 30 Minuten zu Fuß bergab zur Erlebnisalm Hög und dem dortigen Restaurant. Meine Güte, das war zwar recht teuer, aber auch Sau lecker! Mit Blick auf einen See, Tretbooten, Floßrennstrecke, Kuhherden und auch hier wieder vielen Spiel- und Erholungsangeboten.
Hier wird so viel für Familien geboten, die Frage, im Leben nochmal irgendwo anders hinzufahren, stellt sich eigentlich fast kaum… also, so lange man nicht nochmal was anderes sehen will.
Aber ehrlich: die Preise sind alle günstig bis „im Rahmen“, die Leute freundlich, Natur und Kultur schön und man fühlt sich überall umsorgt. Besser geht’s mit Kind eigentlich nicht.
Auf unserem Weg kamen wir noch am Murmliweg vorbei, den haben wir allerdings links liegen gelassen – wir hatten Hunger.
An der Hög gibt es eigentlich noch eine Sommerrodelbahn. Die soll ebenfalls sehr gut sein, war bei unserem Besuch allerdings geschlossen.
Zurück im Hotel ging es für den kleinen Entdecker direkt in den Kids Club – immerhin stand ein Tierforscher-Ausflug an. Gemeinsam mit den Betreuern gingen einige der Kobolde mit Lupen bewaffnet um den Ort und berichteten hinterher von Spinnen, Schnecken und anderem spannenden Getier.
Der Besuch im Spaßbad des Hotels durfte natürlich gestern, wie heute, nicht fehlen.
Zuvor ging es für Puschel und Maria aber noch in den See neben dem Hotel. Für mich nicht, ich bin ja nicht verrückt.
Da uns heute ein paar Wolken ins Haus standen, haben wir entschieden, eine nicht allzu weit entfernt liegende „Abenteuerburg“ zu besuchen. Leider gab es allerdings eine nicht in den Navis liegende Baustelle und wir mussten feststellen, dass es ein Erreichen der Burg von der Umleitung (die über die Schweiz ging) sehr anstrengend gewesen wäre. Wir haben also entschieden, weiter nach Italien zu fahren und den Retschensee mit seinem Kirchturm von Altgraun zu besuchen.
Als wir das letzte Mal da waren, war Puschel noch im Bäuchlein :-).
Zurück aus Italien ging es natürlich sofort in den Kids Club. Immerhin stand Verstecken auf dem Programm.
Das Kind wollte danach eigentlich direkt an den Pool, aber wir haben entschieden, dass heute noch etwas Bewegung fehlt und haben einen Kinderwanderweg in der Nähe abgewandert. Ganz nette Ideen, aber auch nicht überwältigend. Das Kind hatte mit dem Weg wirklich keine Probleme – und wir nur wenige :-).
So, ich muss mal in den Kidsclub, das Kind abholen. Da ist grad Bergentdecker-Abend. Nein, wir zwingen es nicht dazu, es will da – meist – völlig von allein hin.










