Auf zum Beduinendorf…

Das ist doch Touristennepp. Oder?

Das Planschen im Roten Meer hat echt Spaß gemacht und war aufgrund des Zeitplans etwas kurz.

Das Resort hat zwei künstliche Landzungen und dadurch recht viel Platz mit unterschiedlichen Ecken am Meer. Dazu noch überall Bars, so kann man es aushalten.

Um 12 kam unser Transfer zum Quad fahren. Auf ging es in einer 30 Minuten Fahrt zum Quad Stützpunkt in der Wüste.

Markus hatte uns bei einem lokalen Anbieter etwas gebucht und vor Ort gabs etwas Verwirrung, wer jetzt für uns zuständig ist, aber da sortierte sich dann auch.

Der Stützpunkt ist nur über einen Checkpoint und einen Weg durch die Wüste dahinter zu erreichen. Man kann also nicht mal eben ein Taxi dahin nehmen, sondern ist eher auf den gebuchten Transfer angewiesen. Auch wenn man da wegwill.

Es haben verschiedene Firmen ihren Sitz dort und alle bieten mehr oder minder das Gleiche an.

Nach einiger Wartezeit (davon sollte es noch viel geben) und einer kurzen Einweisung ging es los zur Quadtour. Wir waren etwa 20 und sind immer schön im Entenmarsch durch die Wüste.

Das war ganz nett und hat auch Spaß gemacht, aber ein wenig Langeweile kam dann auch auf.

Bis zum Fotostopp, den der andere Teil der Gruppe gebucht hatte. Ein kurzes Gespräch und ein wenig Trinkgeld später hat unser Guide uns von der Gruppe losgelöst und wir konnten die Quads so richtig genießen. Irgendwann wurde es so staubig, das wir die Huckel und Senken nur noch an den Bewegungen des Vorausfahrenden erkennen konnten. Geil.

Zurück am Stützpunkt wurde wieder ein wenig gewatet und dann ging es zur zweiten Tour. Diesmal mit Buggys. Die war allerdings echt nicht der Rede wert und die Möhren ziemlich durch.

Also zurück, wieder warten und dann 40 Minuten mit einem Jeep durch die Wüste zum Beduinendorf.

Jaja, von wegen Beduinendorf. Irgendwas Künstliches für die Touris. Denkt man und so sieht es auch aus, wenn man ankommt. Eigentlich noch schlimmer.

Da sind einfach ein paar Stallungen hingemauert Frauen backen n bissel Fladen, Männer reichen Tee und das wars dann auch. Ey Leute, gebt euch doch wenigstens Mühe.

Achso. Das obligatorische Kamel in der Runde reiten gabs natürlich auch.

Dann aber geht es mit dem Guide den vermüllten Berg hoch und nun wird es spannend.

Neben einem tollen Blick auf die umliegende Wüste und die Berge entdeckt man immer mehr kleine Hütten in den verschiedensten Tälern. Im Normalfall sehr klein und gemauert. Meist einzeln, teils auch in Ansammlungen. Je weiter man schaute, umso vereinzelter wurden sie und dadurch, dass sie zwischen den Bergen versteckt waren, war es schwer, ihre Zahl zu schätzen.

Der Guide nutze die Zeit, um ein wenig über das Leben zu erzählen. Im Prinzip einfach eigene Gemeinschaften mit ihren eigenen Regeln und meist sehr unter sich. Hier halt mit den Touristen als Einkommensquelle.

Zurück ging es wieder mit dem Jeep zum Stützpunkt und zum nächsten Warten. Man hätte auch eine Quadtour zum Beduinendorf buchen können und ich denke, das ist die bedeutend spaßigere Variante. Aber auf den Dingern pro Richtung eine Stunde durch die Wüste zu brettern kann sicher auch anstrengend werden.

Irgendwie hing da auch die ganze Zeit ne Gruppe von mindestens 50 völlig abgedrehten Chinesen rum, bunt und n bissel wild gekleidet. Von der Prinzessin bis zum Cow Girl war alles dabei und überall hin wurde Beleuchtung für abgefahrene Fotos und Live Streams zum Präsentieren von Kosmetik und sonstigem Krempel geschleppt.

Im Stützpunkt wurde es irgendwann Zeit für ein ziemlich leckeres Abendessen vom Grill. Als nächstes kam der an sich recht langweilige Bauchtanz, aber die chinesischen Touristen enttäuschten nicht – die haben einfach nach 3 Minuten in Schaaren die Bühne gekapert und mitgetanzt. Mit Beleuchtung natürlich.

Das Ganze gipfelte dann in Anstalten der Brüste der Bauchtänzerin durch einige Frauen – ob die echt sind??

Wirklich skurril, aber die Tänzerin hat es gut gemanaget. Passiert das hier öfter???

Als Nächstes kam noch eine kleine, aber wirklich gute Feuershow und auf einmal musste nicht mehr gewartet werden, sondern Licht an und alle bitte so schnell wie möglich zu ihren Transfers.

Für uns ging es nach einer kleinen Pause weiter in eine Bar, die Markus aus seinem letzten Urlaub kannte. Es wurde gute Atmosphäre und besserer Alkohol versprochen.

Sagen wir mal: Mein Mojito war noch schlechter als im Hotel, aber gekesselt hat er definitiv. Ich war fast so weit, die Tanzfläche bei 90er Songs der schlechtesten Sorte mit lauter Deutschen zu kapern.

Zurück im Hotel haben wir den letzten Rest der White Night mitgenommen. Nachdem wir uns umgezogen hatten, ohne weißes Shirt wollten die uns da echt nicht rein lassen. War aber gut.

Jetzt verbringen wir den Sonntagvormittag am Strand, schnorcheln, trinken Bier und freuen uns auf unseren Transfer zum Hamam am Nachmittag.

Außer Ray, der liegt mit ner Grippe flach und genießt das Zimmer.

Maria hat mich noch gebeten, euch auf den Instagram-Account einer Freundin hinzuweisen, die ein halbes Jahr auf Reisen gegangen ist. Die hängt grad in Mexiko rum:

https://www.instagram.com/sind.dann.malweg/profilecard/?igsh=MXdjMDUwOWpraXdzMw==

Unorganisiertes Chaos…

Naja, so schlimm isses nu auch nicht. Aber ich bin zum ersten Mal in Ägypten und dann eben doch Deutscher mit ner „Hotel Vergangenheit“.

Aber first things first. Unser Gate am Lieblingsflughafen war C14. Erst mal eine Etage hoch zur Pass Kontrolle, weil Non-Schengen Flug dann immer schön den Gang runter und suchen, bis du merkst C14 ist irgendwo an nem Treppenhaus ausgeschildert und dann dieses 2 Etagen runter, um zum Bus zu kommen. Wer hat diesen Flughafen geplant?

Superpünktlich und mit gefühlt weniger Beinfreiheit als bei Ryanair ging es mit Condor auf in den Süden.

Die Reihe hinter uns war leer und so konnte jeder so sitzen wie er wollte, das war ganz praktisch.

Der Flug war ruhig, leider bis Ägypten aber auch ziemlich bewölkt, ab Kairo gabs dann aber vom Nil bis über die Berge ordentlich was zu gucken. Hauptsächlich einfach leeres Land, aber dafür war das auch sehr spannend zu sehen.

Über Hurghada gabs n paar Kurven und so konnte jeder sehen aus was die Stadt besteht: ein Resort nach dem anderen und wahnsinnig blaues Meer. An sich zu erwarten, aber die geballte Künstlichkeit ist dann doch überraschend.

Das obligatorische Visum für die Einreise hatten wir vorab online erledigt und mussten uns hier nicht in die Schlangen einreihen. Der offizielle Schalter ist mit anstehen und kostet 25 €, die Händler direkt daneben machen das auch für dich. Geht schneller und kostet 35 €. Außerdem darf natürlich die im Flugzeug ausgehändigte und auszufüllende Einreiskarte nicht fehlen. Steht genau dasselbe drin, aber wen störts.

An der eigentlichen Einreise wurde davon natürlich nichts geprüft, sondern einfach nur gestempelt. Direkt dahinter steht dann, wer der unbedingt diesen Stempel sehen will.

Der gebuchte Transfer (war günstig) war natürlich nicht da. Aber über WhatsApp konnte das schnell geregelt werden und ab ging es ins Resort.

Fazit von 15 Minuten Fahrt durch Hurghada: Ich fahre hier definitiv nicht Auto und es reizt auch absolut nicht, das Resort zu verlassen (Luxor und Co sind einfach zu weit weg). An sich auch keine Überraschung, aber ein wenig schade dann doch.

Matthias hatte sich in Berlin im Duty Free noch mit vernünftigem Alkohol eindecken wollen (gute Idee, wie ich vor Ort feststellen musste, es gibt fast nichts importiertes und wenn, dann zu wirklich absurden Preisen. Campari White für 456 Dollar ist schon sportlich). Dabei ist ihm ne Flasche Rum aus der Verpackung gerutscht und zerbrochen. Ärgerlich aber war noch vor dem Kauf und der Laden war gewohnt kulant.

Die zweite Flasche ist ihm dann direkt vor dem Flughafen Hurghada aus der Verpackung gerutscht. Naja, wir hatte was zu lachen, Matze keinen Alk.

Im Resort angekommen wurde es dann spannend. Ich geh jetzt nicht auf die Kette der Ereignisse ein, aber von: wir brauchen eure Daten per Web Formular, oh, die sind nicht angekommen, wir brauchen den Voucher per Mail, der ist nicht angekommen, hier sind eure Pässe, das sind nicht unsere, das Zimmer ist nicht fertig, geht mal essen, ah, Gerade angereist geht mal essen, das Zimmer ist nicht fertig und einem Doppelbett mit 120 cm Breite war echt alles dabei.

Ein paar Stunden später passte alles und wir haben das Resort erkundet.

Also der lokale Alkohol ist widerlich, ich bleib beim Bier, das geht.

Die Anlage ist ganz schön, liegt direkt am Meer und es ist immer irgendwo Party in verschiedener Qualität. Ein kleiner Rave am Strand samt Holi Farben war ne witzige Idee. Warum Kamel Max da jetzt mit rumlungert musste, hinterfragen wir jetzt mal nicht.

Das Essen ist so lala. Qualität ist mehr als ganz OK, Auswahl toll, Ausführung für meinen westeuropäischen Gaumen allerdings noch gewöhnungsbedürftig.

Am Abend haben wir uns dann auf die Terrasse verzogen und Matze hat noch ein wenig Whiskey (er war mit nem Uber zu nem Duty Free Shop gefahren, da kann man bis 48 Stunden nach Einreise einkaufen, braucht aber sein Flugticket) genossen.

Jetzt ist es hier kurz nach 11 Uhr, wir waren das erste Mal im Wasser. Gleich kommt unser Transfer und es geht zur Quad und Jeep Tour.

Ach: Basti ist jetzt 40!

Walk like a german…

Basti hat morgen Geburtstag. Nen Runden.

Seine Frau Maria weiß, dass er wahnsinnig gern wegfliegen würde, das ging aber auf den ersten Blick nicht, weil die Schule schon wieder angefangen hat und eins ihrer Kinder schulpflichtig ist.

Auf den zweiten Blick fiel ihr ein: Peter ist doch für jeden Mist zu haben, so lang es ein Flugzeug beinhaltet!

Da man so nen Geburtstag nu nicht unbedingt mit 2 Männern feiern muss, haben wir weiter rum gefragt. Lust hatten wirklich viele – Zeit nur wenige. Aber nun sind wir zu 5. und hocken am Flughafen.

Die Zielfindung war spannend und gewohnt von mir diktiert.

Während Ray inzwischen nicht mal mehr fragt, wo es eigentlich hingeht (na ja, ein paar Tage vorher, manchmal doch) und Basti eh kein Mitspracherecht hatte, weil er bis gestern noch von gar nichts wusste, hat Matthias Einwände erhoben. Na so was!

Aber: Er hatte tolle andere Ideen und wirklich großartig mitgestaltet.

Für jemanden, der sagte „Ägypten kommt bei mir gleich nach Nordkorea und Villingen-Schwenningen“ wirklich klasse.

Ich weiß gar nicht mehr, was Markus von all dem hielt, aber er sitzt hier und meckert nicht, scheint OK zu sein.

Basti hat also gestern erfahren, dass er ein paar Tage weg ist und ich habe ihn heute Morgen um 04:00 Uhr eingesammelt. Jetzt hocken wir alle am BER und warten, dass es losgeht. Unser Flieger nach Hurghada soll um 07:00 Uhr starten und um 12:30 Ortszeit ankommen, schauen wir mal.

Vom Mallorca Trip neulich haben Ray, Basti und ich noch Gutscheine aufgrund einer Verspätung von etwas über einer Stunde (ihr erinnert euch, hatte ich beim Seattle-Urlaub im Sommer erwähnt, gabs über die Reiseversicherung) und wir haben uns grad noch bei Mövenpick mit etwas Frühstück eingedeckt. 69 € Gutscheine waren dann doch für ein paar Brötchen gut ;).

Jetzt lehnen wir uns erst mal zurück, verdauen das erste Bier und freuen uns auf unseren Kurzurlaub in Hurghada.

Wird uns die Rache des Pharao erwischen?

Dosenbier…

Wir sitzen am Flughafen und warten auf unseren, leicht verspäteten, Flieger und haben ein Problem.

Ray will Bier, aber nicht aus der Dose und außerdem ein anderes als das hier allgemein vorrätige.

Naja, wenn’s sonst nirgendwo drückt.

Wir sind gestern Abend von der Terrasse ins Wohn- äh Schlafzimmer umgezogen, es hatte angefangen zu regnen. Nach der 10. Ankündigung jetzt ins Bett zu gehen haben wir Sumit in Berlin noch eine Sprachnachricht geschickt und dann wirklich ab die Falle.

Heute Morgen hat es weiter geregnet und so fällt der Abschied von Mallorca leichter.

Es war ein wirklich schönes und entspanntes Wochenende und wir sind schon gespannt wo der nächste gemeinsame Ausflug hingeht.

Schön das ihr wieder dabei wart. Wir lesen uns im Januar.

Eine Seefahrt die ist lustig…

Als wir gestern in Colonia St Jordi waren habe ich mich erinnert wie viel Spaß es damals mit Ria gemacht hat, als wir uns dort ein Boot ausgeliehen haben.

Gestern war bei 2 verschiedenen Anbietern keins verfügbar (klang mehr nach „keine Lust“), also haben wir uns eins für heute reserviert und sind nach dem Frühstück aufgebrochen.

Nach einer kurzen Einweisung (du weißt wie das funktioniert? Verlier den Anker nicht, kostet 50 €), sind wir in unserer Nussschale um Colonia herum geschippert und haben uns es Trenc angeschaut.

Wird immer mal als schönster Strand der Insel beschrieben, find ich überbewertet.

Weiter ging die Fahrt zurück an Colonia vorbei und bis hinunter zum Strand es Caragol. Der ist wirklich wunderschön und wir sind nah genug ran um vom Boot zu hüpfen und stehen zu können.

Tief blaues Meer, weichester Sand Boden, Sonne… was will man mehr?

Ah! Da war dann noch das Pärchen das am und im Wasser ein Nacktshooting veranstaltete.

Auf dem Rückweg haben wir noch an einem weiteren Strand halt gemacht und das Boot nach 4 Stunden wieder abgegeben.

Ab zurück zum Stadtstrand, wir hatten Hunger (und nur begrenzte Biervorräte auf dem Boot). Nach einem recht leckeren Snack war es Zeit den anderen die nicht ganz so schönen Ecken der Insel zu zeigen. In diesem Fall Cala d‘Or.

Der Ort liegt eigentlich malerisch um verschiedene Buchten herum, besteht aber aus tausenden Ferienwohnungen und Hotels und es fällt schwer sich vorzustellen das die, durch die Enge der verschiedenen buchten in ihrer Größe begrenzten, buchten ausreichen um mehr als Massenmenschenhaltung darzustellen. Aber Geschmäcker sind ja verschieden.

Unser letzter Stop war eine Eisdiele in Porto Colom. Ganz ok, aber nichts besonderes. Schade eigentlich. Um die Ecke liegt das Hotel eines schlechten und nuschelnden deutschen Schauspielers mit Alkoholproblem. Sieht ganz nett aus, aber die Lage enttäuscht.

Jetzt sitzen wir im Cas Busso, einem Restaurant mitten im nirgendwo, das wir 2021 mit Lui und Basti entdeckt haben. Auch wenn „uninspiriert“ für den Service noch viel zu nett wäre, das Essen ist wahnsinnig lecker. Ich freu mich ja morgen zu Ria und Puschel heim zu kommen, aber die mallorquinische Küche würd ich gern mitnehmen.

Inselrunde…

Naja, ne ganze Runde haben wir noch nicht geschafft, aber ein paar Ecken der Insel haben wir schon gesehen.

Gestern Abend bin ich mit Ray, Basti und Christoph nach Mallorca geflogen.

Glücklicherweise war das Meisterwerk von Flughafen in Berlin recht leer und wir mussten nur gefühlte 20 Minuten an der Sicherheitskontrolle anstehen. Einer von uns hatte wohl nen Satz Inbus Schlüssel dabei.. (Watt wolln Sie den Abschrauben?), durfte sie aber behalten.

In Berlin ist es ja relativ egal wie viel zu spät ein Flieger kommt, er wird trotzdem als pünktlich angezeigt und an den billig Gates in Terminal 2 wirst du eben zur geplanten Zeit in den Keller gesperrt und darfst dann da kuscheln, aber mit der richtigen Gesellschaft ist das dann auch lustig.

Weniger lustig war die Flugbegleiterin die meinte mein Rucksack müsste unter den Sitz, die Fächer oben seien für die Trolleys der anderen. Habe sie aber natürlich aufgeklärt und so konnte mein Rucksack bleiben wo er war.

Durch die Verspätung waren die Supermärkte auf der Insel schon zu und wir sind direkt zur Unterkunft gefahren.

Das Castell Bohio ist eine total spannende Mischung aus Haus und kleiner Burg und hat einen ganz eigenen mallorquinischen Charme (stilecht knarrt alles und es riecht ein wenig muffig, aber Platz, Ausblick und Gastgeber sind einfach großartig).

Wir sind zu viert und haben 3 Schlafzimmer. Einer von uns hat also entschieden im Wohnzimmer auf der Couch zu schlafen. Endlich bin ich mal nicht der schrägste der Gruppe.

Wir sind dann fix nach Arenal, haben in einem fragwürdigen Restaurant gut gegessen (also meine Spagetti waren gut, die Pizzen der anderen waren so la la) und dann festgestellt das wir nach 21:30 kein Bier für die Unterkunft mehr kaufen können. DAS war ein komischer Abend auf der Terrasse!

Reiseführer Peter hat die Gruppe am Morgen nach Llucmajor gelotst und dort gab es ein großartiges Frühstück.

Auf Mallorca ist ja jeden Tag irgendwo Markt – so eben auch heute in Llucmajor und ich freue mich sehr auf meinen Schinken zum Frühstück in der Unterkunft morgen.

Weiter ging es nach Colonia Sant Jordi. Wer schon länger mitliest, der weiß es: Ria hat da mal ein Hotel eröffnet hat.

An diesem vorbei sind wir einmal um den Stadthafen geschlendert und dann am Stadtstrand ins Mittelmeer gesprungen.

Naja… einer brauchte etwas deftigere Worte von mir und ein grinsen einer anderen Urlauberin, aber irgendwann waren wir alle drin.

Um eine kleine Runde daraus zu machen sind wir dann weiter nach Sóller gefahren und haben hierbei die Route über Valldemosa und Deia genommen. Viel schöner geht es eigentlich nicht. Ich wollte am Monastir de Miramar halten, aber das hatte leider bereits geschlossen.

Der geneigte Halbinsulaner ahnt es: von Sóller ging es weiter mit der Tram nach Port de Sóller. Hier hatten wir ein fantastisches Abendessen und sind dann Kugelrund mit dem Taxi zurück zum Auto gefahren.

Zurück im Castell Bohio sitzen wir nun auf der Terrasse und schweben, je nach Vorliebe, zwischen Bier, Gin Tonic und Mokka Eclairs.

6 Grad sind irgendwie sau kalt…

Von wegen das Wetter stabilisiert sich, … es ist sau kalt und es regnet in Strömen. Aber das Kind hat Spaß, also alles in Butter.

Gestern Vormittag haben wir den kleinen wieder in die Kinderbetreuung verkauft (Au jaaaaa!), ich hab das süße nichts tun genossen und Maria hat wieder das Fitnessstudio malträtiert und sich an den Augenbrauen rumspielen lassen.

Am Nachmittag kam dann was in Oberwiesenthal eigentlich kommen muss: wir sind mit der Eisenbahn gefahren. Der Plan war nach Unterwiesenthal zu laufen und von dort die Bahn zu nehmen, aber das Kind war nach dem Mittagsschlaf ein ganz klein wenig gnatschig und so wurde die Zeit knapp. Also hat Maria uns mit dem Auto gefahren, sogar einen Bahnhof weiter und ist dann mit dem Auto zur Endhaltestelle und hat uns dort in Empfang genommen.

Man war die Fahrt aufregend! Nicht nur das es alte Züge und Lokomotiven in Schmalspur sind, man ist den Zügen auch wirklich nahe – kein Bahnsteig, einfach nur ne Schotterpiste ;-).

Puschel und ich fanden die Fahrt extrem spannend. Nicht nur das wir den Zug und die Landschaft genießen konnten, es gab vom Fenster aus auch Pferde und Alpakas zu bestaunen.

Den Abend haben wir dann noch ein wenig in der Spielscheune verbracht und sind dann alle glücklich ins Bettchen gefallen.

Heute war es im Prinzip dasselbe Spiel: Kind rast begeistert in die Kinderbetreuung, Papa haut sich hin und liest ein bisschen – nur das Mama heute auch auf der faulen Haut lag.

6 Grad und massiver Regen führten dazu, das wir heute eigentlich außer 2 kurzen Runden rüber zum Ponyhof und Streichelzoo, um durch die Pfützen zu springen eigentlich gar nichts weiter gemacht haben. Aber etwas Ruhe tut uns allen gut und vor dem Abendessen gab es noch mal den Pool zu erobern.

Morgen geht es nach Haus und wir freuen uns drauf. Unterwegs machen wir noch einen Abstecher ins schöne Mistelgau und freuen uns auf eine Einschulung.

Wir haben unseren Aufenthalt in Oberwiesenthal und im Elldus Resort wirklich sehr genossen. Die Zimmer sind riesig, das Personal ist toll und es wird jede Menge geboten. Die Lage von Haupthaus und Zimmern ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und das Essen ist mehr so ein „na ja“ als alles andere. Aber alles Gute hat man nie beisammen und wir freuen uns, irgendwann wieder zu kommen.

Vielen Dank das ihr wieder mit dabei wart! Wir lesen uns im November.

Und dann war da noch das Aquarium…

Man muss ja auch mal raus.

Während ich hier auch viel über das schreibe, was wir außerhalb des Resorts machen, so ist wohl doch klar, das wir die meiste Zeit hier sind. Von (Kinder-) Spa über große Trampoline, Mini Golf, Stockbrot am Saloon, Kinderbetreuung bis hin zur Spielscheune ist ja alles da und Urlaub mit Kind heißt nun mal in allererster Linie den kleinen Wirbelwind glücklich zu halten.

Am Dienstagnachmittag (Vormittags gab es „Kinderklub, au jaaaa!“) sind wir also losgestiefelt. Diesmal nicht die sprichwörtlichen 7 Meilen, sondern einfach nur über die Straße und an einer Schule vorbei, da ist auch schon das Sportcenter am Fichtelberg. Sieht ungefähr so aus, wie es klingt, riecht auch ein bisschen so.

Witzigerweise sieht die Konstruktion des Gebäudes bei genauerer Betrachtung von innen bedeutend moderner aus als von außen. Aber vielleicht will man sich auch einfach in den letzten Rest mief einreihen (Ich rede von dir, Ahorn Hotel am Fichtelberg. Wer auch immer jetzt deine Außenbilder googled, weiß, was ich meine).

Für uns ging es jedoch nicht zum Sport, sondern ab in den Keller. Da findet sich eine große Bowlingbahn mit aufmerksamem Personal und schönen Ideen, das Ganze ansprechend zu gestalten (wissen wir, weil es da Eis gab) und eben auch das Aquarium. Wie das jetzt zu Oberwiesenthal passt, sei mal dahin gestellt, aber das Kind hatte einen riesen Spaß. Da wurde von Fisch zu Fisch gerannt, die Piranhas etwas argwöhnisch beobachtet und beim Krokodil musste Papa ein wenig streicheln.

Was für den Kleinen wirklich toll ist, ist für die Großen etwas trostlos und das ein- oder andere Statement am Eingang zu Kartenzahlung (machen wir nicht, verpestet die Umwelt) und Ukraine Krieg (die üblichen AfD-Parolen dazu) lassen die Entscheidung, Geld dort zu lassen, doch etwas überdenken, aber das erklärt man nem 2-Jährigen nicht unbedingt wenn man schon halb drin steht.

Abgesehen davon ist die Auswahl an Fischen, Heuschrecken, Korallen und anderem Getier (hat da wer Vogelspinne gesagt?) schon ganz spannend und nach ner Weile vergisst man ein wenig das man grad auf schlecht gestrichene Pappwände starrt und so ne Mischung zwischen Keller und Schimmel in der Nase hat.

Zurück im Hotel konnte Junior es kaum erwarten, noch mal in die Spielscheune zu rennen und zu beweisen, das Knochen in dem Alter noch ne recht flexible Angelegenheit sind und seine Eltern inzwischen echt alt. Am liebsten rennt er zwischen 2 Stangen durch und lacht sich tot, wenn der dicke Papa sich dahinter durchquetscht.

Am Mittwoch haben wir es etwas ruhiger angehen lassen – das Haus ist inzwischen voll mit Klein- und Kleinstkindern und das merkt man an Gewusel und Lärmpegel und der Kleine brauchte mal ne Pause von der ständigen Reizüberflutung. Am Vormittag waren die Eltern also im Pool ein wenig planschen, der kleine noch in „seiner“ Kindergruppe und am Nachmittag ging es für alle hinaus ins Zentrum der Stadt. Hier hat das Hotel 2 Außenstellen.

Zum einen ein Café, in dem das gebuchte All inclusive für Kaffee und Kuchen (beides wirklich sehr gut im Café) ebenfalls gilt und dann noch einen Laden für wirklich süße kleine Geschenke und Co. Die total toll sind, aber kein Mensch braucht. Sehr schön zum Bummeln, auch bei schlechtem Wetter.

Nach einem kurzen Abstecher zum Bahnhof und 3 kurzen Abstechern zu den nächsten Feuerwehrwachen, ging’s dann zurück ins Hotel und wir haben mal im Zimmer gegessen, um dem ganzen Trubel weiter fern zu bleiben.

Das Wetter stabilisiert sich grad ein wenig zu leicht grau, leicht hell und ab und an ein kleiner Schauer, schauen wir mal, was wir heute so treiben.

Der Herbst ist da…

Und das Kind freut sich wie Bolle. Aber von vorne (oder Sonntag).

Die Wetteraussichten für den Urlaub waren trübe und irgendwie haben wir nicht an die Sonnencreme gedacht. Und während es hier an sich wirklich alles gibt, Sonnencreme haben sie nicht da. Blöd an einem sehr sonnigen Sonntag, an dem hier nicht wirklich was zum einkaufen geöffnet ist.

Der Plan war, einen entspannten Vormittag im Hotel zu verbringen (na gut, das Kind ist hier nie wirklich entspannt, sondern rast von Highlight zu Highlight) und am Nachmittag auf den höchsten Berg der DDR zu fahren.

Wie Peter aber so ist, hat er nach dem Frühstück gesagt, das wir jetzt auf eine kleine Abenteuertour gehen. Immerhin sollte gleich die Fichtelbergbahn im Ort ankommen und das Kind liebt 4 Dinge: Feuerwehr, Essen, Motorräder und eben Eisenbahnen. In der Reihenfolge.

Also auf Komoot schnell nach dem kürzesten Weg ins Zentrum mit ein wenig Ausblick geschaut, Bollerwagen geschnappt und losging es.

„Ist das wirklich der Weg“? Fragte Maria.

„Also laut Komoot schon, guck mal, da ist ein Trampelpfad“. Sagte Peter.

Ja, war auch so. Nur das der Trampelpfad irgendwann ziemlich steil und ziemlich verwildert wurde, die Sonne brannte, wir nur Wasser für das Kind und schon mal gar keine Sonnencreme dabei hatten. Ganz großartig.

Wir hatten bei unserem kleinen Abenteuer hinunter zum Bahnhof echt tolle Ausblicke aber irgendwann gabs echt miese Laune. Du latschst ja auch nicht den Trampelpfad wieder hoch, wenn du endlich unten an der Straße angekommen bist.

Das ich dann den an sich kürzeren Weg unter der Eisenbahnbrücke durch, der aber am Ende mehr Steigungen hatte eingeschlagen habe, hat die Stimmung nicht unbedingt verbessert.

Aber irgendwann waren wir dann am Bahnhof. Es dampfte und zischte und das Kind war glücklich.

Als sich dann herausstellte, dass in 10 Minuten ein Bus direkt zum Hotel fährt, war auch Maria wieder happy und der Ausflug galt dann irgendwie doch noch als gelungen.

Nach dem Mittagsschlaf sind wir dann zur Talstation der Seilbahn gefahren und haben uns nach oben auf den Fichtelberg begeben. Es ist schon über das 10 Jahre her, dass wir gemeinsam oben waren und irgendwie hatten wir das ganze idyllischer in Erinnerung. Aber vielleicht waren wir inzwischen auch einfach zu oft in Österreich und Südtirol, um den Gipfel hier noch zu schätzen.

Es war einfach alles ein bisschen lieblos, ungepflegt, chaotisch und dreckig.

ABER: es war der letzte schöne Tag und so konnte Puschel oben noch gefühlte 50 Motorräder aller Art bestaunen. Kind happy, alle happy.

Den Rückweg haben Puschel und Maria mit der Seilbahn bewältig, ich hab mich in ein Schienensystem mit ein paar Windungen einklinken lassen und bin an dem wieder ins Tal gesaust. An sich ne tolle Sache, aber irgendwie war mir dann teils doch etwas mulmig zumute.

Zurück im Hotel ging es dann in die Spielscheune, auch bekannt als „mehr, mehr, mehr“. Hier ist für die Kids klettern, Toben, rutschen und vollkommen durchdrehen angesagt, für die Eltern gibt es Kaffee und Kuchen – oder was auch immer, wie eine Großmutter bescheinigte, die sich das ein oder andere Bier genehmigte, während der Enkel durch die Halle geflitzt ist.

Puschel jedenfalls hat da drin einen Riesenspaß und nach einiger Zeit muss man ihn dann mehr raus zwingen, um ihn mal kurz zu Atem kommen zu lassen.

Am Montagmorgen gab es dann ein noch glücklicheres Kind. Als er aufwachte, war endlich der Herbst da – draußen regnete es, es war diesig und außerdem kalt. Was eine Freude!

Warum Freude? Na, weil Maria ihm 3 Tage lang erzählt hat, dass der Herbst kommt und wie toll das ist. Nun rennt Puschel also hier durchs Hotel und freut sich diebisch, wenn er nur genügend Wind und Regen findet.

Da es ein Familotel ist, gibts hier auch Kinderbetreuung. Auf die hatte ich ihn seit einer Weile vorbereitet und er freute sich schon „die andere Kita“ kennenzulernen. So in etwa war dann auch das abgeben: Kaum angekommen ist er losgedüst, meine Verabschiedung hat er im Prinzip ignoriert und als wir ihn 2 Stunden später wieder abgeholt haben, hat er sich zwar gefreut, aber am tollsten fand er, das er am nächsten Tag wieder kommen darf.

Der Nachmittag lief dann irgendwo zwischen Spielscheune, Außentrampolin und Tubing Bahn hin und her – nur für das Stockbrot machen am Lagerfeuer machen konnte er sich nicht begeistern.

Plötzlich im Plattenbau…

So hat Maria sich gestern jedenfalls gefühlt.

Aber der Reihe nach…

„Früher“ war es so, dass wir uns grob auf ein Ziel geeinigt haben und ich Maria nach einiger Recherche 3 Unterkünfte zur Auswahl präsentiert habe. Da hatte sie dann einen ziemlich guten Überblick, wo es hingeht und was sie erwartet.

Seitdem wir zu dritt sind, suchen wir noch „unsere“ Form des Urlaubs und außerdem fehlt manchmal einfach die Zeit, sich in Themen reinzudenken, die noch Monate weit weg sind.

Sie wusste also, dass es irgendwie ins deutsche Mittelgebirge geht und ich irgendwas für Familien gebucht habe, viel mehr war aber nicht hängen geblieben – zumal die ursprüngliche Buchung auch direkt nach dem letzten Center Parcs Reinfall im Januar erfolgt ist.

Zwischendurch mussten wir neu buchen, weil der Veranstalter pleite gegangen war und gleichzeitig kamen wir in den letzten Wochen und Monaten auch nicht wirklich dazu uns so richtig nen Kopf um den Urlaub zu machen.

Gestern Mittag ging es also los und nach etwas über 5 Stunden Reisezeit (IKEA ist übrigens ne perfekte Raststätte mit Kindern – die können laufen, es gibt nicht allzu teures Essen und man kann sich gleich Dinge anschauen, die man nicht braucht) standen wir vor einem Plattenbau und ich sagte, das wir da sind. Führte jetzt erst mal nicht zu Begeisterungsstürmen auf der Rückbank.

Das Elldus Resort Oberwiesenthal ist Teil einer DDR Plattenbausiedlung (überschaubar) aus den frühen 80er- Jahren und wurde kurz nach der Wende in Ferienwohnungen verwandelt. Nach und nach hat es sich in ein Familienhotel mit großem In- und Outdoor Spielplatz, Spa, Pool und Restaurants verwandelt. Auf einem Plateau am Rande von Oberwiesenthal gelegen ist es recht idyllisch und wenn man einmal den ersten Schrecken überwunden hat auch wirklich schön. Ein alter Kindergarten dient heute als Verwaltung und wurde dann um Spa und Co erweitert.

Wenn man mal wissen möchte, was man aus Plattenbauten so alles machen kann: hierher kommen. Wir haben ein geräumiges, toll eingerichtetes 3 Raum Appartement mit allem, was das (Eltern-) Herz begehrt und Puschel hat erstmal die Eisenbahn in Beschlag genommen.

Nach einer ordentlichen tobe Runde auf dem Spielplatz ging es auf zum wirklich leckeren Abendessen und nicht viel später dann auch schon ins Bett. Als der Kleine eingeschlafen war, hat Maria mich mit einem Baileys von der Bar auf dem Balkon erwartet. So kann Urlaub anfangen.

Was bisher zu sagen ist: Das essen ist gut, die Vielfalt gegeben, aber überschaubar und bisher ist das Personal unfassbar nett (wann wurdet ihr das letzte Mal durchs Restaurant begleitet und euch alle Details erklärt?).

Jaja, es ist Mittag und eigentlich gibt es schon wieder viel zu berichten. Das Wetter wird die nächsten Tage allerdings doof und ich brauch doch noch Futter für den Blog.

Wer also wissen möchte, was wir zu Hause vergessen haben, warum ein Bus eine Ehe rettet und was Puschel hier mit „mehr, mehr, mehr“ quittiert, der liest die nächsten Tage wieder mit.