Schwein gehabt…

Dass Maria Schweine liebt ist ja hier nichts neues. Das sie gerne vergnügt quiekt wenn sie welche liebt und ihr zum 30. Geburtstag fast eins geschenkt wurde, ist wohl weniger bekannt.

Umso größer die Freude, als wir gestern zu Gut Aiderbichl, einem kommerzialisierten Gnadenhof, gefahren sind.

Er ist einer von über 20 Einrichtungen der Gruppe, wovon 3 besuchbar sind. Es gibt einen in der Nähe von München auf dem wir im vorletzten Jahr waren, aber der hier ist um Längen schöner.

Kommerzialisiert insofern, als das alles auf Generation von Geldern für die Gruppe ausgelegt ist. Damit werben sie aber auch offensiv und das passt schon so.

Das riesige Gelände wird über einen längeren Weg betreten, auf dem meist schon Esel oder Ponys unterwegs sind und ihre Wege gehen. Man fragt sich ein wenig mit wem sie eigentlich unterwegs sind – bis man feststellt: mit sich selbst. Da ist niemand der sie herum führt, sie streunen einfach frei übers Gelände. Genauso wie gefühlt 100 Ziegen, ein paar Schafe, Pfauen – und eben auch Schweine.

Aiderbichl ist ein Paradies für Kinder (kleine und große). Überall gibt es Tiere zu entdecken und die meisten sind unglaublich nahbar und – auf Wunsch – ist immer jemand da um alles zu erklären.

Natürlich laufen nicht alle Tiere frei – die großen Rappen immer nur in Begleitung, die Kaninchen bleiben in ihrem luxuriösen Stall und die Katzen haben ihr eigenes Paradies und können nur aus der Ferne betrachtet werden. Man sollte im Kopf behalten das alle Tiere dort eine Geschichte haben – meist keine schöne. Manchen sieht man die Spuren an, die meisten wirken aber einfach nur glücklich und man freut sich über alle.

Die Kantine wurde vor einiger Zeit – sehr passend – auf vegetarisch und vegan umgestellt. Mir persönlich ist sie nicht sonderlich bekommen, am im Prinzip ist das Angebot sehr gut und die Kids merken nicht das es ein No Chicken Burger ist.

Am Ende des Rundgangs durch Aiderbichl kamen wir zum Schweinepalast. Die meisten von Ihnen liegen einfach in einem riesigen Heuberg und bleiben genau da wo sie den ganzen Tag sind. Ob sie auf eine Wiese gehen, eine Süle, oder den Stall ist dabei ganz ihnen überlassen.

Ria war jedenfalls im 7. Schweinehimmel und ist eigentlich fast bereit nach Hause zu fahren. Mission accomplished.

Den Nachmittag haben wir für einen Plansch im Pool und einen Ausflug ans Ufer des Mondsees genutzt. Das Wetter ist inzwischen sonnig und man kann sich an Wasser und Bergen nicht satt sehen.

Ich war eben wieder Schwimmen. Eins der Minis wollte, wie gestern mit, aber der Pool ist ihr dann morgens doch noch zu kalt. Ich jedenfalls genieße es, wieder jeden morgen schwimmen zu können.

Heute steht ein Berg auf dem Plan – mal gucken :-).

Unter Tage!

Da unser Wetter weiter ein wenig zu wünschen übrig lässt, brauchten wir überdachte Alternativen.

Der Vormittag war noch relativ stabile und wir sind, neben Abenteuern im Pool, ein wenig auf dem Berg unterwegs gewesen. (Monchi Maria am Nachmittag nochmal und hat dabei viele kleine Tiere entdeckt).

Etwas den Hügel hoch ist ein großes Reh Gehege und zuerst haben wir die beobachtet, dann sind wir den Weg weiter gegangen und haben uns über ein Haus gewundert, das aussieht wie ein größeres Hotel, die Außenanlagen allerdings eher so als wären sie stärker gesichert – Beschilderung war nicht zu sehen. Später haben wir heraus gefunden das es dem Saudischen Königshaus gehört.

Nach einem ausgiebigen Mittag sind Maria Basti und der größere Mini mit mir zu den Salzwelten Salzburg gefahren – ein Salzbergwerk für Besucher. Der kleinere Mini ist dafür noch zu klein, daher ist Monchi Maria mit ihm in der Unterkunft geblieben und hat einen laaangen Mittagsschlaf gemacht.

Im Bergwerk gibt es einmal die Woche eine Kinderführung mit der Grubenente Sally und die haben wir erwischt. Das war wirklich toll! Alles war auf die kleinen ausgelegt und bunt – wer auf die genaue Geschichte des Bergbaus nicht so viel Wert legt, sondern einfach eine einig schlendern will, der kann da sicher auch als Erwachsener hin. Wir jedenfalls hatten unseren Spaß!

Es geht mit der Grubenbahn in den Berg hinein und nach ein wenig laufen durch die Stollen mit Rutschen weiter tief hinab. Irgendwann kommt ein See, der mit dem Boot überquert wird, bevor es auf die nächste Rutsche geht.

Wer sich an den Bitchelor erinnert – ja, das erwähnten auch manch andere Kinder zwischendrin.

Zurück in unserer Unterkunft lichtete sich der Himmel und gab das erste mal den Blick auf die Berge so richtig frei.

Heute soll es ein wenig besser werden und wir fahren zu Gut Aiderbichl.

Was das ist, erfahrt ihr morgen.

Schietwetter…

Haben wir eigentlich im Urlaub fast nie, jetzt schon das 2. mal in 7 Tagen… Sowas aber auch! Naja, wir werden es überleben und besser werden soll es ja auch.

Aber der Reihe nach: Am Freitag sind wir nach der Arbeit zu Freunden in Richtung Bayreuth gefahren und haben einen schönen Abend (und morgen) mit tollen Gesprächen und ollen Kamellen verbracht.

Während früher immer irgendwie alle „um die Ecke“ gewohnt haben , fährt man inzwischen eben etwas mehr für Klatsch und Tratsch.

Nach einer sehr erholsamen Nacht und leckerem Frühstück ging es weiter in Richtung Österreich.

Wir hatten mal wieder wirklich Glück mit dem Verkehr und so war die einzige Verzögerung die Fahrt zu Tankstelle 8,2 KM neben der Autobahn die Maria mir heraus gesucht hatte. Ich muss echt genauer werden in meiner Kommunikation.

Letzter Stop vor der Grenze war ein kleines Outlet. Maria hatte irgendwann gefragt ob ich eigentlich meine Badehose eingepackt hatte. Hatte ich natürlich nicht, daher bin ich nun stolzer Besitzer einer Signalblauen Badeshorts. Großer Vorteil: Irgendwie hält die die Kronjuwelen warm bis das Bäuchlein im Wasser ist. Sehr angenehm!

Nebenan sind wir zu Trigema gegangen. Sehr spannend. Gefühlt irgendwie eine Mischung aus Rudis Resterampe, grellem Augenkrampf und an der Kasse Wein und Wild Angebote dazu, aber das System macht dann irgendwie doch wieder total viel Sinn und die Qualität wirkt wirklich gut. Ich bin gespannt wie sich die neuen Shirts im Alltag machen.

Nächster Stop: Supermarkt! Mit einer Einkaufsliste für eine Football Mannschaft bewaffnet ging es los und das Auto war nun wirklich so richtig voll. Und nun, auf zum eigentlichen Ziel: dem Mondsee.

Je näher wir der Grenze gekommen waren, desto düsterer war das Wetter geworden und inzwischen regnete es teils in Strömen, während von zu Hause Bilder voll Sonnenschein kamen. Na toll. Aber ab Montag / Dienstag wird es wohl besser.

Unser Ziel am Mondsee ist ein Bauernhof am Berg, auf dem wir vor 5 Jahren schon einmal mit Freunden waren und ein wenig nach uns kamen auch die Verantwortlichen für die Riesen Einkaufsliste an: die Monchis. Gehören zu den Lieblinsgfreunden, haben zwei Kinder zum anknabbern und heißen Monchis, weil sie wie die Monchichis die Finger nicht voneinander lassen können (naja konnten, auch die jugendliche Liebe wird irgendwann erwachsen und heute beschweren sie sich eher wenn sie sich gegenseitig ins Wort fallen).

Ein Knäuel Freude und viel Lachen später sind wir ins Bett gefallen und genießen gleich das erste gemeinsame Frühstück, während ich schon im Pool war. Später wollen die anderen auch und heute Abend vielleicht in die Panoramasauna.

Aber das Wetter…

Ja, ist halt britisch.

Wir hatten gestern also den ganzen Tag Regen. War auch irgendwie schön und hat unsere Pläne nur ein bisschen durchkreuzt.

Nach einem weiteren, sehr leckeren, Waffelfrühstück ging es mit dem Auto weiter in den Süden bis St. Erth. Hier ist ein großer Park & Ride Parkplatz und man kann in den Zug nach St. Ives umsteigen. Eine Tageskarte kostet 4 Pfund und die nur 11 Minuten lange Fahrt gilt als eine der schönsten Großbritanniens.

Auch wolkenverhangen war es eine malerische Fahrt. Auf der einen Seite die tolle Cornische Flora, auf der anderen Seite Strände und Klippen. Das lohnt sich in jedem Fall (und man muss nicht ewig durch St Ives irren für nen Parkplatz).

St. Ives selbst ist das zutreffende Beispiel eines Wortes das man hier sehr oft im Kopf hat: Pitoresk.

Um eine Bucht und über Hügel geschlungen, drängen sich viele kleine Häuschen und schauen auf den malerischen Strand. Abgerundet wird dies durch süße Restaurants und viele zugängliche Galerien der großen Kunstszene der Stadt. Und irgendwie war es dann gar nicht so schlimm das alles im Regen zu erkunden.

Eine Stärkung gab es, wie sie britischer nicht hätte sein können: Fish & Chips. Lecker!

Mit dem Zug zurück in St. Erth ging es weiter zur anderen Seite Cornwalls zu St Michael’s Mount. Ein Felsen vor der Küste mit einem Schloss oben drauf, verbunden über eine Landbrücke, die nur bei Ebbe gangbar ist. Wem das irgendwie bekannt vorkommt, ja, der Mont St Michel in Frankreich, liegt im Prinzip gegenüber.

Wir waren während der Flut da und die Boote fahren nur mit vorheriger Reservierung. Also haben wir uns einen Kaffee geholt und den Berg in grauer Ferne betrachtet, bevor wir weiter gefahren sind um nach Land’s End zu kommen.

Während der Tag bisher von Blumen, Hecken und Palmen geprägt war, erlebten wir plötzlich die Karge Küste am westlichen Zipfel Britanniens, den Ort an dem Ärmelkanal und keltische See zusammen laufen. Rau, windig, salzig, herrlich :).

Das große Finale sollte eine Vorstellung im Minack Theatre sein. Gar nicht weit weg von Land’s End, ist das Theater unter freiem Himmel an der Küste in den Fels gehauen und man schaut während der Vorstellung aufs Meer, ist aber auch den Elementen ausgesetzt.

Wir haben uns dazu entschieden das Theater nur zu besichtigen, aber nicht zur Vorstellung zu bleiben. Es regnete noch immer, wir waren patschnass und ein wenig fröstelig. Es sah zwar nach Besserung aus, aber nicht nach 23,6 Grad und Sonnenschein.

Auch wenn wir also die Vorstellung nicht genossen haben, so ist Minack doch ein beeindruckender Ort und für sich allein in jedem Fall eine Reise wert.

Eine längere Autofahrt und ein paar Bier im Pub später haben wir uns im B&B aufgewärmt, essen gerade Frühstück und gleich geht es zurück nach Bristol und damit auch nach Hause.

Danke für die Begleitung, wir lesen uns in einer Woche.

Very British…

Ist hier irgendwie alles. Ja, ich weiß, sollte jetzt keine große Überraschung sein. Aber es ist doch ein größerer Unterschied im Vergleich zu Italien Beispielsweise.

Höflichkeit an allen Ecken und Enden und eine touristische Infrastruktur die sich immer irgendwie zwischen praktisch und niedlich bewegt.s

Sehr süß :).

Hatte ich gestern noch die engen Straßen erwähnt, so habe ich im Tagesverlauf gelernt was wirklich enge Straßen sind.. Mehr als unser Auto hat da nicht so wirklich lang gepasst.

Nach einem köstlichen Frühstück mit Waffeln griechischem Joghurt, Toast und Obst, sind wir zum eigentlichen Ziel der Reise aufgebrochen: Port Isaac.

Abseits davon, dass es ein wirklich süßes, altes Küstenstädtchnen ist, war Mami im 7. Himmel und hat Fachkundig die Gebäude aus der Serie identifiziert (die Apotheke im Fernsehen ist tatsächlich ein Süßigkeiten Laden – Artverwandt sozusagen).

Nach ausgiebigem Schlendern, hunderten Fotos und ganz viel Staunen haben wir uns auf den Weg gemacht die Umgebung zu entdecken. Auf ging es nach Port Quinn, bei dem ich mich noch immer Frage wie 3,5 Häuser einen eigenen Ortsnamen bekommen können, und über „bessere Feldwege“ immer der Küste und tollen Landschaften entlang bis nach Polzeath. Nein, ich weiß nicht wie man das ausspricht. Wenn ich mich hier so umhöre, dann auf jeden Fall mit einem Nuscheln.

Hier findet sich ein lang gezogener Strand und Mami ist bis zum Wasser gewatet um die Füsschen herein zu stecken. War wohl zum Baden noch zu kalt.

Wir haben uns dann an einem Strandlokal bei Pizza und Bier angesehen, wie langsam die Flut kam und die vielen Surfer weiter Inland kamen. Sehr spannend.

Zum Abschluss eines wirklich tollen und sonnigen Tages (auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht, mein Kopf ist knallrot), ging es dann noch in das Screech Owl Sanctuary, wo man nicht nur viel über Eulen lernt, sondern auch enorm viele verschiedene sehen kann. Teils verletzt aus der Wildnis geborgen, teils aus eigenem Nachwuchs. Sehr spannend und, zum richtigen Zeitpunkt, auch Eule zum anfassen.

In einem anderen Gehege leben noch ein paar Kängurus und Störche zusammen (interessante Kombination) und das eine Känguru hatte definitiv was im Beutel.

Nach diesem laaaangen Tag waren wir, kaputt und glücklich, sehr früh im Bett. Heute geht es weiter in den Süden und während es heute Nacht noch geregnet hat, hoffe ich sehr das heute das Wetter hält.

England – Mami Edition!

Ria hat vor ein paar Jahren festgestellt, daß meine Mutter eindeutig zu wenig Zeit mit mir bekommt seitdem wir zusammen sind. Also hat sie Mama-Söhnchen Ausflüge eingeführt.

Mama ist happy, Peter ist happy und Ria hat mal ein paar Tage Ruhe (und genießt grad mit einer tollen Freundin Warnemünde).

Mama ist großer Doc Martin Fan. Wer das nicht kennt: einfach mal googeln. Eine Serie über einen ziemlich verschrobenen britischen Landarzt, der im kleinen Küstenstädtchnen Port Wenn lebt und kein Blut sehen kann.

Die Kulisse für Port Wenn ist Port Isaac im nördlichen Cornwall. Also sind wir gestern Nachmittag nach Bristol geflogen und haben uns, bei der 2. komischsten Autovermietung von der ich je gehört habe (da war mal was in Israel), unser Auto abgeholt. Eigentlich sollte man vom Flughafen aus anrufen um den Shuttle zu bestellen. Am Telefon wurde aber gleich erklärt der würde miiiindestens 30 Minuten brauchen und die meisten Kunden liefen die 7 Minuten fix selbst, man sei sowieso die nächste Autovermietung.

Etwa 12 Minuten später (bei schönem Wetter und mit Handgepäck stört das nicht weiter) kamen wir an einer total seriösen Brache mit baufälligem Container an, um unser Auto zu holen. Ich glaub nicht das die überhaupt nen Shuttle haben….

Im „Büro“ hat man dann etwa 15 Minuten gebraucht um meine Adresse, Ausweisnummer etc aufzunehmen, mir immer wieder freundlich erklärt das man freundlich und kundenorientiert ist, aber auch das es alles vieeeel schneller gehen würde, wenn ich – endlich – die Zusatzversicherungen kaufen würde. Irgendwo zwischen freundlich und deutsch habe ich erklärt das ich die wirklich nicht brauche, mich aber sehr über ihre Freundlichkeit freue und jetzt gerne mein Auto hätte.

Gar kein Problem. Draußen stand ein mehrere Jahre alter Citroen Cactus bereit (rot) und der Mitarbeiter war so freundlich sich auch direkt vor die riesige Schrammen zu stellen und hat sie im Protokoll auch nur vergessen. Hat er dann aber doch fotografiert.

Jaja, ich weiß, ich soll die Dinger nicht immer zu billig buchen. Aber was Europcar und Co verlangen ist teurer als wenn ich deren Versicherungen dazubuchen… + Trinkgeld…

Wir hatten 2,5 Stunden Fahrt vor uns und Hunger. Glücklicherweise gibt es in England mehr Pubs als Schulen und nach einiger Zeit war Mami glückselig mit nem ziemlich guten Burger und schön brackigem Bier. Ach England…

Viele Kilometer engste Straßen zwischen Hecken und alten Mauern, Linksverkehr, manueller linksschaltung und einer defekte Navigation waren ein Abenteuer für sich, kamen wir in unseren B&B 8 Minuten von Port Isaac entfernt an. Klarer Sternenhimmel, eine umgebaute Feldsteinscheune und eine wirklich süße Einrichtung machten den Tag perfekt.

Nach einer bequemen Nacht machen wir uns grad fertig um Doc Martin zu besuchen und warten auf unser Frühstück. Mal gucken, vielleicht klauen wir noch irgendwo ein Schaf…

Nur nach Hause…

Maria genießt grad noch eine Moorpackung und für mich ist es Zeit den, vorerst, letzten Beitrag zu schreiben. Morgen Vormittag machen wir uns auf nach Hause.

Die letzten 3 Wochen waren voller ganz schön toller Abenteuer. Mit Lui und Basti auf der Lieblingsinsel, Ria mit Freundin in Rom, ich allein in Südtirol und dann Latsch und Bommel vereint im Zillertal. Wir sind sehr dankbar diese Erlebnisse haben zu dürfen – und auch für die Freunde mit denen wir sie teilen.

Dankbar sind wir aber auch für die tollen Freunde, die in unserer Abwesenheit den Chaos Kater füttern, den Müll raus stellen und allgemein nach dem rechten schauen. So haben wir immer ein ruhiges Gewissen und können voll genießen.

Danke!

Die Massagen gestern Abend waren toll, begannen aber ein wenig absurd. Angekommen im Spa Bereich wurden wir angeherrscht: „Wo sind die Bademäntel?“.

Äh, wir haben eine Kopf, Nacken, Schulter Massage gebucht!

„Na und? Nur im Bademantel“.

Könnte man auch anders sagen…

3 Minuten später saßen wir also im Bademantel bereit und warteten auf unsere Anwendungen, da genoß eine Dame einen Raum weiter so sehr, dass wir uns nicht so sicher waren was genau da grad passiert. Klang auf jeden Fall nicht nach Schmerz…

Danach noch flugs zum Abendessen und dann sind wir einfach nur ins Bett gefallen. Das Schnitzel war übrigens, wie erwartet, seeeehr lecker :-).

Mein morgendlicher Besuch in der Schwimmhalle ist ja inzwischen eine Routine. Schade das wir zu Hause keine im Haus haben :-).

Nach einem umfangreichen Frühstück ging es dann los, mit E Bikes zum Stausee Speicher Durlaßboden. Ein wenig Gemurmel von weiblicher Seite und etwas Gewöhnung an die Räder später, bot sich bei dessen Umrundung ein fantastisches Panorama. Auch die Sonne meinte es heute gut mit uns und wir haben ein paar Werbefotos geschossen.

Der Rundweg ist nicht nur eben, sondern geht mal hoch und mal runter, ist mal breit und mal eng, macht aber unheimlich viel Spaß.

Nach rasanter Fahrt, zurück hinunter nach Gerlos und zum Hotel ist Maria abgedreht „so lange es noch Spaß macht“ und ich habe mich alleine auf den Weg zur Issalm, am Ende des Schönachtals gemacht.

Auch das ist ein sehr schöner Weg. Allerdings nicht nur bedeutend einfacher, als der Weg hinauf zum Stausee, sondern auch weniger spektakulär.

Zur Belohnung gab es dann noch etwas Planschen und Schwitzen im Spa Bereich, bevor es – gestärkt von der Jause – nach Königsleiten ging. Ein Ort nur ein paar Kilometer von Gerlos entfernt und Heimat der zweiten, im Preis inbegriffenen, Bergbahn.

Wir hatten uns entschieden das Wetter noch zu nutzen und die letzte Yoga Stunde ausfallen zu lassen.

An der Bergstation der Königsleitenspitze angekommen, bietet sich ein toller Blick auf den Nationalpark Hohe Tauern und auch hier findet sich genug „Spielzeug“ für groß und klein. So richtig reichte uns das allerdings noch nicht (dank Nebensaison war fast alles geschlossen) und wir fuhren zum nächsten – und letzten – Spielplatz. Der Sommerrodelbahn „Arena Coaster“, unten im Tal.

Die ist hoch, schnell und macht ganz schön viel Spaß :-).

Jetzt freuen wir uns aufs unseren letzten Abend, aber auch auf unser Zuhause – auf den Heimweg nicht so sehr.

Das Hotel ist nach wie vor Klasse – aber nicht wirklich was für uns. Würden wir es zu einem ähnlichen Preis wieder buchen können (war ein Sonderangebot), vielleicht. Zum regulären Preis auf keinen Fall. Die Suche nach dem „Happy Place“ (mal abgesehen vom Jeeva Klui Lombok) geht also weiter und ihr könnt sicher sein, bald wieder mehr davon zu lesen.

Danke fürs „mitkommen“ und bis bald.

Das etwas süßere Leben…

Maria hat gestern so sehr vom Yoga geschwärmt, das ich heute mitgekommen bin.

Aber der Reihe nach…

Das Abendessen war wieder seeeehr lecker. Für heute haben wir uns allerdings beide für die Schnitzelvariante entschieden und sind schon sehr gespannt.

Nach einem kurzen Hopser ins Schwimmbad und einem ausgiebigen Frühstück, haben wir uns die Wanderschuhe angezogen und sind drauf los gestiefelt. Mehr oder minder auf den Anfängerwegen versteht sich.

Gerlos hat, ausgehend von der Bärlihöhle, einen recht einfachen Rundweg, der sich auch Waserfall Trail nennt. Man kommt hier, auf dem oberen, engen Teil des Weges an einen sehr schönen Wasserfall. Achtung ist geboten, mit kleinen Kindern, die auf engen und steinigen Wegen noch nicht sicher sind, ist das nichts. Dafür ist eher der untere Teil da, den wir als Rückweg genommen haben.

Immer am Gerlosbach entlang, gibt es hier schöne Spielplätze, Skulpturen, viel Lehrreiches und – in der Saison – auch Bogenschießen und Kletterwald. Außerdem kann der Weg auch bequem mit Kinderwagen befahren werden, insofern einen dabei Schotterwege nicht stören.

Zurück am Hotel haben wir „die Biege“ nach links gemacht – zur Isskogelbahn, die genau gegenüber liegt und im Hotelpreis inklusive ist (ebenso wie die Bergbahn in Königsleiten, die wir eventuell morgen noch nutzen).

Oben am Berg sieht man ganz klar die starke Ausrichtung auf Winter und Ski, aber nach und nach entstehen auch hier kleine Abenteuer für den Sommer. Noch nicht so sehr wie in Sterzing, aber Maria war etwas enttäuscht, keine Kugel für die Kugelbahn am Berg zu haben.

Nachdem wir alles in Reichweite ein wenig abgelaufen und den Wolkenverhangenen Ausblick genossen hatten (Wetter war heut wieder nich so pralle, fürs wandern aber recht angenehm), ging es wieder runter ins Hotel. Die kleine Jause wollten wir nicht verpassen und hatten ja noch eine Verabredung zum Yoga.

In kleiner Gruppe ging es in den klimatisierten Yogaraum und es war tatsächlich eine tolle Stunde. Meine letzte war auf Lombok. Den Blick aufs Meer dort konnte das hier natürlich nicht schlagen, aber die Übungen waren etwas entspannter und ich freue mich tatsächlich auf Morgen. Mein Bein bekomme ich noch nicht hinters Ohr, aber mein „Ohmmmmmm“ war angeblich schon sehr weit zu hören.

Nach getaner Arbeit soll man entspannen, also hat mich Ria in die Sauna entführt und wir haben diese noch ein wenig genossen, bevor es jetzt zu unserer Massage geht.

Hey, nicht meckern, ich bin heut auch schon ganz schön weit gewandert! 🙂

Wieder vereint!

War ja klar – kaum mecker ich hier ausführlicher über das Essen, war es am Montag Abend recht gut.

Der Dienstag begann früh mit einer Fahrt nach Meran. An sich nur 42 KM Luftlinie entfernt, aber doch eine Fahrt von 90 Minuten über den Jaufenpass. Durch die frühe Stunde war der Pass noch leer und mir am Ende ein klitzekleines bisschen schlecht. Das lag GANZ BESTIMMT nicht an meiner Fahrweise :-).

Meran hat mich in den Bann gezogen. Für mich war es eine total spannende Stadt, die altes und neues extrem gut verbindet. Voll von kleinen Gassen, geheimen Höfen und versteckten Treppen. Auch das Klima ist ein anderes, eher mediterranes und auf einmal fühlte ich mich tatsächlich wie in Italien. Mag auch daran gelegen haben, dass die Begrüßung hier immer zuerst in Italienisch ausfiel und das deutsche meist mit leichtem Akzent gesprochen wurde. Das war in und um Sterzing noch ganz anders.

Neben einem ausgedehnten Bummel durch die Altstadt, bin ich vor allem wegen der Therme in Meran gewesen und habe es mir dort eine Weile sehr gut gehen lassen. Sie setzt sich zusammen aus einem relativ kleinen Innenbereich mit 10 Becken, Ruhezonen, Saunen und anderem und einem sehr großen, parkähnlichen, Außenbereich mit 15 weiteren Becken.

Man hat nie das Gefühl mitten in der Stadt zu sein, immer den Blick auf die Berge und das Design der Therme ist unheimlich gut gelungen. Ich habe, aus Gründen, keine Fotos gemacht, aber der Blick auf die Website lohnt sich. Die Eindrücke dort sind vor Ort tatsächlich noch viel schöner.

Irgendwann wurde es Zeit sich auf den Weg nach Bozen zu machen. Maria war um 10:50 in Rom in den Zug gestiegen und dieser näherte sich nun der Stadt.

Latsch und Bommel endlich wieder vereint!

Auf ging es ins nächste Abenteuer und zur letzten Station unseres Urlaubs – das Traumhotel Alpina in Gerlos, Tirol.

Hier war mal wieder das Hotel das Reiseziel (so hatte ja unser Bali / Lombok Urlaub auch stattgefunden) und bisher sind wir kein bisschen enttäuscht.

Nach einem warmen Empfang und ein wenig ankommen im Zimmer, ging es zum Abendlichen 5 Gänge Menü. Hierzu sollte man wissen, dass das Hotel sich auch als Yoga und Ayurveda Hotel sieht. Beim Essen kann man aus jeweils 5 Internationalen und Ayurveda Gängen wählen und sich sein Menü selbst zusammen stellen. Ist nichts dabei, bestellt man sich einfach ein Schnitzel :-).

Nur der Dip fürs Brot vorweg sah merkwürdig aus…

Ich habe zwar bei der Hälfte der Sachen keine wirklich Ahnung, was genau ich da gegessen habe, aber es war extrem lecker – und der Service herzlich Aufmerksam.

Am Morgen haben wir uns den Wellnessbereich etwas genauer angeschaut und sind in für ein paar Bahnen in den Pool gesprungen. Bis auf den fehlenden Kinderbereich ist das Programm hier dasselbe wie im Hotel Bergblick in Ratschings. Gegenstromanlage, Massagedüsen und dazu ein Whirpool. Der fehlende Kinderteil ist vom Hotel beabsichtigt, Zutritt ist im Wellnessbereich erst ab 14 Jahren. Das ist vielleicht der größte Kritikpunkt am Hotel bisher: Alles ist sehr herzlich und persönlich, aber ganz klar ausgelegt auf ein bestimmtes Klientel, das in Porsche und Range Rover vorfährt – und ganz sicher nicht mit Kindern. Aber für ein paar Tage geht das schon mal :-).

Nach dem Schwimmen ging es auf zum besten Frühstück das ich bisher hatte (ich krieg gleich schon wieder Lust drauf). Zur Verdeutlichung: Es gab 4 lokale Honigsorten – aber man konnte sich den Honig auch einfach aus der bereitgestellten Wabe nehmen. Das beschreibt den Rest schon ganz gut.

Das Wetter in Gerlos ist heute mürrisch und regnerisch, daher sind wir hinunter ins Zillertal nach Mayrhofen gefahren, waren etwas bummeln und Ria hat sich, erfolgreich, in der Buchhandlung beraten lassen. Bei unserer Rückkehr hatte sich der Regen etwas gelegt und wir waren im Ort spazieren.

Jetzt ist Maria gerade beim Yoga und ich lese noch etwas, bevor es morgen bei, hoffentlich, besserem Wetter in die Wanderstiefel geht.

Ach, die haben hier um die Ecke nen Kindergarten. Die Gruppe heißt Gummibärchenbande und die Kita selbst ist die Bärlihöhle. Ich glaub ich bleib…

Radltag…

Das Galadinner.. Naja.. war ganz nett. N gutes Schnitzel wäre mir irgendwie lieber gewesen. Kann man übrigens seit heute Alternativ wählen (auch Pasta), wenn für einen bei den beiden Wahlmöglichkeiten zum Hauptgang des Menüs nichts dabei ist. Keine Ahnung warum das am Wochenende nicht ging, aber nen Eierposten beim Frühstück haben sie auch nur Montags, Mittwochs und Freitags.

Grundsätzlich scheint da jemand abwechslungsreiche, gehobene Küche bieten zu wollen, der es einfach nicht wirklich gut kann. Ich finde dann kann man auch einfach was „normales“ bieten, aber gut, Geschmacksache.

Gestern beim Abendessen saß ein neu angereistes Paar am Nachbartisch, das schon mal da war. Sie hat tatsächlich Fotos des Gala Menüs vom letzten mal raus gekramt und jedes Bestandteil lauthals verglichen. Gut zu wissen das ich nicht der einzige Neurotiker bin.

Heut Nachmittag habe ich die beiden im Schwimmbad wieder getroffen. Er ging nochmal schnell ins Zimmer, das Schwimmbad war grad so schön leer und er wollte Fotos machen. Kam mit Spiegelreflex und Stativ zurück. Die Kamera beschlug nach kurzer Zeit. Ich bin dann gegangen, gehe aber davon aus beim Abendessen zu erfahren wie es weiter ging – wir haben hier feste Tische.

Heute morgen wollte ich eigentlich eine geführte Radtour machen. Der örtliche Tourismusverband organisiert recht viel und mit der Activ Card ist das meiste enthalten. Leider war ich der einzige der sich gemeldet hat und das reichte nicht für die Mindestteilnehmerzahl.

Also habe ich mir mein e-Bike geschnappt und habe meinen, bereits gestern Abend erstellten, Alternativplan hervor gezaubert.

Bin ich von diesem Plan nach 10 Minuten abgewichen, dadurch auf nen Wanderweg geraten der Steil bergab ging, viel zu eng war und Hauptsächlich aus großen Steinen besteht? Habe ich mich deswegen, und weil es vom Regen der Nacht noch rutschig war, 3 mal beinahe auf die Nase gepackt?

Vielleicht…

Vom Hotel ging es über den Jaufensteg hinunter nach Stange und von dort weiter nach Sterzing.

Sterzing ist eine niedliche kleine Stadt in den Alpen mit kompakter Altstadt, lauter freundlichen Leuten und Montags auch noch einem schönen Markt. Guter Start in den Tag.

Im Norden Sterzings, nahe an der Talstation der Rosskopf Bahn, war heute noch ein etwas anderer Markt. Da konnte man (hauptsächlich) Kettensägen, Kuhglocken und Hühner kaufen.

Aber keine Eier!

Mit der Seilbahn bin ich dann auf den Rosskopf hoch gefahren. Schimpft sich selbst „Freizeitberg“ und das passt auch ziemlich gut.

Neben verschiedenen Wanderstrecken und Hütten, gibt es einen wirklich weitläufigen Spielplatz mit Seilbahn (Haha), Wasserspielen, Baggern, Ziegen, Lamas und Alpaka Gehege.

Anscheinend sind Alpakas hier in der Gegend schwer in Mode. Habe später noch eins in der Nähe vom Hotel gesehen und mir sagen lassen, dass Südtirol voll von Alpaka Farmen ist.

Außerdem wird gerade eine, ziemlich geil aussehende, Sommerrodelbahn gebaut. Ich denke im nächsten Jahr ist sie fertig.

Nach etwa 1,5 Stunden wandern und leichtem Keuchen am Berg, bin ich wieder ins Tal gefahren.

Von dort aus ging es über den Brennerradweg zu Burg Reifenstein, im Süden von Sterzing, die ich mir allerdings nur von unten angeschaut habe.

Das Problem mit meinem Hotel: Es liegt, im Vergleich zu Sterzing, ziemlich weit oben und man muss da immer irgendwie wieder hoch kommen. Gestern wars der Bus, heute die Serpentinenstraße.

Erkenntnis des Tages: E Bike hin oder her, n bissel was muss man dann doch noch selbst machen. Und das kann ab ner gewissen Steigung dann doch ganz schön viel sein.

Aber heut wollt ich nicht heulen, Fortschritt!

Es ging dann mal eben direkt am Hotel vorbei und zur Talstation der Ratschings-Jaufen Bergbahn. Dort, mit den letzten Kräften und ganz schön hungrig angekommen, musste ich feststellen das man mit der Activ Card nur eine Bahn pro Tag nutzen kann.

Anscheinend sah ich n bisschen verzweifelt aus, die nette Dame vor Ort ließ mich dann trotzdem durch.

Auch hier finden sich an der Bergstation viele Wanderwege und Hütten, sowie Angebote für Kinder – diese sind aber eher zur Erklärung der Natur und weniger zum spielen. Also eher für größere Kinder (Ja, ich sehe mich selbst auch eher am ersten Berg).

Oben gabs dann noch leckere Tagliatelle mit Wildragout und dann ging es wieder hinunter und gaaaanz schnell ins Hotel und das Schwimmbad.

Das war aber grad voll mit 10 Kindern die dort Schwimmunterricht hatten. Grummel.

Also habe ich die Zeit genutzt, bin mit dem Auto nochmal kurz nach Sterzing gefahren und habe ein wenig eingekauft. Ich LIEBE Italienische Supermärkte. Leider ist die Koffer hier lassen und das Auto mit Lebensmitteln voll laden wahrscheinlich keine soooo gute Idee.

Später war dann der Pool frei, ihr wisst was kam.

Jetzt gehts ans Packen, denn morgen Nachmittag hole ich Purzel Pett am Bahnhof Bozen ab und wir fahren nach Tirol. Juhu!

Ich denke wir lesen uns am Mittwoch wieder.