Start mit Hindernissen…

Uff, das war mal n anstrengender Start. Brauch ich auch nicht wieder.

Gemeinsam mit Lui, Basti und ihrem Sohn ging es heute Morgen von Berlin nach Mallorca. Was ich vom „neuen“ Berliner Flughafen halte ist ja seit Venedig bekannt. Heute war es noch etwas chaotischer und enger als beim letzten Mal, dafür waren viele Mitarbeiter unglaublich freundlich. Hilft zwar auch nur bedingt, aber immerhin.

Unser Flugzeug hatte von Mallorca kommend eh 20 Minuten Verspätung, das Boarding war noch nirgendwo ausgerufen und wir kamen, ganz entspannt, 09:10 für unseren 09:30 Flug am Gate an.

„Palmah döh Maajorka?“ schalte es uns entgegen.

„Wir wolltn jrad die Koffer wieda raus holn“.

Äh, bitte was?

Aber sie schloss tatsächlich hinter uns die Tür ab (ja, mit nem Schlüssel… Ich hab noch nie erlebt das irgendwo auf nem Flughafen das Gate abgeschlossen wurde) und wir durften mit den restlichen Passagieren dann 20 Minuten aufs Boarding warten. Kuschelig. Die vorherigen Passagiere waren noch nicht mal raus aus der Maschine.

Das hat man wohl davon wenn man billig bucht – das Thema sollte uns heute nochmal begegnen.

Luis und Bastis Sohn (ihr kennt die 3 bereits. Ihr habt unsere gemeinsamen Abenteuer in Kroatien hier verfolgt, der kleine war damals grad auf dem Weg) hatte einen völlig entspannten ersten Flug und kaum in Mallorca angekommen, ging es mit dem Shuttle auch schon zum Mietwagenverleih.

Eigentlich hatte ich Angst das wir viel zu früh im Hotel angekommen und unser Zimmer noch nicht fertig ist, aber die Sorge war unbegründet. Das Shuttle spuckte uns nämlich mitten im Chaos aus.

Bei „OK Rent a Car“ auf Mallorca schafften es 10 Mitarbeiter an 5 Schaltern 60 Autos in 120 Minuten abzufertigen. Woher ich das weiß? Unsere waren die Wagen 61 und 62.

Als ich endlich dran war, war ich tatsächlich noch freundlich. Warum auch immer. Die Dame vor mir hackte immer wieder wie wild auf Ihren PC ein, nahm mal diesen und mal jenen Autoschlüssel in die Hand, kam aber irgendwie nicht weiter.

Nach 15 Minuten Schweigen Ihrerseits und dezenter Irritation meinerseits fragte ich was das Problem sei. „Der Computer“. Ah.. Ja.. Ist ja meist so…

Schlüssel Nummer 5 wollte dann doch und nach einem kurzen Shopping Stop im Mercadonna (6 Macarons für 1,70 € und etwas frisch gepresster O Saft fürs Frühstück) ging es dann endlich zum Hotel.

Dazu, und dem noch nicht wirklich vorhandenen Plan für die nächsten Tage, mehr morgen. Jetzt genießen wir etwas Rum und Basti ist berühmt berüchtigt für seine Laune beim Skib-Bo spielen. Die Aussicht dabei sehr ihr weiter unten.

Bye bye Venedig

Wir sitzen im Bus auf dem Weg zum Flughafen und sind ganz schön erledigt.

48 Stunden Venedig können auch ganz schön lang sein – aber weiterhin wunderschön!

Gestern Nacht fing der Regen an auf unser Dachfenster zu plätschern und so richtig hatten wir keinen Plan für heute.

Nach dem Frühstück sind wir dann erstmal etwas durch Murano spaziert und haben einen mittleren Regenguß mitgenommen.

Die Insel ist wirklich niedlich und ruhig und es macht auch hier einfach Spaß neue Ecken zu entdecken.

Burano, etwas weiter entfernt, soll noch schöner sein, aber dafür fehlte uns die Zeit.

Wir haben uns, nachdem der Regen vorbei war, dann nämlich doch für den Lido entschieden.

Also auf zum Vaporetto und rüber gedüst. Unterwegs sieht man immer mal im ersten Moment kurioses: das Ambulanz Boot (samt Notaufnahme als Hafen), die Polizei auf dem Jet Ski und heute Feuerwehr Boote auf dem Weg zum Einsatz. Laut und schnell.

Lido heißt mehr oder minder einfach Küste und ist hier die Begrenzung zur Adria. Eine etwas modernere Gegend mit weitläufigerem Gebiet, aber die venezianischen Einflüsse sind noch stark spürbar.

Es gibt 2 Arten von Strand – kostenfrei ohne alles, oder bezahlt mit verschiedenen Formen Luxus. Bis zu großen Zelten und Massagen ist alles dabei.

Wir haben uns für einen Schirm, 2 Liegen und eine Umkleide entschieden und die Zeit sehr genossen – zumal uns der doch stark bewölkte Himmel sehr entgegenkam.

Die Adria war lauwarm und einfach herrlich. Ria hatte allerdings einen heroischen Kampf auszutragen, da im Wasser von Zeit zu Zeit eine Qualle war – nicht ganz so hart wie die Fledermaus Höhle im Prager Zoo, aber doch eine Herausforderung.

Mit viel Pizza und Dolce im Magen ging es zurück nach Venedig und nach einem Bummel in den Geschäften nun heimwärts.

Schön das ihr dabei wart! Insofern „nichts dazwischen kommt“ lesen wir uns wieder ab dem 13. September.

Venedigs Straßen

Sind ja nicht nur auf dem Wasser zu finden.

Wenn man es genau nimmt, dann gibt es nur eine einzige die nicht auf dem Wasser ist, aber dazu mehr später.

Nach einem köstlichen Frühstück auf Murano ging es mit dem Vaporetto nach Venedig. Geplant war an der Piazza de San Marco vorbei zu sausen und an der nächsten Haltestelle auszusteigen. Blöderweise muss man den Linienplan etwas genauer studieren um zu verstehen welches Vaporetto wo genau hält und wir standen, nach Passage von San Marco, auf einmal auf der falschen Insel.

Naja, irren ist menschlich, meinte schon der Igel als er von der Bürste stieg.

Einen Spaziergang und eine Vaporetto Fahrt später waren wir an der Piazza und konnten sehen wofür Venedig so berühmt ist.

Es ist wie so oft: vorbei fahren hätte dann auch gereicht. Der Platz ist ganz nett, die byzantische Kapelle beeindruckend, aber den Hype rechtfertigt es nicht.

Wir sind dann durch viele kleine bis winzige Gassen weiter zu Rialto Brücke, haben das Treiben genossen und leckeres Eis geschleckt.

Venedig hat gerade etwa 15 bis 20 Prozent seiner normalen Touristen. Das allein reicht schon um die Stadt recht voll erscheinen zu lassen und so schön es hier ist, wirklich voll möchte ich es nicht erleben.

Wo wir bei schön sind: es ist wunderschön! Jeder Zentimeter lässt sich 3 mal neu entdecken, das Essen ist lecker, das Tempo gemächlich und die Italiener – wenn sie sich nicht gerade anschreien – wirklich freundlich.

Ein mittagsstopp am Canale Grande später und schon ging es zum Treffpunkt mit Francesco zur Hidden Venedig Tour. Francesco ist gefühlte 95 Jahre und war früher Kurator für Malerei in Venedig. Heute macht er Führungen für die Uni. Er nannte sich gerne Backstreet Boy – da er uns durch die Backstreets führt. Da, wie Maria anmerkt, ich Secret Spice bin passt das.

Es ging durch das alte Jüdische Viertel, vorbei an der von Napoleon gebauten einzigen Straße, per Gondel über den Canale Grande, ins alte Bordelviertel. Angeblich gab’s da auf einer Brücke mal ne Brüste Peep Show während des Karnevals zur Zeit der Drogen, aber heute will da irgendwie niemand mehr mitmachen. Schade eigentlich.

Nun sitzen wir im Vaporetto zum Hotel, dessen Restaurant wir gleich wieder genießen werden, und freuen uns aufs England Spiel.

Der Plan für morgen steht noch nicht fest. Ich hatte an Baden am Lido gedacht, aber der Wetterbericht ist durchwachsen.

Habe ich erwähnt das man in Venedig, auch Sonntags, ganz gut shoppen kann?

Schlaflos in Venedig.

Es ist nicht so das wir seit Bali gar nicht mehr weg waren. Aber es waren 3 kleinere Ausflüge nach Bayern, Eckernförde und Rügen und es war jeweils von der Zeit irgendwie unpassend hier darüber zu schreiben.

Nun also Venedig.

Vor ein paar Wochen flatterte ein tolles Angebot ins Haus und das Fernweh wollte raus – also los.

Nach der Arbeit ging es zum Flughafen BER. Wir sind zwar mit Öffentlichen gut angebunden, haben uns aber dennoch entschieden mit dem Auto hin zu fahren und dort einen Parkplatz gebucht. Hauptsächlich weil wir am Sonntag recht spät landen.

Vor Ort angekommen musste ich eine kleine Ehrenrunde drehen um den Eingang zum Parkhaus zu finden. Als wir dann dort waren ging der Feueralarm los und unser gebuchtes Ticket kam zwar raus, die Schranke öffnete sich nicht. Die Dame hinter dem Klingelknopf fragte ob wir wirklich in ein Parkhaus einfahren wollen das brennt.

Hm.. Also ich sah da weder Feuer, noch Rauch, aber eigentlich wollte ich auch nur Zugang zu einem der anderen Parkhäuser mit meinem gebuchten Ticket. Ging dann auch irgendwann, irgendwie. Wird spannend wenn wir zurück kommen.

In der Zwischenzeit hatten wir die Flughafen Feuerwehr ausrücken und zum anderen Parkhaus fahren sehen. Tolle Fahrzeuge für Nerds!

Der Flughafen selber ist.. Kein großer Wurf. Definitiv hinter der Sicherheitskontrolle zu klein (die sind sau langsam und schlecht beschildert) und auch einfach unglaublich langweilig.

Wir hatten noch etwas Zeit und als wir am bummeln waren lief Jens Spahn an uns vorbei. Keine Ahnung wo er hin wollte, aber Ria hat sich darüber ungefähr so gefreut wie ich über die Feuerwehr. Wenn ich gewusst hätte was heute noch zu sehen sein sollte!

Einen etwas ruppigen, aber recht kurzen, Flug später sind wir in Treviso gelandet.

Venedig kann man von 2 Flughäfen gut erreichen. Der eigentliche liegt direkt am Wasser, Treviso etwa 40 Minuten entfernt. Wir sind in Treviso gelandet weil es deutlich günstiger war und haben von dort aus den Bus genommen. Der Flughafen ist klein und eigentlich sitzt man spätestens 10 Minuten nach der Landung im Bus. Der wiederum ist auf die Flieger abgestimmt, also nicht zu sehr bummeln!

Während wir auf der Brücke nach Venedig fuhren, schaute der Nerd in mir nach den Zügen die dort fuhren. Und sah auf einmal den Orient Express nach London! Wahnsinn! Ich war ganz aus dem Häuschen!

Ja, ist auch nur n Zug, aber was für einer!

Der Bus hält am Tronchetto – ist im Prinzip der große, schmutzige Hafen in Venedigs Nordwesten. Dort gibt es tatsächlich auch einen Wohnmobil Campingplatz.

Vom Tronchetto fährt eine Stand Seilbahn (people mover) zur Piazzale de la Roma – Venedigs Verkehrsknotenpunkt mit dem Festland.

Hier sind wir aufs Vaporetto gehüpft und in 45 Minuten zur Insel Murano und unserem Hotel gefahren.

Ein Bus auf dem Wasser hat, auch für den eigenen Rhythmus, eine ganz eigene Geschwindigkeit. Ich glaub da könnte ich mich dran gewöhnen.

Im Hotel angekommen haben wir zuerst das Speiseangebot der Bar angenommen (großartig) und Maria stellte fest: also in Berlin direkt an der Bushaltestelle was essen wäre irgendwie anders.

Wir haben ein Maisonnette Zimmer mit Dachflächenfenstern und Blenden die sich jeweils elektronisch öffnen lassen.

Na, wer musste wieder Spielen und, bei Wärme, umgeben von Wasser, die Fenster zum Schlafen öffnen?

Ergebnis: Um 3 wach geworden, völlig zerstochen und auf die Jagd gegangen. 30 Minuten Später waren 15 Mücken erledigt und wir konnten wieder schlafen.

Nach einer kleinen Stärkung geht’s jetzt raus aufs Wasser und in die Stadt. Wir sind gespannt!

Hello! Good to be back!

Ist tatsächlich von Scooter geklaut. Wer was auf die Ohren braucht Googled mal.

Aber ehrlich, es ist gut „zurück zu sein“ und mal wieder einen Eintrag hier zu schreiben.

Wir stehen grad am Gate und warten auf unseren Flieger.

Von Feuerwehr bis Gesundheitsminister war heut schon alles dabei.

Mehr dazu morgen, im richtigen Beitrag.

Bis dahin darf gerätselt werden wo es hin geht. Wer es weiß, hält sich vornehm zurück :).

Warum wir reisen

Jetzt sind wir wirklich auf dem Heimweg. Um genau zu sein ziemlich hoch in der Luft und irgendwo kurz vor dem Äquator.

Der Tag lief etwas anders als erhofft, aber man kann nicht immer nur Glück haben.

Nach einem entspannten letzten Frühstück und großer Verabschiedung vom Personal war es Zeit ins Taxi zum Flughafen zu hüpfen. Schon began der Regen – es war wohl wirklich Zeit zu gehen.

Am Flughafen angekommen mussten wir feststellen, dass unser Gepäck nicht nach Berlin durchgecheckt wird, sondern wir es auf Bali abholen müssen und dann am Abend wieder beim Check In abgeben.

Nun, zumindest hatten wir dadurch alle Sachen bei uns.

Für den 10 Stunden Aufenthalt auf Bali bis zu unserem 00:30 Flug hatten wir uns ein größeres Resort neben dem Flughafen ausgesucht. Es gab unzählige Hotels die in Frage gekommen wären… Sagen wir einfach wir haben das falsche ausgesucht (grummel).

Aber wie immer: first world problems.

Jetzt also viele Stunden Zeit im Flieger und die Frage: Warum reisen wir?

Nun, zum einen natürlich für die Erholung.

Zum anderen aber auch um dem alltäglichen zu entfliehen, eine Pause zu machen und eben auch – oder eher ganz besonders – um „anderes“ und „andere“ kennen zu lernen. Einen anderen Blickwinkel zu gewinnen und manchmal auch um das was wir haben mehr zu schätzen.

Wir sind mit Sicherheit das Gegen Konzept zum „ethno traveler“ der möglichst viele Menschen kennenlernen will. Wir wollen meist einfach unsere Ruhe. Und doch lernt man eben Menschen kennen und selbst der kleinste Einblick kann eine spannende Welt sein.

Wir sind auch nicht großartig Naturverbunden und wandern mit Sicherheit nicht durch einen Urwald, oder auf einen Vulkan.

Aber wir genießen diese Dinge auch aus der näheren Umgebung und finden genug anderes, das uns zeigt „wo“ wir eigentlich sind.

Verpassen wir dabei etwas? Na klar, unheimlich viel.

Aber es geht eben auch um Entspannung und „unsere“ Art und Weise diese Dinge anzugehen.

Wir sind dankbar für diese Möglichkeiten. Und wir freuen uns auf die nächsten Abenteuer.

Vielen Dank das ihr wieder mit unterwegs wart.

Im Mai kehren die Superhelden zurück. Robin ist auf separater Mission, aber der Rest wird Mallorca Schurkenfrei machen.

Terima Kashi Indonesien

Genug Cocktails, genug schwimmen im Meer, genug Wärme, genug ausgeruht. Geht das eigentlich?

Es wird langsam Zeit sich vom Jeeva Klui und von Lombok zu verabschieden.

Morgen mittag fliegen wir zurück nach Bali und nach einem kurzen Aufenthalt in einem Resort in Flughafen Nähe geht es zurück nach Hause.

Zu Hause war die letzten Tage dieses wunderschöne Resort mit seinen tollen Mitarbeitern.

Wann auch immer wir von außerhalb zurück kamen, wurden wir mit „Welcome Home“ begrüßt. Und ganz ehrlich: so fühlte es sich auch an.

So wirklich was gemacht haben wir seit Gili Trawangan nicht mehr, sondern einfach nur entspannt.

Die letzte Massage ist genossen, das letzte Mal Yoga geschafft, der letzte Cocktail getrunken.

Und auch wenn wir hier am liebsten einziehen möchten und die Region definitiv sehr bald wieder Besuchen (Rina, sollten die den Virus bis Oktober nicht unter Kontrolle kriegen treffen wir uns einfach hier, hier sagt die Regierung er sei nicht vorhanden), so ist genug irgendwann auch einfach genug und wir freuen uns auf zu Hause, unsere Familie, unsere Freunde und unsere Tiere.

Im Gegensatz zum letzten Resort gibt es hier übrigens „Bitte nicht stören“ Schilder :).

Terima Kasih Jeeva Klui!

Gili Getaway

Seit gestern wird das Wetter wieder sonniger und mein kleiner Schorchelausflug am Hotelstrand hat mir nen üblen Sonnenbrand eingebracht.

Zum Glück bin ich verheiratet und mein Rücken wird fachgerecht gepflegt.

Wir haben den schönen Tag genutzt um ein wenig in den Norden zu fahren. Er ist zwar wahnsinnig schön, aber man sieht auch überall noch stark die Folgen des Erdbebens von 2018.

Es ist wie überall: die ärmsten trifft es am schlimmsten.

Es sind damals fast 500.000 Menschen obdachlos geworden und noch immer haben nicht alle wieder eine bleibe. Auch wenn man, gerade im Norden, die Neubauten von Regierung und Hilfsorganisationen sieht.

Am Nachmittag kam dann ein heftiges Gewitter, aber es gibt genug Läden und Cafés an jeder Ecke um auch das vorüber gehen zu lassen.

Heute morgen klingelte der Wecker kurz vor 6 und dieser Blick war unsere Belohnung:

Nach einem kurzen (aber leckeren) Frühstück wurden wir abgeholt und nach Teluk Kode gefahren um zu den Gili Inseln und einem Schnorchel Trip aufzubrechen.

Ich habe leider nur ein Foto von hinten, aber der großgewachsene Herr war unser Guide Herman. Wir nennen ihn Herman the German.

Er sagt er ist Indonesier, aber auch das seine Eltern bedeutend kleiner sind.

Dude, du bist groß gewachsen, hast ne sehr helle Haut, heißt Herman und siehst von vorne aus wie Rias Kollege… Na wir mischen uns mal nicht ein.

Nach kurzer Fahrt haben wir vor Gili Meno geankert und sind ins Wasser gesprungen.Fische, Korallen, klares Wasser und eine Skulptur am Meeresboden waren die Belohnung.

Weiter ging es schräg rüber nach Gili Trawangan.

Ein wenig mussten wir suchen, aber dann schwamm eine riesige Schildkröte vor uns. Eine Weile nah der Oberfläche, um sich ein wenig umzuschauen und dann in die dunkle Tiefe.

Beeindruckend!

Zeit sich beim Mittag auf Gili Trawangan zu erholen.

Hat was schönes mit einer relaxten Partyatmosphäre, aber ich möchte nicht wissen was da in der Saison los ist…

Wir sind noch ein wenig umhergeschlendert, haben diese Verbindung aus Mallorca und Karibik genossen und ab ging es wieder aufs Boot für die letzten Beiden Schorchelstops.

Den letzten hat Ria ausgelassen und lieber mich Fotografiert :).

Auf dem Rückweg gab’s noch einen Entspannungs stop mit Snack und jetzt liegen wir entspannt im Hotel.

Die nächsten beiden Tage verbringen wir wohl mit schlafen, genießen und, leider, auch Abreisevorbereitung.

Gemischte Gefühle

Eigentlich wollten wir ja gestern einen Ausflug in Lomboks Norden machen… Eigentlich.

Die Kommunikation mit dem uns empfohlenen Fahrer den wir ausgesucht haben gestaltete sich etwas schwieriger als gewohnt. Aber es muss ja nun auch nicht jeder immer sofort antworten wenn wir uns per WhatsApp melden. Da es Fahrer sind ist mir das sogar ganz lieb :).

Am Mittwoch Abend stellte sich heraus, dass der Donnerstag ein Missverständnis war und er keine Zeit hat. Wir haben kurz überlegt noch einen anderen anzuschreiben, haben uns dann aber für die ruhige Variante mit Massage im Hotel entschieden. Für das bisschen was wir wirklich sehen wollen bleibt noch genug Zeit.

Dienstags und Donnerstags gibt es morgens um 8 Yoga am Strand, zudem auch noch direkt vor unserem Zimmer.

Das haben wir Dienstag morgen schon gemacht, da waren wir 3 Gäste die daran teilgenommen haben.

In meiner Naivität dachte ich immer das sei zur Entspannung. Haha :).

Zumindest habe ich eine Ausrede den Fitness Raum nicht zu benutzen.

Gestern sind wir also wieder früh zum Yoga gedackelt und waren auch tatsächlich die einzigen. Ne Yoga Privat Stunde am Meer. Man kann den Tag schlimmer starten.

Gibt’s davon ein Video? Vielleicht… Werde ich das hier online stellen?

Ganz sicher nicht :).

Nach dem anschließenden Frühstück wollten wir eine Massage, es gab aber erst zum Abend Kapazitäten. Also haben wir den Tag mit Faulenzen, Karten spielen und Faulenzen verbracht und am Abend unsere Massage mehr als genossen und sind nach einem tollen Abendessen früh ins Bett gegangen um heute einen tollen Tag in Süd Lombok zu verbringen.

Der Fahrer war pünktlich da, es war nur nicht der den wir erwartet haben.

Er stellte sich als bester Freund vor und schon ging es los.

An sich kein Problem, aber es wäre nett gewesen uns das vorher zu sagen. Immerhin hatten wir einen Grund genau den Fahrer zu buchen und hätten so vorher die Gelegenheit gehabt zu überlegen ob wir das wollen.

In Verbindung mit einem etwas verstimmten Magen, schlechterem Englisch und den immernoch gewöhnungsbedürftigen „Verkehrsregeln“ war ich eine Weile stinkig und habe überlegt einfach abzubrechen. Das dezent irre Lachen des Fahrers hat nicht geholfen.

Dann aber kamen die ersten Stops und ich war versöhnt. Besonders beeindruckend war die archaische und traditionelle Lebensweise im Sasak Dorf Sasak Ende.

Es ist mit 31 Familien das kleinste dieser Dörfer das Touristen empfängt und hatte etwas sehr persönliches.

Die Unterkünfte sind jeweils Häuser aus Bambus und Stroh mit nur einem Raum. Frau und Kinder schlafen drinnen, die Männer davor. Das hat mit dem Prinzip des Hati Hati (übersetzt Achtung, als Warnung) zu tun. Die Kinder sollen manche Dinge nicht sehen. Für die Zweisamkeit von Mann und Frau gibt es festgelegte Zeiten zu denen die Kinder nicht da sind. Unter Männern wird das was dann passiert auch gern als Hati Hati beschrieben, nur mit anderer Betonung.

Das da oben sind die Matten auf denen geschlafen wird. Nicht ganz so wie bei uns im Hotel, wie der Guide treffend feststellte.

Viele Dörfer auf Lombok haben sich auf jeweils ein Handwerk spezialisiert und betreiben dieses als kooperative. So wie auch Sukara, das wir vorher besucht hatten.

Wir haben dort zwar etwas schönes kaufen können, aber Maria fehlte noch ein Sarong für den nächsten Indonesien Besuch. In Sasak Ende haben wir dann einen gefunden.

Regen zog auf und so haben wir Kuta Beach nur langsam passiert, sind aber nicht ausgestiegen. Verpasst haben wir glaub ich nichts. Netter Strand mit ein paar Ständen, leichter Hippie Vibe mit kreativen Restaurants und Unterkünften, sonst aber auch nichts.

Weiter ging es zum Wae Beach und leckerem essen am Waroeng (indonesische Garküche).

Das krönende Highlight des Tages war der Besuch im Dorf aus dem unser Guide kommt. Es besteht mehr oder minder aus den Familien seiner 55 Cousins und Cousinen und natürlich seinem Elternhaus.

Auch wenn sich das Gespräch über Sprachgrenzen hinweg schwierig gestaltete war es ein herzliches und warmes Erlebnis, das diesen Urlaub noch Eindrucksvoller werden lässt.

Der Kaffee wurde gestern roh von der Tante gebracht, seine Mutter hat ihn gestern geröstet und gestoßen.

Als sein Vater hörte das ich keinen Roller fahren kann, kam er aus dem Lachen nicht mehr raus.

Ein toller Einblick in eine nicht mehr ganz so fremde Welt.

Jeeva heißt Seele

Wir sind seit 4 Tagen im Jeeva Klui Resort auf Lombok.

Und eigentlich haben wir seitdem nichts gemacht.

Der Plan war immer: Bali Abenteuer, Lombok Entspannung. Das es so gut funktioniert hätte ich nicht gedacht.

Gestern haben wir das Resort für ein paar Stunden verlassen und waren in der Inselhauptstadt Mataram. Uns war aber weder danach einen lokalen Markt zu besuchen, noch durch die Strassen zu schlendern und so sind wir tatsächlich nur Einkaufen gefahren.

Matarm lud aber ehrlich gesagt auch nicht wirklich zum Anhalten ein. Wenn man sagt Lombok sei Bali vor 20 Jahren, so schließt dies die bereits erwähnte dritte Welt mit ein und die Stadt ist eine mehr oder minder lose Sammlung von Betonruinen und Hütten aus allem was gerade da war.

Leben hier, noch viel mehr als auf Bali, ist eben hauptsächlich harte Arbeit mit einfachsten Mitteln.

Auf dem Rückweg haben wir noch in Senggigi angehalten. Der Ort erstreckt sich, alles in allem, über 10 Kilometer an Lomboks Westküste und gilt, neben Kuta (es gibt auch auf Lombok einen Ort der so heisst) als das touristische Zentrum.

Die Regenzeit auf Lombok ist deutlich intensiver als auf Bali – es ist fast den ganzen Tag bewölkt und die Schauer kommen regelmäßiger – und so herrscht hier absolute Ruhe. Ausserhalb des Resorts sind fast keine Touristen zu sehen. So ist eben auch das auf Touristen ausgelegte Senggigi wie ausgestorben.

Wer da ist, sind natürlich die Einheimischen. Interessant ist auch hier wieder die Arbeit in der Gemeinschaft zu sehen. Sicher gibt es auch hier starke Anfeindungen untereinander, aber niemand versucht die Touristen von einem fremden Stand oder Restaurant zu seinem eigenen zu locken. Es wird viel mehr vermittelt falls der eine Stand nicht das gewünschte Souvenir hat und es ist nicht ungewöhnlich von ein und der selben Person begleitet zu werden und am Ende einfach irgendwo das zu bezahlen was man an den verschiedenen Ständen mitgenommen hat.

Ähnlich ist es mit den Touren – es gibt zwar verschiedene Anbieter, aber am Ende haben alle wieder irgendwie miteinander zu tun und das Geld bleibt in der viel beschworenen „local community“.

Wir deutschen bezeichnen so etwas gerne als Mafia und warnen in unzähligen Reiseforen davor. Sicher gibt es schwarze Schafe und man sollte genauer hinschauen. Am Ende sollte man es jedoch ins Verhältniss setzen und bedenken das man, im Vergleich, als Europäer unermesslich reich ist.

Aber wie das so ist: bei den Transfer Preisen schaue ich genauer hin und buche ein Taxi per App. Die Preisunterschiede zu den lokalen Anbietern sind mir dann doch zu heftig.

Uns wurden von verschiedenen Freunden die bereits hier waren Guides und morgen machen wir den ersten Ausflug mit einem von ihnen.

Ich habe in den letzten Tagen aus 2 Gründen nicht geschrieben. Erstens gab es einfach nicht wirklich was zu berichten, Zweitens ist das Resort die pure Entspannung und das „runterkommen“ hat mich auch ein wenig davon abgehalten.

Jetzt sitze ich mit einem Kaffee auf unserer Terrasse und schaue auf die Wellen die sich am Hausriff vor dem Resort brechen. Am Horizont ist der Mount Agung auf Bali zu sehen.

Einzig meine erhofften malerischen Sonnenuntergänge würde ich, Wolken sei dank, nur in der Hauptsaison bekommen.

Das Resort nimmt einen Teil eines fast buchtartigen Strandes ein, der auf beiden Seiten von Felsen begrenzt wird und nicht mehr als ein paar hundert Meter lang ist. Wir haben das letzte Haus an einer der felsigen Seiten und auch wenn es insgesamt fast 40 Zimmer gibt fühlen wir uns die meiste Zeit als wären wir alleine hier (dem ist nicht so, am Pool sind viele Familien mit Kindern).

Herein kommt man wieder durch eine Rezeption die nur für einzelne Gäste ausgelegt ist und geht dann durch die sehr grüne und toll gepflegte Anlage zu geräumigen Villen und Zimmern. Auch hier gäbe es Einheiten mit eigenem Pool, mit war aber der Meerblick wichtiger.

Unsere Tage verbringen wir abwechselnd auf der Terrasse, im Zimmer, im Meer und Maria auch im kleinen Fitness Raum und angeschlossenem Erwachsenen Pool. Eine Sauna gibt es auch, aber bei dem Wetter braucht man die glaub ich seltener.

Das Spa wollen wir täglich probieren, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen… schlafen, Afternoon Tea im wirklich tollen Restaurant, Frühstück, oder Schnorcheln.

Ich habe im Leben zweimal probiert zu schnorcheln – und bin kläglich gescheitert. Hier kann man sich eine Ausrüstung ausleihen und ins Meer springen.

Kaum waren wir am Strand war einer der Sicherheitsleute bei uns, um uns über das Meer und die Strömungen aufzuklären.

Als er mitbekam das ich ein wenig Angst vor dem Schnorcheln habe, hat er mir erklärt was ich tun soll und ist geblieben bis er sicher war das ich es, mit ein wenig Übung , genießen werde und er mich nicht retten muss.

Heute habe ich es zum ersten mal bis zum Anfang des Riffs geschafft.

Warum nun also Seele?

Nun, zum einen weil es nunmal der Name ist, zum anderen weil man diese hier fühlt . Und das nicht nur wegen der tollen Zimmer, oder der Dusche im freien.

Egal wo man gerade ist, wenn man möchte ist sofort ein Mitarbeiter da und erfüllt jeden Wunsch. Dies allerdings sehr dezent und nie aufdringlich. Man hat ein wenig das Gefühl in die Familie aufgenommen zu werden und das die Fragen zum Tag, oder einem selbst, ehrlich sind.

Spätestens wenn schon wieder ein Mitarbeiter, den man noch nie gesehen hat, auf einen zukommt, mit Namen anspricht und dabei gleich ein paar Brocken deutsch einwirft hört man irgendwann auf sich zu wundern und beginnt zu geniessen.